Ähnliche Artikel

NachrichtenJournalisten kritisieren Verflechtung politischer, ökonomischer und medialer Macht

12-02-2015 11:25 | Martina Schneibergová

Journalisten einer Initiative gegen die Einschränkung der Medienfreiheit („Free Czech Media“) haben am Mittwoch ihre eigene Internetzeitung „Svobodné fórum“ (Freies Forum) gegründet. Damit protestieren sie gegen die Verflechtung von politischer, wirtschaftlicher und medialer Macht in Tschechien. Dies richtet sich vor allem gegen das Medienimperium von Unternehmer und Vizepremier Andrej Babiš von der Partei Ano. Die Initiative schickte Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) einen offenen Brief. Darin wird der Regierungschef aufgefordert, sich mit Babišs Einfluss zu befassen. Der Vizepremier ist Eigentümer des Verlagshauses Mafra, das die Tageszeitungen Mladá fronta Dnes und Lidové noviny herausgibt. In beiden Tageszeitungen werden der Initiative vermehrt Beiträge veröffentlicht, die Babiš gegenüber unkritisch seien. 

NachrichtenFerdinand-Peroutka-Preis für Journalismus vergeben

06-02-2015 10:38 | Annette Kraus

Im Prager Nationalmuseum wurde am Donnerstag der Ferdinand-Peroutka-Preis für herausragende journalistische Arbeit verliehen. Zu den Preisträgern gehören in diesem Jahr Martin Veselovský vom Internetsender DVTV und Petr Třešňák von der Wochenzeitschrift Respekt. Veselovský war vor dem Start seines eigenen Internetprojekts jahrelang Moderator der Spätnachrichten „Události, komentáře“ im Tschechischen Fernsehen. Petr Třešňák ist stellvertretender Chefredakteur beim Wochenmagazin Respekt und hat im vergangenen Jahr bereits einen Journalistenpreis der EU erhalten. Der Ferdinand-Peroutka-Preis geht zurück auf den einflussreichen Journalisten Ferdinand Peroutka, der zu den herausragenden tschechischen Journalisten des 20. Jahrhunderts zählte. 

TagesechoKulturzentrum Dox zeigt „Charlie Hebdo“-Titelbilder

02-02-2015 16:39 | Annette Kraus

Foto: ČTK Auch in Tschechien war sie sofort vergriffen: die erste Ausgabe der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo, die nach dem Anschlag auf die Redaktion weltweit in den Verkauf kam. Die überlebenden Redakteure wollten damit ein Zeichen für die Meinungsfreiheit setzen, ehe sie nun einige Wochen pausieren. Für alle, die sich für die Geschichte des französischen Satiremagazins interessieren, gibt es nun in Prag die Gelegenheit dazu. Die Galerie Dox zeigt Titelblätter aus den vergangenen Jahrzehnten.  mehr...

NachrichtenMeinungsumfrage: Ano-Partei bestätigt führende Position

01-02-2015 15:04 | Markéta Kachlíková

Bei der neuesten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Aisa hat die regierende Ano-Partei ihre führende Position in der Wählergunst bestätigt. Die Formierung von Multimilliardär und Finanzminister Andrej Babiš kommt nun auf 30,5 Prozent. An zweiter Stelle liegen die Sozialdemokraten von Premier Bohuslav Sobotka mit 19 Prozent, gefolgt von drei oppositionellen Parteien: der konservativen Top 09 von Ex-Außenminister Karel Schwarzenberg mit 10 Prozent, den Kommunisten mit 9,5 Prozent sowie der Demokratischen Bürgerpartei ODS mit 9 Prozent. Ebenfalls würden noch die Christdemokraten als dritte Regierungskraft mit 6,5 Prozent den Sprung über die Fünfprozenthürde schaffen. Die Parlamentsbewegung Úsvit sowie die Grünen würden mit jeweils 4,5 Prozent den Einzug ins Parlament knapp verpassen. Die Ergebnisse wurden am Sonntag vom Tschechischen Fernsehen veröffentlicht. 

KultursalonTschechisches Sandmännchen Večerníček wird 50

17-01-2015 02:01 | Markéta Kachlíková

Večerníček (Foto: Tschechisches Fernsehen) Was in Deutschland das Sandmännchen, ist in Tschechien der sogenannte Večerníček. Er ist kein Kobold mit weißem Bart, sondern ein kleiner Junge mit Sternenaugen und einer Papiermütze. Doch seine Aufgabe ist dieselbe: Seit genau 50 Jahren schickt er jeden Abend mit einem Märchen die Kinder ins Bett. Als večerníček, geschrieben mit einem kleinen „v“, bezeichnet man im Tschechischen das Märchen oder die Sendung selbst, die das älteste immer noch existierende TV-Format hierzulande ist.  mehr...

