Ähnliche Artikel

NachrichtenRundfunkrat weist auf Gesetzesverstoß im Radio-Interview mit Präsident Zeman hin

19-11-2014 15:43 | Markéta Kachlíková

Der Rundfunk- und Fernsehrat (RRTV) hat auf einen Gesetzesverstoß in den Sendungen des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Rundfunks hingewiesen. Die Mahnung betrifft die bisher letzte Ausgabe der Sendung „Hovory z Lán“ (Gespräche aus Lány), in dem Präsident Miloš Zeman mehrere vulgäre Ausdrücke benutzte. Für den Inhalt der Sendungen sei die Anstalt verantwortlich, teilte der Ratsvorsitzende Ivan Krejčí gegenüber der Presseagentur ČTK mit. Der Rundfunk muss ergänzende Informationen vorlegen, ob der Moderator des live gesendeten Interviews alle seine Kompetenzen nutzte, um die Vulgarismen vorzubeugen. Der Medienrat erhielt mehr als 200 Beschwerden. 

NachrichtenRundfunk- und Fernsehrat befasst sich mit Zemans vulgärer Sprache

18-11-2014 18:00 aktualisiert | Martina Schneibergová

Der Rundfunk- und Fernsehrat (RRTV) wird sich am Mittwoch mit der bisher letzten Ausgabe der Sendung „Hovory z Lán“ (Gespräch aus Lány) beschäftigen. Im live gesendeten Rundfunkgespräch benutzte Präsident Miloš Zeman mehrere vulgäre Ausdrücke. Der Medienrat erhielt mehr als 200 Beschwerden. Die Ratsmitglieder sollen darüber entscheiden, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk bei der Sendung keinen Fehler beging. 

Heute am Mikrophon„Wir waren so unerfahren“ – Dissident, Politiker und Philosoph Jan Sokol zur Samtenen Revolution

18-11-2014 16:47 | Till Janzer

Jan Sokol (Foto: Vilém Janouš, Archiv des Tschechischen Rundfunks) Jan Sokol ist Professor für Philosophie in Prag, während der kommunistischen Ära gehörte er zur Opposition. Als einer der ersten unterzeichnete er die Charta 77. Nach der politischen Wende ging er dann in die Politik. In den ersten freien Wahlen von 1990 wurde Sokol für das Bürgerforum ins föderale Parlament gewählt. 1998 war er in der tschechischen Interimsregierung Bildungsminister. Zudem kandidierte er für die Nachfolge von Václav Havel als Staatspräsidenten. Erst in der letzten Runde wurde er knapp von Václav Klaus geschlagen. Mit dem Philosophen und Politiker im Folgenden ein Gespräch über die Wendezeit in der Tschechoslowakei und die Entwicklungen in der tschechischen Gesellschaft in den vergangenen 25 Jahren.   mehr...

NachrichtenPolitiker erinnern in Prag an den Umsturz von 1989

17-11-2014 16:33 | Annette Kraus

Im Gedenken an den Beginn der Samtenen Revolution hat am Montag auch Premierminister Bohuslav Sobotka den Ort aufgesucht, an dem die Studentenproteste vor 25 Jahren gewalttätig beendet wurden. Vizepremier Andrej Babiš und Ex-Präsident Václav Klaus gehörten ebenfalls zu den Besuchern des Denkmals in der Straße Národní třída im Zentrum von PRag. Sobotka bezeichnete den November 1989 als bedeutenden und in erster Linie positiven Moment der tschechischen Geschichte, der Freiheit und Demokratie mit sich gebracht habe. Tschechien brauche einen funktionierenden Staat, dem das Volk vertraue. Eine Reihe von Dingen sei hierzulande seit der Wende gut gelungen, allerdings seien manche Menschen zum Opfer der Wirtschaftstransformation geworden seien, so der Premier weiter.

