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TagesechoDie Tschechoslowakei und die deutschen Besatzer - Ein Griff ins Rundfunkarchiv
Als vor sechzig Jahren der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, da endete für die
Tschechoslowakei auch die mehr als sechseinhalbjährige Besatzung durch
Hitlerdeutschland. Während des Prager Aufstandes - und damit in den
allerletzten Kriegstagen - mussten auch in Prag noch zahllose Menschen ihr
Leben lassen, darunter auch unschuldige Zivilisten auf beiden Seiten. Dass
sich damals nicht nur geballter Hass entlud, sondern es auch Zeichen von
Hilfsbereitschaft zwischen Tschechen und Deutschen gab, das gehört zu den
vereinzelten Lichtblicken in einer ansonsten dunklen Zeit der gemeinsamen
Geschichte. Seinen Ausgang hat das Unheil jedoch bereits viel früher
genommen. Spätestens 1938 war klar sichtbar, dass das so genannte
"Dritte Reich" die kleine, immer noch demokratische
Tschechoslowakei erdrücken würde. Zunächst beriefen sich Hitler und seine
Schergen auf die Deutschen, die dort lebten und angeblich von den
Tschechen unterdrückt wurden. Zahlreiche "Sudetendeutsche" sahen
das selbst anders und wollten nicht "heim ins Reich", wie es
hieß. Ihre Stimme erwies sich als zu leise. Die Besatzungszeit hat auch im
Archiv des Tschechischen Rundfunks ihre Spuren hinterlassen. Gerald
Schubert hat sich umgesehen und präsentiert in den nächsten Minuten eine
kleine Auswahl der gefundenen Tondokumente:
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Tagesecho"Lidice - die Geschichte eines tschechischen Dorfes"
Die Geschichte des mittelböhmischen Dorfes Lidice ist weltweit bekannt: Die
Nazis rotten im Juni 1942 diese Gemeinde unter dem Vorwand aus, ihre
Bürger hätten mit den Attentätern von Reichsprotektor Reinhard Heydrich
zusammengearbeitet. Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht, Männer vor
Ort erschossen und Frauen und Kinder in KZs verschleppt. Diese Tragödie
wird in einem neuen Buch mit dem Namen "Lidice - die Geschichte eines
tschechischen Dorfes" aus einer neuen Perspektive geschildert.
Markéta Maurová stellt Ihnen das Buch vor.
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TagesechoIn Lezaky wurde der Tragödie vor 60 Jahren gedacht
Ein ähnlich tragisches Schicksal wie für das bekannte Dorf Lidice war vor 60 Jahren auch der ostböhmischen Gemeinde Lezaky beschieden. Das Dorf wurde am 24. Juni 1942 niedergebrannt und seine Bewohner wurden ermordet. Auch in diesem Fall handelte es sich um einen Vergeltungsakt für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Mehr dazu von Markéta Maurová.
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TagesechoErinnerung an tschechoslowakische Fallschirmspringer von 1942
Vor 60 Jahren, am 18. Juni 1942, sind die tschechoslowakischen
Fallschirmspringer Jan Kubis und Jozef Gabcik gestorben, die sich am
Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich
beteiligt hatten. Aus diesem Anlass wurde in Prag am Dienstag ein Pietätakt
veranstaltet. Markéta Maurová berichtet.
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TagesechoGedenkfeier in Lidice
Im mittelböhmischen Dorf Lidice wurde heute Vormittag der Tragödie vor 60 Jahren gedacht. Als Vergeltungsakt für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich wurde dieses Dorf am 10. Juni 1942 dem Boden gleichgemacht, seine Männer erschossen und Frauen und Kinder in KZs verschleppt. Für Radio Prag war Katrin Bock bei der Gedenkfeier zugegen, mit der Markéta Maurová telephonisch gesprochen hat.
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TagesechoViktor Fischl initiierte kurz nach der Vernichtung der Gemeinde Lidice die Entstehung eines britischen Films über das Dorf
Vor 60 Jahren, am 10. Juni 1942 wurde die Gemeinde Lidice bei Kladno von den Nazis dem Boden gleichgemacht 173 Männer wurden hingerichtet, die Frauen wurden in Konzentrationslager gebracht, dort starb auch die Mehrheit der Kinder aus Lidice. Der brutale Racheakt der Nazis erweckte weltweit Reaktionen. Vor einigen Tagen wurde in Tschechien zum erstenmal ein britischer Dokumentarfilm über Lidice gezeigt, der bereits 1942 auf Initiative des Schriftstellers Viktor Fischl gedreht wurde.
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