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Aviso: CZ-Kultur grenzenlosLegendäre Klubs, junge Designer und moderne Trickfilme – Tschechische Zentren in Wien und Berlin
In Wien gastiert ab der kommenden Woche eine Wanderausstellung junger
tschechischer Designer. Im Gepäck haben sie Designer unter anderem eine
Modenschau. In den Räumen oberhalb des legendären Wiener Klubs Nachtasyl
findet außerdem eine Ausstellung des Künstlers David Němec statt. Aber
auch Berlin macht kurz vor Weihnachten noch Programm: Dort zeigt das
Tschechische Zentrum den Trickfilm Fimfárum. Außerdem blickt die dortige
kommissarische Leiterin auf das vergangene Jahr zurück und ruft die
spannendsten Veranstaltungen noch einmal in Erinnerung. mehr...
Tagesecho„Habe nur für mich gekämpft“ – Dissident und Dichter Ivan „Magor“ Jirous gestorben
Er galt als Legende des Widerstands gegen das kommunistische Regime in den
70er und 80er Jahren: Ivan Martin Jirous, genannt „Magor“. Am
Donnerstag ist der Dichter und studierte Kunsthistoriker im Alter von 67
Jahren gestorben. Ex-Präsident Václav Havel sprach von dem Verlust
„eines guten Freundes“, der ihn sehr betroffen mache. Im Ausland
dürfte Jirous vor allem als künstlerischer Leiter der Plastic People of
the Universe bekannt gewesen sein, in Tschechien wurde er besonders nach
der politischen Wende auch für sein dichterisches Werk geehrt. mehr...
Aviso: CZ-Kultur grenzenlosStasi-Fotos und Traumwelten - das Tschechische Zentrum Berlin im Mai
Am Telefon ist Martin Krafl, der Leiter des Tschechischen Zentrums in
Berlin. Wir sind mit unserer Aviso-Sendung wieder in der Hauptstadt der
Bundesrepublik Deutschland gelandet. Da steht immer noch die
Veranstaltungsreihe „Fokus DDR – ČSSR“ an. mehr...
TagesechoMuttergottesberg bei Králíky: Vom Zufluchtsort zur Gedenkstätte für verfolgte Geistliche
Vor etwa 61 Jahren begann das kommunistische Regime in der Tschechoslowakei
die geistlichen Orden aufzulösen. Fast alle Ordensmitglieder wurden
verhaftet und eingesperrt. Eines der Lager befand sich im Kloster auf dem
Muttergottesberg bei Králíky / Grulich in Ostböhmen. Bis zum kommenden
Jahr soll dort die erste Gedenkstätte in Tschechien entstehen, die an die
internierten Geistlichen erinnern soll mehr...
Kapitel aus der Tschechischen GeschichteDagmar Šimková: Ein Schicksal im kommunistischen Frauengefängnis
„Das schöne Mädchen aus der Villa am Fluss“ – so könnte der Titel
eines Märchens lauten. Das schöne Mädchen, das so genannt wurde, heißt
Dagmar Šimková. Zwar hat sie tatsächlich ein Buch geschrieben. Es ist
aber alles andere als ein Märchen. Es ist das Zeugnis einer politischen
Gefangenen, ein Bericht über die Zustände in den Frauengefängnissen der
kommunistischen Tschechoslowakei. Mehr über Dagmar Šimková, die 1929 in
Prag geboren und 1995 in Australien gestorben ist, erfahren Sie im
folgenden Geschichtskapitel.
mehr...
Kapitel aus der Tschechischen Geschichte„Arbeitsscheu, drogenabhängig, sexuell abartig“ – Repressionen und Kampagnen gegen Langhaarige
Lange Haare bei Männern: eine Modeerscheinung, die im Westen wie im Osten
in den 1960er Jahren aufkam. Die langen Männerhaare waren hüben wie
drüben ein Symbol der Unangepasstheit. Im Westen waren sie in erster Linie
ein Protest gegen die Werte der Elterngeneration. Im Osten transportierten
die langen Männerhaare aber auch eine politische Botschaft, obwohl das
vielen ihrer Träger zunächst gar nicht klar war. Dass ihre Frisuren der
herrschenden kommunistischen Macht ein Dorn im Auge waren, bekamen die
Langhaarigen in der damaligen Tschechoslowakei aber spätestens im Jahr
1966 zu spüren. In diesem Jahr begannen die Kommunisten mit breit
angelegten Repressiven Kampagnen gegen langhaarige Männer. mehr...
MusikCzechEs spielt auf: Jaromír Nohavica
Wir lasse heute für Sie im MusikCzech den tschechischen Liedermacher
Jaromír Nohavica aufspielen, einen der bekanntesten, wenn nicht der
bekannteste Liedermacher dieses Landes und zwar schon seit Jahrzehnten.
Jaromir Nohavica stammt aus Mährisch-Schlesien. Die geschichtsträchtige
Bergbau-Gegend zwischen Ostrau und Teschen / Ceský Těšín ist bis heute
seine Heimat. Und die besingt der Folksänger immer wieder mit
Leidenschaft. Wie im Lied „Těšínská“. „Těšínská“ ist eine
Liebeserklärung an ein Stückchen Erde, das einfach zu viele Kriege und
Zerreißproben durchgemacht hat. Nohavicas Braut – die Tochter vom
Schuster – sie hätte vor hundert Jahren Polnisch gesprochen, ein
bisschen Tschechisch und ein paar Worte Deutsch, so singt der Liedermacher.
Die Öffnung der Stasi-Archive in den letzten Jahren brachte für Jaromír
Nohavica jedoch Unangenehmes ans Tageslicht. Seit 1986 war er Informant der
so genannten StB, was er erst später zugab. Das Publikum aber liebt
Jaromír Nohavica weiterhin und scheint ihm jeden Fehler zu verzeihen. Den
mit seiner Informantentätigkeit und auch den kleinen Fehler auf der
Bühne… mehr...
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