Rubrikenarchiv Tagesecho
Svoboda kritisiert weißrussische Wahlen und wirbt in der EU für Milinkewitsch
Das Engagement der Tschechischen Republik zur Unterstützung demokratischer
Reformisten in totalitären Regimes ist hinlänglich bekannt. Deshalb ist es
auch kein Wunder, dass Politiker und Medien in Tschechien die Wiederwahl
von Alexander Lukaschenko zum weißrussischen Präsidenten scharf kritisiert
haben. Und nicht anders ist es wohl zu deuten, dass ein tschechischer
Journalist am Sonntag am Rande der Präsidentenwahl in Weißrussland von
Unbekannten verprügelt und bestohlen wurde. Der Korrespondent Jan Rybar
von der Tageszeitung "Mlada fronta Dnes" hatte dabei eine
Gehirnerschütterung sowie Verletzungen am Nasenbein und an den Zähnen
erlitten. Weitere Reaktionen aus Tschechien fasst Lothar Martin zusammen.
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"Transformation der Herzen"
Unter dem Thema "Christen gestalten Europa an der Schwelle zum dritten
Jahrtausend" veranstaltet das Bistum Regensburg im halbjährigen
Turnus
das "Regensburger Domforum". Die Reihe wurde im vergangenen
Herbst von Altbundeskanzler Helmut Kohl eröffnet, als zweiter Gastredner
folgte nun der Prager Erzbischof, Miloslav Kardinal Vlk. Sebastian Kraft
war für Radio Prag im Regensburger Dom dabei. mehr...
Wie du mir, so ich dir
Tschechen haben es an den amerikanischen Grenzen nicht leicht. Aufwendige
Visaformalitäten, peinlich genaue Befragungen und Gepäckkontrollen ärgern
die Touristen von der anderen Seite des Ozeans. Dasselbe gilt für
Australien und Kanada. Nun hat der tschechische Außenminister Cyril
Svovboda gefordert, umgekehrt solle für US-Touristen nun Visumspflicht
eingeführt werden. Renate Zöller berichtet.
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And the winner is... Haruki Murakami.
Die internationale Jury der Franz-Kafka-Gesellschaft hat sich vergangene
Woche auf einen neuen Preisträger geeinigt. Der diesjährige
Franz-Kafka-Preis geht an den japanischen Schriftsteller Haruki Murakami.
Er ist Nachfolger von Harold Pinter, welcher letztes Jahr auch Träger des
Literatur-Nobelpreises war. Benjamin Slavik berichtet:
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Weißrussen demonstrieren in Prag gegen Lukaschenko
Überraschend ist es nicht: Der autoritär regierende weißrussische Herrscher
Alexander Lukaschenko wurde am Sonntag als Staatsoberhaupt wiedergewählt.
Der Kandidat der Opposition Alexander Milinkewitsch bezeichnete die Wahl
als eine Farce. Für freie Wahlen in Weißrussland demonstrierten Tausende
von Regimegegnern am Sonntag in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Auch
in Prag fanden am selben Tag zwei Demonstrationen gegen das
Lukaschenko-Regime statt. Eine davon wurde von den weißrussischen
Studenten organisiert. Martina Schneibergova fasst zusammen.
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Skispringen: Weltcupsieger Janda zwischen Triumph und Konflikten
Jakub Janda hat seinen Fixplatz in der heimischen Sportgeschichte: Als
erster tschechischer Skispringer konnte sich der Sieger der
Vierschanzentournee am vergangenen Wochenende auch den Sieg im
Gesamtweltcup sichern. Gerald Schubert berichtet.
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Fauxpas im internationalen Wettbewerb
Wieder einmal ist Tschechien angeklagt, die Regeln des internationalen
Wettbewerbs missachtet zu haben. Im Falle TV Nova musste Tschechien einst
wegen mangelndem Gläubigerschutz zahlen, als Generaldirektor Vladimir
Zelezny kurzerhand den Investor Central European Media Enterprises (CME)
aus dem Privatsender Nova rauswarf. Diesmal geht es um Diskriminierung des
ausländischen Investors Nomura. Renate Zöller berichtet.
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Mit Freiern gegen Frauenhandel
"Pomoc sve prostituce", "Hilf deiner Prostituierten"
titelte die Tageszeitung Mlada fronta Dnes am Montag lapidar. Was sich
anhört wie eine ungewöhnliche Einladung zu nachbarschaftlichem Beistand
hat einen weit ernsteren Hintergrund: Mit Blick auf den auch in Tschechien
zunehmenden Frauenhandel sollen die Freier gewonnen werden, bei der
Aufdeckung von Zwangsprostitution zu helfen. Eine entsprechende Kampagne
startet demnächst in den tschechischen Grenzgebieten mit hohem Anteil von
käuflichem Sex. Thomas Kirschner berichtet. mehr...
4000 Knochenkisten in tschechischer Lagerhalle gefunden
Ein skurriler Knochenfund erhitzt die Gemüter: In der tschechischen Stadt
Usti nad Labem / Aussig wurden in einer Fabrikhalle 4.000 Kisten mit den
Überresten deutscher Soldaten der Wehrmacht aus dem zweiten Weltkrieg
gefunden. Nun stellt sich die Frage, wie man in der Angelegenheit weiter
verfährt. Ursprünglich sollten die Knochen auf einem Soldatenfriedhof in
Prag beigesetzt werden. Warum dies nicht so einfach ist, wissen Miriam
Goetz und Svenja Mettlach.
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In Tschechien wurde erneut für Freilassung von Dissidenten auf Kuba demonstriert
Das kubanische Castro-Regime, das mit der Einhaltung der Menschenrechte auf
Kriegsfuß steht, hat sich im März 2003 endgültig ins Abseits gestellt, als
es 75 Oppositionelle ohne rechtliche Grundlage einfach verhaften ließ und
sie bis heute gefangen hält. Aus Anlass dieser vor drei Jahren erfolgten
Verhaftungswelle fanden am Donnerstag und Freitag in Prag zwei von der
tschechischen Organisation "Clovek v tisni" (Mensch in Not)
veranstaltete Protestaktionen statt, auf denen Politiker, Menschenrechtler
und weitere öffentliche Persönlichkeiten die Freilassung der inhaftierten
Dissidenten gefordert haben. Hören Sie dazu einen Bericht von Lothar
Martin.
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