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TagesechoIm Dorf Nehvizdy wurde Landung der Heydrich-Attentäter vor 70 Jahren gedacht

28-12-2011 14:38 | Lothar Martin

In der Betrachtung auf die Geschehnisse während des Zweiten Weltkriegs werden in Tschechien immer mehr Lücken geschlossen. Haben die Tschechen dem Kampf ihrer Soldaten in den ausländischen Armeen von jeher viel Stolz entgegengebracht, so ist der Widerstand vor Ort, im damaligen Protektorat Böhmen und Mähren, dagegen noch immer nicht umfassend erforscht. Das hat sich in den letzten Jahren stark geändert. Neuerlicher Beleg dafür ist eine Gedenkveranstaltung, die am Mittwoch in der mittelböhmischen Gemeinde Nehvizdy begangen wurde: Sie fand aus Anlass des 70. Jahrestages der Landung jener zwei Fallschirmspringer statt, die fünf Monate später das tödliche Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich in Prag verübten. mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteTschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution

24-12-2011 02:01 | Jitka Mládková

Der Christbaum mit strahlenden Kerzen, die Weihnachtskrippen, die Bescherung zu Heiligabend, der Karpfen, hausgemachtes Gebäck - dies und vieles mehr sind heutzutage Symbole, die in unseren Breiten für Weihnachten stehen. Im Prinzip ein Fest in Hülle und Fülle in einer friedlichen Atmosphäre. Und vor allem im engen Kreis der Familie. Für viele Tschechen kommen noch die vergangenen 22 Jahre hinzu, das heißt das Leben in Freiheit als bedeutender Faktor. Dass aber die Zeichen der Weihnachtszeit in der Vergangenheit oft anders standen, davon erzählt ein vor Jahresfrist erschienenes Buch mit dem Titel „Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution“. Kurz vor Weihnachten haben die Tschechischen Zentren in München, Düsseldorf und Berlin Präsentationen dieses Buches in Deutschland veranstaltet. Geschrieben wurde das Werk vom Historikerehepaar Petr Koura und Pavlína Kourová. Jitka Mládková hat mit der männlichen Hälfte des Autorenduos gesprochen. Sie hören eine Sonderausgabe unseres Kapitels aus der tschechischen Geschichte. mehr...

TagesechoAbschied von Havel: Staatstrauer, Sondergesetz und großes Begräbnis

20-12-2011 15:59 | Till Janzer

Foto: ČTK Tschechien nimmt weiter Abschied von seinem verstorbenen ehemaligen Staatspräsidenten Václav Havel. Am Dienstag gedachte das Abgeordnetenhaus mit einer Sondersitzung des Dramatikers, der vom Dissidenten zum Politiker wurde. Die Regierung in Prag hat Staatstrauer angeordnet und zum Begräbnis Havels werden hochgestellte Gäste aus der ganzen Welt erwartet. mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteTriumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš

17-12-2011 02:01 | Till Janzer

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...

Tagesecho„Kennen wir uns?“ – Studie untersucht Verhältnis zwischen Visegrad-Staaten

05-12-2011 16:19 | Lena Drummer

Wie gut kennen sich die Länder der Visegrad-Gruppe untereinander? Dieser Frage ging eine Studie nach, die vergangene Woche im Rahmen einer Konferenz in Prag vorgestellt wurde. Die Visegrad-Staaten, also Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei bemühen sich seit 1991 um mehr Zusammenarbeit. Doch hat diese Kooperation auch zu einer gesellschaftlichen Annäherung geführt? mehr...

Reiseland TschechienVerehrt, verspottet, vergessen: Ausstellung über First Ladies in Roztoky bei Prag

25-11-2011 17:54 | Martina Schneibergová

Schicksal oder Mission? Diese Frage wird im Untertitel einer Ausstellung gestellt, die vor kurzem im Mittelböhmischen Museum in Roztoky bei Prag eröffnet wurde. Thema der Ausstellung ist das Leben und die Rolle der Ehefrauen der tschechoslowakischen und tschechischen Präsidenten. Einige von ihnen wurden von der Öffentlichkeit geliebt, andere wurden eher verspottet. Von einigen der First Ladies wusste man nur noch, dass es sie gab. mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteVor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch deutschböhmische Brille

05-11-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Edvard Beneš war am 13. und 14. Oktober das Thema einer Konferenz im Goetheinstitut in Prag. Geladen hatten das Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem Collegium Carolinum aus München. Ziel war es, die kontroversen Wahrnehmungen des ehemaligen Außenministers und Staatspräsidenten der Ersten Tschechoslowakischen Republik wissenschaftlich zu erfassen und den Forschungsstand zu dokumentieren. Marco Zimmermann war auf der Konferenz und berichtet, wie sich das Bild Benešs bei den Deutschen aus der Tschechoslowakei gewandelt hat. Sie hören eine neue Ausgabe unserer Sendereihe „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“. mehr...

Tagesecho„Ein normaler Gegenstand historischer Forschung“ - Internationale Tagung zu Edvard Beneš in Prag

14-10-2011 17:41 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Viel Historikerprominenz versammelte sich im Prager Goethe-Institut. Am Donnerstag und Freitag hat dort eine internationale Konferenz zu Edvard Beneš stattgefunden. Der bekannte und umstrittene Politiker der Tschechoslowakei – mit vielen guten und schlechten Attributen durch Tschechen und Deutsche bedacht – ist eine Person, an der sich Generationen abgearbeitet haben. Die Konferenz möchte eine Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung leisten und den Umgang mit der Person auf die wissenschaftliche Ebene stellen. mehr...

TagesechoParoubeks Neue: Ehemaliger Premier gründet linksgerichtete Partei

10-10-2011 15:32 | Till Janzer

Jiří Paroubek (Foto: ČTK) In das tschechische Parteienspektrum ist erneut Bewegung gekommen. Während zuletzt vor allem neue liberale und konservative Parteien von sich reden machten, entsteht nun eine neue politische Kraft der Linken, und zwar durch Ex-Premier Jiří Paroubek. Er hat die Sozialdemokraten verlassen und will nun eine Partei gründen, die sich zumindest dem Namen nach an die Nationalen Sozialisten des früheren tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Beneš anlehnt. mehr...

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