Rubrikenarchiv Panorama CZ

Die magischen Steinreihen von Kounov

29-08-2010 | Maria Hammerich-Maier

Foto: Roman Hartl Manche Forscher schreiben ihnen magische Kräfte zu. Doch die Steinreihen von Kounov / Kaunowa ziehen Forscher und Touristen schon allein deswegen an, weil ihr Ursprung Rätsel aufgibt. Wie, wann, von wem und wozu wurden diese Steinreihen angelegt? Vieles liegt auch heute noch im Dunkeln rund um die 1500 Steinblöcke aus Quarzit auf der Anhöhe Rovina bei dem mittelböhmischen Ort. Gewiss ist nur eines: Die Steinblöcke traten nicht auf natürliche Weise aus dem Boden hervor, sondern Menschen haben sie hingeschafft. Die Bürgermeisterin von Kounov, Dana Bechynská, führte Maria Hammerich-Maier durch das rätselhafte Steinfeld.  mehr...

Landleben und Handwerk wie anno dazumal auf dem Gutshof Bernard

01-08-2010 | Maria Hammerich-Maier

Foto: Maria Hammerich-Maier Ein originelles Beispiel der Wiederbelebung historischer Bausubstanz findet sich im westböhmischen Braunkohlerevier bei Sokolov / Falkenau. Dort steht der Gutshof Bernard aus dem Jahr 1922. Benannt ist nach dem Deutschböhmen Bernard Seebohm, der Direktor eines Kohlebergwerks war und den Gutshof errichtete. 2003 kaufte die kleine Gemeinde Královské Poříčí / Königswerth den verödeten Fachwerkbau an. Sie ließ das Gehöft aufwändig renovieren und machte daraus ein Museums- und Kulturzentrum. Seit dessen Eröffnung 2006 werden hier Handwerkskunst und das Landleben gezeigt, wie es früher war, sowie volkstümliche Traditionen gepflegt. Maria Hammerich-Maier hat sich kundig gemacht, was man am Gutshof Bernard alles sehen und erleben kann.  mehr...

Alt, aber verlässlich: die Seilbahn auf die Schneekoppe

18-07-2010 | Martin Karlík

Seilbahn auf die Schneekoppe (Foto: www.seilbahn-nostalgie.ch) Seit 60 Jahren kann man von Pec pod Snezkou / Petzer auf den höchsten tschechischen Berg, die Schneekoppe, gondeln. Früher wurde der Sessellift auch für den Transport von Lasten genutzt, heute sind es meistens Touristen, die sich die Fahrt auf rund 1600 Meter hinauf oder von dort hinunter gönnen. Mittlerweile ist aber der Umbau des Liftes zu einer Kabinenbahn beschlossene Sache.  mehr...

Ein Unternehmen mit Schliff: Carborundum Electrité

04-07-2010 | Maria Hammerich-Maier

Produkte (Foto: Carborundum Electrité) Geschichte machen nicht nur Taten von Politikern und Ideen von Künstlern, sondern auch technische Erfindungen. Ein Beispiel hierfür ist Carborundum. Das künstliche Schleifmittel aus Siliziumkarbid ist heute aus der Industrie nicht mehr wegzudenken. Erfunden wurde Carborundum vor 120 Jahren in den Vereinigten Staaten. Bald darauf gelangte es nach Europa. Im mittelböhmischen Benátky nad Jizerou / Benatek an der Iser entstanden die Internationalen Carborundum Werke. Sie waren eine Gründung der österreichischen Länderbank in Wien. Die Schleifmittelfabrik in Benátky nad Jizerou besteht bis heute. Sie heißt nun Carborundum Electrité und gehört zur Unternehmensgruppe Tyrolit. Einst wie jetzt mischt sie auf den Weltmärkten mit.  mehr...

Deutsch-tschechisches Elbkinderland machte in Hamburg Station

20-06-2010 | Martin Karlík

Rolf Zuckowski (ganz rechts). Foto: www.elbkinderland.de Während der sozialistischen Ära verband die Elbe die DDR und die ČSSR. Gleichzeitig bildete der fast 1100 Kilometer lange Fluss teilweise die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs verbindet die Elbe jene Menschen, die an diesem Fluss leben. Obwohl seit den 1990er Jahren nicht mehr 4 Mio. Tonnen Kohle pro Jahr per Schiff in das ostböhmische Kraftwerk Chvaletice gebracht werden, ist die Elbe immer noch ein wichtiger Fluss. Geplant ist, dass die Schiffe von Hamburg bis nach Pardubice fahren können. Rundfahrten bieten heute auch die Schiffe in den tschechischen Elbstädten an. Das Verbindende der Elbe zeigt auch das deutsch-tschechische Projekt Elbkinderland, das am letzten Wochenende in Hamburg und Umgebung einen Stopp eingelegt hat.  mehr...

