Rubrikenarchiv Schauplatz
Regierungsbericht: Tschechische Roma in vielen Bereichen diskriminiert
Vergangene Woche hat der tschechische Minister für Menschenrechte, Michael
Kocáb, der Regierung einen knapp 400 Seiten starken Bericht über die Lage
der Roma im Land vorgelegt. Das Kabinett stimmte dem Bericht zu und räumte
damit ein, dass tschechische Roma in mehreren Lebensbereichen nach wie vor
mit Diskriminierung zu kämpfen haben. Die Aufmerksamkeit der
Öffentlichkeit war der Analyse gewiss: Erst eine Woche zuvor hatte Kanada
für Tschechen die Visumpflicht eingeführt, weil immer mehr tschechische
Roma nach Kanada gereist waren, um dort um politisches Asyl anzusuchen.
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EU-Kommissar Vladimír Špidla im Radio-Prag-Interview
Die Europäische Union befindet sich – zumindest was ihre Reform betrifft
– in der Schwebe. Die Zukunft des Vertrags von Lissabon ist nach wie vor
unsicher. Irland, Tschechien und Polen sind die unsicheren Kandidaten. In
Deutschland – so will es das Bundesverfassungsgericht - muss noch ein
wenig an der nationalen Gesetzgebung gebastelt werden, erst dann kann
Bundespräsident Köhler unterzeichnen. Na und last but not least das
europa-lahme Großbritannien. Hier droht bei einem konservativen
Regierungswechsel ebenso ein Referendum über den bereits abgesegneten
Lissabon-Vertrag. Darüber sprach Christian Rühmkorf vor kurzem mit dem
tschechischen EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und
Chancengleichheit, Vladimír Špidla. Aber es ging auch um die Nachfolge in
seinem Amt und – seit langem aktuell – die Frage, warum Frauen immer
noch viel weniger verdienen als Männer.
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Perspektiva 2009: Oberfrankens Wirtschaft stellt sich vor
Oberfränkische Unternehmen haben sich in Prag vorgestellt. Vom 24. bis 26.
Juni fand hier die Perspektiva 2009 statt, das erste
oberfränkisch-tschechische
Wirtschaftstreffen in Prag. Veranstaltet wurde es von der Industrie- und
Handelskammer für Oberfranken in Bayreuth. Die Wirtschaft des
nordostbayerischen Bezirks ist breit gefächert, eine Stärke sind –
neben Kunststoffwaren, Maschinenbau, Keramik und Glas – auch regionale
Spezialitäten des Nahrungsmittelsektors. Genau diese standen auf der
Perspektiva 2009 im Mittelpunkt. Damit die oberfränkischen Spezialitäten
ihren Weg auf den tschechischen Markt finden, sind aber auch
Landeskenntnis
und Vernetzungen nötig. Auch sie half die Perspektiva 2009 aufzubauen.
Maria Hammerich-Maier war vor Ort. mehr...
Zu 100 Prozent erfolgreich? Bilanz des EU-Ratsgipfels in Brüssel
Es war der erste – und gleichzeitig wohl auch der letzte - große
Auftritt von Tschechiens Übergangspremier Jan Fischer auf dem glatten
EU-Parkett, zumindest in seiner Funktion als Ratspräsident. Die Agenda
des
Gipfeltreffens hatte es in sich und bot mit der Neubestellung des
EU-Kommissionspräsidenten, dem Dauerbrenner-Thema Finanz- und
Wirtschaftskrise und vor allem den von Irland geforderten weitreichenden
Zugeständnissen als Bedingung für eine neuerliche Volksabstimmung über
den EU-Reformvertrag von Lissabon mehr als nur eine Stolperfalle. Wie sich
die von manchen Ländern nicht besonders geschätzte Ratspräsidentschaft
in Brüssel geschlagen hat, erfahren Sie in unserer Rubrik
„Schauplatz“: mehr...
Verschiebungen auf der politischen Landkarte Tschechiens – Politologe Schuster im Interview
Die vergangene Woche war wahrlich nicht arm an politischen Ereignissen.
