Ähnliche Artikel

Nachrichten40.000 Menschen unterschreiben Petition für Referendum über den Euro

11-11-2014 12:44 | Till Janzer

Über 40.000 Menschen haben sich in einer Petition dafür ausgesprochen, dass über die Einführung des Euro in Tschechien in einem Referendum entschieden werden sollte. Die Umfrage war von der oppositionellen Demokratischen Bürgerpartei (ODS) organisiert worden. Wie der Vorsitzende der Partei, Petr Fiala anführte, seien mehr als zwei Drittel der Tschechen gegen die europäische Gemeinschaftswährung. Mit der Petition solle die Regierung dazu gebracht werden, mit Brüssel eine Ausnahmegenehmigung auszuhandeln, damit Tschechien den Euro nicht einführen müsse, so Fiala.

Sowohl das Mitte-Links-Kabinett von Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) als auch Staatspräsident Miloš Zeman haben sich in den vergangenen Monaten für den Euro ausgesprochen. 

Das PolitgesprächPiraten entern Marienbad – „Wir wollen die jungen Leute zurückholen“

10-11-2014 17:16 | Annette Kraus

Vojtěch Franta (Foto: Offizielle Facebook-Seite der Organisation PechaKucha Mariánské Lázne) Es war eine der größten Überraschungen bei den jüngsten Kommunalwahlen: Im westböhmischen Mariánské Lázně / Marienbad holten die Piraten 21 Prozent und damit die meisten Stimmen. Der 29-jährige Vojtěch Franta hat als Parteiloser für die Piratenpartei kandidiert und wird am Mittwoch zum Bürgermeister gewählt. Vor welchen Problemen steht die neue Koalition in dem Kurort? Wie kann aus Marienbad, das unter der Abwanderung der Jugend leidet, und vom Ruhm der Vergangenheit zehrt, wieder ein kulturelles Zentrum werden? Antworten dazu im Politgespräch mit dem designierten Bürgermeister Vojtěch Franta.  mehr...

NachrichtenOberbürgermeister stehen in 23 von 26 statutarischen Städten fest

25-10-2014 19:17 | Markéta Kachlíková

Zwei Wochen nach den Kommunalwahlen besteht in den meisten größeren tschechischen Städten bereits eine Einigung über die neue Führung im Rathaus. In 23 von 26 sogenannten statutarischen Städten wurde der Oberbürgermeister schon bestimmt, zuletzt in der Nacht zum Samstag in České Budějovice / Budweis. Demnach stellt die Partei Ano die höchste Zahl der Rathauschefs, und zwar in acht Städten, gefolgt von den Sozialdemokraten mit sieben und von Unabhängigen mit fünf Rathauschefs. Mit jeweils einem Bürgermeister sind die Vereinigung Stan, die Bürgerdemokraten und die Kommunisten vertreten. Keine Einigung gibt es nur noch in Liberec / Reichenberg, Teplice / Teplitz und Most / Brüx. 

NachrichtenOpposition kritisiert Staatshaushaltsentwurf für 2015

22-10-2014 19:21 aktualisiert | Martina Schneibergová

Die Opposition hat am Mittwoch im Abgeordnetenhaus den Staatshaushaltsentwurf für 2015 kritisiert. Die Regierung erhöht der Opposition zufolge Ausgaben und streicht Investitionen. Der Vorsitzende der Bürgerdemokraten (ODS) Petr Fiala bezeichnete den Entwurf als typisch sozialistisch. Die konservative Partei Top 09 schlug dem Abgeordnetenhaus erfolglos vor, den Haushaltsentwurf an die Regierung zurückzuleiten. Finanzminister Andrej Babiš (Ano) hat den Staatshaushaltsentwurf verteidigt. 

NachrichtenFernsehrolle bringt Verteidigungsminister in Bedrängnis

21-10-2014 17:43 aktualisiert | Till Janzer

Verteidigungsminister und Schauspieler Martin Stropnický ist wegen seiner Fernsehrolle als Polizeiermittler Ivan Tomeček in die Kritik geraten. In der neuesten Folge der Serie „Kriminálka Anděl“ (Dienststelle Anděl) wird ein illegaler Opiumhandel aufgedeckt, in den Soldaten verwickelt sind. Für alle Angehörigen der Armee sei das „ein Schlag ins Gesicht“, kritisierte der Abgeordnetenhausvorsitzende Jan Hamáček (Sozialdemokraten) am Dienstag. Es sei unglaublich, dass sich der Minister dazu herablasse. Stropnický unterstrich, er sehe keinen Grund für eine Entschuldigung. Es habe sich nicht um einen realen Fall gehandelt, sondern um eine erfundene Geschichte, erklärte der 57-Jährige.

Der Politiker der liberalen Partei Ano steht seit Januar an der Spitze des tschechischen Verteidigungsressorts. Dreharbeiten absolviert er nach eigenen Angaben in seiner Freizeit. 