Nach dem Kurzbesuch des Denkmals flog Sobotka gemeinsam mit dem Parlamentsvorsitzenden Jan Hamáček nach Washington, wo er der Enthüllung einer Václav-Havel-Büste im amerikanischen Kongress beiwohnen wird. Im Vorfeld waren Sobotka und andere Politiker wegen ihrer Abwesenheit am Staatsfeiertag von verschiedenen Seiten kritisiert worden. Bereits seit den Morgenstunden warteten beim Denkmal in der Národní třída tausende Menschen, um Blumen niederzulegen oder Kerzen anzuzünden. Einige trugen am Revers die Nationalflaggen oder Buttons mit dem Konterfei von Ex-Präsident Havel. 

NachrichtenPremiers aus Tschechien und Slowakei kritisieren Einfluss von Wirtschaftskreisen auf Politik

16-11-2014 16:46 | Till Janzer

Die Premierminister Tschechiens und der Slowakei, Bohuslav Sobotka und Róbert Fico, haben bei einer Talkshow im öffentlich rechtlichen Tschechischen Fernsehen den Einfluss von Wirtschaftskreisen auf die Politik in beiden Ländern kritisiert. Durch das politische Engagement von Unternehmern seien die Parteien diskreditiert worden, sagte Sobotka. Beide Regierungschefs sprachen sich dafür aus, Privatspenden an Parteien einzuschränken und die Finanzierung transparenter zu gestalten.

Bei der Fernsehdebatte äußerte sich Bohuslav Sobotka auch zu den Aussagen von Staatspräsident Miloš Zeman über die Studentendemonstration vom 17. November 1989. Das Vorgehen der Polizei damals sei durchaus „ein Massaker“ gewesen und dürfe nicht bagatellisiert werden, so Sobotka. Zeman hatte am Samstag gesagt, die Demonstration sei nur eine von vielen Kundgebungen gewesen und die Sicherheitskräfte seien nicht härter als sonst vorgegangen. 

Forum GesellschaftAngst vorm Abstieg: Immer mehr Tschechen leben an der Armutsgrenze

13-11-2014 15:03 | Tobias Stolz-Zwilling

Foto: Kristýna Maková Das Statistische Amt der EU hat Anfang des Jahres neue Zahlen zur Armut in Europa veröffentlicht. Mit einem Anteil von unter neun Prozent armen Menschen am der Gesamtbevölkerung hat Tschechien den besten Wert aller Mitgliedsstaaten. Deutschland hingegen befindet sich mit fast 15,5 Prozent im europäischen Mittelfeld. Doch wie sieht es in der Realität in Tschechien aus, und wie sind die statistischen Angaben zu bewerten?  mehr...

NachrichtenKlaus und Zeman unisono: Transformierung der Wirtschaft war erfolgreich

13-11-2014 14:10 | Lothar Martin

Die Transformierung der sozialistischen Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft ist gelungen. Diesen Schritt habe man in der Tschechoslowakei und später in der Tschechischen Republik erfolgreich vollzogen, erklärten am Donnerstag in Prag unisono Václav Klaus und Miloš Zeman. Ex-Präsident Klaus und der amtierende Präsident Zeman sind die Stargäste einer Konferenz zum Thema „25 Jahre freies Unternehmertum“.

In seinen Ausführungen bemerkte Zeman unter anderem, dass er jene zwei Mythen ablehne, die über die Transformation der Wirtschaft immer noch verbreitet würden: „Alles war schlecht“ und „Alles war gut“. Das Staatsoberhaupt wiederholte zudem seine Kritik an der sogenannten Kuponprivatisierung, die zu Beginn der 1990er Jahre in der Tschechoslowakei und in Tschechien durchgeführt wurde. Durch die breit gestreute Eigentumsaufteilung unter den Aktionären sei die Kontrolle der Unternehmen nicht gewährleistet gewesen, monierte Zeman. Klaus reagierte auf Zemans Argumente mit den Worten, dass er für die Kuponprivatisierung bis ans Ende der Welt gehen würde. Den vorteilhaften Nutzen dieser Privatisierung könne er leicht verteidigen, entgegnete der Ex-Präsident. Diese Form der Entstaatlichung von Wirtschaftsunternehmen hatte Klaus als Wirtschaftsminister der föderalen Tschechoslowakei und erster Premier in Tschechien einst mitinitiiert und durchgesetzt. 

