Ähnliche Artikel

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteVor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille

12-05-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige Außenminister und Staatspräsident der Ersten Tschechoslowakischen Republik, war vor einiger Zeit das Thema einer Konferenz im Goethe-Institut in Prag. Historiker aus Deutschland, Tschechien, aber auch zum Beispiel aus Großbritannien diskutierten über die kontroversen Wahrnehmungen von Beneš. Geladen hatten das Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem Collegium Carolinum aus München. Marco Zimmermann war bei der Konferenz und hat nachgefragt, wie sich das Bild von Beneš bei den Deutschen aus der Tschechoslowakei gewandelt hat. mehr...

TagesechoGedenken an Lidice: Streit um Audio-Drama im Vorfeld des 70. Jahrestags

11-05-2012 16:37 | Till Janzer

Gedenkstätte Lidice Im Juni jährt sich zum 70. Mal die Zerstörung des mittelböhmischen Dorfes Lidice. Die Nazis nahmen damals auf äußerst brutale Weise Rache für das Attentat tschechischer Widerstandskämpfer auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Alle Männer des Ortes wurden erschossen, Kinder und Frauen ins KZ verschleppt und das Dorf dem Erdboden gleichgemacht. Heute steht an dem ursprünglichen Ort des Dorfes eine Gedenkstätte, die neue Gemeinde Lidice wurde nebenan aufgebaut. Zum Jahrestag soll die Gedenkstätte einen interaktiven Guide erhalten, ein Audiodrama. Doch die Bewohner des heutigen Dorfes Lidice haben starke Einwände gegen das Projekt. mehr...

TagesechoMuseumsexperte: Auch am 9. Mai 1945 fielen im Protektorat noch Bomben

09-05-2012 16:27 | Lothar Martin

Foto: ČT 24 Am 8. Mai 1945 hat die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert. Seitdem wird dieser Tag in den Geschichtsbüchern als Ende des Zweiten Weltkriegs geführt. In Frankreich und einigen mitteleuropäischen Ländern wird er seitdem Tag der Befreiung vom Faschismus oder als Tag des Sieges begangen. Darunter neuerdings auch wieder in Tschechien und der Slowakei. In ihrer gemeinsamen kommunistischen Zeit aber haben beide Länder den 9. Mai 1945 als Kriegsende angesehen, und zwar deshalb, weil an diesem Tag die Rote Armee der Sowjetunion in Prag einmarschierte. Dieser Tage wiederum wurde öffentlich gemacht, das nach dem offiziellen Kriegsende im ehemaligen Protektorat Böhmen und Mähren sogar noch gebombt wurde. mehr...

TagesechoPrager Aufstand 1945 – militärisch nicht entscheidend, aber wichtig für die Moral

08-05-2012 | Till Janzer

Das Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Tschechien jedes Jahr gefeiert. Den Auftakt hat am Wochenende Plzeň / Pilsen gemacht – denn die westböhmische Stadt wurde als erste befreit. Zudem erinnerten am Samstag tschechische Politiker an den Beginn des Prager Aufstandes am 5. Mai 1945. Der Gedenkakt fand am Hauptgebäude des Tschechischen Rundfunks statt. Im Folgenden mehr über den Prager Aufstand und die Gedenkfeier. mehr...

TagesechoRoman „Bergersdorf“ in tschechischer Ausgabe – Diskussion mit der Autorin in Prag

10-04-2012 17:22 | Laura Staniszewski

Herma Kennel (Foto: Archiv des Außenministeriums der Tschechischen Republik) In der Nähe von Jihlava / Iglau liegt das Dorf Kamenná. Zu Zeiten des Nationalsozialismus war es unter dem Namen Bergersdorf und zugleich als „SS-Dorf“ bekannt. Nach ersten Jahren der Freude und des Triumphs über die Auszeichnung zum „SS-Dorf“ zerbrach der Ort jedoch später daran. Die Autorin Herma Kennel hat in ihrem Roman „Bergersdorf“ die traurige Geschichte des gleichnamigen Ortes niedergeschrieben. Dafür hat sie Gespräche mit Zeitzeugen geführt und in diversen Archiven recherchiert. Das Buch erschien im Jahre 2003 erstmals auf Deutsch. Ende März fand im Literaturhaus Prag eine Lesung mit der Autorin zu ihrem Buch statt. Dabei ging es hauptsächlich um die tschechische Ausgabe, die im Juni vergangenen Jahres erschienen ist. mehr...

Kapitel aus der Tschechischen Geschichte„Porajmos“ – Der Holocaust an den Roma im Protektorat Böhmen und Mähren

17-03-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Steinbruch in Lety „Porajmos“ ist Romanes und bedeutet in etwa „Das Verschlingen“. Es ist die Bezeichnung für den Völkermord an den europäischen Roma in der Zeit des Nationalsozialismus. Während der deutschen Besatzungszeit wurden die Roma auch im Protektorat Böhmen und Mähren verfolgt. Besonders schlimm wurde es nach dem 9. März 1942. Die Protektoratsregierung übertrug ein Gesetz aus dem Reich auf die ehemalige Tschechoslowakei: den Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung. Unter diesem Deckmantel kämpfte das NS-Regime gegen alle so genannten „asozialen“ Elemente. Es war der Startschuss für die rassische Kategorisierung der Roma und ihre Deportation nach Auschwitz. mehr...

TagesechoTschechischer Holocaust Zeitzeuge stellt bewegte Autobiographie vor

15-03-2012 15:08 | Laura Staniszewski

Was geht in einem vierjährigen Kind vor, das die traute Heimat hinter sich lassen muss, um dem Tod zu entgehen? Genau dieses Gefühl musste Detlev Landgrebe am eigenen Leib erfahren. In seinem Buch: „Kückallee 37 – Eine Kindheit am Rande des Holocaust“, erzählt Detlev Landgrebe, wie er die damalige Flucht vor den Nazis erlebt hat. Bei der Buchvorstellung im österreichischen Kulturforum in Prag schilderte er seine Erinnerungen.  mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteDie gesamte Geschichte von Theresienstadt: Interview mit der Buchautorin Uta Fischer

10-03-2012 02:01 | Till Janzer

Wer Theresienstadt oder Terezín hört, denkt zuerst an das Ghetto beziehungsweise an das KZ. Dieser traurigste Teil in der mehr als 200-jährigen Geschichte des Ortes reicht allein für eine eigene Darstellung. Die beiden Journalisten Uta Fischer und Roland Wildberg haben nun aber die gesamte Historie von Theresienstadt in einem Buch dargestellt – von der Gründung der Festung, die am Reißbrett entworfen wurde, bis zum Hochwasser im Jahr 2002. Es ist das erste Buch seiner Art auf Deutsch und heißt „Theresienstadt – eine Zeitreise“. Dazu ein Interview mit Uta Fischer. mehr...

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