Zwei Universen treffen sich im Kosmos: Das Prager Café „Vesmírna“

06-06-2010 | Iris Riedel

Café Vesmírna (Foto: Iris Riedel) Haben Sie Berührungsängste im Umgang mit Behinderten? Ja oder nein – Sie können das ganz leicht nachprüfen. Wenn Sie das nächste Mal in Prag sind, machen Sie einfach einen Abstecher in das Café „Vesmírna“. Dort jonglieren nämlich Behinderte die Tabletts. Und dass das gut funktioniert, davon hat sich Iris Riedel im wahrsten Sinne „mit Leib und Seele“ überzeugt.  mehr...

Missbrauch von EU-Geld in Süd- und Westböhmen – viele Projekte bedroht

23-05-2010 | Jakub Siska

Foto: Europäische Kommission Den tschechischen Regionen stehen eigentlich mehrere Milliarden Euro aus EU-Fonds für vielfältige Projekte zur Verfügung. In Süd- und Westböhmen wurden jedoch schon im März alle Projekte vorläufig gestoppt. Der Grund: Die Polizei ermittelt wegen möglichen Betrugs bei der Verteilung der Gelder aus Brüssel. Vielen Gemeinden und Organisationen entstehen deshalb große finanzielle Schäden.  mehr...

Bücher frei Haus – der Bringdienst der Stadtbibliothek Náchod

09-05-2010 | Martin Karlík

Foto: www.mknachod.cz Bücher sind für viele Menschen treue Begleiter. Doch alte Leute können irgendwann Probleme bekommen mit dem Gang in die Bücherei. Die Stadtbibliothek im ostböhmischen Náchod bietet daher einen besonderen Service: die Bestellung der Lektüre per Telefon. Seit einem halben Jahr ist das möglich.  mehr...

Vom Militärstützpunkt zur jüngsten Stadt Tschechiens: Milovice

25-04-2010 | Maria Hammerich-Maier

Der mittelböhmische Ort Milovice / Milowitz war selbst nie ein Schauplatz der Geschichte. Dennoch hat die Geschichte in ihm tiefe Fußstapfen hinterlassen. Rund ein Jahrhundert lang war bei Milovice ein großes militärisches Übungsgelände. Errichtet wurde es 1904 für die Armee Österreich-Ungarns. 1968 wurde daraus das größte Lager der sowjetischen Streitkräfte: Über 100 000 Sowjetbürger, Soldaten, Offiziere und deren Familien, lebten in Milovice. Erst nach 23 Jahren zogen die Russen wieder ab. Später wurde das Übungsgelände aufgelöst und Milovice zur Stadt erhoben. Nun wäre Milovice wieder eine Landgemeinde wie jede andere – wären da nicht jene Fußstapfen der Geschichte im Gelände wie im Bewusstsein der Menschen. Maria Hammerich-Maier hat sich erkundigt, was Milovice heute aus sich macht.  mehr...

Zimmerleute tischlern um die Wette - immer weniger Lehrlinge trotz goldenem Boden

28-03-2010 03:00 | Martin Karlík

Zlaté české ručičky – Als golden bezeichnet der Volksmund die tschechischen Hände. Also eigentlich wie geschaffen für einen Handwerkerberuf. Doch nach der Wende ist das Interesse der Tschechen oder Tschechinnen an solchen Berufen rasant gesunken, auch weil ein Hochschulstudium immer größeren Kreisen offen steht. Nach zwanzig Jahren ist die sinkende Zahl der jungen Handwerker zu spüren. Oft müssen deswegen Kräfte aus dem Ausland eingestellt werden. Um den Handwerkernachwuchs aber zu fördern, werden verschiedene Wettbewerbe veranstaltet – so zum Beispiel im ostböhmischen Jaroměř / Jermer.  mehr...

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