NachrichtenMagazin „Charlie Hebdo“ kostet in Tschechien 140 Kronen

15-01-2015 13:14 | Annette Kraus

Die neue Ausgabe des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ liegt voraussichtlich ab Anfang nächster Woche zum Preis von 140 Kronen (umgerechnet fünf Euro) in den tschechischen Kiosken. Wie Štěpán Brožek von der Vertreiberfirma press.cz am Donnerstag mitteilte, wurden 1500 Exemplare für den hiesigen Markt bestellt. Derzeit werde das Magazin nach Deutschland ausgeliefert, in Tschechien sei frühestens Anfang nächster Woche damit zu rechnen, so Brožek weiter. Angeboten werde es in Zeitschriftenläden, die Auslandspresse vertreibt. Interessenten, die eine Vorbestellung aufgegeben haben, erhalten das Magazin per Einschreiben. Wegen der weltweiten Nachfrage für die erste Ausgabe von „Charlie Hebdo“ nach dem tödlichen Terroranschlag auf die Redaktion wurde die Auflage inzwischen auf fünf Millionen erhöht. 

TagesechoTschechen unterstützen und kaufen Satiremagazin „Charlie Hebdo“

14-01-2015 16:26 | Lothar Martin

Foto: ČTK Nur eine Woche nach dem schrecklichen Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ haben die überlebenden Redaktionsmitglieder am Mittwoch eine neue Ausgabe herausgebracht. Das Interesse an dieser Ausgabe ist unglaublich groß. Statt der sonstigen 60.000 sollen diesmal weltweit bis zu drei Millionen Exemplare der Zeitschrift vertrieben werden. Auch in Tschechien wird die Ausgabe zu kaufen sein, zudem unterstützt ein Prager Karikaturist die neue Redaktion von „Charlie Hebdo“.  mehr...

NachrichtenNach Anschlägen von Paris verschärfte Kontrollen auf Prager Flughafen

13-01-2015 10:13 | Lothar Martin

Die tschechische Fremdenpolizei überprüft derzeit in das Land einreisende Fluggäste. Unmittelbar nach den Terroranschlägen in Frankreich hatten sich die Kontrollen auf dem Prager Václav-Havel-Flughafen auf Reisende gerichtet, die aus Paris ankamen oder dorthin flogen. Mittlerweile seien die Kontrollen auch auf andere Flugverbindungen ausgeweitet worden, erklärte eine Sprecherin der Fremdenpolizei am Montag. Welche Fluglinien betroffen sind, wurde nicht bekannt.

Auf dem Václav-Havel-Flughafen gilt weiterhin eine erhöhte Überwachungsstufe. Bei den Kontrollen der Flüge von und nach Paris wurden beispielsweise auch Polizisten mit Maschinenpistolen und Spürhunde eingesetzt. Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka warnte indes vor überzogenen Kontrollen. Die Anti-Terror-Maßnahmen dürften nicht die Bürgerrechte und die Freiheit einschränken, sagte er am Montag nach dem Besuch der französischen Botschaft in Prag. 

TagesechoTschechien zeigt Solidarität mit Frankreich

12-01-2015 16:52 | Markéta Kachlíková

Foto: ČTK Am Wochenende wurde in Paris der Opfer des Terroranschlags auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ gedacht. Gedenkveranstaltungen fanden aber auch in Tschechien statt. Innenminister Milan Chovanec sagte in diesem Zusammenhang, dass hierzulande nur wenig Gefahr von religiös motivierten Attacken bestehe. Trotzdem wollen sich Politiker und Behörden verstärkt um die Sicherheitslage kümmern.  mehr...

NachrichtenTschechien und Frankreich wollen gemeinsame Sicherheitspolitik ausbauen

12-01-2015 12:24 | Annette Kraus

Tschechien und Frankreich wollen in der Sicherheitspolitik enger kooperieren. Darüber verständigten sich am Montag Premier Bohuslav Sobotka und der französische Botschafter Jean-Pierre Asvazadourian in Prag. Spätestens seit den jüngsten Anschlägen in und um Paris sei es offensichtlich, dass im Kampf gegen den Terror die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern wie auch in der gesamten europäischen Union verstärkt werden müsse. Zugleich warnte der Premier davor, im Zuge der Sicherheitsmaßnahmen die Bürgerrechte und die Freiheit einzuschränken. Sobotka trug sich am Montagvormittag zudem in das Kondolenzbuch ein, das in der französischen Botschaft ausliegt. Dabei drückte er den Hinterbliebenen der Opfer der Anschläge sein Beileid aus. 

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