Rubrikenarchiv Panorama CZ
Neue Wege des „weißen Goldes“: die Porzellanstraße Böhmens
Wer von „weißem Gold“ spricht, meint Salz, Elfenbein, Schnee - oder
auch Porzellan. Einst exklusives Statussymbol, wurde das Porzellan später
zur Massenware und zum beliebtesten Werkstoff für Essgeschirr. Seit genau
300 Jahren wird Porzellan in Europa hergestellt. Die erste europäische
Porzellanmanufaktur entstand 1710 im sächsischen Meißen. Acht Jahrzehnte
darauf fasste das weiße Gold auch im gar nicht fernen Böhmen Fuß. Der
älteste Standort hierzulande war Horní Slavkov / Schlaggenwald. Noch
heute gibt es in der westböhmischen Kleinstadt eine Porzellanfabrik. Sie
hat vor kurzem die Porzellanstraße Böhmens und die internationale,
bayerisch-böhmische Porzellanstraße mitinitiiert.
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Kachelöfen aus Oberplan - ein traditionelles Heizgerät Marke Böhmerwald
Seit dem Jahr 2006 kann man auf verschiedenen Erzeugnissen aus Südböhmen
die Aufschrift "Der Böhmerwald – ein Originalprodukt"
erkennen. Dieser Schriftzug wird von einer unabhängigen Kommission
erteilt. Ihr Ziel ist es, die regionalen Produzenten und Unternehmer zu
popularisieren und die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Zu diesen
einzigartigen Produkten gehört auch der Kachelofen aus Horní Planá /
Oberplan. Radio Prag hat mit einem Ofenbauer gesprochen.
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Das Bellen der Wildnis - Schlittenhunderennen in Ostböhmen
Schlittenhunderennen werden in Tschechien immer beliebter. Diese Sportart
konnte sich so richtig erst nach der Wende durchsetzen. Aber die
tschechischen Sportler haben schnell ihre Kollegen aus dem westlichen
Europa eingeholt und heute sind sie respektierte Teilnehmer verschiedener
Rennen. Und auch als Veranstalter der Rennen sind sie anerkannt. Beweis
dafür sind nicht nur das anspruchsvollste Schlittenhunderennen
Mitteleuropas, der Šediváčkův Long im Adlergebirge, aber auch kleinere
Veranstaltungen. Radio Prag war in Ostböhmen unterwegs auf der Fährte
Rennhunde.
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Ländlich geprägt: Programm des Ausstellungsgeländes Lysá nad Labem 2010
Wen Messen und Fachausstellungen in Tschechien interessieren, der sollte
sich nicht nur in den Großstädten, sondern auch im mittelböhmischen
Lysá nad Labem umsehen. Die Kleinstadt etwa 40 km nordöstlich von Prag
hat ein privates Ausstellungsgelände. Das ganze Jahr über wechseln die
Veranstaltungen in dichter Folge ab. Die Themen reichen von der
bodenständigen Flora bis zur exotischen Fauna, vom branchenspezifischen
High Tech bis zu trendigem Lebensstil. Obwohl ursprünglich auf die Region
zugeschnitten, locken die Ausstellungen zunehmend auch Besucher aus Prag
an. Für das Jahr 2010 haben sich die Veranstalter des
Ausstellungsgeländes in Lysá nad Labem wieder viel vorgenommen.
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Einkaufsmeile mit grünem Touch: Fußgängerzone in Cheb erhält neues Gesicht
Die Stadt Cheb / Eger gestaltet die Fußgängerzone im Stadtzentrum völlig
neu. Die Fußgängerzone bildet die Einkaufsmeile der Stadt. Doch obwohl
die Auslagen voll Waren sind, wollte hier bisher nicht so recht Leben
aufkommen. Und das trotz der Nähe zum alten Marktplatz, der vor
Vitalität
strotzt. Der Grund liegt im tristen Erscheinungsbild der Fußgängerzone.
