Rubrikenarchiv Tagesecho
Tschechische Haltung zum Irak-Konflikt bleibt zögerlich und wankelmütig
Nur sechs Stunden vor der groß angekündigten Rede des US-amerikanischen
Präsidenten George W. Bush zur eigenen Nation über das letzte Ultimatum an
den irakischen Diktator Saddam Hussein, hat in Prag der nationale
Sicherheitsrat getagt. Nachdem feststand, dass die USA und Großbritannien
keine neue Resolution zum Irak mehr im UN-Sicherheitsrat einbringen und
durchsetzen wollen, hatte man auch von Seiten der Tschechischen Republik
eine klare Positionierung zum immer wahrscheinlicher werdenden
militärischen Konflikt in der Golfregion erwartet. Doch die nach der
Sicherheitsratstagung von tschechischer Seite verkündete Stellungnahme war
einmal mehr recht wankelmütig und wirft Fragen auf. Mehr dazu von Lothar
Martin.
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Gespräch mit Vladimir Handl (Institut für internationale Beziehungen) über die Haltung der tschechischen Regierung zum Irak-Krieg
"Der nationale Sicherheitsrat hat auf seiner Sitzung am Montag
beschlossen, dass die Tschechische Republik ihren Standpunkt zu einem
Krieg im Irak ohne UN-Mandat erst in dem Moment bekannt geben wird, wo der
Krieg tatsächlich beginnt.
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Irak-Krise bestimmt auch politische Diskussionen Tschechiens
Die sich immer weiter zuspitzende Irak-Krise und die mit ihr einhergehenden
Verwirrungen und Risse in der internationalen Diplomatie finden natürlich
auch in den innenpolitischen Diskussionen vieler Staaten ihren
Niederschlag. Nicht anders in der Tschechischen Republik. Mehr hören Sie
von Gerald Schubert:
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Czech Idea Projekt
In Prag wurde am Dienstag das neue Projekt Czech idea der Tschechischen
Zentren vorgestellt. Was sich hinter diesem Begriff verbirgt, dies
erklärte mir der Direktor der Tschechischen Zentren, Milan Sedlacek.
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Irak-Krise: Demonstration auch in Prag
Am vergangenen Wochenende gingen in mehreren europäischen Metropolen wieder
einmal Hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen einen immer
wahrscheinlicher werdenden Krieg zu demonstrieren. Und auch in Prag kam es
am Sonntag zu einer Anti-Kriegskundgebung, die sich im internationalen
Vergleich zwar bescheiden ausnimmt, die aber in diesem Zusammenhang
dennoch die bisher größte Demonstration in der tschechischen Hauptstadt
darstellte. Gerald Schubert berichtet:
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Präsident Klaus rief Tschechen und Deutsche zur Versöhnung auf
Der tschechische Präsident Vaclav Klaus veröffentlichte am Freitag
anlässlich der Jahrestages der Besetzung der Tschechoslowakei durch Hitler
1939 eine Erklärung, in der er das tschechische und das deutsche Volk zur
Versöhnung aufrief. Klaus sagte, dass sowohl die Okkupation als auch die
Vertreibung der Deutschen nicht akzeptabel waren.
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Prag soll zur neuen Mode-Mekka werden
Welche Frau würde es nicht kennen: der Frühling klopft an die Tür und im Schrank wieder nichts zum Anziehen! Also ab in die Stadt und einkaufen.
Doch um bei den aktuellen Modetrends auf Nummer sicher zu gehen, sollten
Sie sich auf einer Modeschau inspirieren lassen. Eine davon - die
internationalen Prager Modetage, hat für Sie am vergangenen Wochenende
unsere freie Mitarbeiterin Lucie Drahonovska besucht.
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Tschechien muss Geldstrafe in Höhe von 354 Mio. Dollar bezahlen
Die tschechische Regierung muss dem US-amerikanischen Unternehmen CME eine
hohe Geldstrafe bezahlen. Einzelheiten hat Markéta Maurová.
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Gespräch mit Rudko Kawczynski vom Roma National Congress
Die tschechischen Roma wollen stärker mit Roma-Organisationen in anderen
europäischen Ländern zusammen arbeiten und zu diesem Zweck eine
Dach-Organisation gründen, um sich nach außen hin besser präsentieren zu
können. Dies sagte am Freitag der Vorsitzende der regionalen
Roma-Vertreter, Ondrej Gina nach Gesprächen mit Rudko Kawczynski, einem
führenden Vertreter des Roma National Congress. Seinen Besuch in Prag
nutzte Silja Schultheis, um sich mit Rudko Kawczynski über die Situation
der tschechischen Roma im europäischen Vergleich zu unterhalten.
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Vertreter Oberösterreichs und des Landkreises Südböhmen diskutierten über neue Grenzübergänge und den "Eurokorridor Nord-Süd"
Die Eröffnung neuer Grenzübergänge, ein preisgünstiger Eisenbahnverkehr im
Grenzgebiet, die Förderung des "Eurokorridors Nord-Süd" sowie
gemeinsame Kulturveranstaltungen - dies waren die tragenden Themen der
vierten Konferenz der Hauptmänner aus dem Landkreis Südböhmen und aus
Oberösterreich, die am Donnerstag in Ceske Budejovice/Budweis stattfand.
Martina Schneibergova hat nähere Informationen.
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