Rubrikenarchiv Schauplatz
Präsidentschaftswahl 2013 wirft Schatten voraus: Erste Kandidaten stehen bereit
Die tschechische Regierungskoalition will den nächsten Staatspräsidenten
gerne direkt vom Volk wählen lassen und hat die Gesetzesinitiative dazu
bereits gestartet. Doch ob es bei der Wahl im Jahr 2013 auch so kommt, ist
noch gar nicht sicher. Dennoch hat am Freitag mit Senats-Vizepräsident
Přemysl Sobotka bereits der zweite bedeutende tschechische Politiker sein
Interesse für das höchste Amt im Staat angekündigt. Schon vor wenigen
Wochen erklärte Außenminister Karl Schwarzenberg seine Bereitschaft, sich
der Wahl zu stellen. mehr...
Abenteuer Rentenreform
Tschechien hat sich vor kurzem zu der Gruppe jener Staaten gesellt, die ihr
bisheriges Rentensystem einer grundlegenden Änderung unterziehen wollen.
Das Schlüsselwort dabei lautet Eigenverantwortung, was bedeutet, dass ein
Teil der künftigen Renten aus den Erträgen von Rentenfonds generiert
werden soll. Ob sich allerdings die Tschechen auf das Abenteuer mit der
teilweise durch den Kapitalmarkt gedeckten Rente einlassen werden, ist noch
offen. mehr...
Soziales Pulverfass Nordböhmen
Es begann mit einer Schlägerei im nordböhmischen Rumburk / Rumburg und
endete mit Protesten der örtlichen Bevölkerung gegen die Roma. Auch in
anderen Orten des so genannten Schlukenauer Zipfels werden die Roma für
den Anstieg der Kriminalität verantwortlich gemacht. Die Region
Nordböhmen wird mit ihren seit vielen Jahren aufgestauten und ungelösten
sozialen Problemen oft mit einem Pulverfass verglichen. Droht nun eine
Explosion? mehr...
Tschechen regeln ihr Verhältnis zum kommunistischen Widerstand
Der antikommunistische Widerstandskämpfer Ctirad Mašín ist am Samstag in
den Vereinigten Staaten gestorben. Sein Tod hat erneut die öffentliche
Aufmerksamkeit auf das Verhältnis der Tschechen zu ihrer kommunistischen
Vergangenheit gerichtet. Zuvor war erst vor kurzem, von der breiten
Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, nach vielen Jahren politischen
Tauziehens ein Gesetz verabschiedet worden, das den so genannten „Dritten
Widerstand“, also den Widerstand gegen das kommunistische Regime,
definiert. Demnach werden die Teilnehmer des kommunistischen Widerstands
auf eine Stufe mit Kriegsveteranen gestellt. Mehr zum Umgang mit der
kommunistischen Vergangenheit in Tschechien im folgenden Schauplatz. mehr...
Die Tschechen lieben ihre Krone, der Euro muss warten
Dass die Tschechen die EU-Mitgliedschaft ihres Landes in erster Linie als
pragmatische Kosten-Nutzen-Frage verstehen, ist hinlänglich bekannt. Doch
wenn es um ihr Geld geht, sprich die Ersetzung der Tschechischen Krone
durch den Euro, kommen auf einmal auch noch andere Faktoren ins Spiel. Mehr
dazu hören Sie von Robert Schuster im folgenden Schauplatz. mehr...
„In Tschechien gibt es keine naturnahe Forstwirtschaft“ – Interview mit Professor Fanta
Der Streit um die Bekämpfung des Borkenkäfers im Böhmerwald spitzt sich
zu. Seit vergangener Woche blockieren Umweltaktivisten eine Stelle im
dortigen Nationalpark, wo rund 3000 Bäume gefällt werden sollen, die vom
Käfer befallen wurden. Es geht aber nicht nur um diesen Fall, sondern
allgemein darum, ob in den strengsten Schutzzonen des Parks der Wald seiner
natürlichen Entwicklung überlassen werden soll, oder ob auch gefällt
werden darf. Denn seit einigen Jahren schon stehen sich beide Seiten fast
unversöhnlich gegenüber: die Regionalpolitiker und die Holz verarbeitende
Industrie auf der einen Seite sowie die Wissenschaftler und Naturschützer
auf der anderen Seite. Der neue Nationalpark-Leiter Jan Stráský hat den
Konflikt erneut angeheizt. Er will nämlich fällen lassen, auch wenn
Umweltminister Chalupa dafür Auflagen stellt. Über das Thema sprach Radio
Prag mit dem Forstwissenschaftler Professor Josef Fanta. mehr...
Regierung hat Krise überwunden, Zweifel an ihrer Lebensfähigkeit bleiben
Das Scheitern der tschechischen Mitte-Rechts-Regierung von Premier Petr
Nečas konnte letzte Woche wieder einmal im letzten Augenblick verhindert
werden. Der aufmüpfige kleine Koalitionspartner von der Partei der
öffentlichen Angelegenheiten (VV) wurde befriedet. Alles Eitel
Sonnenschein nun? Die politischen Kommentatoren gehen in ihren Ansichten
dazu auseinander. mehr...
Vaterfigur und Polarisierer zugleich – Präsident Vaclav Klaus beging seinen 70. Geburtstag
Kaum ein tschechischer Politiker spaltet die öffentliche Meinung so sehr
wie Staatspräsident Václav Klaus. Er liebt es, seine Meinung gegen den
Strich zu vertreten. Am Sonntag hat nun Klaus seinen 70. Geburtstag
gefeiert. Doch schon in den Wochen zuvor hatten die Medien die tschechische
Öffentlichkeit auf dieses Jubiläum langsam eingeschworen. Es begann ganz
„harmlos“ mit Bilderserien in den wichtigsten Tageszeitungen und endete
unter anderem mit Exklusivinterviews mit dem Staatsoberhaupt – nicht
zuletzt auch im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Rundfunk. Solch ein
Jubiläum lässt sich natürlich aus unterschiedlichen Blickwinkeln
betrachten. Wir versuchen dies nun zusammen mit unserem Mitarbeiter, dem
Politologen Robert Schuster. mehr...
Tschechische Militärmission in Afghanistan forderte weiteres Opfer
Am Sonntag kurz nach Mittag lag tiefe Trauer über dem Militärflughafen
Kbely am Nordrand Prags. Unweit der Landebahn fand ein öffentlicher
Trauerakt zu Ehren des Feldwebels Robert Vyroubal statt, der vergangene
Woche in Afghanistan bei einem Sprengstoffanschlag getötet wurde. Er ist
das insgesamt vierte Opfer, das die Tschechische Armee am Hindukusch zu
beklagen hat; in memoriam wurde Vyroubal zum Leutnant ernannt. mehr...
Rentenreform: Gewerkschaften, Arbeitgeber und Fachleute kritisieren Regierungspläne
Symbolisch fünf Minuten vor zwölf Uhr startete am vergangenen Samstag
eine von den Gewerkschaften organisierte Demonstrationen gegen die Reformen
der bürgerlichen Regierung von Premier Petr Nečas. Zu den zentralen
Kritikpunkten gehört dabei insbesondere die vorgesehene Reform der
Rentensysteme. mehr...

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