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TagesechoGenschers Balkon: Tschechien bereit zu Verhandlungen über Verkauf des Lobkowicz-Palais
Das Lobkowicz-Palais auf der Prager Kleinseite ist Sitz der deutschen
Botschaft. Die Bundesregierung möchte das Gebäude gerne kaufen, denn
schließlich ist es von historischer Bedeutung. Am Mittwoch hat sich nun
die tschechische Regierung bereit erklärt, über den Verkauf des
Barockgebäudes zu verhandeln. mehr...
Aviso: CZ-Kultur grenzenlosStasi-Fotos und Traumwelten - das Tschechische Zentrum Berlin im Mai
Am Telefon ist Martin Krafl, der Leiter des Tschechischen Zentrums in
Berlin. Wir sind mit unserer Aviso-Sendung wieder in der Hauptstadt der
Bundesrepublik Deutschland gelandet. Da steht immer noch die
Veranstaltungsreihe „Fokus DDR – ČSSR“ an. mehr...
TagesechoAuf den Fall des Eisernen Vorhangs hingearbeitet – zum Tod von Jiří Dienstbier
Die Nachricht hat nicht nur in Tschechien, sondern auch in vielen
Nachbarländern – besonders in Deutschland und Österreich – Trauer
ausgelöst: die Nachricht über den Tod des ehemaligen tschechoslowakischen
Außenministers Jiří Dienstbier. Er verstarb am Samstag im Alter von 73
Jahren nach längerer Krankheit in Prag. Der frühere Dissident und
Journalist hat auch den Sendungen von Radio Prag das eine oder andere Mal
Interviews gegeben.
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Heute am MikrophonJan Faktor (Teil 2): „Im Grunde muss ich dem Scheißsozialismus dankbar sein.“
Vor zwei Wochen haben wir den ersten Teil des Interviews mit dem
tschechischen, aber in Deutschland lebenden Schriftsteller Jan Faktor
gebracht. Sein Buch „Georgs Sorgen um die Vergangenheit…“ war in
diesem Herbst für den Deutschen Buchpreis nominiert worden. Christian
Rühmkorf sprach mit Jan Faktor auch über sein Leben in Ostberlin. Nach
Ansicht des Autors saßen vor der Wende die eigentlichen Autoritäten für
linke gesellschaftspolitische Vorstellungen im Westen.
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SportreportNationaltrainer Bílek: Wende 1989 eröffnete auch uns Fußballern neue Möglichkeiten
Der Herbst im Wendejahr 1989 war nicht nur in politischer Hinsicht
stürmisch. Auch auf anderen Gebieten ging es hoch her. In der damaligen
Planwirtschaft wurde gestreikt, in Theatern und Kulturhäusern wurde hitzig
debattiert und auf den Sportplätzen wurde noch leidenschaftlicher
gekämpft als sonst. Letzteres trifft auch auf die Fußballer der
Nationalmannschaft der damaligen Tschechoslowakei zu. Mit einem tollen
Endspurt schafften sie noch die Qualifikation zur WM 1990 in Italien.
Einer, der daran großen Anteil hatte, war der heutige Trainer der
tschechischen Nationalelf, Michal Bílek. Lothar Martin hat ihn dieser Tage
in seinem Büro besucht.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteWie die Samtene Revolution die Sicht auf den Prager Frühling verändert hat
Am 21. August 1968 marschierten die Truppen des Warschauer Pakts in die
Tschechoslowakei ein. Es war das Ende des Prager Frühlings. Die beiden
folgenden Jahrzehnte waren geprägt von politischer Stagnation und der
bedingungslosen Hinwendung an den großen Bruder in Moskau. Doch die
Ereignisse und die Ideen des Reformversuchs von 1968 hatten ihre Spuren in
der tschechoslowakischen Gesellschaft hinterlassen. Im Herbst 1989
schüttelte sie endlich das kommunistische Regime ab: die Samtene
Revolution. Gibt es eine direkte Entwicklungslinie vom Prager Frühling zur
Samtenen Revolution, von 1968 zu 1989? Damit hat sich der deutsche
Historiker und Soziologe Jürgen Danyel beschäftigt. Er stammt aus einer
deutschen Familie in Böhmen und hat als Kind 1968 den Einmarsch der Panzer
in Karlovy Vary / Karlsbad selbst erlebt. Heute ist Danyel stellvertrender
Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam.
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Spaziergang durch PragDas Palais Lobkowicz – Ein Portrait der Deutschen Botschaft Prag
Es ist ein architektonisches Filetstückchen auf der Prager Kleinseite –
das Palais Lobkowicz, seit 1973 das Gebäude der Deutschen Botschaft. Das
barocke Bauwerk, nur 200 Meter Luftlinie von der Prager Burg entfernt, war
im 18. Jahrhundert im Besitz der berühmten böhmischen Adelsfamilie
Lobkowicz. Das Haus hat eine bewegte, über 300-jährige Geschichte. Aber
besonders die Ereignisse vor gut 20 Jahren machen das Palais für
Deutschland interessant. Im Jahr 1989 flüchteten tausende DDR-Bürger
über Prag nach Westdeutschland und ebneten so den Weg zur deutschen
Einheit – hier wurde Geschichte geschrieben. Kein Wunder also, dass sich
die Bundesrepublik die Finger nach dem Gebäude leckt. Deutschland will
nicht mehr nur Mieter sein, Deutschland will kaufen. Aber was ist das
Palais Lobkowicz für ein Ort? Wie arbeitet es sich da?
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TagesechoDeutsch-tschechischer Botschaftstausch: Familie Lobkowicz gegen Eigentümerwechsel
Im Jahr 1989 ist es in die Weltgeschichte eingegangen: Das Palais Lobkowicz
auf der Prager Kleinseite. Tausende DDR-Bürger flüchteten damals in die
Botschaft der Bundesrepublik und erreichten damit ihre Ausreise in den
Westen. Bereits 2008 äußerte Deutschland den Wunsch, nicht länger nur
Mieter in dem Gebäude zu sein. Seither verhandeln Tschechien und
Deutschland über eine Übernahme des Gebäudes. Nun hat sich dazu auch die
Familie Lobkowicz zu Wort gemeldet. Radio Prag hat mit Jiří Lobkowicz
gesprochen.
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Anno dazumalSchon vor 25 Jahren: deutsch-tschechoslowakische Umweltschutz-Konferenz
Wir schreiben das Jahr 1985. Das kommunistische Regime sitzt noch fest im
Sattel und nichts deutet auf den nicht einmal fünf Jahre später
folgenden
Zusammenbruch des Systems hin. Dennoch: schon damals begann man sich über
das Thema Umweltschutz Gedanken zu machen. Mitte März 1985 fand in Prag
eine deutsch-tschechoslowakische Umweltschutzkonferenz statt. Das
Erstaunliche dabei: die kommunistische Regierung diskutierte nicht etwa
mit
einer Delegation aus Ostberlin, sondern mit Vertretern der Bundesrepublik
und des Landes Nordrhein-Westfalen. mehr...

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