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Tagesecho"Lidice - die Geschichte eines tschechischen Dorfes"
Die Geschichte des mittelböhmischen Dorfes Lidice ist weltweit bekannt: Die
Nazis rotten im Juni 1942 diese Gemeinde unter dem Vorwand aus, ihre
Bürger hätten mit den Attentätern von Reichsprotektor Reinhard Heydrich
zusammengearbeitet. Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht, Männer vor
Ort erschossen und Frauen und Kinder in KZs verschleppt. Diese Tragödie
wird in einem neuen Buch mit dem Namen "Lidice - die Geschichte eines
tschechischen Dorfes" aus einer neuen Perspektive geschildert.
Markéta Maurová stellt Ihnen das Buch vor.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteDie Zeitschrift "Vedem" in Theresienstadt
Unter den insgesamt rund 140.000 Insassen des Ghettos Theresienstadt waren
auch Tausende von Kindern. Viele von ihnen kamen bereits als Waisen in die
Stadt, andere wurden hier von ihren Eltern getrennt. Die Kinder und
Jugendlichen waren in besonderen Heimen untergebracht. In der ehemaligen
Schule von Theresienstadt befand sich ein Knabenheim für Jungen im Alter
von 10 bis 16 Jahren. Auf dem Dachboden wurden die Jungen heimlich
unterrichtet, in der Turnhalle fanden Theater und Konzerte statt, unter
anderem auch Aufführungen der Kinderoper Brundibar von Hans Krasa, aus der
sie heute Ausschnitte hören. Die Jungen von Heim 1 brachten sogar eine
eigene Zeitung heraus "Vedem" hieß diese, übersetzen kann man
dies als "wir führen, wir sind die ersten". Am 18. Dezember 1942
erschien die erste Ausgabe.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteHanas Koffer
Hanin kufrik - Hanas Koffer, so lautet der Titel eines Kinderbuches, das im
Oktober in Tschechisch erschienen ist. Das Buch erzählt eine lange, vor
allem traurige Geschichte, die in im Jahre 1931 in Mähren beginnt, über
Theresienstadt und Auschwitz nach Japan und Kanada im Jahre 2000 führt und
vielleicht doch so etwas wie ein Happy End hat. Zu Beginn der Geschichte
war ein Koffer, am Ende eine Radiosendung und ein Kinderbuch über das
kurze Leben eines jüdischen Mädchens aus Mähren.
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TagesechoVor 70 Jahren eröffnete Premysl Pitter das Milic-Haus in Prag
Am vergangenen Samstag fand im sogenannten "Milic-Haus" in Prag,
wo heute ein Kindergarten untergebracht ist, ein Fest anlässlich des 70.
Gründungstags einer Einrichtung statt, die eng mit der Persönlichkeit des
tschechischen Sozialpädagogen und Humanisten Premysl Pitter (1895-1976)
verbunden ist. Dieser setzte sich gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin
Olga Fierz während des Zweiten Weltkriegs für die Rettung jüdischer Kinder
ein. Nach dem Krieg errichteten sie in einigen Schlössern in der Umgebung
von Prag Erholungsheime sowohl für jüdische Kinder, die aus den
Konzentrationslagern zurückkehrten, als auch für deutsche Kinder, die sie
aus tschechischen Internierungslagern retteten.
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KultursalonKinderoper "Brundibar" wurde 60 Jahre nach ihrer Premiere wieder in Theresienstadt aufgeführt
"Brundibar". So lautet der Titel einer Kinderoper, die im
jüdischen Ghetto in Theresienstadt während der Nazi-Zeit über fünfzigmal
von jüdischen Kinder aufgeführt wurde. Einige der Kinderdarsteller von
damals kehrten vor kurzem nach Theresienstadt zurück, wo
"Brundibar" nach 60 Jahren wieder auf der Bühne zu sehen war.
Katrin Sliva war bei diesem Ereignis zugegen und lädt sie im nun folgenden
Kultursalon ein, ihr dorthin zu folgen:
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteDie Zerstörung von Lezaky
Das Schicksal des böhmischen Dorfes Lidice ist in aller Welt bekannt. Als
Vergeltungsakt für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor
Reinhard Heydrich war das kleine Dorf am 10. Juni 1942 vernichtet worden,
die Männer an Ort und Stelle erschossen, die Frauen und Kinder in
Konzentrationslager verschleppt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Lidice
zum internationalen Symbol des Freiheitskampfes gegen die
Nationalsozialisten. Lidice verschwand nicht von der Landkarte und im
Vergessen, wie es die deutschen Okkupanten verkündet hatten. Gleich nach
Kriegsende begann man mit dem Wiederaufbau. 145 Frauen und 17 Kinder kehrten
zurück und bezogen die neugebauten Häuser. Ein ganz anderes Schicksal hatte
dagegen das kleine ostböhmische Dorf Lezaky.
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TagesechoErinnerung an tschechoslowakische Fallschirmspringer von 1942
Vor 60 Jahren, am 18. Juni 1942, sind die tschechoslowakischen
Fallschirmspringer Jan Kubis und Jozef Gabcik gestorben, die sich am
Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich
beteiligt hatten. Aus diesem Anlass wurde in Prag am Dienstag ein Pietätakt
veranstaltet. Markéta Maurová berichtet.
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TagesechoGedenkfeier in Lidice
Im mittelböhmischen Dorf Lidice wurde heute Vormittag der Tragödie vor 60 Jahren gedacht. Als Vergeltungsakt für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich wurde dieses Dorf am 10. Juni 1942 dem Boden gleichgemacht, seine Männer erschossen und Frauen und Kinder in KZs verschleppt. Für Radio Prag war Katrin Bock bei der Gedenkfeier zugegen, mit der Markéta Maurová telephonisch gesprochen hat.
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TagesechoViktor Fischl initiierte kurz nach der Vernichtung der Gemeinde Lidice die Entstehung eines britischen Films über das Dorf
Vor 60 Jahren, am 10. Juni 1942 wurde die Gemeinde Lidice bei Kladno von den Nazis dem Boden gleichgemacht 173 Männer wurden hingerichtet, die Frauen wurden in Konzentrationslager gebracht, dort starb auch die Mehrheit der Kinder aus Lidice. Der brutale Racheakt der Nazis erweckte weltweit Reaktionen. Vor einigen Tagen wurde in Tschechien zum erstenmal ein britischer Dokumentarfilm über Lidice gezeigt, der bereits 1942 auf Initiative des Schriftstellers Viktor Fischl gedreht wurde.
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