Rubrikenarchiv Spezial
Deutschsprachige Autoren aus Böhmen und die Weihnachtszeit: Rainer Maria Rilke
Das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren und Radio Prag haben
eine kleine literarische Serie zu Weihnachten gestaltet. So können Sie bei
uns vom 24. bis zum 26. Dezember Geschichten und Gedichte von
deutschsprachigen Autoren aus Böhmen, die alle etwas mit Weihnachten oder
Winter zu tun haben. Die Werke wurden vom Literaturhaus ausgewählt. An
jedem Sendetag lesen wir von einem anderen Autor vor. Zudem stellt die
Leiterin des Prager Literaturhauses, Lucie Černohousová, die Autoren
jeweils vor. Die Serie startet mit Rainer Maria Rilke.
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Langer Weg der tschechischen Staatshymne zu ihrem Status
Bei feierlichen Anlässen wie dem Staatsfeiertag, den die Tschechische
Republik am 28. Oktober als Gründungstag der Tschechoslowakei im Jahr 1918
begeht, wird unter anderem auch die Staatshymne gespielt. Gespielt und vor
allem gesungen wurde sie auch schon vor 92 Jahren, ohne offiziell als eines
der üblichen Staatssymbole zu gelten. Ebenso die Staatsflagge, die
Verfassung und das Staatswappen der Tschechoslowakei. Entsprechende Gesetze
wurden erst 1920 durch die Nationalversammlung verabschiedet. Die
tschechoslowakische Staatshymne entstand damals durch die Verbindung eines
tschechischen und eines slowakischen Liedes. Beide Lieder wurden mit der
Teilung der Tschechoslowakei im Januar 1993 wieder voneinander getrennt, um
als Nationalhymnen zweier souveräner Staaten weiter zu leben. Die
tschechische Staatshymne wird im Dezember genau 176 alt sein.
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Die Atheisten und ihr Heiliger – der tschechische Wenzelskult
Seit genau zehn Jahren ist der Namenstag des Heiligen Wenzel in Tschechien
auch offizieller Staatsfeiertag. Dem böhmischen Landespatron wurde somit
nach fast einem Jahrhundert symbolisch von Seiten des Staates wieder jene
Bedeutung zuerkannt, welche er zuletzt in den Zeiten der Monarchie hatte.
Über den Kult um den heiligen Wenzel hören Sie mehr in der folgenden
Sendung von Robert Schuster.
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Einst kommunistische Pilgerstätte und heute? Streit ums Geburtshaus von Jan Hus
In Tschechien ist der 6. Juli ein Feiertag. Es wird an Jan Hus gedacht, den
mittelalterlichen religiösen Reformator, den die katholische Kirche 1415
in Konstanz verbrennen ließ. An diesem Tag findet in seinem
südböhmischen Geburtsstädtchen Husinec traditionell ein ökumenischer
Gottesdienst statt. Politiker aller Couleur lassen sich meist nicht die
Gelegenheit entgehen, dort eine Festrede zu halten. Im Schatten der Feier
stellt sich jedoch die Frage, was mit dem Geburtshaus von Jan Hus in der
Zukunft geschehen soll.
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Kirchliches Konservatorium Opava blickt auf 10 erfolgreiche Jahre zurück
Wir begeben uns nach Opava / Troppau. Vor zehn Jahren wurde in der
historischen Stadt Mährisch-Schlesiens eine hierzulande einmalige
Ausbildungsstätte ins Leben gerufen – das Kirchliche Konservatorium. Wir
berichten über den Werdegang der Schule und ihre erfolgreiche Etablierung.
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2009: Tschechien im internationalen Scheinwerferlicht
Dass 2009 ein außerordentlich turbulentes Jahr für Tschechien war, das
wissen nicht nur die Tschechen selbst. Vieles von dem, was in Prag
passierte oder nicht passierte, hatte erhebliche Auswirkungen auf ganz
Europa. Und so stand im abgelaufenen Jahr vor allem die tschechische
Politik im Scheinwerferlicht einer internationalen Öffentlichkeit. Gerald
Schubert erinnert an die wichtigsten Ereignisse.
