Rubrikenarchiv Tagesecho
Der Fall Robin P.: Was soll mit minderjährigen Mördern geschehen?
In einigen US-Bundesstaaten erwartete minderjährige Mörder noch vor
wenigen Jahren die volle Härte des Gesetzes. Erst 2005 hat der Oberste
Gerichtshof der USA die Todesstrafe für Täter, die zum Tatzeitpunkt
minderjährig waren, als verfassungswidrig untersagt. Doch was tun mit
minderjährigen Mördern, die mit dem Erreichen der Volljährigkeit wieder
uneingeschränkte Freiheit genießen. Diese Frage beschäftigt zurzeit
viele Menschen in Tschechien. Hunderttausende von Bürgern aus dem ganzen
Land protestieren mit einer Petition gegen die Freilassung von Robin P.
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Prag bereitet sich auf Obama und Medwedew vor
Am Donnerstag kommt es in Prag zu einem historischen Moment: US-Präsident
Barack Obama und sein russischer Amtskollege Dmitri Medwedew unterschreiben
in der tschechischen Hauptstadt einen neuen Vertrag zur Abrüstung von
Atomwaffen. Über Ostern haben beide Seiten weitere Details im Programm
bekannt gegeben. Zudem laufen die Vorbereitungen für die Sicherheit beider
Präsidenten während des Gipfeltreffens auf Hochtouren. Das Neueste in der
Zusammenfassung.
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Künstler setzen Richter und Staatsanwälte auf die Anklagebank und begehen Verfahrensfehler
Wie sollen sich die Tschechen mit der kommunistischen Vergangenheit ihres
Landes auseinandersetzen? Eine Frage, die immer wieder die Gemüter
erhitzt. Den jüngsten Beitrag zu dieser Diskussion lieferte nun die
Künstlergruppe „Pode Bal“ mit der Ausstellung „Malík Urvi II“ in
der Prager Galerie DOX.
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Dresdner Bibel: Die älteste tschechische Bibelübersetzung herausgegeben
Die älteste Übersetzung der Bibel in die tschechische Sprache ist unter
der Bezeichnung „Dresdner Bibel“ bekannt geworden. Der alttschechische
Text gehört zu den drei ältesten Übersetzungen der Bibel in eine
Nationalsprache in Europa. Die Übersetzung stammt aus der zweiten Hälfte
des 14. Jahrhunderts. Da der Text in der Königlichen Bibliothek in Dresden
aufbewahrt wurde, wird er die „Dresdner Bibel“ genannt. Die Bibel
erschien in einer kritischen Edition kurz vor Ostern im Prager
Academia-Verlag.
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In Tschechien leben alte Osterbräuche weiter
Veselé Velikonoce - Frohe Ostern wünscht man sich dieser Tage überall in
Tschechien. Das Fest ist für viele nach wie vor mit traditionellen
Bräuchen verbunden.
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„Komm mit uns das Grenzland aufbauen“ – Wiederbesiedlung der Sudetengebiete nach 1945
Es ist mit Sicherheit eines der komplexesten und umstrittensten Themen der
deutsch-tschechischen beziehungsweise der österreichisch-tschechischen
Nachkriegsgeschichte: die Vertreibung der Sudetendeutschen – oft
euphemistisch „Umsiedlung“ genannt - aus der damaligen
Tschechoslowakei. Der deutsche Historiker Andreas Wiedemann, der in Prag
lebt, befasst sich mit einem besonderen Aspekt dieser historischen
Begebenheit: der Wiederbesiedlung der von den vertriebenen
deutschsprachigen Einwohnern unfreiwillig verlassenen Gebiete. Der Titel
seines Buches „Komm mit uns das Grenzland aufbauen“ stammt von einem
kommunistischen Propagandaplakat. Über das Thema haben wir bereits
ausführlich berichtet. Nun haben wir mit dem Autor über Reaktionen auf
sein
2007 erschienenes wissenschaftliches Werk gesprochen. mehr...
Spejbl und Hurvínek im neuen Gewand – Theaterumbau vollendet
Auch wenn die beiden nicht so aussehen, sind sie schon hoch betagt: Die
Marionetten Spejbl und Hurvínek unterhalten das Publikum schon 80 Jahre
lang. Zu diesem Jubiläum bekam das international bekannte Duo ein
Geschenk: ein gründlich renoviertes Theaterhaus. Am 1. April haben sich
die beiden Hauptprotagonisten dem Publikum nach zwei Jahren wieder auf der
Bühne im Prager Stadtteil Dejvice vorgestellt.
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Eishockey-WM-Gastgeber Deutschland: Tschechiens Fans sorgen für Stimmung
Eishockey ist in Tschechien wirklich sehr populär. Deswegen können sich
die Anhänger des Spiels auch schnell über Niederlagen hinwegtrösten,
wenn eine neue Chance auch neuen Erfolg verspricht. Die erhalten die
Cracks, die in Vancouver enttäuschten, schon in gut fünf Wochen, wenn in
Deutschland die WM beginnt. Für die Eishockey-WM haben zwei Vertreter des
Gastgeberlandes am Mittwoch auch in Prag geworben.
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Mirek Topolánek tritt als ODS-Parteichef zurück
Seit Wochen gärt es in der Demokratischen Bürgerpartei (ODS). Vor dem
Hintergrund schlechter Umfragewerte vor den Parlamentswahlen Ende Mai stieg
der Druck auf Parteichef Mirek Topolánek zuletzt stark. Das Fass zum
Überlaufen brachten vor knapp zwei Wochen Topoláneks umstrittene
Äußerungen über Juden, Homosexuelle und die Kirche. Nach der
Veröffentlichung der aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate, die bei einem
Fotoshooting für ein Homosexuellen-Magazin gefallen sind, hagelte es
Rücktrittsforderungen auch aus den eigenen Reihen. Nach einem
stundenlangen Nervenkrieg legte Topolánek schließlich die Funktion des
Spitzenkandidaten zurück, blieb aber Parteichef. Vorerst, denn am
Donnerstag trat Topolánek auch von dieser Funktion zurück.
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Restaurierung der Karlsbrücke: hohe Geldstrafe für die Stadt Prag
Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 1357 zurück und sie hat schon so
manches Unglück heil überstanden: Kriege, Aufstände und verheerende
Hochwässer konnten sie nicht wirklich erschüttern. Die Rede ist von der
Prager Karlsbrücke. Nun ist DIE Sehenswürdigkeit schlechthin in der
tschechischen Hauptstadt aber in ihrer Existenz bedroht. Die seit 2007
laufende Sanierung habe an dem wertvollen Kulturdenkmal irreversible
Schäden angerichtet. Das behaupten zumindest die Denkmalschützer. Deshalb
ist der Prager Stadtmagistrat als Eigentümer der Brücke nun zu einer
hohen Geldstrafe verurteilt worden.
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