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TagesechoHeute vor 25 Jahren: Regierung der nationalen Verständigung entsteht

10-12-2014 15:56 | Till Janzer

Ladislav Adamec (Foto: Tschechisches Fernsehen) Die Samtene Revolution hatte am 17. November 1989 begonnen. Im Dezember überschlugen sich dann die Ereignisse. Genau vor 25 Jahren erreichten das Bürgerforum und die protestierenden Menschen an einem Tag gleich mehrere Ziele: Die erste Reformregierung wurde ernannt, und der Weg zu Präsidentschaftswahlen wurde frei.  mehr...

NachrichtenPremier Valls erinnert an Mitterrands Frühstück mit Dissidenten

09-12-2014 15:01 aktualisiert | Lothar Martin

Mit der Reminiszenz an ein historisches Treffen und einem Vortrag auf einem Prager Wirtschaftsforum hat der französische Premier Valls am Dienstag seinen zweitägigen Besuch in Tschechien beendet. Zur Erinnerung an das Frühstück von Ex-Präsident Mitterand mit tschechoslowakischen Dissidenten im Jahr 1988 lud Valls am Dienstagmorgen die ehemaligen Dissidenten Petr Uhl und Karel Srp in die französische Botschaft ein, auch Tschechiens Premier Bohuslav Sobotka und Außenminister Lubomir Zaorálek nahmen an dem Treffen teil. Die Begegnung vor 26 Jahren wurde zum Symbol der wachsenden Bedeutung der antikommunistischen Opposition in der Tschechoslowakei.

Zudem sprach Valls zum Abschluss seines Besuchs in Tschechien auf einem Forum vor 200 Vertretern der tschechischen und französischen Wirtschaft. Dabei sagte der französische Premier, Frankreich sei bereit, mehr in Tschechien zu investieren. Zugleich rief er die tschechischen Unternehmen zu Investitionen in Frankreich auf. Neben Valls sprachen auf dem Forum auch Sobotka, Zaorálek und der Chef des tschechischen Industrie- und Verkehrsverbandes, Jaroslav Hanák. 

NachrichtenFrankreich will an Erweiterung tschechischer Atomkraftwerke teilhaben

09-12-2014 09:47 | Lothar Martin

Die französischen Energiekonzerne Areva und EDF haben Interesse, in die tschechische Atomkraft zu investieren. An einer möglichen Ausschreibung zur Erweiterung der böhmisch-mährischen Kernkraftwerke Temelín und Dukovany wollen beide Konzerne unbedingt teilnehmen. Das erklärte der französische Premier Manuel Valls am Montag in Prag nach dem Treffen mit seinem tschechischen Amtskollegen Bohuslav Sobotka. Auf der Pressekonferenz hob Sobotka hervor, es sei gut zu wissen, dass Frankreich bei der Nutzung der Atomenergie die gleiche Meinung habe wie die Tschechische Republik. Sobotka verwies darauf, dass sein Kabinett eine neue Strategie zur Entwicklung der Atomkraft vorbereite. Dazu gehöre die Möglichkeit, die Kraftwerke in Temelín und Dukovany um je einen Reaktor aufzustocken. Valls bestätigte daraufhin noch einmal, egal wie die Entscheidung zum Ausbau der Energiegewinnung durch Atomkraft in Tschechien ausfalle, die französische Seite wolle sich in jedem Fall daran beteiligen.

Am Montag traf Premier Valls zudem mit Präsident Miloš Zeman zusammen. Beide Politiker erörterten Fragen der ökonomischen Zusammenarbeit beider Länder und des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus. 

NachrichtenFranzösischer Premier zu Besuch in Prag erwartet

08-12-2014 11:31 aktualisiert | Martina Schneibergová

Der französische Premier Manuel Valls wird am Montag zu Besuch in Prag erwartet. Während seiner zweitägigen Visite wird Valls sowohl mit seinem tschechischen Amtskollegen Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) als auch mit Präsident Miloš Zeman zusammentreffen. Am Dienstag wird der französische Premier an einem Wirtschaftsforum in Prag teilnehmen. Zuvor wird er gemeinsam mit Sobotka und Außenminister Lubomír Zaorálek (Sozialdemokraten) einem Treffen an der französischen Botschaft beiwohnen, bei dem an das Frühstück von Ex-Präsident Mitterrand mit den tschechoslowakischen Dissidenten vor 26 Jahren erinnert wird. Die Begegnung ist damals zum Symbol der wachsenden Bedeutung der antikommunistischen Opposition in der Tschechoslowakei geworden. Ihren Höhepunkt erreichte die Dissidentenbewegung ein Jahr später, im Herbst 1989, dank ihrer Führungsrolle in der Samtenen Revolution. 

NachrichtenVizepremier Babiš hält Explosion des zweiten Munitionslagers für keinen Zufall

07-12-2014 18:50 aktualisiert | Martina Schneibergová

Der tschechische Vizepremier und Finanzminister Andrej Babiš (Ano-Partei) erklärte, dass die Explosion des zweiten Munitionslagers in der Region von Zlín kein Zufall war. Das sagte der Vizepremier am Sonntag in einer vom öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen ausgestrahlten Debatte. Er bezeichnete die Firma Imex Group, die die beiden explodierten Lager nutzte, als kontrovers. Der Anwalt der Firma erklärte jedoch, dass der Vizepremier lügt und dass die Firma vorhat, eine Klage gegen ihn zu erheben.