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„Kurzwellen-Weltreise in der Neujahrsnacht“ (Joseph Wechsberg)
Zum Jahreswechsel hat Radio Prag ein Stück Literatur ganz speziell - aber
keinesfalls nur - für die Kurzwellen-Fans ins Programm genommen. Es ist
ein kurzes Hörstück auf der Grundlage einer Erzählung von Joseph
Wechsberg aus dem Jahre 1937. Die Erzählung „Kurzwellen-Weltreise in der
Neujahrsnacht“ war am 1. Januar 1937 im Prager Tagblatt erschienen.
Wechsberg beschreibt eine Zeit, in der noch niemand zu träumen wagte von
der Lichtgeschwindigkeit, mit der eine E-mail auf der anderen Seite des
Erdballs landet. Auf den Geschmack von Geschwindigkeit war man allerdings
schon gekommen. Nichts konnte zu dieser Zeit den Erdball schneller umrunden
als Radiowellen. Hören Sie die Kurzwellen-Weltreise von Joseph Wechsberg,
gelesen und bearbeitet von Christian Rühmkorf.
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In Boží Dar amtiert das Christkind auf der Post und lehrt Kinder die Natur
Ein tschechischer Ort hat es zum Christkind besonders nah. Er liegt hoch
oben auf einem Gebirgskamm, und Himmlisches klingt auch in seinem Namen an:
das Erzgebirgsstädtchen Boží Dar / Gottesgab. Mit 1028 Meter Seehöhe
ist es der höchste Ort in ganz Tschechien. Einst wurde hier Silber
gewonnen, heute ist Boží Dar ein beliebter Wintersportort. Deutsche wie
tschechische Urlauber wedeln über die Skipisten bei der sächsischen
Grenze zu Tal. Die Gäste aber wollen etwas geboten bekommen. Die
himmlische Lage, der göttliche Name, die schneereichen Winter: wie
geschaffen als Heimstatt für das Christkind, sagte sich der Gemeinderat.
Und er schuf dem Christkind in Boží Dar eine zauberhafte Fabelwelt.
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„Der kleine Maulwurf“ oder ein tschechisch-deutscher Kulturtransfer
Prag-Touristen kennen ihn ganz sicher: den kleinen Maulwurf.
Maulwurf-T-Shirts, Maulwurf-Tassen, -Kuscheltiere, -Kugelschreiber,
-Kochschürzen und so weiter füllen mittlerweile jeden gut sortierten
Prager Souvenirladen. Kein Wunder, ist der kleine Maulwurf, der auf
Tschechisch Krtek heißt, doch tschechisches Kulturgut. Aber man muss nicht
extra nach Tschechien reisen, um den kleinen Maulwurf kennen zu lernen.
Seine Karriere begann die Zeichentrickfigur bereits vor über 50 Jahren im
Fernsehen. Seit weit über 30 Jahren ist er auch im deutschen Fernsehen
regelmäßig zu sehen. Aber wissen seine kleinen und großen Fans in
Deutschland auch, dass der kleine Maulwurf aus dem Nachbarland Tschechien
kommt? Patrick Gschwend hat auf deutschen Spielplätzen nachgefragt.
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Kardinal Vlk: Als Kind wollte ich Pilot werden
Er studierte Archivwesen und Theologie und wurde zum Priester geweiht.
Während der kommunistischen Zeit zehn Jahre lang als Fensterputzer
gearbeitet. Zum Priesterberuf durfte er erst 1989 wieder zurückkehren:
Miloslav Vlk. Kurz nach der Wende wurde er zum Bischof von České
Budějovice / Budweis und 1991 zum Erzbischof von Prag geweiht. Vor 15
Jahren hat ihn der Papst zum Kardinal ernannt. Nächstes Jahr möchte der
77jährige Vlk seinen eigenen Worten zufolge vom Erzbischofsposten
zurücktreten. Vorläufig ist aber sein Kalender voll von Terminen:
Gottesdienste, Vorträge, Treffen, internationale Tagungen. Radio Prag hat
mit Kardinal Vlk kurz vor dem Weihnachtsfest gesprochen.
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