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TagesechoMenschenrechtsbeauftragter Kocáb geht – aber nur unter Bedingungen
Geht er oder geht er nicht? Diese Frage stellt sich in den letzten Tagen
zum Menschenrechtsbeauftragten der Regierung, Michael Kocáb. Es kam
darüber sogar zu einem Streit zwischen Kocáb und Premier Nečas, der
über die Medien ausgetragen wurde. Der Regierungschef war danach genervt
und sagte, der Menschenrechtsbeauftragte solle ihm bloß nicht mehr unter
die Augen kommen. Mittlerweile hat Kocáb seinen Rücktritt eingereicht –
aber unter einer Bedingung.
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Forum Gesellschaft„Viel Frustration in der Gesellschaft“ - Anna Šabatová über das Amt des Ombudsmannes
Kaum eine andere Persönlichkeit hat über Jahre hinweg so großes
Vertrauen in der tschechischen Bevölkerung genossen wie der charismatische
Ombudsmann Otakar Motejl. Als erster und bislang einziger Ombudsmann in
Tschechien vertrat Motejl seit 1999 Bürger, die sich von den Behörden des
Landes ungerecht behandelt fühlten. Er setzte sich für die Entschädigung
von Roma-Frauen ein, die vom kommunistischen Regime zwangssterilisiert
worden waren und für bessere Verhältnisse in tschechischen Kinderheimen.
Unermüdlich, hartnäckig – und mit Leidenschaft. Nach seinem
plötzlichen Tod diskutieren die Tschechen jetzt über Motejls Vermächtnis
– und über mögliche Nachfolger. Dabei fällt häufig auch der Name von
Anna Šabatová, der ehemaligen Stellvertreterin des Ombudsmannes. Silja
Schultheis hat Anna Šabatová vor das Mikrofon gebeten.
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TagesechoOmbudsmann Motejl gestorben: Tschechien verliert eine moralische Instanz
Am Sonntag ist der tschechische Ombudsmann Otakar Motejl im Alter von 77
Jahren gestorben. Einige Tage zuvor war er wegen einer schweren Erkrankung
in ein Krankenhaus der mährischen Stadt Brno / Brünn eingeliefert worden.
Auf den Tod Motejls hat eine ganze Reihe tschechischer Politiker mit Trauer
reagiert. Der ehemalige Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs und Gründer
des Amtes des Ombudsmannes galt moralisch-rechtliche Instanz.
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Der MedienspiegelRazzia – Roma - Rechtsstreit
Themen, die in dieser Woche die Kommentarspalten der tschechischen
Tageszeitungen gefüllt haben: die Razzia beim tschechischen Energieriesen
ČEZ, außerdem die Entschuldigung der tschechischen Regierung an
Roma-Frauen und zu guter Letzt noch ein Thema aus dem Boulevard. Christian
Rühmkorf sprach darüber mit Patrick Gschwend, der die Zeitungen unter die
Lupe genommen hat.
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TagesechoEuroparat kritisiert Tschechien für die Kastration von Häftlingen
Die Kastration - ein besonders drastisches Mittel, um zu verhindern, dass
Sexualstraftäter rückfällig werden. In Tschechien gehört diese
Maßnahme offenbar nach wie vor zum Instrumentarium des Strafrechts. Dafür
wurde das Land nun vom Europarat kritisiert. Der Rat hat die Tschechische
Republik aufgefordert, die Kastrationen umgehend einzustellen.
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