Rubrikenarchiv Tagesecho
Havel: "Deutsch-tschechischer Präsident"
Václav Havel war im Bereich der deutsch-tschechischen Beziehungen ohne
Zweifel sehr aktiv. Er hat versucht, in dieser Frage auf die Meinung der
Bürger Einfluss zu nehmen, und tat dies auch oft mit in Tschechien eher
unpopulären Aussagen. Unser Mitarbeiter Martin Jezek hat Jan Hon, Mitglied
der "Union für gute Nachbarschaft", um eine Beurteilung Havels
in dieser Hinsicht gebeten.
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Besuch von Minister Tvrdík nutzen 27 tschechische Soldaten zur Heimkehr
In nahezu allen Medien der Welt nimmt die Irak-Krise derzeit eine explizite
Stellung ein. Bei TV-Kanälen kann man sehen, wie der Aufmarsch der
US-Truppen voranschreitet, in Radios und Printmedien werden wiederholt die
Aussagen führender Politiker zitiert, die nichts Gutes verheißen. Die
Kriegsgefahr im Irak wächst. Das spüren auch die in Kuwait stationierten
Soldaten der tschechischen Anti-ABC-Waffen-Einheit, denen ihr
Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdík am Montag einen Besuch abstattete.
Mit welchen Konsequenzen, dazu mehr von Lothar Martin.
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Havel verurteilt Vertreibung - Abschiedsbesuch in Berlin
Viel wurde im Vorfeld der letzten Deutschlandreise von Vaclav Havel darüber
spekuliert, ob sich der Präsident am Ende seiner Amtszeit noch einmal zu
der Vertreibung der Sudetendeutschen und den sog. Benes-Dekreten äußern
würde, die besonders im vergangenen Jahr für so viele Turbulenzen im
tschechisch-deutschen Verhältnis sorgten. Er hat es getan. Mehr dazu
erfahren Sie im folgenden Bericht von Silja Schultheis, die Vaclav Havel
am Freitag während seines Berlin-Besuchs begleitet hat.
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Uraufführung in der Staatsoper Prag: "Der Ackermann und der Tod"
Eine Weltpremiere steht am Dienstagabend auf dem Programm der Prager
Staatsoper. Nach der Konzertaufführung, die im Juni letzten Jahres in
Berlin stattfand, wird nun das Werk des zeitgenössischen tschechischen
Jazzmanns und Komponisten Emil Viklicky, "Orac a smrt" (Der
Ackermann und der Tod), als Kammeroper auf der Bühne uraufgeführt. Als
Grundlage für das Libretto diente das größte epische Werk der
frühhumanistischen deutschsprachigen Literatur aus Böhmen - "Der
Ackermann aus Böhmen" von Johannes von Tepl: ein Streitgespräch über
den Sinn des Lebens und des Todes, das um 1400 geschrieben wurde. Die Oper
ist auf Initiative des Theaterregisseurs, Dramatikers und Schauspielers,
Dusan Robert Parisek entstanden. Markéta Maurová hat ihn ans Mikrophon
gebeten.
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Politiker: Chefin des Tschechischen Statistischen Amtes soll zurücktreten
Der Druck auf die Chefin des Tschechischen Statistischen Amtes, Marie
Bohata, ist weiter angewachsen. Sowohl Politiker als auch Ökonomen sind
sich darin einig, dass der am Freitag bekannt gewordene grobe Fehler ihres
Amtes ein zwingender Grund für ihren Rücktritt sei. Dazu Dagmar Keberlova
mit weiteren Einzelheiten.
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"Jan 69" - Uraufführung eines Filmdokuments nach 34 Jahren
Ein achtminütiger Film, kein Wort, nur traurige Janacek-Musik. Auf den
Schwarz-Weiß-Aufnahmen Zehntausende trauernde Menschen, Hunderte Kränze,
das historische Universitätsgebäude, die Philosophische Fakultät, Straßen
und Plätze Prags.
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Havels Abschiedsbesuch in Deutschland
Sein erster Auslandsbesuch im Amt des Präsidenten führte ihn nach
Deutschland, und nach Deutschland kam er auch wenige Tage vor dem Ablauf
seiner Amtszeit - um Adieu zu sagen: der tschechische Staatspräsident
Vaclav Havel. Über seinen Abschiedbesuch in Berlin berichtet Jitka
Mladkova.
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Fehlanalyse des Statistischen Amtes sorgt für Unmut in der Wirtschaft
Das Bruttoinlandsprodukt der Tschechischen Republik stieg im dritten
Quartal des vergangenen Jahres um 2,7 Prozent, und nicht wie bisher
angegeben nur um 1,5 Prozent. Diese gravierende Abweichung zu einer
früheren Information gab das Tschechische Statistische Amt am
zurückliegenden Freitag auf der Grundlage einer tags zuvor durchgeführten
Revision der Außenhandelsdaten bekannt. Diese an sich positive Nachricht
löste jedoch unter Ökonomen wie Politikern berechtigten Unmut aus.
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Unübersichtlicher denn je: Die Situation rund um die Präsidentschaftswahl
Nach dem Scheitern der Präsidentschaftswahlen am Mittwoch steht nun fest,
dass die Gesetzgeber beider Kammern am kommenden Freitag ein zweites Mal
versuchen werden, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen. Ob dies jedoch
gelingt, das scheint nun noch fraglicher zu sein als beim ersten Anlauf.
Die Karten jedenfalls sind nun völlig neu gemischt: Vaclav Klaus bleibt im
Rennen, neu hinzu kommt Expremier Zeman. Gerald Schubert fasst die
momentane Situation rund um die Präsidentschaftswahlen zusammen:
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Fehlgeschlagene Präsidentenwahl deckt innenpolitische Gräben auf
Die Tatsache, dass es den Mitgliedern beider Parlamentskammern am Mittwoch
nicht gelungen ist, einen neuen tschechischen Präsidenten zu wählen, hat
eine Bedeutung, die weit über die Besetzung des höchsten Amtes im Staat
hinausreicht. Denn welche Abmachungen zwischen den einzelnen Parteien in
einer so heiklen Frage letztlich zustande kommen und welche nicht, kann
als hochsensibles Stimmungsbarometer der tschechischen Politik gelten.
Gerald Schubert wirft einen Blick hinter die Kulissen:
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