Ähnliche Artikel

NachrichtenPremier Sobotka: Sanktionen gegenüber Russland beeinflussen tschechische Wirtschaft gering

30-07-2014 13:16 | Markéta Kachlíková

Die Sanktionen der EU gegenüber Russland werden nach einer Aussage von Premier Bohuslav Sobotka keinen wesentlichen Einfluss auf die tschechische Wirtschaft haben. Die Tschechische Republik sei bei der Entscheidung über die Sanktionen so vorgegangen, um sich einer gemeinsamen Haltung der Europäischen Union anzuschließen und gleichzeitig ihre eigene Wirtschaft und Arbeitsplätze möglichst zu schützen, führte Premier Sobotka in einer Presseerklärung am Mittwoch an. Er verwies darauf, dass der Schwerpunkt des Handels zwischen Tschechien und Russland in zivilen Lieferungen liege.

Der Vorsitzende der oppositionellen Partei Top 09 und Ex-Außenminister Karel Schwarzenberg gibt mögliche Folgen für Tschechien zu, ihm zufolge handle es sich aber um ein nur kleines Opfer seitens Tschechiens. Die kleinste Regierungspartei der Christdemokraten betrachtet die Sanktionen als einen richtigen Schritt, bestätigte Parteichef Pavel Bělobrádek am Mittwoch. 

NachrichtenFlugzeugabschuss über Ostukraine: Tschechien fordert internationale Ermittlungen

18-07-2014 16:23 aktualisiert | Markéta Kachlíková

Flugzeugabschuss über Ostukraine: Tschechien fordert internationale Ermittlungen

Der tschechische Außenminister Lubomír Zaorálek zeigt sich zutiefst erschüttert durch den Absturz des malaysischen Flugzeugs mit fast 300 Passagieren an Bord über der Ostukraine, zu dem es am Donnerstag gekommen ist. Er fordere vor allem unabhängige Ermittlungen zur Klärung der Absturzursache, sagte der Außenminister am Freitag gegenüber der Presseagentur ČTK. Im ähnlichen Sinne äußerten sich am Freitag auch weitere Politiker Tschechiens.

Laut Premier Bohuslav Sobotka gebe es viele Hinweise, dass die Maschine abgeschossen worden sei. Sollte diese Information bestätigt werden, würde es sich um eine terroristische Tat handeln. Die Täter müssten in dem Fall gefunden, gefasst und verurteilt werden, so Sobotka. Er bekräftigte weiter, dass mit dem Flugzeug keine Tschechen gereist haben.

Nach der Meinung von Zaoráleks Vorgänger im Amt Karel Schwarzenberg sei es allerdings sehr schwierig festzustellen, wer am mutmaßlichen Abschuss Schuld trage. Eine internationale Kommission müsse deshalb vor Ort ermitteln. Sollte bestätigt werden, dass prorussische Separatisten hinter dem Abschuss gestanden seien, müsse die internationale Gemeinschaft hart eingreifen, so Schwarzenberg. 

TagesechoMangelnde Deutsch-Kenntnisse sind Hürde für Beschäftigung jenseits der Grenze

17-07-2014 16:12 | Markéta Kachlíková

Illustrationsfoto: Europäische Kommission Immer mehr Tschechen suchen einen Job im Ausland. Im vergangenen Jahr waren 90.000 tschechische Bürger außerhalb ihres Landes angestellt. Insbesondere in den Grenzgebieten ist das Interesse groß an einer Beschäftigung jenseits der Grenze, in Deutschland oder Österreich. Allerdings stellen mangelnde Deutsch-Kenntnisse bei vielen Bewerbern ein großes Hindernis dar.  mehr...

NachrichtenReaktorblock des AKW Temelín nach Panne abgeschaltet

11-07-2014 12:35 | Till Janzer

Ein Reaktorblock des Atomkraftwerks Temelín ist am Donnerstagabend wegen einer Panne abgeschaltet worden. Grund dafür sei eine Störung an einer Pumpe für sogenanntes technisches Wasser gewesen, teilte der Energiekonzern ČEZ am Freitag mit. Eine Ersatzpumpe war den Angaben zufolge wegen Modernisierungsmaßnahmen nicht einsatzbereit. Die Panne habe sich im nicht-nuklearen Bereich des Kraftwerks ereignet. Das technische Wasser diene der „Kühlung von Einrichtungen, die aus Sicht der Reaktorsicherheit wichtig“ seien, hieß es in der Mitteilung. Die Reparatur werde mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Umweltschützer kritisieren immer wieder angebliche Sicherheitslücken am Reaktor in Temelín, der weniger als 100 Kilometer von den Grenzen zu Deutschland und Österreich entfernt steht. Wegen eines regulären Brennstoffwechsels ist derzeit auch der zweite Reaktorblock des Kraftwerks nicht am Netz. 