Denn prächtige alte Häuser, Terrassenrestaurants und Straßencafés wie
auf dem Marktplatz sucht man hier vergebens. Die Fußgängerzone gibt sich
allzu schlicht. Schmucklose Wohnhäuser stehen an den Rändern,
zwischendrin
liegt eine öde Asphaltstraße. Mit der Neugestaltung soll die
Einkaufsmeile nun aufgemöbelt werden und zum Bummeln und Verweilen
einladen. Ein Team von Architekten hat einen futuristisch angehauchten
Entwurf für das neue Gesicht der Fußgängerzone ersonnen. Der besondere
Stolz des Projekts sind Energie sparende Säulenleuchten, die zugleich als
Zierde dienen. Mehr zur neuen Fußgängerzone nun im folgenden Gespräch
mit dem Vizebürgermeister von Cheb, Michal Pospíšil. mehr...
Papier, Metall, statisch oder mechanisch: Weihnachtskrippen Ostböhmens
Ausgedehnte Öffnungszeiten muss jedes Jahr vor Weinachten das Museum der
Krippen in Třebechovice pod Orebem anbieten. Zwar kann man das Museum auch
das ganze restliche Jahr über besuchen, doch zieht es die Besucher vor
allem in dieser Zeit dorthin. Die Krippen aus Třebechovice sind sehr
bekannt, aber nicht die Einzigen in Ostböhmen – ein Besuch bei den
Bastlern von Weihnachtskrippen.
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Süße Geschichten: In Dobrovice entsteht ein Museum der Zuckerindustrie
Derzeit wird in den Tonnen- und Kreuzgewölben des ehemaligen Gutshofs im
mittelböhmischen Dobrovice / Dobrowitz noch geschliffen, gehämmert und
gebohrt. Doch schon neigen sich die Bauarbeiten dem Ende zu, die
Installation der Ausstellungsobjekte beginnt. Jahrzehntelang hat der
denkmalgeschützte Renaissancebau im Zentrum des 3000-Seelen-Städtchens
Dobrovice einen Dornröschenschlaf geschlafen. Dann hat ihn ein
Museumsprojekt zu neuem Leben erweckt. Die Stadtverwaltung von Dobrovice
und die örtliche Zuckerfabrik errichten in dem Renaissancehof gemeinsam
ein Museum. Es dokumentiert die Geschichte der für die Stadt so zentralen
Rübenzucht, Zucker- und Spiritusindustrie und ist das erste und einzige
seiner Art in Tschechien.
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Ostböhmen probt Aufstand gegen Verbrennungsanlage für Sondermüll
Eine große Verbrennungsanlage für Sondermüll soll im ostböhmischen
Rybitví wieder in Betrieb genommen werden. Betreiber soll die
österreichische Firma AVE CZ sein. Sie hatte vom Umweltministerium in
Prag
nach drei Jahren die Chance erhalten, die veraltete Anlage zu
modernisieren
und zu betreiben. Die Bewohner der umliegenden Dörfer und Städte sind
indes dagegen. Fast 50.000 Leute haben eine Petition gegen die
Inbetriebnahme unterzeichnet. mehr...
Die Schiffbarmachung der Moldau
Mit dem Schiff von Prag bis zur südböhmischen Landeshauptstadt Budweis.
Viele Jahrhunderte war das nur ein unerreichbarer Traum, in wenigen Jahren
wird dieser Traum aber vielleicht schon Realität. Entsprechende
Bauarbeiten haben an einigen Orten schon begonnen.
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Klemens Wenzel von Metternich und Kynžvart
Vor 150 Jahren ist Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich gestorben.
Der Außenminister und spätere Kanzler von Österreich hatte auf dem
Wiener Kongress 1814 / 1815 die politische Neuordnung Europas nach den
Napoleonischen Kriegen entscheidend mitbestimmt. Metternich besaß im
westböhmischen Kynžvart / Königswart eine Sommerresidenz. Das prunkvolle
klassizistische Schloss beherbergt bis heute die Kunstsammlungen
Metternichs und seine wertvolle Bibliothek. Obwohl Metternich in Wien
starb, hat man auf Schloss Kynžvart den runden Jahrestag nicht vergessen.
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