Nach dem Europawahlwochenende wurde die tschechische Innenpolitik gehörig
durcheinander gewirbelt. Das betrifft vor allem die kleineren
Parlamentsparteien. Die Grünen stehen nach dem verpassten Einzug ins
Europäische Parlament am Scheideweg. Bei den Christdemokraten gipfelten
Flügelkämpfe in einer Welle von Parteiaustritten. Und mit Top09 erschien
eine neue Mitte-Rechts-Partei auf der politischen Bildfläche, die vor
allem ein Sammelbecken für enttäuschte Christdemokraten ist. Über die
Verschiebungen auf der politischen Landkarte Tschechiens hat Patrick
Gschwend mit dem Politologen Robert Schuster gesprochen.
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Tschechien hat gewählt: Bürgerdemokraten gewinnen die Europawahlen
Achteinhalb Millionen Tschechinnen und Tschechen waren am Freitag und am
Samstag aufgerufen, die 22 tschechischen Abgeordneten zum Europäischen
Parlament zu wählen. Das Ergebnis steht allerdings erst seit den frühen
Morgenstunden des Montag fest: Mit der Auszählung der Stimmen wurden
nämlich erst am Sonntag um 22 Uhr begonnen, nach dem Schließen der
letzten Wahllokale in Italien und Polen. mehr...
20 Jahre Freiheit: Deutschland sagt Danke!
„20 Jahre Freiheit: Deutschland sagt Danke!“ So heißt eine
multimediale Veranstaltungstour, die am Freitag auf dem Prager Wenzelsplatz
begonnen hat und in den nächsten vier Wochen über Warschau, Danzig und
Bratislava bis nach Budapest führt. Die zentrale Botschaft: Die
demokratische Wende in der ehemaligen DDR und die Wiedervereinigung
Deutschlands konnten nicht im Alleingang erreicht werden. Auch der
friedliche Kampf für Freiheit und Demokratie in anderen Staaten trug zum
Fall der Berliner Mauer bei und schließlich zur Überwindung der deutschen
und europäischen Teilung.
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Die Prager U-Bahn heute und morgen
Vor kurzem hat die Prager Metro ihren 35. Geburtstag gefeiert. Am 9. Mai
1974 wurde der erste Abschnitt der roten Linie C zwischen den heutigen
Stationen Florenc und Kačerov eröffnet. Wir haben darüber in unserem
„Kapitel aus der Tschechischen Geschichte“ berichtet. Heute zählt das
knapp 60 Kilometer lange Netz drei Linien mit 57 Stationen. Über den
heutigen Betrieb und die Zukunft des Verkehrsmittels im Prager Untergrund
erfahren Sie mehr in unserem "Schauplatz": mehr...
Österreichischer Bundespräsident Heinz Fischer in Prag: Neues und weniger Neues
Am Donnerstag und Freitag hielt sich der österreichische Bundespräsident
Heinz Fischer, begleitet von einer hochkarätigen Delegation aus Wirtschaft
und Politik, zu einem Staatsbesuch in Prag auf. Die Visite fiel in eine
politisch nicht gerade ruhige Zeit: Außer den bilateralen Fragen zwischen
Tschechien und Österreich gab es diesmal noch eine ganze Reihe anderer
Themen zu besprechen, etwa den jüngsten Regierungswechsel in Prag oder das
weitere Schicksal des EU-Reformvertrags von Lissabon.
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Amtsübergabe im Umweltministerium
Am Freitag hat Staatspräsident Václav Klaus die neue Regierung von
Premierminister Jan Fischer angelobt. Auch einige Minister haben noch am
Freitag ihre Ressorts an ihre Nachfolger übergeben. So auch der der
bisherige Vizepremier und Umweltminister Martin Bursík, der am späten
Freitagabend Premierminister Fischer und den neuen Umweltminister Ladislav
Miko empfangen hat. Was sind die Prioritäten des neuen Ressortchefs,
welche Erwartungen hat der neue Premierminister? Wie sieht die Bilanz des
Ex-Ministers aus, fällt ihm der Abschied schwer? Das erfahren Sie nun in
unserem „Schauplatz“:
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