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TagesechoEnergiekonzern ČEZ verzichtet vorerst auf Ausbau des AKW Temelín

11-04-2014 14:54 | Lothar Martin

Atomkraftwerk Temelín (Foto: ČTK) Der Energiekonzern ČEZ wird das südböhmische Atomkraftwerk Temelín vorerst nicht ausbauen. Die Ausschreibung für den Bau von zwei weiteren Reaktorblöcken im Werk wird ohne Ergebnis beendet, das Unternehmen setze ab sofort auf andere Prioritäten, erklärte ČEZ-Generaldirektor Daniel Beneš am Donnerstag. Diese Entscheidung hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.  mehr...

NachrichtenUmweltminister Brabec begrüßt Stopp für Projekt „Windpark Nord“ in Niederösterreich

10-04-2014 19:22 | Markéta Kachlíková

Der tschechische Umweltminister Richard Brabec begrüßt die Entscheidung der niederösterreichischen Landesregierung, das Projekt „Windpark Nord“ in Hardegg an der Grenze zu Tschechien zu stoppen. Er sagte dies während seines Besuchs im Nationalpark Podyjí / Thayatal in Südmähren. Brabec hat sich mit der Leitung des Nationalparks, mit Bürgermeistern der dortigen Gemeinden und mit dem Direktor des österreichischen Nationalparks Thayatal getroffen. Gegen das Projekt haben sich beide Nationalparks sowie Bürgermeister der Gemeinden auf den beiden Seiten der Grenze seit längerer Zeit vehement gewehrt. 

NachrichtenTemelín-Ausbau: Ausschreibungsverfahren wird eingestellt

10-04-2014 16:35 aktualisiert | Markéta Kachlíková

Der Energiekonzern ČEZ hat das Ausschreibungsverfahren für den Ausbau des südböhmischen Atomkraftwerks Temelín eingestellt. Die Firma gab ihre Entscheidung am Donnerstag bekannt. Alle Bewerber hätten die Information bereits erhalten, hieß es weiter. Vorangegangen war dem Beschluss die Entscheidung der Regierung, staatliche Garantien für den Ausbau und für künftige Stromabnahmepreise zu verweigern. Der Generaldirektor der Temelín-Betreibergesellschaft ČEZ Daniel Beneš sagte dazu, der Energiesektor in Europa habe seit 2009, als das Auswahlverfahren für den Bau von zwei neuen Reaktorblöcken in Temelín ausgeschrieben wurde, eine turbulente Entwicklung erlebt. Alle Investitionen in Stromquellen, deren Ertrag von den Energiepreisen auf dem freien Markt abhängig sei, seien heutzutage bedroht. An der weiteren Entwicklung der Atomenergie müsse sich künftig der Staat beteiligen, meint Beneš. Er führte bereits früher an, der geplante Bau von zwei neuen Blöcken im AKW Temelín sei ohne staatliche Unterstützung nicht vorstellbar.

Am Auswahlverfahren hatten das amerikanisch-japanische Konsortium Westinghouse und das tschechisch-russische Konsortium Mir teilgenommen. Ein weiterer Bewerber, das französische Unternehmen Areva, wurde wegen Fehler im Angebot aus dem Auswahlverfahren ausgeschlossen. 

NachrichtenRegierung befürwortet Ausbau von Atomenergieproduktion ohne staatliche Garantien

09-04-2014 19:21 | Martina Schneibergová

Die tschechische Regierung hat am Mittwoch das Interesse bekundet, die Atomenergieproduktion in Tschechien weiter zu entwickeln, jedoch ohne staatliche Garantien. Das teilte Premier Bohuslav Sobotka nach der Regierungssitzung mit. Der Generaldirektor des tschechischen Energiekonzerns ČEZ, Daniel Beneš, erklärte jedoch diese Woche, er könne sich nicht vorstellen, dass Firma ČEZ zwei Reaktorblöcke des Atomkraftwerks Temelín ohne staatliche Unterstützung bauen würde. Sobotka sagte, das Kabinett lehne jedwede staatliche Garantie ab. Nach der Erfahrung mit der Unterstützung erneuerbarer Energiequellen, vor allem der Solarenergie, könne sich, so der Premier, niemand wundern. Dies sei eine problematische Erfahrung gewesen, so Sobotka. 

NachrichtenČEZ-Chef Beneš: Ohne Staatszuschüsse wird Temelín nicht ausgebaut

07-04-2014 19:27 | Lothar Martin

Der Generaldirektor des Energiekonzerns ČEZ, Daniel Beneš, kann sich nicht vorstellen, dass seine Firma in der gegenwärtigen Situation ohne staatliche Unterstützung noch zwei Reaktorblöcke im Atomkraftwerk Temelín errichten wird. In einer Zeit, in der sich die europäische Energiewirtschaft in der Krise befindet, konnte er dieses Vorhaben nicht vor den Aktionären und Investoren verteidigen. Das marktwirtschaftliche Risiko für eine solche Investition sei ohne Unterstützung oder eine Garantie einfach zu groß, sagte Beneš am Montag nach dem Aktionärstreffen vor Journalisten.

