Ähnliche Artikel

WirtschaftEnergiekonzern ČEZ muss Gewinnrückgang hinnehmen

03-03-2015 17:46 | Till Janzer

Foto: Juan de Vojníkov, Wikimedia CC BY-SA 3.0 Der Reingewinn des tschechischen Energiekonzerns ČEZ ist das fünfte Jahr in Folge gefallen. Der Betreiber des Atomkraftwerks Temelín erwirtschaftete im vorigen Jahr einen Nettogewinn von 22,4 Milliarden Kronen (815 Millionen Euro), wie Unternehmenssprecherin Barbora Půlpánová am Dienstag mitteilte. Das ist ein Rückgang um 36 Prozent gegenüber dem Jahr 2013. Der Umsatz fiel um acht Prozent auf 200,7 Milliarden Kronen (7,3 Milliarden Euro). Die Wirtschaftsanalytiker hatten einen höheren Gewinn erwartet, vom Umsatz waren sie hingegen positiv überrascht.  mehr...

Das Politgespräch„Menschenrechte unterliegen wechselnden Interessen“ – Karel Schwarzenberg über die Ukraine-Krise, den IS und die Zukunft Russlands

02-03-2015 20:42 | Annette Kraus, Kirill Schtscholkow

Karel Schwarzenberg (Foto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen Rundfunks) Die Partei Top 09 befindet sich nach dem kometenhaften Start vor sechs Jahren längst wieder im Sinkflug. Seit vergangenem Herbst sind die Konservativen nicht einmal mehr in ihrer Hochburg Prag in Regierungsverantwortung. Die Stimme des Parteivorsitzenden Karel Schwarzenberg hat allerdings weiter Gewicht. Im Gespräch mit der russischen Redaktion von Radio Prag positioniert sich der Ex-Präsidentschaftskandidat als entschiedener Befürworter von Waffenlieferungen an die Ukraine. Außerdem glaubt Schwarzenberg, dass der Islamische Staat seinen Zenit bereits überschritten hat.  mehr...

WirtschaftTschechien und Südkorea wollen Wirtschaftskontakte ausweiten

27-02-2015 17:18 | Till Janzer

Foto: ČTK Seit Donnerstag sind Tschechien und Südkorea durch eine strategische Partnerschaft miteinander verbunden. Premier Bohuslav Sobotka, der drei Tage lang den ostasiatischen Staat besuchte, und die südkoreanische Präsidentin Präsidentin Park Geun-hye unterzeichneten die entsprechende Übereinkunft am Donnerstag in Seoul. Für Tschechien ist es die erste strategische Partnerschaft mit einem asiatischen Land.  mehr...

Kultursalon„Tschechisch entwickelt sich schnell und nicht zum Schlechteren“ – Sprachwissenschaftler Karel Oliva im Gespräch

21-02-2015 02:01 | Annette Kraus

Karel Oliva (Foto: Annette Kraus) Karel Oliva ist in Tschechien so etwas wie der oberste Hüter der Sprache. Der Linguist ist Vorsitzender des Instituts für tschechische Sprache bei der Akademie der Wissenschaften. Daneben schreibt er für Zeitungen und ist häufiger Gast in Radio und Fernsehen. Im Gespräch mit Karel Oliva geht es um gutes und schlechtes Tschechisch, den Einfluss der Freiheit auf die Sprache und Vulgarismen in der Politik.  mehr...

Das Politgespräch„Ein politischer Fehler“ – Eurosolar-Vize Smrž über geringes Interesse in Tschechien an den Erneuerbaren

16-02-2015 17:30 | Jakub Šiška

Foto: Europäische Kommission Milan Smrž ist einer der größten tschechischen Experten für erneuerbare Energien. Seit 2003 ist er Vizepräsident von Eurosolar, der europäischen Vereinigung für erneuerbare Energien. Smrž hat unter anderem ein Projekt mitbetreut, um die erste tschechische Gemeinde energieunabhängig zu machen. Früher leitete er Entwicklungsprojekte in Afrika. Mit ihm ein Gespräch über erneuerbare Energien in Tschechien und über den Stand der Energiewende hierzulande.  mehr...

NachrichtenTop 09 kritisiert Abwesenheit der Regierungsvertreter bei Münchner Sicherheitskonferenz

11-02-2015 19:15 aktualisiert | Martina Schneibergová

Der Ex-Außenminister und Vorsitzende der Oppositionspartei Top 09 Karel Schwarzenberg hat die Tatsache kritisiert, dass kein Vertreter der tschechischen Regierung an der Sicherheitskonferenz in München teilnahm. Dies schadete dem Ex-Außenminister zufolge dem Image Tschechiens im Ausland. Das sagte Schwarzenberg am Mittwoch nach einem Treffen mit Premier Bohuslav Sobotka und Außenminister Lubomír Zaorálek (beide Sozialdemokraten), bei dem über die Außenpolitik diskutiert wurde. Die Top 09 unterstützte während des Treffens die vor kurzem verabschiedete neue Sicherheitsstrategie Tschechiens.

