Rubrikenarchiv Spaziergang durch Prag
Prag verabschiedet sich von einem Symbol – der Straßenbahn T3
Aus Prag ist sie kaum wegzudenken. Die Straßenbahn T3 ist seit den 70er
Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem Symbol der Moldaumetropole geworden.
Davon zeugt, dass sie ab den 1970er Jahren auch in vielen tschechischen
Filmen gezeigt wurde und auf Ansichtskarten zu sehen war. Nach vierzig
Jahren wird sich die Hauptstadt aber nun bald von der rot-gelben Schönheit
verabschieden. Im Prager Liniennetz sind die T3-Straßenbahnen in den
vergangenen Jahren allmählich durch modernere Wagentypen ersetzt worden. mehr...
Werbeplakate gab es in Prag schon im 19. Jahrhundert
Oft liest oder hört man heutzutage Klagen darüber, wie das Stadtzentrum
von Prag durch die verschiedensten Werbetafeln und geschmacklose Plakate
verunstaltet wird. Kaum jemand ahnt jedoch, dass es ähnliche Beschwerden
über die überall präsente Werbung schon vor mehr als 100 Jahren gab. mehr...
Kaiser, Krönungen und Kutschen – willkommen in Ctěnice
Historische Sehenswürdigkeiten gibt es nicht nur im Stadtzentrum von Prag.
Auch am Stadtrand, auf dem Gebiet der früher selbständigen Gemeinden,
findet man Schlösser, Festungen sowie Industriearchitektur, die einen
Besuch wert sind. Im Stadtteil Vinoř, am nordöstlichen Rand von Prag
befindet sich das Schlossareal Ctěnice. Vor vier Wochen haben wir Sie mit
der Geschichte der Gemeinde und des Renaissanceschlosses bekannt gemacht.
Dabei versprachen wir, die Führung durch das Areal fortzusetzen.
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Die Mumie kehrt zurück – ins Náprstek-Museum
Eine von ihnen ist 3300 Jahre alte, die anderen sind um ein paar
Jahrhunderte jünger. Wenn auch hoch betagt, ziehen sie die Aufmerksamkeit
nicht nur von Experten auf sich. Die Rede ist von Mumien aus dem alten
Ägypten, die aus den Sammlungen des Prager Nationalmuseums stammen. Einige
von ihnen sind in einer Ausstellung zu sehen, die im Náprstek-Museum
gezeigt wird. mehr...
Schloss Ctěnice
Einzigartige Baudenkmäler gibt es nicht nur im historischen Stadtkern von
Prag, viele architektonische Sehenswürdigkeiten findet man auch am Rand
der tschechischen Metropole, in den früher selbständigen Gemeinden. So
zum Beispiel das Schlossareal von Ctěnice, das sich am nordöstlichen
Stadtrand von Prag befindet. Die dortige mittelalterliche Festung wurde im
16. Jahrhundert in ein Renaissanceschloss verwandelt. Das Schlossareal
wechselte oft den Besitzer und wurde auch danach noch weiter umgebaut. Seit
1995 wird es vom Prager Informationsdienst verwaltet, der für die
gründliche Instandsetzung des Schlosses gesorgt hat. mehr...
Hagibor: ein Ort mit lehrreicher Geschichte
Altersheim, Sportareal, Konzentrationslager für Juden, später für
Tschechen und noch später für Deutsche, ein Krankenhaus und schließlich
ein Seniorenheim. So kann man die Geschichte des Ortes kurz zusammenfassen,
den die Prager unter dem Namen „Hagibor“ kennen. Vor drei Jahren hat
die Prager Jüdische Gemeinde auf dem Hagibor-Areal ein Seniorenheim
eröffnet, das vor allem für Holocaust-Überlebende aus den jüdischen
Gemeinden aus ganz Tschechien bestimmt ist. mehr...
Karlín – die älteste Prager Vorstadt
Noch am Ende des 19. Jahrhunderts war der Unterschied zwischen dem
historischen Prag und seinen Vorstädten recht groß. Dies gilt auch für
die älteste Prager Vorstadt Karlín. Im Laufe des 19. Jahrhunderts stieg
die Bedeutung von Karlín nicht nur aufgrund der wachsenden Einwohnerzahl,
sondern auch dank der neuen Industrieunternehmen und dem neu angelegten
Flusshafen. Karlín im Wandel der Zeit ist das Thema einer Ausstellung, die
zurzeit im Prager Stadtmuseum zu sehen ist. mehr...
Von England inspiriert: die Familienhäuser von Architekt Jan Kotěra
Er war ein international anerkannter Architekt und der Wegbereiter der
modernen tschechischen Architektur. Als Pädagoge beeinflusste er eine
ganze Generation von Architekten. Jan Kotěra hat sich zudem um den
modernen Familienwohnbau verdient gemacht. Ende des vergangenen Jahres sind
140 Jahre seit Kotěras Geburt vergangen. Aus diesem Anlass wurde das Jahr
2011 zum Kotěra-Jahr ausgerufen. In einem von Kotěras ersten Bauwerken
wurde diese Woche eine Ausstellung über den Architekten und die von ihm
entworfenen Familienhäuser eröffnet. mehr...
Unauffällig, aber wertvoll: Bürgerinitiative versucht historisches Haus auf dem Wenzelsplatz vor Abriss zu retten
Es ist eine einfache Mathematik: Würde man den Wünschen verschiedener
Investoren in Prag entgegenkommen und jedes Jahr zwei Häuser abreißen,
die zwar auf dem Gebiet der Denkmalschutzzone stehen, aber nicht als
Kulturdenkmal geschützt werden, würden in zehn Jahren 40 Häuser in der
Prager Denkmalschutzzone verschwinden. Die Lust, altehrwürdige Gebäude
abzureißen, scheint in den letzten zwei Jahren fast ansteckend zu sein.
Vorige Woche wurde das Urteil über ein Haus aus dem 19. Jahrhundert
gefällt, das an der Ecke des Wenzelsplatzes zuer Opletalova-Straße steht.
Unterstützt von einigen bekannten Persönlichkeiten versuchen nun die
Liebhaber des alten Prag das Gebäude doch noch vor dem Abriss zu retten. mehr...
Dominikaner öffnen das Kloster für die Öffentlichkeit
Klöster waren von Anfang an nicht nur Gebetshäuser, sondern dienten zudem
als Kultur-, Bildungs- oder Wirtschaftszentren. Auch das Prager
Dominikanerkloster war früher ein wichtiges Bildungszentrum. Die
Dominikaner haben nach Wende von 1989 ihre Tätigkeit in St. Ägidius in
der Prager Altstadt wieder aufgenommen. In den vergangenen zwanzig Jahren
haben sie ihre Gemeinschaft erneuert und knüpfen an die Tradition an, die
in den 1950er Jahren mit Gewalt abgebrochen wurde. Dies reicht jedoch
heutzutage nicht mehr. Die Ordensgemeinschaften, die nicht mehr so viele
Mitglieder wie in ihren besten Zeiten haben, suchen nach Möglichkeiten, in
der modernen Welt auch den Teil der Gesellschaft anzusprechen, der
außerhalb der Kirche steht. Die Prager Dominikaner haben vor, das Kloster
der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und im Zentrum der tschechischen
Hauptstadt ein Bildungs- und Kulturzentrum von internationaler Bedeutung zu
errichten. mehr...

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