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TagesechoAntrittsbesuch: Premier Nečas trifft Bundeskanzlerin Merkel in Berlin
Premierminister Petr Nečas ist erst seit Ende Juni tschechischer
Regierungschef. Nun war er zum Antrittsbesuch in Deutschland. Aus
Spargründen ist Nečas mit dem Auto nach Berlin gereist. Dort traf er sich
mit seiner Amtskollegin, Bundeskanzlerin Angela Merkel. Radio Prag Reporter
Daniel Kortschak hat die gemeinsame Pressekonferenz von Merkel und Nečas
im Berliner Kanzleramt besucht.
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TagesechoMassengrab bei Jihlava: Polizei ermittelt zu Massaker an Deutschen 1945
In der Nähe von Dobronín / Dobrenz, einige Kilometer nördlich von
Jihlava /
Iglau, wird derzeit ein Massengrab ausgehoben. Dort sollen unmittelbar
nach
dem Krieg Deutsche ermordet worden sein. Nach den Recherchen von zwei
tschechischen Journalisten hatte die Polizei die Aushebung veranlasst –
und ermittelt nun in dem Fall, der 65 Jahre zurückliegt. mehr...
Heute am MikrophonSudetensprecher Bernd Posselt: „Ich bin keine nachgeborene Generation“
Bernd Posselt ist der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe und damit
der höchste Repräsentant der verschiedenen sudetendeutschen
Organisationen. 1956 in Pforzheim geboren gehört er zu einer Generation,
die nicht mehr in den Sudetengebieten aufgewachsen ist. Christian Rühmkorf
hat im Gespräch mit Bernd Posselt nachgefragt, wie tief seine
sudetendeutschen Wurzeln wirklich gehen und wie er damit klarkommt, dass
man ihn in der Heimat seiner Vorfahren nicht besonders mag.
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Buch.czJosef Holub: „Der rote Nepomuk“
Der Geschichtenerzähler Otfried Preußler hat zwar Kindergeschichten
geschrieben, deren Stoff oft aus seiner alten Heimat, dem Sudetenland,
stammt. Über die Nazizeit schweigt er aber. Beim Jugendbuchautor Josef
Holub ist das anders. In seinem Buch „Der rote Nepomuk“ erzählt er von
einer Freundschaft, die sich gegen den endgültig ausbrechenden
deutsch-tschechischen Konflikt zur Wehr setzen muss.
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Tagesecho„Mehr Nachbarschaft und die Sache entgiften“ – Sudetensprecher Posselt im Interview
In Deutschland ist er vor allem unter Politikern bekannt. In Tschechien
reagieren auch ganz gewöhnliche Menschen etwas gereizt, wenn sie den Namen
Bernd Posselt hören. Bernd Posselt ist der Sprecher der Sudetendeutschen
Volksgruppe, die immer wieder die Abschaffung der Beneš-Dekrete fordert,
da sie die rechtliche Grundlage für die Vertreibung bildeten. Christian
Rühmkorf sprach mit Bernd Posselt über einen geplanten offiziellen
Prag-Besuch im Herbst und über das Verhältnis zur neuen tschechischen
Regierung.
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Forum GesellschaftBrüsseler Entscheidung: Tschechien ist Herkunftsland der Olmützer Quargeln
Die von der EU geschaffenen Herkunftsbezeichnungen von Agrarerzeugnissen
und Lebensmitteln sind häufig Gegenstand von Streitfällen. So einen hat
vor kurzem Tschechien bei Vergabe des EU-Gemeinschaftszeichens
„Geschützte geographische Angabe“ für die „Olmützer Quargeln“
ausgefochten. Die Kontrahenten im „Kampf“ um den charakteristisch
riechenden und pikant schmeckenden Käse waren Deutschland und Österreich.
In beiden Ländern, die diese Käsespezialität auch für sich reklamieren,
werden nämlich die Olmützer Quargeln als eine der Harzer-Käse-Sorten
produziert.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteVirtuell (wieder)vereint – Sudetendeutsche Archivalien im Internet
Die Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei nach dem
Zweiten Weltkrieg hat nicht nur demographische und wirtschaftliche Lücken
gerissen, die bis heute sichtbar sind. Auch in den tschechischen Archiven
klaffen gewaltige Lücken, denn die Vertriebenen haben viele ihrer
historischen Dokumente mitgenommen. Die sudetendeutschen Archivbestände in
Tschechien und Bayern wieder zusammenzuführen ist das Ziel eines Projektes
des bayerischen Hauptstaatsarchivs in München und des Staatlichen
Bezirksarchivs in Cheb / Eger. Karel Halla, der Leiter des Archivs in Cheb,
erklärt das Projekt im Interview mit Radio Prag genauer.
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TagesechoKryštofovo Údolí: Bürgerinitiative pflegt sudetendeutsche Gräber
Etwa acht Kilometer westlich des nordböhmischen Liberec / Reichenberg
liegt die kleine Gemeinde Kryštofovo Údolí / Christofsgrund mit etwa 300
Einwohnern. 99 Prozent sind Tschechen. Vor dem Zweiten Weltkrieg war es
aber ein überwiegend deutsch besiedeltes Dorf. Noch viel früher entstand
dort im malerischen Tal am Bach Rokytka der Weiler „Holundergrund“ /
„Bezové údolí“. An die alten Zeiten erinnert dort unter anderem die
hölzerne frühbarocke Kirche des Hl.Christoph. Diese wurde dank
Unterstützung ehemaliger Dorfbewohner, die nach dem Krieg die
Tschechoslowakei verlassen mussten, renoviert. Der anliegende Friedhof
verfiel aber weiter. Das hat sich dank einer Bürgerinitiative geändert.
Jitka Mládková sprach darüber mit Ludmila Chaloupková aus
Christofsgrund:
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