Rubrikenarchiv Tagesecho
Es brodelt und werfelt wieder
Prags letzte deutschschreibende Autorin Lenka Reinerova gemeinsam mit
Ex-Botschafter Frantisek Cerny und dem Germanisten Kurt Krolop haben es
schon lange geplant: Ein Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren.
Nun hat seine erste Veranstaltung stattgefunden. Renate Zöller sprach mit
der Geschäftsführerin des Literaturhauses Lucie Cernohousova über den
Abend und die nächsten Pläne. mehr...
Fernsehsender CT rechnet zur WM mit drei Millionen Euro an Werbeeinnahmen
Nur noch zehn Tage, und das größte Medien- und Fanspektakel des Jahres
beginnt: die 18. Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Im Rahmen
dieses Weltereignisses sind die meisten Felder schon bestellt, nur die
Hauptakteure fehlen noch. Mit der von den Kickern gebotenen
"Ware" aber wird heutzutage immens viel Geld verdient, da die
Werbung an den WM-Tagen auf Hochtouren läuft. Was tschechische Firmen zu
diesem Finanzumschlag beisteuern und wer hierzulande zu den größten
Verdienern gehört, das erfahren Sie im Beitrag von Lothar Martin.
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Korruptionsbericht: Mafia-Beleg oder Vorwahl-Komplott?
Wenige Tage vor den Parlamentswahlen rückt ein neues altes Thema an die
Spitze der Tagesordnung: die Korruption. Jan Kubice, Chef einer
Sondereinheit zur Untersuchung des organisierten Verbrechens, legte am
Montag dem parlamentarischen Sicherheitsausschuss einen Aufsehen
erregenden Bericht vor. Über dessen Beurteilung herrscht derweil keine
Einigkeit: Liefert er den Beleg, dass die Mafia in Tschechien bereits
Zugang zu Politik und Staatsverwaltung gefunden hat - oder handelt es sich
um eine Sammlung unbelegter Verdächtigungen und um ein Vorwahl-Komplott
gegen die regierenden Sozialdemokraten? Thomas Kirschner berichtet. mehr...
Jiri Grusa als Präsident des PEN-Clubs wieder gewählt
Ende vergangener Woche wurde der tschechische Schriftsteller Jiri Grusa als
Präsident des Internationalen PEN-Clubs wieder gewählt. Gerald Schubert mit
einem kurzen Portrait des Literaten und Diplomaten.
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Roma-Festival Khamoro 2006
Das internationale Roma-Festival Khamoro ist bereits zu einer festen Größe
im kulturellen Leben der tschechischen Hauptstadt geworden. Jedes Jahr im
Mai beherrschen Roma-Ensembles aus vielen Ländern für eine Woche die
Prager Musikklubs und ziehen farbenfrohe Roma-Umzüge durch die Straßen.
Doch hinter dem bunten Schein verbergen sich auch ernsthafte Probleme. Ein
Beitrag von Silja Schultheis.
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Paroubek contra Topolanek: Wie war TV-Duell Nummer zwei?
Nach einer Woche, fünf Tage vor der Parlamentswahl in Tschechien, trafen
sich die Chefs der stärksten politischen Parteien, der Sozialdemokrat und
Premier Jiri Paroubek (CSSD), und ODS-Vorsitzender Mirek Topolanek, erneut
zu einer live ausgestrahlten TV-Debatte. Diesmal für zwei Stunden vor den
Kameras des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens. Dem ersten
Duell im TV-Privatsender Prima folgte eine Strafanzeige gegen den
ODS-Chef, der den Premier der Verbundenheit mit der kriminellen Unterwelt
beschuldigt hatte. Wie es diesmal war, sagt Ihnen Jitka Mladkova: mehr...
Filmfestival in Zlin - Kinder als Geiseln
Wenige Tage nach dem eine Gesetzesnovelle zur verstärkten staatlichen
Förderung des Films nicht durchgesetzt werden konnte, protestiert die
Filmindustrie immer noch gegen das Veto des Präsidenten, der den Antrag
blockiert hatte und schließlich gegen den Entschluss des Parlaments, das
dieses Veto nicht überstimmt hatte. Die Ankündigung, alle Filme aus dem
Programm des Filmfestivals in Zlin zu nehmen, stieß jedoch auf Protest
auch aus den eigenen Reihen. Renate Zöller berichtet.
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Gesundheitswesen: "Woche der Unruhe" verläuft ruhig
Zur "Woche der Unruhe" hatten tschechische Ärzte und Vertreter
der Gesundheitsberufe die vergangene Tage ausgerufen. Mit landesweiten
Demonstrationen wollten die Mediziner Front machen gegen die Politik des
umstrittenen Gesundheitsministers David Rath. Höhepunkt war ein Protestzug
am Freitag in Prag. Thomas Kirschner berichtet.
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Schriftsteller und Diplomat Viktor Fischl verstorben
Tschechischer Schriftsteller und israelischer Diplomat - so wurde er häufig
bezeichnet: Viktor Fischl, der in Israel eher unter dem Namen Avigdor Dagan
bekannt ist. Im Alter von 94 Jahren ist Viktor Fischl am vergangenen
Wochenende in Jerusalem gestorben. Die Nachricht über seinen Tod wurde am
Sonntag ohne nähere Angaben veröffentlicht. In Fischls Leben widerspiegelt
sich das Schicksal der europäischen Juden im 20. Jahrhundert, das er oft in
seinen Prosawerken aufgriff.
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"Studenten für Freiheit und Demokratie" - Erinnerungen an den studentischen Widerstand 1948
"Studenten für Freiheit und Demokratie" - unter diesem Motto
kamen in dieser Woche Vertreter der studentischen Bewegungen der Jahre
1939, 1948, 1968 und 1989 sowie Vertreter der heutigen Studentenschaft zu
einem Seminar im tschechischen Senat zusammen. Sarah Polewsky sprach dort
mit Zdenek Bohac, dem Vorsitzenden des Prager akademischen Klubs 1948,
über die Ereignisse zwei Jahre nach dem kommunistischen Wahlsieg aus der
damaligen Studentenperspektive.
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