Ähnliche Artikel

WirtschaftTschechien und die Slowakei setzten weiter verstärkt auf Atomkraft

24-11-2014 17:50 | Lothar Martin

Foto: Peko, Wikimedia CC 3.0 Tschechien und die Slowakei wollen bei der Energiegewinnung auch in Zukunft auf die Atomkraft setzen. Das erklärten der tschechische Minister für Industrie und Handel, Jan Mládek, und sein slowakischer Amtskollege Pavol Pavlis am Montag unisono auf einer Energie-Konferenz in Bratislava. An dieser Konferenz nahmen auch Vertreter der beiden übrigen Visegrad-Staaten Polen und Ungarn teil.  mehr...

NachrichtenRegierung in Prag plant Bau je eines Reaktors in Dukovany und Temelín

24-11-2014 16:58 | Lothar Martin

Tschechien und die Slowakei wollen bei der Energiegewinnung auch in Zukunft auf die Atomkraft setzen. Das erklärten der tschechische Minister für Industrie und Handel, Jan Mládek, und sein slowakischer Amtskollege Pavol Pavlis am Montag unisono auf einer Energie-Konferenz in Bratislava. An dieser Konferenz nahmen auch Vertreter der beiden übrigen Visegrad-Staaten Polen und Ungarn teil.

Für die Tschechische wie auch die Slowakische Republik sei die Entwicklung der Kernenergie sehr wichtig. Es sei daher zu erwarten, dass die tschechische Regierung der Errichtung zweier weiterer Atomreaktoren zustimmen werde. Die zwei Reaktoren sollten indes nicht beide in Temelín, sondern je ein Block in Dukovany und in Temelín erbaut werden, sagte Wirtschaftsminister Mládek. Gegenwärtig würden Debatten darüber geführt, in welcher Weise die Errichtung der beiden Reaktorblöcke die Steuerzahler und Verbraucher so gering wie möglich belasten dürfte, ergänzte Mládek.

Der Energiekonzern ČEZ, der die tschechischen Atomkraftwerke betreibt, hatte ursprünglich geplant, das Akw Temelín um zwei Reaktoren zu erweitern. Die entsprechende Ausschreibung wurde jedoch in diesem Frühjahr aufgehoben mit der Begründung, dass der Ausbau ein finanziell zu hohes Risiko sei. Und zwar deshalb, weil die Regierung nicht – wie von ČEZ gewünscht – die Garantie für die Aufkaufpreise des in Temelín produzierten Stroms übernehmen wolle, hieß es. 

NachrichtenAKW Temelín geht nach Abschaltung wieder ans Netz

21-11-2014 11:17 | Till Janzer

Das südböhmische Atomkraftwerk Temelín geht nach mehrtägiger Abschaltung wieder ans Netz. Dies gab ein Sprecher des Kraftwerks bekannt. Der Meiler war am 13. November wegen Wartungsarbeiten abgestellt worden. Bei einer der beiden Elektropumpen sei die Messvorrichtung repariert worden, so der Sprecher. Auch das zweite tschechische Atomkraftwerk im mährischen Dukovany wurde erst diese Woche nach Reparaturarbeiten wieder hochgefahren. Dort war eine Rohrleitung ausgebessert worden. 

NachrichtenGasaustritt gilt als Explosionsursache in Paskov

19-11-2014 16:07 | Markéta Kachlíková

Der Gasaustritt aus einer undichten Leitung gilt als Ursache einer Explosion im Zollamt von Paskov im Nordosten Tschechiens. Dort wurden am Dienstagmorgen neun Personen verletzt, vier von ihnen schwer. Aus den bisherigen Messungen und Expertisen folge, dass aus der Leitung, die nahe der Explosionsstelle führe, Methan ausgetreten sei, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Leitung gehöre der Förderungsfirma Green Gas DPB, informierte er weiter. 

TagesechoAtommüll-Lager: Tschechien wird Österreich informieren

12-11-2014 15:02 | Markéta Kachlíková

Foto: Archiv SÚRAO In der südmährischen Stadt Mikulov / Nikolsburg nahe der tschechisch-österreichischen Grenze hat am Dienstag ein Treffen der Spitzenpolitiker beider Länder stattgefunden. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Suche nach einem Atommüll-Endlager in Tschechien. Bisher wird der Atommüll in Zwischenlagern bei den Kernkraftwerken in Temelín und Dukovany aufbewahrt. Das tschechische Umweltministerium prüft derzeit sieben mögliche Orte für ein Endlager. Einige davon liegen unweit der Grenze zum südlichen Nachbarn.  mehr...