WirtschaftImport statt Export: Tschechien will Energiepolitik ändern

26-06-2014 16:49 | Markéta Kachlíková

Foto: Archiv Radio Prag Die Tschechische Republik führt jährlich rund 20 Prozent ihrer Stromproduktion aus. Den neuen energiepolitischen Plänen zufolge soll sich dies aber grundsätzlich ändern: 2040 sollen ungefähr fünf Prozent des Strombedarfs hierzulande eingeführt werden.  mehr...

Das Politgespräch„Die tschechische Außenpolitik ist opportunistisch“ - Politologe Pehe über die Ukraine-Krise

23-06-2014 16:55 | Silja Schultheis

Foto: ČTK Der tschechische Außenminister Lubomír Zaorálek hat bei seinem Ukraine-Besuch vergangene Woche erneut die Annexion der Krim durch Russland klar verurteilt und der Ukraine tschechische Unterstützung zugesagt, unter anderem die Aussicht auf Visa-Freiheit. Diese klare Linie in der Ukraine-Krise wird aber längst nicht von der gesamten tschechischen Regierung geteilt. Über die außenpolitischen Prioritäten der tschechischen Regierung, nicht nur in der Ukraine-Krise, dreht sich das folgende Politgespräch. Unser Gesprächspartner ist diesmal der Politologe Jiří Pehe von der New York University in Prag.  mehr...

NachrichtenSobotka und RWE: Tschechien ist auf Ausfall von Erdgas-Lieferung vorbereitet

16-06-2014 20:06 | Lothar Martin

Die Tschechische Republik ist auf mögliche Ausfälle bei der Zufuhr russischen Erdgases über die Ukraine vorbereitet, teilte Premier Bohuslav Sobotka am Montag mit. Er glaube aber, dass die Einstellung der Lieferung des Rohstoffes von Russland in die Ukraine den Transit des Erdgases bis zu den weiteren Kunden in Europa nicht beeinträchtige, sagte Sobotka am Montag in Bratislava am Rande des Europäischen Atomenergie-Forums.

Bereits am Nachmittag hatte der größte Abnehmer des russischen Erdgases in Tschechien, die RWE-Gruppe, bekanntgegeben, auf mögliche Ausfälle bei den Erdgaslieferungen aus Russland gut vorbereitet zu sein. Die Speicherbehälter des Unternehmens seien zu 70 Prozent gefüllt, und auf dem europäischen Markt stehe ebenso genügend Erdgas zur Verfügung, erklärte dazu RWE-Sprecher Martin Chalupský. 

NachrichtenÖsterreich eröffnet neues Generalkonsulat in Brno

10-06-2014 12:16 | Marco Zimmermann

Am Dienstag hat Österreich in Brno / Brünn ein neues Honorarkonsulat eröffnet. Georg Stöger, ehemals langjähriger Präsident der Vereinigung der Österreicher in Tschechien wird neuer Honorarkonsul. Mit Ausnahme Prags finden sich die meisten österreichischen Firmen und Investoren in Tschechien in Brünn. Darüber hinaus ist das Honorarkonsulat für weitere Regionen im Zentrum und Osten Tschechiens zuständig und damit für circa 850 Auslandsösterreicher. Botschafter Ferdinand Trauttmansdorff sagte, dass das Honorarkonsulat in Brünn gerade wegen der unmittelbaren Nähe zu Österreich vor allem für die zahlreichen Projekte in Grenznähe wichtig sei. Er denke dabei auch an neue Kooperationen im Forschungs- und Hochschulbereich, an die vielen österreichischen Firmen in der Region sowie an neu aufzubauende Kontakte nach Nordmähren, so der Botschafter weiter. 

TagesechoTschechischer Premier in Wien: Verkehrsverbindungen nach Österreich sind Schande

04-06-2014 15:30 | Marco Zimmermann

Foto: ČTK Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka war am Dienstag zu einem Besuch beim Nachbarn Österreich. Dort traf er Bundeskanzler Werner Faymann sowie das Staatsoberhaupt Heinz Fischer. Themen der Gespräche waren eine engere Zusammenarbeit der beiden Länder im Rahmen der Visegrad-Staatengruppe, vor allem aber ging es um den Ausbau der Straßenverbindungen.  mehr...

NachrichtenTschechien fordert keine Nato-Truppen an – Reaktion auf Obamas Angebot

03-06-2014 16:29 | Till Janzer

Tschechien brauche derzeit nicht den Schutz von Truppen der Nato-Bündnispartner, dies sagte Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) während eines Besuchs in Wien als Reaktion auf ein entsprechendes Angebot von Barack Obama. Der US-Präsident hatte am Dienstag nach Gesprächen in Warschau angekündigt, angesichts der eskalierenden Krise in der Ukraine die Truppen der USA in Osteuropa aufzustocken. Die östlichen Nato-Staaten Polen, Litauen, Estland und Lettland wünschen die Stationierung von Kampftruppen aus weiteren Ländern des Nordatlantikpaktes bei sich. Laut Sobotka erfordere in Tschechien die Sicherheitslage keine vergleichbare Maßnahme. 

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