Rubrikenarchiv Tagesecho
Zum Frühlingsbeginn: Tschechische Erfolge im Wintersport
Dem Kalender und dem Wetter nach hat der Frühling Einzug gehalten. Zeit
also für die Wintersportler, ihre Saison zu beenden. Und tschechische
Sportler waren dabei erfolgreich. Fast zu erwarten war der
Mehrkampf-Weltmeistertitel für die Eisschnellläuferin Martina
Sáblíková. Die Doppelolympiasiegerin von Vancouver verteidigte im
niederländischen Heerenveen ihren Titel vom Vorjahr. Am Wochenende
erreichten aber auch andere tschechische Wintersportler hervorragende
Platzierungen.
mehr...
Sozialdemokraten und Kommunisten? Paroubek bleibt undeutlich
Am Chef der tschechischen Sozialdemokraten scheiden sich hierzulande immer
wieder die Geister. Vor allem bei jungen Leuten hat es sich Jiří Paroubek
zum großen Teil verspielt. Neben vielen anderen Dingen wird ihm und seiner
Partei vorgeworfen, nicht genügend Abstand nach Linksaußen zu wahren.
Immerhin sind die Sozialdemokraten in vielen der 14 tschechischen Kreisen
Koalitionen mit den Kommunisten eingegangen. Nun hat Paroubek aber
ausgeschlossen, nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in zwei Monaten mit
den Kommunisten zusammenzugehen.
mehr...
Topolánek-Äußerungen sorgen für Skandal – Paroubek spielt antideutsche Karte
Es war ein Sonntag, an dem der Parteichef der ODS, Mirek Topolánek, ins
Schwitzen gekommen sein dürfte. Nicht etwa, weil er sich dem
Schwulenmagazin Lui für ein Interview inklusive Foto-Session zur
Verfügung gestellt hat. Sondern weil genau bei dieser Gelegenheit eine
inoffizielle Videoaufnahme mit verfänglichen Äußerungen des Ex-Premiers
an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Über den neuen Topolánek-Skandal
sprach Jitka Mládková mit Christian Rühmkorf.
mehr...
Streit um Kohlekraftwerk: Umweltminister Dusík tritt zurück
Das Kohlekraftwerk Prunéřov ist das größte Heizkraftwerk in Tschechien.
Es steht am Rande des Erzgebirges. In Prunéřov wird seit den 60er Jahren
Braunkohle verfeuert, mit der entsprechenden Belastung für die Luft in
Nordböhmen. Auch die Emissionen dieses Kraftwerks haben zum Waldsterben im
Erzgebirge beigetragen. Nun will der halbstaatliche tschechische
Energieriese ČEZ den zweiten der beiden Kraftwerksblöcke modernisieren.
Das Umweltministerium sollte das Modernisierungsvorhaben beurteilen. Das
Ergebnis: Umweltminister Dusík hat deswegen seinen Rücktritt aus der
Regierung eingereicht.
mehr...
Petr Uhl: „Ich bin sehr froh, dass Erika Steinbach den Karlspreis bekommt“
Petr Uhl – Jahrgang 1941 - ist Publizist und Bürgerrechtler, er ist
Demokrat und Europäer. Es gab Zeiten, da konnte man ihn mit Fug und Recht
als Ultralinken bezeichnen. Die Kommunisten haben Petr Uhl trotzdem oder
gerade deshalb insgesamt neun Jahre ins Gefängnis gesteckt. Er war
Mitverfasser der Charta 77; ebenso mit Václav Havel hat er ein Jahr
später das „Komitee zur Verteidigung zu Unrecht Verfolgter“
gegründet. Bis heute ist Uhl seinen linken Überzeugungen treu geblieben.
Und für manchen Deutschen - erst recht aber für viele Tschechen - ist es
daher umso schwieriger zu verstehen, dass sich Petr Uhl intensiv für die
Verständigung mit den Sudetendeutschen einsetzt. 2008 hat er dafür den
„Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen“ bekommen. Am Donnerstag
wurde bekannt, wer den Karlspreis 2010 bekommen wird. Darüber sprach
Christian Rühmkorf kurz nach der Bekanntgabe mit Petr Uhl.
mehr...
Ärztekammer entschuldigt sich für Schikanierung jüdischer Ärzte in den Jahren 1938-39
Demokratische Tschechoslowakei zusammen. Mit dem Münchner Abkommen wurde
die Tschechoslowakei zur Abtretung der Sudetengebiete an Deutschland
gezwungen. In der Folge radikalisierte sich während der so genannten
„Zweiten Republik“ die tschechoslowakische Gesellschaft – also noch
vor dem Einmarsch Hitlers in Böhmen und Mähren Mitte März 1939. Auch der
Antisemitismus wurde stärker, der zuvor hierzulande kaum spürbar gewesen
war. Die damaligen Berufskammern fingen an, die jüdischen Kollegen zu
diskriminieren. Nun, 72 Jahre später, hat sich die tschechische
Ärztekammer für die Schikanierung jüdischer Ärzte offiziell
entschuldigt.
mehr...
Abgeordnete novellieren Solarstrom-Gesetz – Umweltverbände zufrieden
Tschechien hat zuletzt beim Solarstrom einen unglaublichen Boom erlebt. Es
wurden immer weitere Solaranlagen geplant - mit einer Gesamtleistungskraft
von sage und schreibe 8000 Megawatt. Das ist das Vierfache des
Atomkraftwerks Temelín. Der Haken dabei: Viele der Anlagen gelten als
reine Spekulationsprojekte und werden wohl niemals ans Netz gehen. Ein
Gesetz, das nun vom Abgeordnetenhaus gebilligt wurde, soll wieder Ordnung
in den Solarmarkt bringen.
mehr...
Jenaer Kodex: Kleinod mittelalterlicher Kunst auf der Prager Burg ausgestellt
„Die Kunst der tschechischen Reformation“, so heißt eine der größten
Ausstellungen, die derzeit in Prag gezeigt wird. Vor fast vier Monaten
wurde sie eröffnet und am Ostersonntag soll sie bereits ihre Tore
schließen. Doch erst seit Mittwoch schmückt sie eine sprichwörtliche
Rosine auf der Torte. Unter strengen Sicherheitsmaßnahmen wurde im
Ausstellungsraum, dem ehemaligen kaiserlichen Pferdestall auf der Prager
Burg, eines der wertvollsten tschechischen Kulturdenkmäler in einer
Glasvitrine installiert: der Jenaer Kodex. Allerdings nur bis 30. März. mehr...
Europaweit agierende Fälscher-Gang aus Ostrava ausgehoben
In Tschechien wurde unter internationaler Beteiligung eine der größten
Fälscher-Gangs Europas hochgenommen. Von Ostrava / Ostrau aus erhielten
Menschen aus vieler Herren Länder eine neue Identität, konnten damit
illegal in die verschiedensten europäischen Länder einreisen und dort
sogar unter falschem Namen Betrugsdelikte begehen.
mehr...
Verfinsterte Demokratie: Dokumentarfilm über das tschechische Neonazi-Milieu
Die Aufmärsche von Neonazis sahen an den verschiedenen Orten Tschechiens
in den letzten Jahren sehr ähnlich aus. Die skandierten Losungen waren
nationalistisch, rassistisch und antisemitisch. Ein neuer Dokumentarfilm
gibt einen tiefen Blick in das tschechische Neonazi-Milieu. Zusammenhänge
sehen die Filmemacher auch zwischen dem Neonazismus und dem islamischen
Extremismus.
mehr...
+1
+10
+100




