Rubrikenarchiv Tagesecho
Tschechien protestiert gegen Schweizer Zuwanderungsquote
Der Schweizer Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, die Zuwanderung aus
acht neuen EU-Mitgliedsländern zu beschränken. Die Regelung soll bereits
zum 1. Mai in Kraft treten und vorerst ein Jahr gelten. Die Einführung
einer solchen Zuwanderungsquote, Ventilklausel genannt, beruht auf einem
Übereinkommen mit der EU. Sie darf bei einem „außerordentlichen
Ansturm“, wie es heißt, angewendet werden. Denn eigentlich gilt
ansonsten zwischen den 25 EU-Staaten, ohne Bulgarien und Rumänien, und der
Schweiz die Personenfreizügigkeit. Die jetzige Anwendung der Ventilklausel
hat aber zu scharfer Kritik aus der EU und aus den betroffenen Ländern
geführt, darunter auch Tschechien. mehr...
Pardubice jubelt: Eishockeyteam holt sechsten Meistertitel
Die tschechischen Eishockeyfans dürfen sich nun schon auf die
bevorstehende Weltmeisterschaft freuen. Denn die Spiele der
Eishockey-Extraliga gingen am Donnerstag zu Ende. Der neue Meister heißt
Pardubice / Pardubitz. In der ausverkauften Kajot-Arena in Brünn setzten
sich die Eishockeycracks aus der ostböhmischen Lebkuchenstadt gegen den HC
Kometa Brünn durch. Im sechsten Finalspiel besiegte Pardubice die
Gastgeber mit 5:1 und gewann die Finalserie mit 4:2. mehr...
Petition gegen religiöse Intoleranz als Reaktion auf Hasspredigt
Der 19. April ist Yom ha Shoah: Der jüdische Gedenktag an die Shoah und an
das Heldentum. Am Vorabend des Gedenktags wurde an einigen Orten
Tschechiens der Opfer der Shoah gedacht. Vertreter einiger christlicher und
jüdischer Organisationen überreichten zudem dem Petitionsausschuss des
Abgeordnetenhauses am Mittwoch eine Petition gegen Rassenhass und
religiöse Intoleranz. Entstanden ist sie als Reaktion auf die
hasserfüllten Aufrufe eines Brünner moslemischen Predigers. mehr...
Abtrünnige oder VV-Partei – Premier Nečas in der Zwickmühle
Die Regierungskoalition steht vor einer Zerreißprobe. Grund ist der
kleinste Partner des Drei-Parteien-Bündnisses, die Partei der
öffentlichen Angelegenheiten (VV). Eine ihrer Führungspersönlichkeiten,
Vizepremierministerin Karolína Peake, hatte sich am Dienstag entschlossen,
ihre Partei und ihre Fraktion zu verlassen, mit weiteren Abtrünnigen eine
eigene Partei zu gründen und die Arbeit der Regierung fortzuführen.
Premier Petr Nečas muss nun entscheiden, mit wem er weiterarbeiten will. mehr...
Frühwerk der Abstraktion: Rekordpreis für Kupkas „Form in Blau“
In den letzten Jahren erzielen die Werke tschechischer Künstler immer
höhere Preise bei Auktionen. Es handelt sich vor allem um Bilder moderner
Malerei aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Am
Mittwochabend wurde der alte Rekord geknackt, und zwar bei der
Versteigerung des abstrakten Gemäldes „Form in Blau“ von František
Kupka. mehr...
Koalition am Scheideweg: Entweder mit starker Peake-Plattform oder Neuwahlen
Nach der jüngsten Krise im Kabinett Nečas hatten sich die drei Parteien
der Regierungskoalition gleich nach Ostern hoch und heilig versichert, nun
endlich kooperativ und ohne größere Misstöne zusammenzuarbeiten. Doch
der ausgerufene Burgfriede währte nur eine Woche. Am Dienstag verkündete
die Vizepremierministerin und Vizechefin der kleinsten Regierungspartei,
der Partei der öffentlichen Angelegenheiten (VV), Karolína Peake, sie
werde aus ihrer Partei austreten. Mit ihr traten noch weitere Abgeordnete
der VV-Fraktion aus, mit denen Peake eine neue politische Plattform
gründen will. Die offensichtliche Spaltung der VV-Partei gefährdet jetzt
aber die Mehrheit der Koalition im Abgeordnetenhaus. mehr...
In den Denkmalschutz investiert: Uherské Hradiště ist historische Stadt des Jahres
Tschechien kann mit alten Stadtkernen nur so wuchern. Die Wahl zur
historischen Stadt des Jahres ist daher immer eine enge Sache. Dieses Mal
gab es zudem eine Rekordzahl an Bewerbern. Aber siegen konnte nur einer. mehr...
Regierung will Weinsteuer einführen, Winzer sind dagegen
Eine der Sparmaßnahmen – oder besser: eine der neuen Einnahmequellen
für den Staat – soll eine spezielle Steuer auf Wein sein. Gemeint ist
der so genannte stille Wein, der im Gegensatz zum Schaumwein bisher nicht
besteuert wird. Die Gesetzesvorlage dazu soll demnächst ins Parlament
eingebracht werden. Die Idee von Finanzminister Kalousek ist dabei auch,
über bestimmte Ausnahmen von der Steuer die tschechischen Winzer vor der
ausländischen Konkurrenz zu schützen. Doch die Winzer befürchten, dass
das Gegenteil der Fall sein wird. mehr...
Das 12. „goEast“-Filmfestival: osteuropäischer Film in Wiesbaden
Der „Abgang“ von Václav Havel oder der polnische Streifen „Schwarzer
Donnerstag“ – am Mittwoch startet das Filmfestival „goEast“ in
Wiesbaden in seinen zwölften Jahrgang. Noch bis zum 24. April werden dann
im Rhein-Main-Gebiet bekannte und weniger bekannte osteuropäische Filme zu
sehen sein. mehr...
Streit verschärft sich: Tschechien wirft Polen schlechte Informationspolitik zu Lebensmitteln vor
Tschechien und Polen sind Nachbarländer, die sich ziemlich gut verstehen
– und das nicht nur sprachlich. Ab und zu gibt es aber auch Probleme und
dann knirscht es gewaltig in der Zusammenarbeit. Ein solches Problem wird
jetzt mehr und mehr zum Zankapfel, auch weil sich die polnische Seite
bisher nur wenig kooperativ zeigt. Es geht um die jahrelange Beimengung von
Industriesalz in polnischen Lebensmitteln. Polen hat diesen Skandal zwar
zugegeben, die tschechische Seite aber immer noch nicht detailliert
darüber informiert. Deshalb will Landwirtschaftsminister Petr Bendl im
Rahmen der EU durchsetzen, dass Tschechien die Einfuhr von Lebensmitteln
aus Polen stoppen kann. mehr...
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