Die zwei neuen Reaktoren sollen die Leistung des Kraftwerks, die bei 2000 Megawatt liegt, mehr als verdoppeln. Laut Plan soll der Bau im Jahr 2025 beendet sein, die Betriebszeit der neuen Blöcke soll 60 Jahre betragen. Die Kosten für den Auftrag werden mit einer zweistelligen Euro-Milliardenhöhe beziffert. 

SchauplatzAußenminister Zaorálek: „Zuletzt haben wir uns immer nur rausgehalten“

07-04-2014 16:11 | Gerald Schubert

Lubomír Zaorálek (Foto: ČTK) Zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt hat der neue tschechische Außenminister Lubomír Zaorálek am Donnerstag Wien besucht. In der österreichischen Hauptstadt traf der Sozialdemokrat mit Bundespräsident Heinz Fischer, mit seinem Amtskollegen Sebastian Kurz und mit mehreren Abgeordneten zusammen – wir haben bereits berichtet. Schon im Vorfeld hatte Prag signalisiert, dass die neue Regierung eine nachhaltige Verbesserung der Beziehungen zu Österreich anstrebt. Unmittelbar nach dem Besuch erläuterte Zaorálek gegenüber Radio Prag noch einmal, wo er im bilateralen Verhältnis die größten Zukunftschancen sieht, und welche Position Tschechien künftig in der Europäischen Union einnehmen möchte.   mehr...

Tagesecho„Beginn einer neuen Etappe“: Prag und Wien wollen Beziehungen stärken

04-04-2014 14:54 | Gerald Schubert

Lubomír Zaorálek und Sebastian Kurz (Foto: ČTK) Tschechiens Außenminister Lubomír Zaorálek hat am Donnerstag einen eintägigen Besuch in Wien absolviert. Dabei ist er unter anderem mit Bundepräsident Heinz Fischer und seinem österreichischen Amtskollegen Sebastian Kurz zusammengekommen. Beide Seiten bekräftigen, ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen aufschlagen zu wollen.  mehr...

NachrichtenAKW Temelín erhält 18 neue Castor-Behälter von deutscher Firma GNS

03-04-2014 17:12 | Lothar Martin

Die deutsche Firma GNS aus Essen hat weitere 18 Castor-Behälter für den radioaktiven Abfall des südböhmischen Atomkraftwerks Temelín hergestellt. In einem Zwischenlager im Areal des AKW, das 2010 geschaffen wurde, befinden sich derzeit 14 Castor-Behälter mit benutztem Brennstabmaterial. Die Herstellung der 18 neuen Castoren dauerte fünf Jahre. Die Überprüfung ihrer Stabilität und Sicherheitsparameter wurde vom TÜV Nord Czech beim Staatlichen Amt für Atomsicherheit vorgenommen, bestätigte am Donnerstag der Leiter der Inspektionsabteilung von TÜV Nord Czech, Jaroslav Chvosta.

Bei einer geplanten Laufzeit des Atomkraftwerks von 30 Jahren wird der radioaktive Abfall in Temelín auf 1400 Tonnen geschätzt. Im Zwischenlager des AKW, das insgesamt 152 Spezialcontainern Platz bietet, kann atomarer Brennstoff bis zu 60 Jahre gelagert werden. Neben den 18 neuen Castor-Behältern wurden weitere 19 Behälter bei der Firma GNS in Essen bestellt. 

NachrichtenAußenminister Zaorálek zu offiziellem Besuch in Österreich

03-04-2014 09:47 | Till Janzer

Tschechiens Außenminister Lubomír Zaorálek ist am Donnerstag zu einem Besuch in Wien eingetroffen. In der österreichischen Hauptstadt sind Gespräche mit seinem Amtskollegen Sebastian Kurz und mit Präsident Heinz Fischer geplant. Zaorálek möchte die Beziehungen mit dem Nachbarland vertiefen, dies hatte er als eine seiner Prioritäten bereits zu seinem Amtsantritt im Januar herausgestrichen. Weitere Themen beim Besuch des tschechischen Außenministers sollen sich mit der EU und mit aktuellen außenpolitischen Fragen befassen.

In einem Zeitungskommentar im Januar hatte Lubomír Zaorálek geschrieben, dass das tschechische Verhältnis zu Österreich „seit längerem von Zurückhaltung geprägt“ sei und „bei weitem nicht der Nähe und Verbundenheit beider Länder“ entspreche. Vor allem über das südböhmische Atomkraftwerk Temelín bestehen Meinungsverschiedenheiten zwischen Prag und Wien. 

TagesechoRestitutionsverhandlungen geplatzt: Kirchen verlassen Expertenkommission

26-03-2014 15:24 | Marco Zimmermann

Foto: Archiv Radio Prag Die Kirchenrestitution war eines der Vorzeigeprojekte der ehemaligen Regierung von Premier Petr Nečas – und den damals oppositionellen Sozialdemokraten ein Dorn im Auge. Dank der Ergebnisse der vorgezogenen Neuwahlen stellen die Sozialdemokraten nun den Premier und wollten daher das Gesetz zur Rückgabe von enteignetem Kircheneigentum wieder ändern. Die Verhandlungen darüber mit den Vertretern der betroffenen Glaubensgemeinschaften scheiterten jedoch am Dienstag.  mehr...

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