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Forum GesellschaftDie Studenten und die "Samtene Revolution" von 1989

17-11-2003 | Silja Schultheis

Die Studenten und die kommunistische Macht in den böhmischen Ländern 1968-89 Die tschechoslowakischen Studenten waren es, die die "Samtene Revolution" ins Rollen gebracht haben, mit ihrer Demonstration am 17. November 1989 haben Sie weltweit Aufsehen erregt. Wie kam es aber, dass in der Tschechoslowakei ausgerechnet die Studenten in diesen Novembertagen eine Schlüsselrolle spielten, während es in den übrigen sozialistischen Ländern eher andere gesellschaftliche Gruppen waren - in Polen etwa die Werftarbeiter, in der DDR einzelne Kirchenkreise? Dieser Frage ist der Historiker Milan Otahal in einer gerade veröffentlichten Publikation nachgegangen, die zugleich die erste ausführlichere Beschäftigung mit diesem Thema hierzulande darstellt. Mehr dazu von Silja Schultheis.  mehr...

Heute am MikrophonMartin Smid - Der angebliche Tote des Jahres 1989

17-11-2003 | Gerald Schubert

Martin Smid Anlässlich des tschechischen Staatsfeiertags am 17. November wollen wir heute einen Rückblick machen auf die große Studentendemonstration, die an jenem Tag vor genau vierzehn Jahren die sogenannte Samtene Revolution ins Rollen gebracht und das Ende des kommunistischen Regimes eingeläutet hatte. Rundum waren die Machthaber des ehemaligen Ostblocks bereits gestürzt oder ins Wanken geraten. Erst eine Woche zuvor war die Berliner Mauer gefallen. In Prag waren nun die Studenten am Wort. Eine bewilligte, weil eigentlich antifaschistische Demonstration zum Gedenken an die Schließung der tschechischen Universitäten durch die Nazis im Jahre 1939 wurde 50 Jahre später zur Demonstration für die Freiheit überhaupt. Ein brutaler Polizeieinsatz forderte, so hieß es zunächst, einen Toten. Der Tote hatte einen Namen. Es handelte es sich also nicht um ein x-beliebiges Gerücht rund um Schlagstöcke, Wasserwerfer und angebliche Opfer, sondern um einen konkreten Neunzehnjährigen, dem der Polizeieinsatz das Leben nahm. Ein Gerücht war es aber, wie sich bald herausstellte, glücklicherweise doch. Vielleicht auch kein Gerücht, sondern gezielte Desinformation. Jedenfalls lebt der junge Mann. Heute ist er 33. Gerald Schubert hat ihn aufgespürt und folgenden Beitrag gestaltet:  mehr...

Schauplatz17. November 1939: Abtransport tschechischer Studenten ins Konzentrationslager

16-11-2003 | Gerald Schubert

Am 17. November 1939 wurden die tschechischen Universitäten geschlossen Bücher, so heißt es, haben ihre Schicksale. Daten, so scheint es, ebenfalls. Der 17. November, der hierzulande meist mit der Samtenen Revolution des Jahres 1989 in Verbindung gebracht wird, ist in Tschechien schon seit den Ereignissen des Jahres 1939 ein bedeutendes Datum. Damals, mehr als ein halbes Jahr nach der Besetzung der sogenannten Rest-Tschechei durch Hitler-Deutschland und nur wenige Wochen nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, haben die Nazis mit äußerster Brutalität auf Studentendemonstrationen gegen die Besatzer reagiert. Auf der Demonstration selbst wurde ein junger Student, Jan Opletal, erschossen, kurz darauf, am 17. November eben, wurden die tschechischen Universitäten geschlossen, die Studentenheime gestürmt und Hochschüler einfach so, weil sie eben Hochschüler waren, in Konzentrationslager transportiert. Einen davon, Josef Kocourek, hat Radio Prag vors Mikrophon gebeten. Hören Sie dazu den nun folgenden Schauplatz von Gerald Schubert:  mehr...

Forum GesellschaftTomas Garrigue Masaryk ist für große Teile der tschechischen Gesellschaft nach wie vor unangefochten der "größte Tscheche"

28-10-2003 | Silja Schultheis

Die 1. Tschechoslowakische Republik, deren Gründung sich am 28. Oktober zum 85. Mal jährt, ist hierzulande in aller erster Linie mit ihrem ersten Präsidenten Tomas Garrigue Masaryk verbunden. Bis heute nennen die Tschechen bei Umfragen nach ihrem größten Landsmann gewöhnlich an erster Stelle eben Masaryk, Jan Hus oder Karl IV. Silja Schultheis hat sich umgehört, wofür die "1. Republik" und ihr Präsident heute in Tschechien eigentlich stehen.  mehr...

WochenschauWochenschau

18-10-2003 | Dagmar Keberlova

Vaclav Havel, Foto: CTK Herzlich willkommen liebe Hörerinnen und Hörer zum deutschsprachigen Programm von Radio Prag. In der folgenden halben Stunde bringen wir unsere regelmäßigen Wochenendrubriken, doch zunächst hören Sie unseren Rückblick auf die Ereignisse der letzten Woche. Am Mikrophon begrüßt Sie Dagmar Keberlova.  mehr...

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