Rubrikenarchiv Tagesecho
Neuer Skandal: Öffentliche Fördergelder werden betrügerisch vergeben
Wie wir bereits in dieser Woche berichtet haben, will der tschechische
Staat ab dem Jahr 2006 massive Haushaltskürzungen bei den Ausgaben
vornehmen. Vermutlich wird dann ein Ministerium stark betroffen sein, das
gerade jetzt mit einem handfesten Skandal negative Schlagzeilen macht -
das Ministerium für regionale Entwicklung. Denn wie die auflagenstärkste
Prager Tageszeitung "Mlada fronta Dnes" in ihren jüngsten
Ausgaben berichtet, sollen Fördergelder im Bereich der regionalen
Entwicklung durch unlautere Absprachen, die mit entsprechenden Provisionen
verbunden sind, mehrfach zahlungskräftigen Auftragnehmern zugeschanzt
worden sein. Näheres dazu von Lothar Martin.
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Rampen, Sportler und Gesetze: Behinderte in Tschechien
Am heutigen Freitag ist der Tag der Behinderten. Die UNO, die diesen Tag
weltweit ausgerufen hat, macht damit auf die Lebensbedingungen behinderter
Menschen aufmerksam. Wie es darum in der Tschechischen Republik bestellt
ist, erfahren sie im folgenden Beitrag von Oliver Engelhardt:
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Kontroverse Kunst: Leni-Riefenstahl-Ausstellung in Prag eröffnet
Unpolitisch bis zur Schmerzgrenze, stets nur am Schönen interessiert: Bis
zu ihrem Tod im Jahr 2002 hat die Fotografin und Dokumentarfilmerin Leni
Riefenstahl einen Mythos um ihre Person gestrickt. Daher der Name
"Mythos" für eine Ausstellung, die am Freitag in Prag eröffnet
wurde. Mit über 400 teilweise bislang unveröffentlichten Fotos will sich
die Schau in der Leica-Gallerie der Person Leni Riefenstahl und der
Ästhetik ihrer umstrittenen Kunstwerke annähern. Anne Lemhöfer und Menno
van Riesen haben für Radio Prag die Vernissage besucht.
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Wohnungspolitik: Billige Darlehen für junge Leute
Billige Darlehen für junge Leute: Das ist eine der Maßnahmen, mit denen die
tschechische Regierung die unerfreuliche Lage auf dem Wohnungsmarkt lösen
will. Das Kabinett hat die staatliche Unterstützung für solche Kredite am
Mittwoch gebilligt. Markéta Kachlíková berichtet.
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Tschechische Telecom steht zum Verkauf - Ausschreibung bis 31.3.2005
Der tschechische Staat will sukzessive seine Schulden abbauen, um möglichst
bis zum Jahr 2010 die Kriterien zur Einführung des Euros zu erfüllen. Neben
drastischen Ausgabenkürzungen, die ab dem Jahr 2006 greifen sollen, muss er
bei den Einnahmen um jede Krone feilschen. Dazu muss er das letzte
Tafelsilber, das er noch hat, meistbietend unter die Leute bringen. Eine
der dafür noch in Frage kommenden Transaktionen ist die Privatisierung der
Gesellschaft Cesky Telecom. Der entsprechende Beschluss ist auf der
jüngsten Sitzung der Regierung Gross am Mittwoch in Prag gefallen. Wie die
Kabinettsentscheidung im Detail ausgefallen ist, dazu mehr von Lothar
Martin.
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In Prag wurden Christliche Begegnungstage vorbereitet
Podiumsdiskussionen, Vorträge, Gottesdienste, der sog. "Markt der
Möglichkeiten", Konzerte, aber auch z. B. die Oper "Martin
Luther" werden auf dem Programm der Christlichen Begegnungstage
stehen, die im Juni in Prag veranstaltet werden. Das Treffen wird von den
evangelischen Kirchen aus Deutschland, Polen, Tschechien und der Slowakei
unter dem Motto "Zur Hoffnung eingeladen" organisiert. Es wird
erwartet, dass daran Christen nicht nur aus den veranstaltenden Ländern,
sondern auch aus Ungarn und aus Österreich teilnehmen werden. In den
vergangenen Tagen trafen die Veranstalter in Prag zusammen, um die
Vorbereitungen der Begegnungstage zu präzisieren. Bei dieser Gelegenheit
fragte Martina Schneibergova den Görlitzer Regionalbischof, Hans-Wilhelm
Pietz, nach der Entstehungsgeschichte dieser Treffen:
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Goethe-Institut stellt die Buchreihe "Tschechische Bibliothek" vor
"Die Tschechische Bibliothek lädt zu angeregten Wanderungen durch die
Literatur und Kultur unseres Nachbarn ein, die zu Hauptwerken, aber auch
auf geheimnisvolle Nebenpfade führen": So beschreibt die Wiener
Bohemistin und Übersetzerin Christa Rothmeier die von der
Robert-Bosch-Stiftung herausgegebene Literaturreihe. Bisher sind darin 24
Werke tschechischer Autorinnen und Autoren auf Deutsch erschienen. Jüngst
wurde die Reihe an die Tschechische Nationalbibliothek übergeben. Das
Goethe-Institut nahm das zum Anlass, einige Werke in einer
"Literaturshow" vorzustellen. Anne Lemhöfer war für Radio Prag
dabei.
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In Tschechien laufen Wehr- und Zivildienst zum Jahresende aus
Der Countdown läuft: Noch genau drei Wochen verbleiben, in denen die
Tschechische Armee auf die Dienste von Wehrpflichtigen und der
öffentlich-soziale Bereich auf die Unterstützung von Zivildienstleistenden
zurückgreifen kann. Warum das so ist, dazu mehr im folgenden Beitrag von
Lothar Martin.
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Tschechisch-deutsch-österreichisches Seminar zum Schulwesen
Der Prager Magistrat hat kürzlich ein Fachseminar veranstaltet, in dem sich
Vertreter der internationalen Abteilungen zusammen mit zuständigen
Facharbeitern aus Prag und aus deutschen Partnerstädten sowie aus der
Stadt Wien austauschten. Übrigens, es war nicht das erste Treffen dieser
Art in der tschechischen Hauptstadt. Diesmal war sein Thema
"Mittelstufe im Schulwesen und ihre Aspekte". Nach der
Zielsetzung des diesjährigen Seminars fragte Jitka Mladkova Frau Eveline
Trenner-Moser, Schuldirektorin ais Wien:
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Die Löhne steigen - im Durchschnitt auf 17 700 Kronen
Eine erfreuliche Nachricht für alle Arbeitnehmer in Tschechien: Die Löhne
steigen weiter - im vergangenen Jahr um durchschnittlich 1200 Kronen auf
17 700 Kronen, knapp 600 Euro. Allerdings: die Hälfte des Lohnzuwachses
wird durch Preissteigerungen aufgefressen. Und laut Umfragen droht bereits
die Umlenkung von Investitionen nach Rumänien und in die Ukraine, wo
Arbeitskraft noch billiger ist. Es berichtet Thomas Kirschner.
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