Im Militärareal in der Region von Zlín explodierten zwei Gebäude, in denen Munition gelagert wurde. Das erste Munitionslager explodierte am 16. Oktober, das andere am vergangenen Mittwoch. Bei der ersten Explosion kamen zwei Menschen ums Leben. Beide Gebäude mietete Firma Imex Group aus Ostrava. Der Fall wird von der Polizei untersucht. 

NachrichtenTschechien kann von der EU 3,3 Millionen Euro für Unterstützung des Agrarexports bekommen

07-12-2014 18:31 | Martina Schneibergová

Die EU könnte im Zusammenhang mit den Russland-Sanktionen den tschechischen Landwirten über 100 Millionen Kronen (3,3 Millionen Euro) für die Unterstützung des Exports zukommen lassen. Dies erklärte der tschechische Landwirtschaftsminister Marian Jurečka (Christdemokraten) am Sonntag im Gespräch für das Tschechische Fernsehen. Die Fördergelder sollen dem Minister zufolge für die Erhöhung des Agrarexports vor allem nach Asien genutzt werden. 

NachrichtenInnenminister erwägt Volksbefragung über Aufnahme syrischer Flüchtlinge

30-11-2014 16:35 | Markéta Kachlíková

Die Bürger Tschechien selbst sollten laut Innenminister Milan Chovanec (Sozialdemokraten) über eine eventuelle Aufnahme der Flüchtlinge aus Syrien entscheiden. Der Innenminister sprach sich in einer Diskussionssendung des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens für die Ausschreibung einer Volksbefragung zu dieser Frage aus. Die Tschechische Republik sei im Moment sehr zurückhaltend. Über das Thema müsse eine detaillierte Diskussion geführt werden. Er sei sogar der Meinung, dass es eine Frage für ein Referendum sein könnte, betonte Chovanec. Ihm Zufolge stehe im Moment nicht fest, wie viele Flüchtlinge in die Tschechische Republik kommen sollten. Bei seinem Treffen mit dem deutschen Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Oktober in Berlin war über die Aufnahme von 5000 bis 10.000 syrischen Flüchtlingen die Rede. Darüber werde in der Europäischen Union noch diskutiert werden, führte Chovanec am Sonntag an. 

TagesechoHeute vor 25 Jahren: Generalstreik in der Tschechoslowakei

27-11-2014 16:22 | Annette Kraus

Foto: Jan Vodňanský, Archiv des Tschechischen Rundfunks Zehn Tage nach Beginn der Samtenen Revolution stand die Tschechoslowakei still. Am Generalstreik beteiligte sich die Mehrheit der Bevölkerung, im Fernsehen und Rundfunk wurde live übertragen.  mehr...

NachrichtenRundfunkrat kritisiert Live-Ausstrahlung von Präsident Zemans Obszönitäten

26-11-2014 18:22 | Till Janzer

Der Rat des Tschechischen Rundfunks hat die Ausstrahlung obszöner Äußerungen von Staatspräsident Miloš Zeman in einem Live-Interview des öffentlich-rechtlichen Senders als Gesetzesbruch bezeichnet. Der Rundfunk habe damit zudem gegen seinen eigenen Kodex verstoßen, kritisierte das Aufsichtsorgan bei seiner Sitzung am Mittwoch. Indirekt empfahlen die Ratsmitglieder, die regelmäßige Interviewreihe mit dem Staatsoberhaupt nicht mehr live auszustrahlen. Diese sogenannten „Gespräche aus Lány“ sendet der Tschechische Rundfunk alles Vierteljahr. Beim Gespräch am 2. November hatte Zeman unter anderem die russische Punkband Pussy Riot mit vulgären Worten bedacht. Laut Rundfunkgeneraldirektor sei der Gebrauch solcher Ausdrücke durch den Staatspräsidenten schwerlich vorhersehbar gewesen. 

NachrichtenRundfunkrat weist auf Gesetzesverstoß im Radio-Interview mit Präsident Zeman hin

19-11-2014 15:43 | Markéta Kachlíková

Der Rundfunk- und Fernsehrat (RRTV) hat auf einen Gesetzesverstoß in den Sendungen des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Rundfunks hingewiesen. Die Mahnung betrifft die bisher letzte Ausgabe der Sendung „Hovory z Lán“ (Gespräche aus Lány), in dem Präsident Miloš Zeman mehrere vulgäre Ausdrücke benutzte. Für den Inhalt der Sendungen sei die Anstalt verantwortlich, teilte der Ratsvorsitzende Ivan Krejčí gegenüber der Presseagentur ČTK mit. Der Rundfunk muss ergänzende Informationen vorlegen, ob der Moderator des live gesendeten Interviews alle seine Kompetenzen nutzte, um die Vulgarismen vorzubeugen. Der Medienrat erhielt mehr als 200 Beschwerden. 

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