NachrichtenKomödie Osmy gewinnt goldene Stier-Trophäe beim Prix Europa 2014

26-10-2014 17:03 | Markéta Kachlíková

Die tschechische Komödie Osmy (Eights) des Regisseurs Jiří Strach wurde bei dem Medienfestival Prix Europa 2014 in Berlin ausgezeichnet. Die schwarze Komödie, die sich in der Zeit der Normalisierung in der Tschechoslowakei abspielt, erhielt die goldene Stier-Trophäe in der Kategorie Fernsehdrama. Der Streifen wurde im Brünner Studio des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens gedreht. Die Preise wurden am Freitagabend im Haus des Rundfunks vergeben. Mit den 13 Preisen in den Bereichen Fernsehen, Radio und Internet ist der Prix Europa das wichtigste trimediale Medienfestival Europas. Dieses Jahr bewarben sich 35 Länder mit 650 Produktionen, davon schafften es 210 in den Wettbewerb. 

Nachrichten„Disportrait“ erhält Grand Prix des Fernsehfestivals „Golden Prague“

09-10-2014 11:04 | Markéta Kachlíková

Das 51. internationale Fernsehfestival „Golden Prague“ ist am Mittwoch mit der feierlichen Preisverleihung zu Ende gegangen. Den Grand Prix des Festivals erhielt der dänische Regisseur Ulrik Wiwel für seine Dokumentation „Disportrait“ über den spanischen Tänzer und Choreographen Nacho Duato. Das Werk erhielt zudem den Preis des Tschechischen Fernsehens, das der Hauptveranstalter des Festivals ist. Das Festival ist spezialisiert auf Fernsehsendungen über Musik und Tanz. Im Rahmen des Wettbewerbs wurden in diesem Jahr 81 Beiträge aus 17 Ländern der Welt gezeigt. 

NachrichtenEx-Präsident Klaus: Westliche Propaganda gegen Russland ist lächerlich

28-09-2014 19:04 | Lothar Martin

Der ehemalige tschechische Präsident Václav Klaus hat in einem Interview für die britische Wochenzeitung The Spectator zum Ausdruck gebracht, dass ihm die „Feindlichkeit“ der politischen Eliten in Europa und den Vereinigten Staaten gegenüber Russland missfalle. Zudem vergaß er nicht, die Europäische Union ein weiteres Mal zu kritisieren.

Den Beziehungen des Westens zu Russland liege Klaus zufolge ein falsches und veraltetes Bild über die Russische Föderation zugrunde. „Die Propaganda der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union gegenüber Russland ist wirklich lächerlich und ich kann das nicht akzeptieren“, sagte Klaus im Gespräch mit den Redakteuren von The Spectator.

Nach Meinung von Ex-Präsident Klaus würden einige Politiker ihren Hass auf das ehemalige kommunistische Regime heute einfach auf Russland übertragen. Er habe den Großteil seines Lebens in der kommunistischen Tschechoslowakei unter sowjetischer Vormacht gelebt. Doch er unterscheide ganz klar zwischen der Sowjetunion und dem heutigen Russland. Diejenigen, die diesen Unterschied nicht sehen, würden einfach nicht mit offenen Augen schauen, wird Klaus in der Wochenzeitung zitiert.

Im Interview mit The Spectator äußerte sich Klaus ein weiteres Mal auch zur Europäischen Union. Seiner Meinung nach lasse sich die EU nicht reformieren und es sei daher erforderlich, dass sie ersetzt werde durch eine „Organisation europäischer Staaten“, die lediglich eine Vereinigung des freien Marktes sei und nicht die politische Integration zum Ziel habe. 

Nicht verpassen

Aktuelle Sendung in Deutsch