NachrichtenÖsterreich droht wegen tschechischer Pläne für Atommüll-Endlager mit Rechtsschritten

04-11-2014 18:08 | Till Janzer

Österreich droht wegen der möglichen Errichtung eines tschechischen Atommüll-Endlagers nahe seiner Grenze mit rechtlichen Schritten. Man werde frühzeitig das Gespräch suchen sowie „alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten ausloten und in Angriff nehmen“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrats in Wien. Österreich sei klar gegen die Nutzung von Atomkraft und auch gegen ein Atommüll-Endlager in Grenznähe, so Faymann.

Das tschechische Umweltministerium prüft derzeit sieben mögliche Orte für ein solches Lager. Einige davon liegen unweit der Grenze zum südlichen Nachbarn. Čihadlo in Südböhmen wäre zum Beispiel nur 30 Kilometer von Österreich entfernt. Bisher wird der Atommüll in Zwischenlagern bei den Meilern in Temelín und Dukovany aufbewahrt. Ab 2065 möchte Prag jedoch ein Endlager betreiben. 

TagesechoDer Präsident, das rätselhafte Wesen – Zeman provoziert mit Vulgärsprache

04-11-2014 16:21 | Annette Kraus

Miloš Zeman (Foto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen Rundfunks) Wie vulgär darf ein Staatspräsident sein? Und warum greift der erste Mann im Staat in einem Radiointerview wiederholt zu den ordinärsten Ausdrücken, gleich zu welchem Thema er sich äußert? Diese Fragen stellt sich die politische Öffentlichkeit in Tschechien derzeit. Keine Woche nach dem missglückten Staatsfeiertag und dem Flug mit der Privatmaschine eines Industriellen sorgt Miloš Zeman für die nächsten Schlagzeilen. Die Verteidiger des meinungs- und ausdrucksfreudigen Präsidenten werden langsam rar.  mehr...

NachrichtenUmweltministerium lehnt Seilbahnbau im Böhmerwald ab

04-11-2014 10:14 | Markéta Kachlíková

Das Umweltministerium hat den umstrittenen Bau einer Seilbahn auf den Berg Hraničník / Reischelberg an der Grenze zu Österreich abgelehnt. In einem Gutachten wurden alle vier vorgelegten Varianten des Bauprojekts zurückgewiesen. Das hat das Ministerium auf seinen Webseiten bekannt gegeben. Demnach widerspreche die Seilbahn dem europäischen Naturschutzsystem Natura 2000 und dem tschechischen Gesetz über Natur- und Landschaftsschutz.

Dem Plan zufolge sollte die Seilbahn die tschechische Seite mit dem Skigebiet Hochficht in Österreich verbinden. Wegen der Eingriffe in den Nationalpark Böhmerwald wird das Projekt seit vielen Jahren von Ökologen und Wissenschaftlern kritisiert. Der südböhmische Kreishauptmann Jiří Zimola (Sozialdemokraten) kündigte allerdings an, sich weiter für die Durchsetzung des Bauplans einzusetzen. 

TagesechoPräsident Zeman erneut unter Beschuss: wegen Interview bei China-Reise

31-10-2014 15:06 | Till Janzer

Foto: ČTK Lange Jahre waren die Beziehungen zwischen Tschechien und der Volksrepublik China ziemlich abgekühlt. Doch der fernöstliche Staat ist so bedeutend in der Weltwirtschaft, dass Prag in den vergangenen Monaten die Kontakte wieder intensiviert hat. Dazu gehörte auch der Besuch von Staatspräsident Miloš Zeman in China vor einer Woche. Doch Zeman wird mittlerweile vorgeworfen, sich zu sehr dem undemokratischen Regime in Peking anzudienen. Und die Opposition stellt die Frage, wo der frühere Einsatz Tschechiens für die Menschenrechte geblieben ist.  mehr...

NachrichtenGedenktafel für Verfassungsrechtler Kelsen in Prag enthüllt

29-10-2014 18:58 | Till Janzer

Der österreichische Justizminister Wolfgang Brandstetter und seine tschechische Amtskollegin Helena Válková haben in Prag am Mittwoch eine Gedenktafel für den Verfassungsrechtler Hans Kelsen enthüllt. Die Tafel ist an einem Kaufhaus an der Ecke Národní und Spálená angebracht, an der Stelle stand früher das Geburtshaus des Juristen. Kelsen stammte aus einer jüdischen tschechisch-österreichischen Familie und gilt als einer der bedeutendsten Rechtswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Justizminister Brandstetter hob die Bedeutung des Gelehrten für die Verbindungen zwischen Österreich und Tschechien hervor. Als ein Sohn Prags und Vater der österreichischen Verfassung verkörpere Kelsen das Gemeinsame beider Länder, insbesondere den gemeinsamen Kultur- und Rechtsraum. 

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