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TagesechoJubiläum in Jihlava: Internationales Dokumentarfilmfestival feiert 15. Geburtstag
Ab Dienstag werden Anhänger des Dokumentarfilms aus der ganzen Welt in die
etwas über 50.000 Einwohner zählende Kreisstadt Jihlava / Iglau strömen
und sechs Tage lang die Werke nationaler und internationaler
Filmschaffender bewundern können. Bereits zum 15. Mal findet das größte
und bekannteste Dokumentarfilmfestival hierzulande statt, das einmal aus
der verrückten Idee einiger Gymnasiasten entstanden ist. Zum Jubiläum
werden die Filmvorführungen von einem breiten Rahmenprogramm begleitet, es
finden Autorenlesungen, Theatervorführungen und Aktionen von Künstlern
statt. Soňa Mikulová, Pressesprecherin des Festivals, sprach in einem
Interview über das diesjährige Programm.
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Tagesecho„Ein normaler Gegenstand historischer Forschung“ - Internationale Tagung zu Edvard Beneš in Prag
Viel Historikerprominenz versammelte sich im Prager Goethe-Institut. Am
Donnerstag und Freitag hat dort eine internationale Konferenz zu Edvard
Beneš stattgefunden. Der bekannte und umstrittene Politiker der
Tschechoslowakei – mit vielen guten und schlechten Attributen durch
Tschechen und Deutsche bedacht – ist eine Person, an der sich
Generationen abgearbeitet haben. Die Konferenz möchte eine
Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung leisten und den Umgang mit der
Person auf die wissenschaftliche Ebene stellen. mehr...
Tagesecho„Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenleben“ Das geplante Sudetendeutsche Museum in München
München ist in den Jahren nach der Vertreibung zu einem Zentrum der
Sudetendeutschen geworden. Die meisten Deutschen aus den böhmischen
Ländern siedelten sich in Bayern an. Der ehemalige Ministerpräsident
Franz Josef Strauß bezeichnete die Sudetendeutschen deswegen einmal als
„vierten Stamm“ Bayerns. Nun soll in München das Sudetendeutsche
Museum entstehen. mehr...
Kapitel aus der Tschechischen Geschichte„Ein Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ - Jiří Gruša demontiert den tschechischen Beneš-Mythos
Er ist eine der zwiespältigsten Persönlichkeiten der jüngeren
tschechischen Geschichte: Edvard Beneš, zweifacher tschechoslowakischer
Staatspräsident, der nach dem Zweiten Weltkrieg per Dekret über zwei
Millionen Deutsche aus der Tschechoslowakei vertreiben ließ. Vielen
Tschechen gilt Beneš bis heute als Nationalheld. In einem
aufsehenerregenden Essay („Beneš als Österreicher“) demontiert der
Schriftsteller, frühere Diplomat und PEN-Club-Vorsitzende Jiří Gruša
jetzt diesen Mythos. Beneš sei ein „Gartenzwerg der europäischen
Geschichte“ und habe in den entscheidenden Momenten versagt – 1938,
beim Münchener Abkommen, auf Druck Hitlers und 1948, als er den
Kommunisten die Machtübernahme ermöglichte. Gruša lebt seit seiner
Zwangsausbürgerung aus der Tschechoslowakei 1981 in Deutschland und war
hier in den 1990er Jahren mehrere Jahre tschechischer Botschafter. Damals
begann er, sich näher mit dem Thema Beneš zu beschäftigen, weil er in
Deutschland ständig danach gefragt wurde. mehr...
TagesechoRegionalgeschichte in riesigem Buch: eine tschechisch-österreichische Koproduktion
Im österreichischen Reingers lässt sich im Heimatmuseum ein ganz
besonderes Buch einsehen. In der Gemeinde an der tschechischen Grenze
realisierten eine Journalistin und ein Historiker ein Projekt, das alleine
durch seine Maße beeindruckt. Der Inhalt steht dem aber in nichts nach.
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