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Tagesecho„Weiter ein Stabilisierungsfaktor“ – 15 Jahre Deutsch-Tschechische Erklärung

23-01-2012 16:07 | Till Janzer

Helmut Kohl Im Januar 1997 war es soweit: Bundeskanzler Helmut Kohl und der tschechische Premier Václav Klaus unterzeichneten die Deutsch-Tschechische Erklärung. Das Dokument wurde zum Grundstein für die Aussöhnung der Menschen aus beiden Ländern. Denn Tschechien und Deutschland vereinbarten, dass die Vergangenheit nicht die Beziehungen der Gegenwart belasten soll. Auf dieser Grundlage sind seitdem Hunderte von Initiativen entstanden und es haben viele Begegnungen stattgefunden. Bei der Verwirklichung solcher Projekte hilft der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, der aus der Erklärung heraus gegründet wurde. Tomáš Jelínek ist tschechischer Co-Vorsitzender des Zukunftsfonds, gegenüber Radio Prag bilanzierte er 15 Jahre Deutsch-Tschechische Erklärung. mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteVor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch deutschböhmische Brille

05-11-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Edvard Beneš war am 13. und 14. Oktober das Thema einer Konferenz im Goetheinstitut in Prag. Geladen hatten das Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem Collegium Carolinum aus München. Ziel war es, die kontroversen Wahrnehmungen des ehemaligen Außenministers und Staatspräsidenten der Ersten Tschechoslowakischen Republik wissenschaftlich zu erfassen und den Forschungsstand zu dokumentieren. Marco Zimmermann war auf der Konferenz und berichtet, wie sich das Bild Benešs bei den Deutschen aus der Tschechoslowakei gewandelt hat. Sie hören eine neue Ausgabe unserer Sendereihe „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“. mehr...

Forum GesellschaftEin neues Zuhause: Immer mehr Holländer besiedeln das Sudetengebiet

03-11-2011 15:22 | Christian Rühmkorf

Wochenendhaus in Stupná Sie ziehen im Urlaub mehr als jedes andere Volk Europas mit einem Wohnwagen durch die Welt. Und gerade Tschechien ist für sie in den letzten Jahren eines der Hauptreiseziele geworden: Holländer verbringen ihren Urlaub am Lipno-Stausee, im Böhmerwald oder im Riesengebirge. Sie lieben vor allem die Berge. Und für viele hat der Wohnwagen offensichtlich ausgedient, denn mancherorts sind ganze holländische Feriendörfer entstanden. Christian Rühmkorf hat ein Paar aus den Niederlanden ausfindig gemacht, das sich sogar entschieden hat, für immer in Tschechien zu leben, und zwar in einem kleinen Dorf in Nordostböhmen, das bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs überwiegend Deutsch besiedelt war. mehr...

TagesechoJubiläum in Jihlava: Internationales Dokumentarfilmfestival feiert 15. Geburtstag

24-10-2011 16:44 | Marco Zimmermann

Soňa Mikulová Ab Dienstag werden Anhänger des Dokumentarfilms aus der ganzen Welt in die etwas über 50.000 Einwohner zählende Kreisstadt Jihlava / Iglau strömen und sechs Tage lang die Werke nationaler und internationaler Filmschaffender bewundern können. Bereits zum 15. Mal findet das größte und bekannteste Dokumentarfilmfestival hierzulande statt, das einmal aus der verrückten Idee einiger Gymnasiasten entstanden ist. Zum Jubiläum werden die Filmvorführungen von einem breiten Rahmenprogramm begleitet, es finden Autorenlesungen, Theatervorführungen und Aktionen von Künstlern statt. Soňa Mikulová, Pressesprecherin des Festivals, sprach in einem Interview über das diesjährige Programm.  mehr...

Tagesecho„Ein normaler Gegenstand historischer Forschung“ - Internationale Tagung zu Edvard Beneš in Prag

14-10-2011 17:41 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Viel Historikerprominenz versammelte sich im Prager Goethe-Institut. Am Donnerstag und Freitag hat dort eine internationale Konferenz zu Edvard Beneš stattgefunden. Der bekannte und umstrittene Politiker der Tschechoslowakei – mit vielen guten und schlechten Attributen durch Tschechen und Deutsche bedacht – ist eine Person, an der sich Generationen abgearbeitet haben. Die Konferenz möchte eine Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung leisten und den Umgang mit der Person auf die wissenschaftliche Ebene stellen. mehr...

Tagesecho„Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenleben“ Das geplante Sudetendeutsche Museum in München

15-09-2011 16:26 | Marco Zimmermann

Vertreibung der Sudetendeutscher München ist in den Jahren nach der Vertreibung zu einem Zentrum der Sudetendeutschen geworden. Die meisten Deutschen aus den böhmischen Ländern siedelten sich in Bayern an. Der ehemalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß bezeichnete die Sudetendeutschen deswegen einmal als „vierten Stamm“ Bayerns. Nun soll in München das Sudetendeutsche Museum entstehen. mehr...

Kapitel aus der Tschechischen Geschichte„Ein Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ - Jiří Gruša demontiert den tschechischen Beneš-Mythos

06-08-2011 | Silja Schultheis

Edvard Beneš Er ist eine der zwiespältigsten Persönlichkeiten der jüngeren tschechischen Geschichte: Edvard Beneš, zweifacher tschechoslowakischer Staatspräsident, der nach dem Zweiten Weltkrieg per Dekret über zwei Millionen Deutsche aus der Tschechoslowakei vertreiben ließ. Vielen Tschechen gilt Beneš bis heute als Nationalheld. In einem aufsehenerregenden Essay („Beneš als Österreicher“) demontiert der Schriftsteller, frühere Diplomat und PEN-Club-Vorsitzende Jiří Gruša jetzt diesen Mythos. Beneš sei ein „Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ und habe in den entscheidenden Momenten versagt – 1938, beim Münchener Abkommen, auf Druck Hitlers und 1948, als er den Kommunisten die Machtübernahme ermöglichte. Gruša lebt seit seiner Zwangsausbürgerung aus der Tschechoslowakei 1981 in Deutschland und war hier in den 1990er Jahren mehrere Jahre tschechischer Botschafter. Damals begann er, sich näher mit dem Thema Beneš zu beschäftigen, weil er in Deutschland ständig danach gefragt wurde. mehr...

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