NachrichtenRegierungskoalition gewinnt Senatswahl – Wahlbeteiligung auf Rekordtief

18-10-2014 16:51 | Annette Kraus

Die regierende Mitte-Links-Koalition hat die Stichwahl zum Senat in Tschechien gewonnen. Nach Auszählung fast aller Stimmen holten die Sozialdemokraten (ČSSD) von Ministerpräsident Bohuslav Sobotka am Samstag zehn der 27 Wahlkreise. Mit nunmehr 33 statt vormals 41 Senatoren büßte die Partei jedoch die alleinige Mehrheit in der oberen Parlamentskammer ein. Die mitregierenden Christdemokraten (KDU-ČSL) kamen auf fünf Sitze, die Partei Ano von Vizepremier Andrej Babiš holte auf Anhieb vier Sitze. Damit verfügt die Regierungskoalition über eine Mehrheit von 46 Stimmen im 81 Mitglieder zählenden Senat. Die oppositionellen Bürgerdemokraten (ODS) und die Grünen (SZ) holten bei den Teilwahlen jeweils zwei Sitze. Neu bestimmt wurden wie alle zwei Jahre 27 der 81 Sitze im Senat. Die Wahlbeteiligung von knapp 17 Prozent ist ein neues Rekordtief in der Geschichte der Senatswahlen. 

NachrichtenViererkoalition regiert Pilsen – Sozialdemokrat folgt auf ODS-Bürgermeister

18-10-2014 15:10 | Annette Kraus

Pilsen / Plzeň wird zukünftig von einer Viererkoalition unter dem neuen Oberbürgermeister Martin Zrzavecký (ČSSD ) regiert. Nach einer Meldung der Presseagentur ČTK haben sich die Bürgerdemokraten (ODS), Sozialdemokraten (ČSSD), Christdemokraten (KDU-ČSL) und Bürgerpatrioten in der Nacht zum Samstag geeinigt. An der Spitze der viertgrößten Stadt Tschechiens löst der bisherige stellvertretende Oberbürgermeister Martin Zrzavecký (ČSSD) den Bürgerdemokraten Martin Baxa ab, obwohl die ODS in der Wählergunst vor den Sozialdemokraten lag.

Damit bleibt die Ano-Partei als Sieger der Kommunalwahlen außen vor. Sie hatte am vergangenen Wochenende 17,9 Prozent der Stimmen geholt. Die Bürgerdemokraten und Sozialdemokraten mussten mit 17,6 bzw. 16,5 Prozent der Wählerstimmen massive Verluste einstecken und können ihre bisherige Zusammenarbeit im Rathaus nur mit Hilfe der Christdemokraten und Bürgerpatrioten fortsetzen. 

TagesechoWahlen: Ano dominiert Großstädte, Sozialdemokraten punkten im Senat

13-10-2014 15:39 | Markéta Kachlíková

Foto: ČTK Tschechien hat gewählt. Bei den Kommunalwahlen am vergangenen Wochenende haben unabhängige Gruppierungen und Kandidaten die meisten Sitze in den Stadt- und Gemeindevertretungen gewonnen. Außerdem brachten die Wahlen Erfolge für die Parteien der Regierungskoalition.  mehr...

NachrichtenKommunalwahlen: Unabhängige Gruppierungen siegen

12-10-2014 10:59 | Till Janzer

Bei den tschechischen Kommunalwahlen haben unabhängige Gruppierungen und unabhängige Kandidaten die meisten Sitze in den Stadt- und Gemeindeversammlungen gewonnen. Auf dem zweiten Platz landeten den Sitzen nach die Christdemokraten(KDU-ČSL), gefolgt von den Sozialdemokraten (ČSSD) und den Kommunisten (KSČM).

Unabhängige holten 41.460 der über 60.000 Sitze in den Versammlungen. Sie legten damit um etwa 3000 zu gegenüber den letzten Wahlen von 2010. Die größten Verluste mussten hingegen die Bürgerdemokraten (ODS) hinnehmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,46 Prozent und damit um knapp drei Prozentpunkte niedriger als 2010. 

NachrichtenSenatswahlen: Sozialdemokraten vor Partei Ano und Christdemokraten

12-10-2014 10:43 | Till Janzer

Bei der ersten Runde der Teilwahl zum Senat in Tschechien hat die regierende Mitte-Links-Koalition die meisten Kandidaten durchgebracht. Die Sozialdemokraten (ČSSD) von Premier Bohuslav Sobotka schicken 19 Vertreter in die Stichwahl am kommenden Wochenende. Ihre Koalitionspartner, die Partei Ano von Finanzminister und Milliardär Andrej Babiš sowie die Christdemokraten (KDU-ČSL), brachten jeweils neun Vertreter durch. Die stärkste Oppositionskraft wurden die Bürgerdemokraten (ODS) mit sieben Kandidaten vor der Top 09 von Ex-Außenminister Karel Schwarzenberg mit vier Vertretern und zwei Kandidaten der Grünen. Keiner der Bewerber erhielt in der ersten Runde die absolute Stimmenmehrheit, um direkt in den Senat einzuziehen.

In den Teilwahlen zum Senat wurden 27 der 81 Sitze im Oberhaus des tschechischen Parlaments neu bestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,62 Prozent. 

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