Rubrikenarchiv Tagesecho
Konferenz in Prag zur neuen Nato-Strategie
Die Nato ist seit 20 Jahren auf der Suche nach einer neuen Strategie. Mit
dem Fall des Kommunismus ist Russland nicht mehr der bedrohliche Gegenpol,
die Gefahren sind stattdessen vielfältiger geworden. Seit dem vergangenen
Sommer steht die ehemalige amerikanische Außenministerin Madeleine
Albright an der Spitze einer Expertengruppe, die ein neues strategisches
Konzept für das Verteidigungsbündnis erarbeiten soll. Diese Woche nahm
die tschechischstämmige US-Politikerin zusammen mit tschechischen
Politikern an einem Seminar in Prag teil. Dort sollten vor allem
Informationen gesammelt werden.
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Erdbeben auf Haiti: Tschechien will an Hilfsaktionen teilnehmen
Die verheerenden Folgen des Erdbebens auf Haiti haben auch in Tschechien
Bestürzung ausgelöst. Eine Reihe von karitativen Organisationen bereitet
nun humanitäre Hilfe vor und spezielle Spendenkonten wurden eingerichtet.
Am Freitag wird in Brüssel über die Hilfe der Europäischen Union für
den Inselstaat in der Karibik verhandelt. Tschechien wartet auf die
Beschlüsse der Beratungen, hat aber bereits jetzt seine Bereitschaft zu
helfen verkündet; auch auf der Grundlage bilateraler Absprachen. mehr...
Amnesty International: weiterhin Diskriminierung von Roma-Kindern in tschechischen Schulen
2007 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Klage von
18 Roma-Kindern bestätigt, dass sie nicht den gleichen Zugang zu Bildung
haben wie Kinder der Mehrheitsgesellschaft. Zwei Jahre später hat Amnesty
International in der Stadt Ostrava / Ostrau überprüft, ob sich die
Situation gebessert hat. Obwohl die tschechische Regierung
Anti-Diskriminierungsmaßnahmen ergriffen hat, habe sich in der Praxis
nichts geändert, heißt es im Bericht von Amnesty International, der am
Mittwoch präsentiert wurde.
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Milan Knížák: Wird der kontroverse Künstler an der Spitze der Nationalgalerie abgelöst?
Der Direktor der Tschechischen Nationalgalerie, Milan Knížák, wird nach
zehn Jahren sein Amt verlassen. Diese Meldung hat am Dienstag die
tschechische Nachrichtenagentur ČTK gebracht. Kulturminister Václav
Riedlbauch und Knížák hätten sich darauf geeinigt, hieß es. Seine –
nicht wenigen – Kritiker begannen bereits zu jubeln. Die Meldung wurde
aber anschließend mehrmals modifiziert und so wird nun über den Termin
von Knížáks Ablöse heftig spekuliert. Der Direktor der Nationalgalerie
Knížák macht also wieder einmal Schlagzeilen. Beileibe nicht zum ersten
Mal. Warum? Diese Frage richte ich an meine Kollegin Jitka Mládková, die
den Informationswirbel um Milan Knížák verfolgt hat.
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Kandidaten-Grillen: Füle antwortet konkret im Europäischen Parlament
Kandidaten-Grillen – so heißt umgangssprachlich die Anhörung der
zukünftigen Kommissions-Mitglieder im Europäischen Parlament. Am Montag
hat der Marathon der Befragungen begonnen, am Dienstagnachmittag war der
designierte tschechische EU-Kommissar, Štefan Füle, an der Reihe. Er soll
Kommissar für Erweiterung und Nachbarschaft werden. Drei Stunden lang
stellte er sich den Mitgliedern des außenpolitischen Ausschusses im
Europäischen Parlament. Einige Abgeordnete hatten im Vorfeld angekündigt,
dass sie Füle auch wegen seiner kommunistischen Vergangenheit in die
Mangel nehmen wollten.
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Ungewöhnliche Dienstanweisung: Prager Beamte mussten raus zum Schneeschippen
Schon seit fünf Tagen hat der Winter Tschechien fest im Griff. Nach den
ausgiebigen Schneefällen vom Wochenende liegen selbst in den Großstädten
des Landes 30 bis 50 Zentimeter Schnee. Um die Wege wieder frei zu machen,
wird nun jede Hand gebraucht.
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Zweiter Versuch: Gericht prüft neuen Verbotsantrag gegen die rechtsextreme Arbeiterpartei
Extremistische Parteien zu verbieten, ist immer ein Wagnis. Werden durch
das Verbot Märtyrer geschaffen? Oder sendet der Staat damit ein sinnvolles
Signal aus, dass demokratiefeindliche oder menschenverachtende Ideologien
nicht toleriert werden? Die tschechische Regierung geht dieses Wagnis zum
zweiten Mal ein. Am Montag hatte der zweite Versuch, die rechtsextreme
Arbeiterpartei (Dělnická strana) zu verbieten, seinen Auftakt.
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Regierung geht im Kampf gegen Korruption in die Offensive
Die Übergangsregierung von Premier Fischer versteht sich nicht nur als
unpolitischer Interimsverwalter. Was zum Beispiel das Dauerthema
Korruption
betrifft, so geht die Regierung nun die Offensive. Am Montag hat
Innenminister Martin Pecina entsprechende Gesetzesentwürfe vorgelegt,
denen seine Ministerkollegen mehrheitlich zugestimmt haben. mehr...
MdEP Kastler: „Bayerisch-tschechische Beziehungen auf neue Ebene heben!“
Anfang Januar 1990 machte Václav Havel seine erste Deutschlandreise als
tschechoslowakischer Staatspräsident. Er wählte München als Ziel und
nicht Bonn. Daran haben der bayerische Europaabgeordnete Martin Kastler und
Adolf Ullman, der Bundesvorsitzende der Ackermann-Gemeinde, nun erinnert.
Und sie haben den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer
aufgefordert, nach 20 Jahren endlich den Gegenbesuch anzutreten. Till
Janzer hat mit dem CSU-Politiker Martin Kastler gesprochen.
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Auch Flachland-Tiroler haben beim Isergebirgslauf eine Chance
Ein weiteres sportliches Großereignis hat am Sonntag zum 43. Mal das
Isergebirge geradezu überrollt. Fast 4000 Skilangläufer haben in diesem
Jahr am Isergebirgslauf, der „Jizerská 50“ teilgenommen. Ein
50-Kilometer-Marathon also, quer durch das Isergebirge. Die Siegermedaille
hat übrigens ein Schwede mit nach Hause genommen, Oskar Svärd; Zweiter
wurde der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger Thomas Alsgaard. Und
einen glorreichen dritten Platz hat der tschechische Marathon-Spezi
Stanislav Řezáč errungen. mehr...
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