Rubrikenarchiv Tagesecho
Er war der Zeit voraus - neuer Bildband über Architekt Josef Gočár
Er war der größte tschechische Architekt des 20. Jahrhunderts. Dies ging
aus einer Umfrage hervor, die vor kurzem hierzulande unter Architekten
durchgeführt wurde. Josef Gočár war jedoch nicht nur Architekt, sondern
auch Stadtplaner und Pädagoge. Erst jetzt, 65 Jahre nach seinem Tod, ist
ein umfangreicher Bildband erschienen, in dem Gočárs Schaffen
vollständig dargestellt wird. mehr...
Deutsche Kliniken locken tschechische Ärzte mit Vierfachem des Gehalts
Normalerweise wird zum Jahresausklang immer etwas gefeiert. In diesem Jahr
aber mit Sicherheit nicht im tschechischen Gesundheitswesen, wo sich die
Situation immer mehr zuspitzt. Es zeigt sich nämlich, dass die Kampagne
der Ärztegewerkschafter „Danke, wir gehen“ keine leere Phrase ist. Im
Gegenteil: Bis zum Mittwochmorgen hatten bereits 3650 der 16.000
tschechischen Krankenhausärzte ihre Kündigung dem Arbeitgeber zugestellt.
Eine Tatsache, die auch Gesundheitsminister Leoš Heger zunehmend nervöser
werden lässt. mehr...
Dunkle Wässer: Trotz Übergangsfrist fehlen weiter Kläranlagen in Tschechien
Ende Dezember läuft für Tschechien eine Frist der Europäischen
Kommission aus. Es geht um die so genannte Richtlinie zur Behandlung von
kommunalem Abwasser. Die Richtlinie schreibt vor, dass alle Gemeinden ab
2000 Einwohnern an die Kanalisation und eine Kläranlage angebunden sein
müssen. 2005 trat diese Vorschrift in Kraft, doch Tschechien hatte sich
fünf Jahre Zeit zur Umsetzung erbeten. Nicht alle Gemeinden werden indes
die Frist einhalten können. Und das betrifft selbst Prag als größte
Stadt des Landes.
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Volkskultur des nuklearen Zeitalters im Ethnographischen Museum
Was passierte mit der Volkskultur nach dem Verschwinden der Volkstrachten,
der handgemalter Keramik und der mündlich verbreiteten Volksmärchen? Ist
die Folklore verschwunden, nachdem die Leute aus den Bauernhäusern in die
Mietshäuser und die Plattenbausiedlungen umgezogen waren? Die Antwort auf
diese Fragen bietet die Ausstellung, die vor kurzem in der ethnografischen
Abteilung des Prager Nationalmuseums, im Musaion eröffnet wurde.
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Ärzte gehen - Gesundheitsminister will Krankenhäuser umwandeln anstatt schließen
Für viele tschechische Krankenhäuser und damit aber auch für
Gesundheitsminister Leoš Heger ist die Woche der Wahrheit angebrochen.
Denn bis zum 31. Dezember werden die Ärzte, die gegen zu niedrige Löhne
und Überstunden protestieren, ihre Kündigungen einreichen. Danach wird
gezählt, wie viele der Ärzte sich der Gewerkschaftskampagne „Danke, wir
gehen“ angeschlossen haben. Minister Heger verkündet indes schon jetzt
seine Vorstellungen, wie die Folgen der Massenkündigungen aufgefangen
werden könnten. mehr...
Die Krise der schwarzen Glücksbringer
Wer einmal zur kalten Winterzeit in Tschechien auf dem Land ist und sieht,
wie die Schornsteine der Häuser die kleinen Täler zuqualmen, der denkt:
Hier muss ein anderer Brennstoff als Kohle her, und der Schornsteinfeger
muss mal ordentlich ans Werk. Aber: Gerade Schornsteinfeger machen sich in
Tschechien rar. Es gibt zu wenige von ihnen; mancherorts wartet man ein
Viertel Jahr auf den schwarzen Glücksbringer. Und ab Januar schreibt das
Gesetz zudem mehr Kontrollen vor. mehr...
Finanzminister schlägt Alarm: Umfrage enlarvt Tschechen als „finanzielle Analphabeten“
Schockierend, so nennt Finanzminister Miroslav Kalousek die Ergebnisse
einer Umfrage seines Ressorts zusammen mit der Nationalbank. Denn
herausgekommen ist: Die meisten Tschechen sind finanzielle Analphabeten.
Das will der Finanzminister nun dringend ändern.
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Opfer der Regierungskrise? Oberster Polizeichef tritt zurück
Die Mitte-Rechts-Koalition und Premier Nečas haben die Regierungskrise und
das von der Opposition für Dienstag angesetzte Misstrauensvotum mit einem
blauen Auge überstanden. Wir haben berichtet. Dennoch scheint der durch
eine Korruptionsaffäre ausgelöste Streit zwischen den Koalitionspartnern
nun ein prominentes Opfer gefordert zu haben: Der oberste Polizeichef des
Landes, Polizeipräsident Oldřich Martinů hat unter Tränen seinen
Rückzug erklärt.
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Prager Bethlehemkapelle: „Gläserne Weihnachten“ versetzen Besucher in frühere Zeiten
Gemütsruhe, Innehalten, frohes Staunen - gibt es das heutzutage in der
Adventszeit überhaupt noch? Oder herrschen der Stress vor wegen der
Geschenke, das Jingle-Bells-Gedudel in den Geschäften und das Wetteifern
beim Haus- und Vorgartenverzieren mit üppigen Lichterketten? Solche Fragen
stellen sich in dieser besonderen Zeit immer mehr Menschen, und die Antwort
muss jeder für sich suchen: zum Beispiel an einem Ort, an dem man sich
manch schönes Weihnachtserlebnis ins Gedächtnis rufen lassen kann. Und
nicht nur das. So ein Ort besteht dieser Tage im Kellerraum der Prager
Bethlehemkapelle. Dort findet bis zum 3. Januar findet eine Ausstellung
unter dem Titel „Gläserne Weihnachten“ statt.
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Geheimverhandlungen auf der Burg lösen Regierungskrise
Die in der vergangenen Woche aufgeflogene Korruptionsaffäre im staatlichen
Umweltfonds hat die Mitte-Rechts-Koalition von Premier Nečas in eine
schwere Krise gestürzt. Wir haben berichtet. Am späten Dienstagabend
musste sich die Regierung nun einem Misstrauensvotum im Abgeordnetenhaus
stellen. Und hat es überstanden. Entscheidenden Anteil daran hatte
Staatspräsident Klaus, der die Wogen zwischen den Koalitionsparteien
geglättet hat.
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