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NachrichtenJustizministerin: Österreich ist Vorbild im Kampf gegen Korruption

26-01-2015 17:45 | Annette Kraus

Die tschechische Justizministerin Helena Válková von der Ano-Partei will sich im Kampf gegen die Korruption an Österreich orientieren. Wie die Ministerin am Montag bei einem Treffen mit ihrem Amtskollegen Wolfgang Brandstetter in Wien sagte, sei die österreichische Institution der landesweiten Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ein Vorbild für eine neue tschechische Gesetzgebung. Das österreichische Modell sei gekennzeichnet durch einen hohen Grad an Effektivität und politischer Unabhängigkeit, so Válková. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft wurde 2009 in Österreich eingerichtet, um besser gegen Wirtschaftskriminalität und Korruption vorgehen zu können. Das tschechische Justizministerium bereitet derzeit ein neues Gesetz vor, in dem ein ähnliches Organ vorgesehen ist. Zur Vorlage kommen soll es in der Jahresmitte. 

NachrichtenÖsterreichischer Verein verklagt Tschechien wegen geplantem Ausbau von AKW Temelín

25-01-2015 19:10 | Lothar Martin

Der oberösterreichische Verein Antiatom Szene hat eine Klage gegen den Ausbau des südböhmischen Atomkraftwerks Temelín erstattet. Das gab der oberösterreichische Landesrat für Umwelt, Energie, Wasser und Konsumentinnenschutz, Rudi Anschober, bekannt. Eine Klage gegen den geplanten Bau zweier neuer Reaktorblöcke in Temelín hatten zuvor auch tschechische Umweltschützer beim Verwaltungsgericht eingereicht. Es waren Vertreter des Vereins Südböhmische Mütter, der Bürgerinitiative für den Schutz der Umwelt und der Bewegung Calla. Sie kritisieren die Bewilligung der Atomsicherheitsbehörde (SÚJB) zum Bau der Reaktoren ebenso wie das Vorgehen des Umweltministeriums in der Bewertung der Umweltverträglichkeit beim Betrieb der neuen Meiler. Ihrer Meinung nach ist die Bewertung für die konkreten Reaktortypen nicht erfolgt.

Gemeinsam mit dem Verein Antiatom Szene werde er alle nur möglichen Schritte unternehmen, um den Ausbau des AKW Temelín zu verhindern, schreibt Landesrat Anschober in seiner Erklärung. Zudem stuft er die Atomenergie als unwirtschaftlich ein. 

NachrichtenAktionsplan: Neue Atomenergiequellen soll vorrangig ČEZ finanzieren

19-01-2015 19:36 | Lothar Martin

Den Bau neuer Reaktorblöcke in den tschechischen Atomkraftwerken sollte in erster Linie der Energiekonzern ČEZ finanzieren. Das geht aus dem Nationalen Aktionsplan zur Entwicklung der Atomenergie in Tschechien hervor, der von den Ministerien für Wirtschaft und für Finanzen ausgearbeitet wurde. Das Strategiepapier durchläuft seit Freitag das Anmerkungsprozedere, schreibt die Nachrichtenagentur ČTK am Montag. Zur Finanzierung der Stromgewinnung durch Kernenergie gäbe es aber noch zwei weitere Varianten. Der Aktionsplan zur Entwicklung der Atomenergie soll anknüpfen an das aktualisierte Energiekonzept des Staates, dessen Behandlung von den Ministern kurz vor Weihnachten unterbrochen wurde. Wegen gewisser Unklarheiten zur Finanzierung des Kernenergie-Ausbaues war die Ausschreibung zum Bau zweier Reaktorblöcke im Atomkraftwerk Temelín im vergangenen April storniert worden. 

Spaziergang durch PragKunstschätze aus Burgen und Schlössern auf dem Hradschin (II)

09-01-2015 16:38 | Martina Schneibergová

Foto: Martina Schneibergová Ein Großteil der tschechischen Burgen und Schlösser bleibt in der Wintersaison geschlossen. Trotzdem kann man derzeit eine Auswahl von Kunstwerken aus mehreren Residenzen besichtigen. Sie werden in einer Ausstellung auf dem Prager Hradschin gezeigt. In der vergangenen Ausgabe des „Spaziergangs durch Prag“ haben wir Sie bereits durch den ersten Teil der Schau geführt, nun folgt der zweite Teil.  mehr...

NachrichtenBesucherrekord im Infozentrum des Atomkraftwerks Temelín

06-01-2015 08:51 | Lothar Martin

Im Infozentrum des Atomkraftwerks Temelín ist im vergangenen Jahr ein Besucherrekord verzeichnet worden. Insgesamt 38.000 Menschen informierten sich dort über den südböhmischen Meiler. Dies sind etwa 4000 Menschen mehr als im bisherigen Rekordjahr 2012. Das Schlösschen Vysoký Hrádek, das seit 1997 das Infozentrum beherbergt, kam damit auf Rang acht unter den 2014 am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in Südböhmen, sagte Akw-Sprecher Marek Sviták.

Das Gebäude, in dem Modelle des Reaktorblocks und des Brennstoffs ebenso zu sehen sind wie Spuren kosmischer Strahlung, wurde am häufigsten von Schülern und Studenten besucht. Ihr Anteil betrug fast die Hälfte aller Gäste, so Sviták. Insgesamt kamen aber auch 1670 ausländische Besucher aus 60 Ländern. Unter den Europäern überwogen Österreicher (433), Polen (362) und Deutsche (201). 

