Rubrikenarchiv Tagesecho
Tschechische Zweifel am deutsch-französischen Motor im erweiterten Europa
Mitten in der Diskussion um die neue deutsch-französische Achse in der
Irak-Politik und nach der scharfen Kritik von Frankreichs Staatschef
Jacques Chirac an den mittel- und osteuropäischen Beitrittskandidaten fand
am Mittwoch im tschechischen Außenministerium ein Kolloquium über die
Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen in der erweiterten
Europäischen Union statt. In der stark von der aktuellen politischen
Entwicklung geprägten Debatte bezeichnete Libor Roucek, Vize-Vorsitzender
des Ausschusses für europäische Integration im tschechischen
Abgeordnetenhaus und Autor eines auf deutsch erschienenen Buches über die
deutsch-tschechoslowakischen Beziehungen zwischen 1949 - 1989, die
deutsch-französischen Beziehungen zwar als Vorbild für das Verhältnis
zwischen Tschechien und Deutschland. Zugleich kritisierte er jedoch
Deutschland und Frankreich heftig für ihre Haltung in der Frage um
NATO-Hilfen für die Türkei und warnte davor, in der erweiterten
Europäischen Union zu stark auf den "deutsch-französischen
Motor" zu setzen. Silja Schultheis hat sich am Rande des Kolloquiums
mit ihm unterhalten.
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Jan Sokol: "Tschechisch-deutsche Karte" wurde von Politikern missbraucht
Das Datum der dritten Wahlrunde zu den tschechischen Präsidentschaftswahlen
nähert sich, die Regierungskoalition hat inzwischen ihren gemeinsamen
Kandidaten gefunden. Nachdem die Gesetzgeber der stärksten
Regierungspartei - die Sozialdemokraten - am Mittwoch Professor Jan Sokol
ihre Zustimmung gegeben haben, wird der 66-jährige Parteilose nun auch von
den beiden anderen Regierungsparteien unterstützt. Mehr dazu von Martina
Schneibergova.
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Musikerlebnis Mitteleuropa
Mit einem Festkonzert im Martinu-Saal der Akademie für Musik in Prag wurde die Konzertreihe "Musikerlebnis Mitteleuropa" fortgesetzt und feierte am Mittwoch diesel Woche in Tschechien Premiere. Mehr dazu von von Alexander Schneller. mehr...
"Tschechisches und slowakisches Exil im 20. Jahrhundert" - eine Ausstellung im mährischen Brno
"Tschechisches und slowakisches Exil im 20. Jahrhundert" - so lautet der Titel einer Ausstellung, die im Januar im mährischen Brno-Brünn ihre Pforten geöffnet hat. Sie stellt nur einen Bestandteil eines grossangelegten Projektes dar, das im Grunde genommen ein grosses Ziel hat: endlich all den Tschechen und Slowaken, die ihre Heimat aus politischen Gründen verliessen, um auf der anderen Seite der Grenze für die Freiheit des Landes zu kämpfen, endlich Danke zu sagen. Katrin Bock war bei der Vernisage:
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Zeman sorgt erneut für Unruhe in der Sozialdemokratischen Partei
Bei den tschechischen Sozialdemokraten gibt es, trotz des im Sinne der
Präsidentschaftskandidatur des Philosophieprofessors Jan Sokol positiven
Beschlusses der CSSD-Abgeordnetenfraktion, nach wie vor einige Anhänger
von Expremier Milos Zeman. Und die machen auch diesmal die bevorstehende
Präsidentenwahl zu einer Gleichung mit allzu vielen Unbekannten. Gerald
Schubert berichtet:
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Europäisches Jahr von Menschen mit Behinderungen - auch in Tschechien
"Nicht-Diskriminierung plus positive Handlung(en) bewirken soziale
Integration", so lautet der Leitsatz für das Europäische Jahr von
Menschen mit Behinderungen, das Ende Januar in Athen eröffnet wurde.
Teilnehmer sind alle EU-Mitgliedsstaaten, aber auch Kandidatenländer, die
Tschechische Republik eingeschlossen. Katrin Sliva berichtet darüber,
welche Aktivitäten die Tschechische Republik für das Jahr, das Menschen
mit Behinderungen gewidmet ist, plant:
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Sozialdemokratische Parlamentarier unteützen Jan Sokol als Präsidentschaftskandidat
Am 28. Februar wird die bereits dritte Wahlrunde der Präsidentschaftswahl
stattfinden. Als Kandidat wurde bislang offiziell nur von den
oppositionellen Bürgerdemokraten (ODS) deren Ex-Parteichef Vaclav Klaus
nominiert. Bei der Suche nach einem geeigneten Präsidentschaftskandidaten,
der für die ganze Regierungskoalition annehmbar wäre, haben die
sozialdemokratischen Abgeordneten (CSSD) am Mittwoch einen wichtigen
Schritt unternommen, als sie beschlossen, den Philosophieprofessor Jan
Sokol zu unterstützen. Martina Schneibergova fasst zusammen.
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Eigentum der Tschechischen Eisenbahnen muss neu bewertet werden
Das Eigentum der Tschechischen Eisenbahnen - Ceské dráhy, das am 1. Januar
unter der neuen Aktiengesellschaft Ceské dráhy und der staatlichen
Verwaltung der Eisenbahnverkehrswege (SZDC) aufgeteilt wurde, muss neu
bewertet und neu aufgeteilt werden. Das ist eines der Ergebnisse der am
Mittwoch vom tschechischen Verfassungsgericht getroffenen Entscheidung,
bei der einige Passagen des Gesetzes zur Transformation der Tschechischen
Eisenbahnen aufgehoben wurden. Näheres dazu von Lothar Martin.
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Nachholbedarf bei Abfallrecycling: Tschechien ist auf dem Weg
Abfallrecycling oder Wiederbefüllung von Flaschen können in Tschechien nach
wie vor Assoziationen an kollektive Verordnungswut oder schlicht
Erinnerungen an die Mangelwirtschaft auslösen. Doch gewinnt auch hier der
Umweltschutzgedanke nach und nach an Bedeutung. Gerald Schubert hat dazu
folgenden Beitrag gestaltet:
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Demonstration gegen "kitschige" Skulpturen in Prag
Am Dienstag protestierten Studenten und Pädagogen der Akademie der
Bildenden Künste in Prag gegen angeblich kitschige Skulpturen, die ihrer
Meinung nach öffentliche Plätze tschechischer Städte verschandeln. Ditha
Baierova berichtet:
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