Rubrikenarchiv Tagesecho

Massengrab bei Dobronín: Auch anthropologische Untersuchung lässt viele Fragen offen

06-12-2010 16:35 | Till Janzer

Im Mai 1945, nach Kriegsende, sollen nahe des Ortes Dobronín / Dobrenz auf der Böhmisch-mährischen Höhe deutsche Zivilisten ermordet worden sein. Obwohl das mutmaßliche Massaker gut 65 Jahre her ist, hatte im Sommer die Kriminalpolizei aus Jihlava / Iglau Ermittlungen aufgenommen. Das mögliche Massengrab wurde ausgehoben, Knochenreste wurde gefunden. Radio Prag hatte damals ausführlich berichtet. Nun sind erste Ergebnisse aus den Untersuchungen der Knochenreste bekannt geworden.  mehr...

Verhärtete Fronten: Der Streik kommt

06-12-2010 16:35 | Christian Rühmkorf

Mehr als die Hälfte aller Tschechen unterstützt einen Generalstreik im öffentlichen Dienst, wie eine aktuelle Umfrage ergab. Alles deutet darauf hin, dass am kommenden Mittwoch zumindest ein Großstreik stattfinden wird. Denn die Regierung lässt voraussichtlich nicht von ihrem Beschluss ab, die Lohnkürzungen von zehn Prozent im öffentlichen Sektor umzusetzen.  mehr...

Wintereinbruch sorgte einmal mehr für Verkehrskollaps

03-12-2010 15:58 | Daniel Kortschak

Lkws blokieren Straßen (Foto: ČTK) Wie in ganz Mitteleuropa hatte auch Tschechien in den vergangenen Tagen mit großen Neuschneemengen zu kämpfen. Von Montag bis Donnerstag fielen in Prag und Nordböhmen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, auch in Westböhmen liegen über 20 Zentimeter Schnee. Was Wintersportler und Skiliftbetreiber frohlocken lässt, bereitete Autofahrern und Bahnreisenden erhebliche Schwierigkeiten. Daniel Kortschak informiert.  mehr...

Fußball-Europaliga: Sparta Prag nach Remis in Palermo eine Runde weiter

03-12-2010 15:58 | Lothar Martin

Foto: ČTK In Tschechien ist es eisig kalt, im europäischen Süden aber schien für einige Tschechen am Donnerstag die Sonne. Und das gleich im doppelten Sinne, denn die Fußballer von Sparta Prag konnten sich auf Sizilien durch ein 2:2 beim US Palermo für die dritte Runde der Europaliga qualifizieren. Das ist Balsam für die Nerven der zuletzt so erfolglosen tschechischen Fußballer und die ihrer Fans.  mehr...

Richter dürfen ihre kommunistische Vergangenheit nicht mehr geheim halten

02-12-2010 16:00 | Martina Schneibergová

Die Gerichte dürfen vor den Bürgern die kommunistische Vergangenheit der einzelnen Richter nicht mehr geheim halten. Die einstige Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei ist keine Privatsache und für die heutige richterliche Tätigkeit durchaus von Relevanz. Das geht aus dem jüngsten Urteil des Verfassungsgerichts hervor.  mehr...

Kampf gegen Gewalt in Stadien: Richtung stimmt, Effizienz noch nicht

02-12-2010 16:00 | Lothar Martin

Auch in Tschechien ist Fußball ein Dauerthema. Am Mittwoch wurde sogar bei der Sitzung der tschechischen Regierung über Fußball diskutiert. Nicht aber über die Tabellenränge oder Chancen einzelner Ligateams, sondern über die Gewalt, die zuweilen immer noch in tschechischen Stadien zu sehen ist. Allerdings schon weit weniger als noch vor zwei Jahren, meinte Innenminister Radek John, als er dem Kabinett seinen entsprechenden Bericht vorlegte.  mehr...

„Es spricht Johannes Urzidil“ – historische Aufnahmen von Radio Bremen

01-12-2010 16:53 | Christian Rühmkorf

Johannes Urzidil Johannes Urzidil – der Todestag des deutsch-böhmischen Schriftstellers jährte sich am 2. November zum 40. Male. Weit weg von Prag, im Rundfunkarchiv von Radio Bremen nämlich, wurden einmalige Interview-Aufnahmen mit Urzidil gefunden, diesem Repräsentanten einer Prager Kulturszene, die von den Nazis ausgelöscht wurde. Johannes Urzidil wurde 1896 in Prag geboren, floh 1939 vor den Nazis zunächst über Italien nach England, und seit 1941 lebte er in den USA. Die Archivaufnahmen stellten die Radio-Bremen-Redakteure Libuše Černá und Michael Augustin im Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren vor. Nach der Veranstaltung sprach Christian Rühmkorf mit Michael Augustin.  mehr...

Wahl unter lautstarkem Protest: Prag hat einen neuen Oberbürgermeister

01-12-2010 16:53 | Daniel Kortschak

Bohuslav Svoboda (Foto: ČTK) Am 15. und 16. Oktober haben die Bürger in ganz Tschechien neue Stadt- und Gemeinderäte gewählt. So auch in der Hauptstadt Prag, die Stadt und Landkreis zugleich ist. Und das Ergebnis fiel eindeutig aus: Die Prager haben die bisher mit absoluter Mehrheit allein regierende Demokratische Bürgerpartei (ODS) abgewählt. Mit nur 23,1 Prozent der Stimmen landete die Partei auf Platz zwei, deutlich hinter dem Wahlsieger TOP 09, die 30,3 Prozent erreicht hat. Ein klarer Auftrag für den TOP-09-Spitzenkandidaten und ehemaligen Nationalbankchef Zdeněk Tůma, der mit dem Anspruch angetreten war, den Korruptionssumpf im Prager Rathaus trockenzulegen. Doch es kam anders: Nach zähen und von persönlichen Vorwürfen geprägten Verhandlungen schloss die ODS in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine Koalition mit den Sozialdemokraten. Wir haben berichtet. Am Dienstag wurde nun der Spitzenkandidat der ODS, der 66-jährige Gynäkologe Bohuslav Svoboda, zum neuen Prager Oberbürgermeister gewählt. Die Wahl verlief allerdings mehr als turbulent.  mehr...

Minister John fordert Rücktritt von Polizeichef Martinů – Premier Nečas greift ein

30-11-2010 15:18 | Lothar Martin

Oldřich Martinů Bisher war die Regierung von Premier Nečas vor allem dadurch aufgefallen, dass sie an allen Ecken und Enden des Haushalts sparen will. Vor dem Hintergrund der Griechenland-Krise und der angespannten Haushaltslage in weiteren EU-Ländern will sie alles dafür tun, dass ein solches Szenario in Tschechien nie eintreten wird. In dieser Frage ziehen alle Minister an einem Strang. Umso bemerkenswerter war am Montag der Soloauftritt von Innenminister Radek John: Vor laufenden TV-Kameras forderte er den Rücktritt von Polizeichef Oldřich Martinů. Ohne vorherige Absprache mit dem Premier. Bahnen sich hier erste Zerwürfnisse in der Koalition an?  mehr...

Wikileaks: auch Dokumente aus Prager Botschaft veröffentlicht

30-11-2010 15:18 | Daniel Kortschak

US-Botschaft in Prag Vertrauliche Dokumente aus US-Botschaften in der ganzen Welt, die auf der Internetplattform „Wikileaks“ veröffentlicht wurden, sorgen für gehörigen Wirbel. Offengelegt wurden auch Depeschen aus der US-Botschaft in Prag.  mehr...

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