Rubrikenarchiv Tagesecho
Mirek Topolánek tritt als ODS-Parteichef zurück
Seit Wochen gärt es in der Demokratischen Bürgerpartei (ODS). Vor dem
Hintergrund schlechter Umfragewerte vor den Parlamentswahlen Ende Mai stieg
der Druck auf Parteichef Mirek Topolánek zuletzt stark. Das Fass zum
Überlaufen brachten vor knapp zwei Wochen Topoláneks umstrittene
Äußerungen über Juden, Homosexuelle und die Kirche. Nach der
Veröffentlichung der aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate, die bei einem
Fotoshooting für ein Homosexuellen-Magazin gefallen sind, hagelte es
Rücktrittsforderungen auch aus den eigenen Reihen. Nach einem
stundenlangen Nervenkrieg legte Topolánek schließlich die Funktion des
Spitzenkandidaten zurück, blieb aber Parteichef. Vorerst, denn am
Donnerstag trat Topolánek auch von dieser Funktion zurück.
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Restaurierung der Karlsbrücke: hohe Geldstrafe für die Stadt Prag
Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 1357 zurück und sie hat schon so
manches Unglück heil überstanden: Kriege, Aufstände und verheerende
Hochwässer konnten sie nicht wirklich erschüttern. Die Rede ist von der
Prager Karlsbrücke. Nun ist DIE Sehenswürdigkeit schlechthin in der
tschechischen Hauptstadt aber in ihrer Existenz bedroht. Die seit 2007
laufende Sanierung habe an dem wertvollen Kulturdenkmal irreversible
Schäden angerichtet. Das behaupten zumindest die Denkmalschützer. Deshalb
ist der Prager Stadtmagistrat als Eigentümer der Brücke nun zu einer
hohen Geldstrafe verurteilt worden.
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Eishockey-WM-Gastgeber Deutschland: Tschechiens Fans sorgen für Stimmung
Eishockey ist in Tschechien wirklich sehr populär. Deswegen können sich
die Anhänger des Spiels auch schnell über Niederlagen hinwegtrösten,
wenn eine neue Chance auch neuen Erfolg verspricht. Die erhalten die
Cracks, die in Vancouver enttäuschten, schon in gut fünf Wochen, wenn in
Deutschland die WM beginnt. Für die Eishockey-WM haben zwei Vertreter des
Gastgeberlandes am Mittwoch auch in Prag geworben.
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Trotz Einwände der Mitarbeiter: Historiker Pernes übernimmt Leitung des Instituts für das Studium totalitärer Regime
Historiker Jiří Pernes kann am 1. April die Leitung des Instituts für
das Studium totalitärer Regime übernehmen. Zwar kamen erst nach der
Entscheidung für den 61-Jährigen Auch umstrittene Taten aus seiner
Vergangenheit während des Kommunismus ans Licht. Trotzdem wird er nun
offiziell ins Amt eingeführt. Einige seiner zukünftigen Mitarbeiter haben
sich entschieden, ihren neuen Chef nicht zu akzeptieren.
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Zukunftsmusik: im Hochgeschwindigkeitszug von Prag nach Berlin
Nur rund 350 Kilometer trennen Prag von Berlin. Trotzdem dauert die
Bahnfahrt von der tschechischen in die deutsche Hauptstadt fast fünf
Stunden. Tschechien denkt nun an den Bau einer
Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke. Während Sachsen Unterstützung für
dieses kostspielige Vorhaben signalisiert, steht Berlin auf der Bremse.
Radio-Prag-Redakteur erläutert im Gespräch mit Patrick Gschwend die
Details.
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Frenštát pod Radhoštěm: Letzter Zug mit Sowjetsoldaten verließ die Stadt vor 20 Jahren
Vor 20 Jahren, genau am 26. März 1990, stand die im Ausland kaum bekannte
Kleinstadt Frenštát pod Radhoštěm im Nordosten des Landes im Fokus der
internationalen Medien. An diesem Tag haben die letzten sowjetischen
Soldaten, die Stadt verlassen. Nach Frenštát kamen sie im Januar 1969
nach der Niederschlagung des Prager Frühlings im Jahr zuvor. Ihr Aufgebot
zählte über 2000 Männer. Hinzu kamen noch ungefähr genauso viele
Familienangehörige. Am 26. März 2010 hat man sich in Frenštát bei einer
Veranstaltung an das historische Ereignis ihres Rückzugs erinnert.
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DTIHK-Umfrage: Tschechien verliert Spitzenrang als attraktivster Wirtschaftsstandort an Slowakei
Das vermeintliche Hauptkrisenjahr 2009 liegt hinter uns, die Talsohle ist
durchschritten und die Wirtschaften aller Länder hoffen nun, dass es
wieder aufwärts geht. Die gleiche Hoffnung wird auch in Tschechien gehegt,
und eine erste Antwort auf die Frage, wie optimistisch die Firmen bereits
wieder nach vorne schauen, gibt die aktuelle Konjunkturumfrage, die von der
Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) schon
traditionell im März durchgeführt wurde.
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Milliarden-Spritze für Krankenhäuser – Streit um die Verteilung
Wie fast überall in Europa fehlt auch in Tschechien Geld für das
Gesundheitssystem. Manche Krankenhäuser atmen sogar noch heute, 20 Jahre
nach der Wende, den Verfall aus der kommunistischen Zeit. Am Montag hat die
tschechische Regierung eine Finanzspritze für die unterfinanzierten
Einrichtungen beschlossen. Doch Kritik gibt es an der Auswahl der Kliniken.
Till Janzer berichtet.
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Aus nach 160 Jahren: Tschechische Post stellt Telegrammdienst ein
Viele von Ihnen wissen wahrscheinlich gar nicht, dass es diesen Dienst
heutzutage noch gibt: das Telegramm. Wer erinnert sich nicht an die
Glückwunschtelegramme zum Geburtstag oder die Genesungswünsche ans
Krankenbett. In Österreich zog sich die Telekom mit Ende 2005 aus dem
Telegrammgeschäft zurück, die Deutsche Post verschickt Telegramme nur
mehr im Inland. Nun geht auch in Tschechien eine Ära zu Ende.
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Über 8000 Läufer beim 12. Prager Halbmarathon am Start – Janzer: Letzte fünf Kilometer sind hart
Wer hierzulande gern Sport treibt, der hat besonders in Prag viele
Möglichkeiten. Darunter sind auch mehrere öffentliche Wettbewerbe, so wie
am vergangenen Samstag, als in der Moldaustadt der 12. Prager Halbmarathon
ausgetragen wurde.
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