NachrichtenTscheche mit 1,2 Kilo Cannabis am Silvestertag in Österreich erwischt

02-01-2015 18:02 | Markéta Kachlíková

Ein Tscheche wurde am Silvestertag an der Grenze zu Österreich mit 1,2 Kilo Cannabis erwischt und festgenommen. Der 25-Jährige reiste mit einem Linienbus über den Grenzübergang Dolní Dvořiště – Wullowitz. Bei einer Kontrolle konnte er kein Dokument vorweisen. Daraufhin fanden Polizisten in seiner Sporttasche 1,2 Kilo Droge. Bei der Einvernahme gab er an, er habe das Suchtmittel in Prag von einer ihm unbekannten Person erworben, um es anschließend gewinnbringend in Österreich, vor allem in Linz, verkaufen zu können.

Anfang November ist durch Zufall in Linz ein anderer tschechisch-österreichischer Drogenring entdeckt worden. Ein Komplize wurde beim Wechseln von Falschgeld erwischt, das er als Lohn für seine Schmuggeldienste bekommen hatte. Seine stark nach Cannabis riechende Tasche führte die Polizisten zur Einleitung der Ermittlungen, deren Ergebnis fünf Festnahmen und 30 Anzeigen waren. Die Hauptverdächtigen sind eine Frau und zwei Männer aus Tschechien sowie ihre beiden Hauptabnehmer aus Linz. Sie sollen seit Mitte 2013 über 20 Kilogramm Cannabis nach Österreich geschmuggelt haben. 

NachrichtenKonzert erinnert an 25. Jahrestag von Havels Wahl zum Präsidenten

30-12-2014 10:28 | Martina Schneibergová

Mit einem Konzert im Prager Lucerna-Saal wurde am Montagabend an den 25. Jahrestag von Václav Havels Wahl zum tschechoslowakischen Staatspräsidenten erinnert. Unter dem Motto „Lasst sie singen!“ traten dabei neben tschechischen Musikern auch verfolgte Künstler aus Russland und Kuba auf. Aus Moskau kam die Band Arkadiy Kots, die die Mitglieder der Punkband Pussy Riot während deren Haft unterstützt hat. Die kubanische Kapelle S4dron Patriota spielte wiederum für den kubanischen Rapper El Critico, der für seine Kritik am Castro-Regime im Gefängnis sitzt. Höhepunkt des Konzerts war der Auftritt der legendären tschechischen Underground-Band The Plastic People of the Universe. Zu den Gästen des Konzerts zählten einige bekannte Persönlichkeiten wie der Top-09-Vorsitzende Karel Schwarzenberg, die Juristin und ehemalige Politikerin Hana Marvanová oder der Salesianer Ladislav Heryán. Der Erlös des Konzerts geht an die Hilfsorganisation „Mensch in Not“. 

NachrichtenBürgermeister fordern Ausbau des AKW Temelín

18-12-2014 12:16 | Markéta Kachlíková

Die Bürgermeister der Städte und Gemeinden in der näheren Umgebung des südböhmischen Temelín fordern die Regierung auf, das dortige Atomkraftwerk fertigzubauen. Sie haben sich in einem offenen Brief an das Kabinett gewandt. Die Aktivität der Bürgermeister wird zudem von führenden Vertretern des Kreises Südböhmen unterstützt. Alle Städte und Gemeinden nahe Temelín hätten ihre Entwicklungsstrategien auf den Ausbau des AKW ausgelegt, betonen die Bürgermeister. Vor dem Hintergrund, dass die tschechische Regierung ein neues Energiekonzept plane, möchten sie erneut und nachdrücklich darauf verweisen, dass die gesamte Region auf den Bau weiterer Reaktorblöcke orientiert und vorbereitet sei. Schließlich habe man bereits zahlreiche finanzielle Mittel in die Erweiterung des AKW gesteckt, heißt es in der Erklärung der Regionalvertreter.

Der Energiekonzern ČEZ hat das Auswahlverfahren zum Bau zweier weiterer Blöcke des Kernkraftwerks im April gestoppt. Hintergrund war die Weigerung der tschechischen Regierung, staatliche Garantien für den Ausbau und für die künftigen Energiepreise zu übernehmen. 

Tagesecho„Pozor! Kalte Grenze“: Vernissage beendet südböhmisch-oberösterreichischen Gedenktag

15-12-2014 17:00 | Gerald Schubert

Rudolf Klaffenböck (Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger) Vergangenen Donnerstag erinnerten sich Südböhmen und Oberösterreich gemeinsam an den Fall des Eisernen Vorhangs vor 25 Jahren. Am 11. Dezember 1989 hatten der damalige Landeshauptmann Josef Ratzenböck und der südböhmische Kreishauptmann Miroslav Šenkyř gemeinsam den Stacheldraht an der Grenze durchschnitten.  mehr...

TagesechoMitteleuropäische Präsidenten fordern Ausbau der Energienetze und Verkehrswege

15-12-2014 17:00 | Till Janzer

Foto: ČTK Es war die erste Zusammenkunft dieser Art: Am Donnerstag und Freitag vergangener Woche trafen sich in Prag die Staatschefs von sechs mitteleuropäischen Ländern. Es handelte sich um die Staatspräsidenten der vier Visegrad-Staaten plus ihre Kollegen aus Österreich und Slowenien. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Energiesicherheit und die Verkehrsverbindungen.  mehr...

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