Rubrikenarchiv Umwelt und Verbraucher
Viel Gemeinsames und eine deutliche Meinungsverschiedenheit über den Elbausbau – Sachsens Landwirtschaftsminister Kupfer in Prag
Bereits seit Jahren arbeiten Tschechien und Sachsen eng zusammen. Nach dem
Besuch von Ministerpräsident Tillich im vergangenen Herbst war am Montag
nun Sachsens Landwirtschafts- und Umweltminister Frank Kupfer (CDU) in Prag
zu Gast. In den Gesprächen mit Tschechiens Landwirtschaftsminister Ivan
Fuksa (ODS) herrschte in beinahe allen Punkten totale Übereinstimmung: in
der Sorge über die Reform der EU-Landwirtschaftspolitik ebenso wie in der
Freude über die gute Kooperation beim grenzüberschreitenden
Hochwasserschutz. Den in Tschechien nach wie vor geplanten Bau von
Staustufen an der Elbe bewertet man in der Dresdener Staatskanzlei
allerdings sehr skeptisch.
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Wo steht Tschechien? Fünfjahres-Bericht über die Umwelt in Europa
Alle fünf Jahre gibt die Europäische Union einen großen vergleichenden
Bericht über den Zustand der Umwelt in den Mitgliedsstaaten heraus. Im
Dezember wurde der Bericht, der von der Europäischen Umweltagentur
erstellt wurde, auch in Prag vorgestellt – mit Erkenntnissen über die
Entwicklungen bei Natur und Umwelt in Tschechien. mehr...
Wohin mit dem Müll? Wiederverwerten, deponieren oder verbrennen?
3,2 Millionen Tonnen Hausmüll fallen pro Jahr in Tschechien an. Allen
Bemühungen zur Mülltrennung zum Trotz landet der Großteil davon auf der
Müllkippe. Doch viele Deponien sind randvoll und die EU schränkt die
Möglichkeiten zur Deponierung von unbehandeltem Restmüll immer weiter
ein. Wohin also mit all dem Mist? Eine Lösung ist die Verbrennung des
Mülls. Und die will Tschechien in Zukunft stärker nützen. Doch gegen die
Errichtung der Müllöfen laufen zahlreiche Anwohner und auch einige
Lokalpolitiker Sturm. mehr...
Tschechischer Grabenkrieg um ein Endlager für den Atommüll
Proteste gegen den Castor-Transport im Wendland – jeder kennt die Bilder
aus den vergangenen Wochen. In Tschechien ist es noch nicht so weit. Vor
allem fehlt bisher überhaupt eine Atommülllagerstätte außerhalb der
beiden Atomkraftwerke des Landes. Immerhin wurde die Suche nach einem
geeigneten Ort für ein Endlager bereits aufgenommen. Doch der Staat hat
bereits jetzt Bürger und Gemeinden mit seinem Vorgehen gegen sich
aufgebracht.
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„Schlaue Lösungen für die Umwelt“ – Ministerium und Akademie der Wissenschaften suchen nach Nachwuchs-Erfindern
„Schlaue Lösungen für die Umwelt“. Unter diesem Slogan haben das
tschechische Umweltministerium und die Akademie der Wissenschaften einen
Wettbewerb für Nachwuchs-Erfinder ausgeschrieben. Gemeinsam mit der
Wirtschaft wollen die beiden Institutionen die besten Innovationen im
Umweltschutz auszeichnen und für ihre Umsetzung sorgen. Dieser Wettbewerb
kann durchaus auch als Sinnbild für den Paradigmenwechsel im tschechischen
Umweltministerium verstanden werden.
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Sicherheit im Dschungel der Gütesiegel: Regierungsprogramm „Česká kvalita“
Seit acht Jahren gibt es „Česká kvalita“, auf Deutsch „tschechische
Qualität“. Gemeint ist damit ein Programm der tschechischen Regierung,
um die Zertifizierung von Produkten auf dem tschechischen Markt zu
begutachten. Vergangene Woche wurden im Rahmen des Regierungsprogramms
einmal mehr die Jahrespreise an Firmen verliehen, die besonders gute
Produkte herstellen. Doch die Verbraucher scheinen davon nichts
mitzubekommen, mit dem Begriff „Česká kvalita“ können sie kaum etwas
anfangen.
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Landwirtschaftskammer und Lebensmittelhandel fördern Biowein
Biolebensmittel erfreuen sich hierzulande immer größerer Beliebtheit.
Dennoch hat Tschechien im Vergleich zu seinen Nachbarländern Deutschland
und Österreich noch einiges aupressefzuholen. Die tschechische
Landwirtschaftskammer will das nun ändern und hat dazu eine Kooperation
mit einer Handelskette geschlossen. Neu in den Regalen dieser
Supermarktkette steht auch mährischer Biowein.
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Hustende Kinder und der Kampf gegen den Smog in Mährisch Schlesien
Seit vergangener Woche ist es wieder soweit: Im Mährisch-schlesischen
Kreis herrscht Smog-Warnung. Am Montagmorgen beispielsweise sind an allen
Orten die Grenzwerte für die Feinstaubkonzentration überschritten worden,
und das teilweise um das Doppelte. Es ist Herbst und die Menschen in der
Gegend erinnern sich nur mit Unbehagen an den vergangenen Winter, als der
Smog das Atmen in dieser Gegend wochenlang schwer machte. Bessere Luft für
Nordmähren, das versprechen Politker nun schon seit Jahren. Der neue
Umweltminister Pavel Drobil hat dies zu einer der Prioritäten seines
Programms gemacht. mehr...
Mit dem Fahrrad in die Arbeit? In Prag lebensgefährlich!
In der vergangenen Woche stand Prag wie viele andere europäische und
tschechische Städte auch ganz im Zeichen der „Europäischen Woche der
Mobilität“. Neben Präsentationen über den öffentlichen Nahverkehr
stand einmal mehr der Radverkehr ganz im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Radfahren gilt in Prag und in Tschechien zwar als äußerst beliebte
Freizeitbeschäftigung. Als Transportmittel von A nach B aber wird das
Fahrrad kaum benutzt. Die Prager Stadtverwaltung hat zwar in jüngster Zeit
viel Geld investiert, um das Radfahren attraktiver zu machen. Trotzdem sind
Radfahrer im alltäglichen Stadtverkehr kaum zu sehen.
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Bioboom in Tschechien – auch am Stadtrand von Prag
Bauernmärkte in Prag und anderen Städten, der Verkauf vom Hof und weitere
Formen der Direktvermarktung: Die Tschechen haben ihre Liebe zu frischen
landwirtschaftlichen Produkten entdeckt. In diesem Sog schwimmt auch der
Ökolandbau. Noch nie gab es so viele Biobauern in Tschechien wie heute.
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