Die Münchner Sicherheitskonferenz biete in der jetzigen Sicherheitssituation in der Welt eine sehr gute Gelegenheit zur Debatte mit den anderen Staaten, meint Schwarzenberg. Er sei der einzige Politiker aus Tschechien gewesen, der an der Konferenz teilnahm, so der Ex-Außenminister. Er äußerte sich zudem zu den eventuellen Waffenlieferungen in die Ukraine, gegen die sich die tschechischen Sozialdemokraten vor kurzem stellten. Schwarzenberg hält diesen Standpunkt für einen Fehler. 

WirtschaftTschechien liegt beim Stromexport weltweit auf Rang fünf

10-02-2015 17:11 | Markéta Kachlíková

Foto: Archiv Radio Prag Die Tschechische Republik hat im vergangenen Jahr 16,9 Terawattstunden Strom exportiert. Damit lag der Strom-Export das vierte Jahr in Folge um die 17 Terawattstunden. Über die europäischen Netze floss mehr Strom aus Tschechien in andere Länder als umgekehrt.  mehr...

NachrichtenMeinungsumfrage: Ano-Partei bestätigt führende Position

01-02-2015 15:04 | Markéta Kachlíková

Bei der neuesten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Aisa hat die regierende Ano-Partei ihre führende Position in der Wählergunst bestätigt. Die Formierung von Multimilliardär und Finanzminister Andrej Babiš kommt nun auf 30,5 Prozent. An zweiter Stelle liegen die Sozialdemokraten von Premier Bohuslav Sobotka mit 19 Prozent, gefolgt von drei oppositionellen Parteien: der konservativen Top 09 von Ex-Außenminister Karel Schwarzenberg mit 10 Prozent, den Kommunisten mit 9,5 Prozent sowie der Demokratischen Bürgerpartei ODS mit 9 Prozent. Ebenfalls würden noch die Christdemokraten als dritte Regierungskraft mit 6,5 Prozent den Sprung über die Fünfprozenthürde schaffen. Die Parlamentsbewegung Úsvit sowie die Grünen würden mit jeweils 4,5 Prozent den Einzug ins Parlament knapp verpassen. Die Ergebnisse wurden am Sonntag vom Tschechischen Fernsehen veröffentlicht. 

NachrichtenTschechien, Österreich und Slowakei vereinbaren gemeinsames Handlungskonzept

29-01-2015 14:36 aktualisiert | Lothar Martin

Tschechien, Österreich und die Slowakei wollen gemeinsam die bürokratischen Probleme lösen, die mit der Nutzung von Geldern aus den EU-Fonds verknüpft sind. Zudem wollen sie gemeinsam für eine kontinuierliche Lieferung von Erdgas aus Russland oder zu Fragen der Sanktionspolitik gegenüber Russland auftreten. Das erklärten die Ministerpräsidenten der drei Länder, Bohuslav Sobotka, Werner Faymann und Robert Fico, am Donnerstag nach ihrem Treffen im südmährischen Slavkov / Austerlitz. Fortan wollen sie sich mindestens einmal jährlich begegnen, das nächste Treffen der Dreierrunde wird in der Slowakei stattfinden.

Nach Aussage von Premier Bohuslav Sobotka verständigen sich die drei Regierungschefs jedes Jahr auf mehrere Hauptthemen, nach denen sich alle drei Länder ausrichten werden. Neben den genannten Kernthemen werden sich die drei Staaten auch für eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, einen besseren Schutz der Arbeitnehmer in den EU-Ländern und eine effiziente Bildung der Jugend mit besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt einsetzen. 

NachrichtenIndustrieminister: keine Ausschreibung zu AKW Temelín in diesem Jahr

27-01-2015 12:47 | Till Janzer

Zum Ausbau des Atomkraftwerks Temelín wird es in diesem Jahr noch keine Ausschreibung geben. Dies teilte Industrie- und Handelsminister Jan Mládek am Dienstag mit. Eine Ausschreibung für einen oder zwei weitere Reaktorblöcke am Meiler in Südböhmen sei eher eine „Sache mehrerer Jahre“, so Mládek vor Journalisten.

Der staatliche Energiekonzern ČEZ als Temelín-Betreiber hatte im Frühling vergangenen Jahres eine Ausschreibung für zwei neue Reaktorblöcke abgebrochen. Grund war die Weigerung der Mitte-Links-Regierung, eine staatliche Preisgarantie für den Strom aus dem Atomkraftwerk zu geben. 

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