Rubrikenarchiv Tagesecho
Vor der iranischen Botschaft wurde für Israel demonstriert
Im Herbst des vergangenen Jahres ließ der iranische Staatspräsident Mahmud
Ahmadinejad auf einer Konferenz mit dem Titel "Die Welt ohne
Zionismus" verlauten, Israel müsse von der Landkarte verschwinden. Es
war damals nicht sein erster, aber bei weitem nicht auch letzter
mündlicher
Angriff gegen Juden und den jüdischen Staat. Gegen diese Attacken des
iranischen Staatsoberhauptes protestierte eine Gruppe von tschechischen
Bürgern am Sonntagnachmittag vor der iranischen Botschaft in Prag.
Martina Schneibergova war dabei. mehr...
Zizkov wird 125
Feiern können die Zizkover. Das beweisen sie jedes Jahr aufs Neue, wenn an
Karneval, auf Tschechisch Masopust, der Umzug stattfindet und anschließend
die Verwaltungsangestellten von Prag 3 selbst die Kochlöffel schwingen
und die "Amtsschimmel" für die Jecken auftischen. Am Montag hat
Zizkov seinen 125. Geburtstag. Und wie gewohnt nutzen die Zizkover die
Gunst der Stunde, um wieder einmal kräftig zu feiern, diesmal vier Tage
lang. Renate Zöller berichtet. mehr...
Außerordentlicher Parteitag der Sozialdemokraten ohne Überraschungen
Die tschechischen Sozialdemokraten (CSSD) haben einen neuen Vorsitzenden.
Der Regierungschef Jiri Paroubek wurde am vergangenen Wochenende auf dem
außerordentlichen Parteitag zum Parteichef gewählt. Als Parteivize wurde
Arbeitsminister Zdenek Skromach bestätigt. Dieses Resultat wurde
allgemein erwartet, insofern brachte der sozialdemokratische Parteitag
keine Überraschung mit sich. Mehr über das Ereignis im folgenden Beitrag
von Jitka Mladkova. mehr...
Rosarote Träume: Ex-Boxer Rene Weller präsentiert CD in Prager Bordell
Großer Budenzauber in einem Prager Webcam-Bordell. Wo das Publikum via
Internet sonst eher auf andere Fertigkeiten hofft, durfte es in der
vergangenen Woche die Sangeskünste des deutschen Starboxers der 80er Jahre
Rene Weller bewundern. Der "schöne Rene" stellte nach
Kokainaffären und vier Jahren Knast seine inzwischen zweite CD vor.
Deutsch-tschechische Kulturbeziehungen einmal anders. Thomas Kirschner war
dabei. mehr...
UN-Menschenrechtsrat: Tschechien neben Kuba
In New York sind dieser Tage die Mitglieder des neuen Menschenrechtsrates
der Vereinten Nationen gewählt worden. Das Gremium ersetzt die
UN-Menschenrechtskommission, die sich zuletzt durch mangelnde Effektivität
und umstrittene Mitglieder diskreditiert hatte. Einen Sitz im neuen Rat
hat
für ein Jahr auch die Tschechische Republik erhalten. Thomas Kirschner hat
sich erkundigt, was Tschechien dort erreichen kann. mehr...
Ausstellung "Die Region Broumov - das Gedächtnis des Herzens"
"Die Region Broumov - das Gedächtnis des Herzens" - so der Titel
einer Foto-Ausstellung, die am Wochenende im nordböhmischen Broumov
eröffnet wurde - in einer Gegend, die bis 1945 großenteils deutsch
besiedelt war und auf geradezu exemplarische Weise die
tschechisch-sudetendeutsche Geschichte widerspiegelt: viele Jahrhunderte
eines teils friedlichen, teils angespannten Zusammenlebens, das durch die
Naziherrschaft und die darauf folgenden Vertreibungen jäh unterbrochen
wurde. Aber auch die erneute Annäherung, der Bürgerinitiativen im
September 2002 durch ein Versöhnungskreuz in Teplice nad Metuji/Wekelsdorf
symbolisch Gestalt verliehen.
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Vaterschaftschaftstest mit 80. Jahren - Hurvineks Geburtstagsgeschenk
Zu seinem Geburtstag bekam Hurvinek in diesem Jahr ein ganz besonderes
Geschenk - die Gewissheit, zu wem er eigentlich gehört. Mehr als acht
Jahre dauerte der Streit um Tschechiens beliebteste Marionettenfiguren
Spejbl und Hurvinek. Nun hat das Obergericht das Urteil des Prager
Stadtgerichts bestätigt - Vater und Sohn gehören dem Prager
Marionettentheater. Renate Zöller berichtet. mehr...
Konferenz über Aufarbeitung des Kommunismus
In Tschechien gibt es seit 1993 ein Gesetz über die Rechtswidrigkeit des
kommunistischen Regimes. Fast 17 Jahre nach dem Zusammenbruch des
Totalitarismus haben die tschechischen Kommunisten aber immer noch ihren
treuen Wählerkreis und nicht zuletzt hohe Ambitionen. Die Gründe dafür
waren Thema einer Konferenz, die unter dem Motto "Aufarbeitung des
Kommunismus und Werte in der tschechischen Politik" in Prag
stattfand. Martina Schneibergova war dabei.
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Gratias-Agit-Preisträger Jiri Novacek
"Gratias Agit" ist der Name eines Preises, den das tschechische
Außenministerium seit einigen Jahren an Menschen und Organisationen
verleiht, die sich in besonderer Weise um den guten Ruf der Tschechischen
Republik im Ausland verdient gemacht haben. Über die feierliche
Preisverleihung, die vorige Woche im Außenamt stattfand, hat Radio Prag
bereits berichtet. Zu den diesjährigen Preisträgern zählt nun auch Jiri
(Georg) Novacek aus Wien. Er ist dort am 27. Oktober 1927 in einer
tschechischen Familie geboren. Sein ganzes Leben ist er als engagiertes
Mitglied des Sokols aktiv gewesen - einer Organisation, die seit Mitte des
19. Jahrhunderts in entscheidendem Maße die Idee eines selbständigen
tschechoslowakischen Staates vorantrieb und im Laufe der Zeit weltweit
viele "Filialen" gewann. Mit jeder neuen Emigrationswelle aus
den Böhmischen Ländern bzw. der Tschechoslowakei nahmen viele Tschechen
die Sokol-Ideen in ihre neuen Heimatländer mitgenommen. Die Familie von
Herrn Novacek ist eine von ihnen. Hören Sie jetzt ein kurzes Gespräch, das
unsere Kollegin Martina Stejskalova aus aktuellem Anlass mit Jiri Novacek
über den Wiener Sokol-Verein führte:
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Arbeitslosigkeit weiter gesunken: Wirtschaftsdaten als Wahlkampfmotor
Am Mittwoch früh hat das tschechische Ministerium für Arbeit und Soziales
die neue Arbeitslosenstatistik bekannt gegeben. Die Zahlen zeugen
insgesamt von einer positiven Entwicklung: Im April waren 8,3 Prozent der
Tschechinnen und Tschechen offiziell als beschäftigungslos registriert.
Das sind um 0,5 Prozentpunkte weniger als im noch März und sogar um 0,6
Prozentpunkte weniger als im April des Vorjahres. Wenige Stunden nach der
Veröffentlichung dieser Zahlen haben sich hohe Regierungsvertreter mit
Gewerkschaftsspitzen zu Gesprächen getroffen. Gerald Schubert war auf der
anschließenden Pressekonferenz.
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