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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteVor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille
Edvard Beneš, der ehemalige Außenminister und Staatspräsident der Ersten
Tschechoslowakischen Republik, war vor einiger Zeit das Thema einer
Konferenz im Goethe-Institut in Prag. Historiker aus Deutschland,
Tschechien, aber auch zum Beispiel aus Großbritannien diskutierten über
die kontroversen Wahrnehmungen von Beneš. Geladen hatten das
Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem
Collegium Carolinum aus München. Marco Zimmermann war bei der Konferenz
und hat nachgefragt, wie sich das Bild von Beneš bei den Deutschen aus der
Tschechoslowakei gewandelt hat. mehr...
TagesechoGedenken an Lidice: Streit um Audio-Drama im Vorfeld des 70. Jahrestags
Im Juni jährt sich zum 70. Mal die Zerstörung des mittelböhmischen
Dorfes Lidice. Die Nazis nahmen damals auf äußerst brutale Weise Rache
für das Attentat tschechischer Widerstandskämpfer auf den
stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Alle Männer des Ortes
wurden erschossen, Kinder und Frauen ins KZ verschleppt und das Dorf dem
Erdboden gleichgemacht. Heute steht an dem ursprünglichen Ort des Dorfes
eine Gedenkstätte, die neue Gemeinde Lidice wurde nebenan aufgebaut. Zum
Jahrestag soll die Gedenkstätte einen interaktiven Guide erhalten, ein
Audiodrama. Doch die Bewohner des heutigen Dorfes Lidice haben starke
Einwände gegen das Projekt. mehr...
TagesechoMuseumsexperte: Auch am 9. Mai 1945 fielen im Protektorat noch Bomben
Am 8. Mai 1945 hat die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert.
Seitdem wird dieser Tag in den Geschichtsbüchern als Ende des Zweiten
Weltkriegs geführt. In Frankreich und einigen mitteleuropäischen Ländern
wird er seitdem Tag der Befreiung vom Faschismus oder als Tag des Sieges
begangen. Darunter neuerdings auch wieder in Tschechien und der Slowakei.
In ihrer gemeinsamen kommunistischen Zeit aber haben beide Länder den 9.
Mai 1945 als Kriegsende angesehen, und zwar deshalb, weil an diesem Tag die
Rote Armee der Sowjetunion in Prag einmarschierte. Dieser Tage wiederum
wurde öffentlich gemacht, das nach dem offiziellen Kriegsende im
ehemaligen Protektorat Böhmen und Mähren sogar noch gebombt wurde. mehr...
TagesechoPrager Aufstand 1945 – militärisch nicht entscheidend, aber wichtig für die Moral
Das Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Tschechien jedes Jahr gefeiert. Den
Auftakt hat am Wochenende Plzeň / Pilsen gemacht – denn die
westböhmische Stadt wurde als erste befreit. Zudem erinnerten am Samstag
tschechische Politiker an den Beginn des Prager Aufstandes am 5. Mai 1945.
Der Gedenkakt fand am Hauptgebäude des Tschechischen Rundfunks statt. Im
Folgenden mehr über den Prager Aufstand und die Gedenkfeier. mehr...
TagesechoRoman „Bergersdorf“ in tschechischer Ausgabe – Diskussion mit der Autorin in Prag
In der Nähe von Jihlava / Iglau liegt das Dorf Kamenná. Zu Zeiten des
Nationalsozialismus war es unter dem Namen Bergersdorf und zugleich als
„SS-Dorf“ bekannt. Nach ersten Jahren der Freude und des Triumphs über
die Auszeichnung zum „SS-Dorf“ zerbrach der Ort jedoch später daran.
Die Autorin Herma Kennel hat in ihrem Roman „Bergersdorf“ die traurige
Geschichte des gleichnamigen Ortes niedergeschrieben. Dafür hat sie
Gespräche mit Zeitzeugen geführt und in diversen Archiven recherchiert.
Das Buch erschien im Jahre 2003 erstmals auf Deutsch. Ende März fand im
Literaturhaus Prag eine Lesung mit der Autorin zu ihrem Buch statt. Dabei
ging es hauptsächlich um die tschechische Ausgabe, die im Juni vergangenen
Jahres erschienen ist. mehr...
Kapitel aus der Tschechischen Geschichte„Porajmos“ – Der Holocaust an den Roma im Protektorat Böhmen und Mähren
„Porajmos“ ist Romanes und bedeutet in etwa „Das Verschlingen“. Es
ist die Bezeichnung für den Völkermord an den europäischen Roma in der
Zeit des Nationalsozialismus. Während der deutschen Besatzungszeit wurden
die Roma auch im Protektorat Böhmen und Mähren verfolgt. Besonders
schlimm wurde es nach dem 9. März 1942. Die Protektoratsregierung
übertrug ein Gesetz aus dem Reich auf die ehemalige Tschechoslowakei: den
Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung. Unter diesem
Deckmantel kämpfte das NS-Regime gegen alle so genannten „asozialen“
Elemente. Es war der Startschuss für die rassische Kategorisierung der
Roma und ihre Deportation nach Auschwitz. mehr...
TagesechoTschechischer Holocaust Zeitzeuge stellt bewegte Autobiographie vor
Was geht in einem vierjährigen Kind vor, das die traute Heimat hinter sich
lassen muss, um dem Tod zu entgehen? Genau dieses Gefühl musste Detlev
Landgrebe am eigenen Leib erfahren. In seinem Buch: „Kückallee 37 –
Eine Kindheit am Rande des Holocaust“, erzählt Detlev Landgrebe, wie er
die damalige Flucht vor den Nazis erlebt hat. Bei der Buchvorstellung im
österreichischen Kulturforum in Prag schilderte er seine Erinnerungen.
mehr...
Kapitel aus der Tschechischen GeschichteDie gesamte Geschichte von Theresienstadt: Interview mit der Buchautorin Uta Fischer
Wer Theresienstadt oder Terezín hört, denkt zuerst an das Ghetto
beziehungsweise an das KZ. Dieser traurigste Teil in der mehr als
200-jährigen Geschichte des Ortes reicht allein für eine eigene
Darstellung. Die beiden Journalisten Uta Fischer und Roland Wildberg haben
nun aber die gesamte Historie von Theresienstadt in einem Buch dargestellt
– von der Gründung der Festung, die am Reißbrett entworfen wurde, bis
zum Hochwasser im Jahr 2002. Es ist das erste Buch seiner Art auf Deutsch
und heißt „Theresienstadt – eine Zeitreise“. Dazu ein Interview mit
Uta Fischer. mehr...
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