Kaiser Karl IV.

Karl IV. – der größte Tscheche

Besonders in Tschechien und Deutschland wird in diesem Jahr an Karl IV. erinnert. Anlass ist der 700. Geburtstag des römisch-deutschen Kaisers und böhmischen Königs. Besonders verdient hat sich der Herrscher aus dem Geschlecht der Luxemburger um den Aufschwung der Böhmischen Länder gemacht, deswegen gilt er als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der tschechischen Geschichte. Radio Prag hat zum Geburtstag des „Größten Tschechen“ eine Reihe von Beiträgen erstellt, die das Leben, Karls Regentschaft, die Entwicklung Prags bzw. des ganzen Landes ins einer Zeit und die Beziehungen nach Bayern betreffen.

Karlsbrücke










Die Karlsbrücke ist die zweitälteste erhaltene Brücke in der Tschechischen Republik und die älteste bestehende Brücke über die Moldau. Bereits seit 1402 verbindet sie bereits die gegenüberliegenden Flussufer in Prag, also die Altstadt und die Kleinseite. Ihren Bau ordnete der böhmische König Karl IV. im Jahr 1357 an. Die Karlsbrücke sollte damals die Judith-Brücke ersetzen, die ungefähr am selben Ort gestanden hatte und vom Frühjahrshochwasser mitgerissen worden war.

Prager Neustadt

Foto: Václav Velíšek, CC BY-SA 3.0Foto: Václav Velíšek, CC BY-SA 3.0









Kaum eine andere Persönlichkeit hat das Antlitz von Prag so geprägt wie er: Karl IV. verwandelte die Stadt an der Moldau in ein blühendes Zentrum des Handels, der Kultur und der Bildung. Prag sollte eine repräsentative Metropole des Heiligen Römischen Reichs sein. Deswegen wurde auf dem Hradschin intensiv gebaut. Im Schatten dieses Vorhabens steht aber die Gründung der Prager Neustadt durch Karl IV.

Karlsuniversität










Genau am 7. April 1348 hat der Böhmische König und römisch-deutsche Kaiser, Karl IV., die historische Urkunde über die Gründung der ältesten Universität in Mitteleuropa unterzeichnet. Sie zog Studenten nicht nur aus Böhmen, sondern auch aus Sachsen, Bayern und anderen Gebieten des damaligen Reiches an. Die historischen Ereignisse im Lande sowie die gesamteuropäische Entwicklung haben im Laufe der Jahrhunderte auch das Schicksal dieser traditionsreichen Hochschule geprägt.

Kaiser Karl IV.










Kaum eine historische Persönlichkeit verbindet die Tschechen und Deutschen mehr als Karl IV. Der böhmische König und römisch-deutsche Kaiser wählte Prag zu seinem Sitz. Die Tschechen bezeichnen ihn seit Jahrzehnten als „Vater des Vaterlandes“, und vor wenigen Jahren haben sie ihn in einer großen Umfrage zum „größten Tschechen“ gewählt. Anlässlich des 700. Geburtstags von Karl IV. ein kleines Porträt des mittelalterlichen Herrschers.

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