Rubrikenarchiv Panorama CZ
Die magischen Steinreihen von Kounov
Manche Forscher schreiben ihnen magische Kräfte zu. Doch die Steinreihen
von Kounov / Kaunowa ziehen Forscher und Touristen schon allein deswegen
an, weil ihr Ursprung Rätsel aufgibt. Wie, wann, von wem und wozu wurden
diese Steinreihen angelegt? Vieles liegt auch heute noch im Dunkeln rund um
die 1500 Steinblöcke aus Quarzit auf der Anhöhe Rovina bei dem
mittelböhmischen Ort. Gewiss ist nur eines: Die Steinblöcke traten nicht
auf natürliche Weise aus dem Boden hervor, sondern Menschen haben sie
hingeschafft. Die Bürgermeisterin von Kounov, Dana Bechynská, führte
Maria Hammerich-Maier durch das rätselhafte Steinfeld.
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Landleben und Handwerk wie anno dazumal auf dem Gutshof Bernard
Ein originelles Beispiel der Wiederbelebung historischer Bausubstanz findet
sich im westböhmischen Braunkohlerevier bei Sokolov / Falkenau. Dort steht
der Gutshof Bernard aus dem Jahr 1922. Benannt ist nach dem Deutschböhmen
Bernard Seebohm, der Direktor eines Kohlebergwerks war und den Gutshof
errichtete. 2003 kaufte die kleine Gemeinde Královské Poříčí /
Königswerth den verödeten Fachwerkbau an. Sie ließ das Gehöft
aufwändig renovieren und machte daraus ein Museums- und Kulturzentrum.
Seit dessen Eröffnung 2006 werden hier Handwerkskunst und das Landleben
gezeigt, wie es früher war, sowie volkstümliche Traditionen gepflegt.
Maria Hammerich-Maier hat sich kundig gemacht, was man am Gutshof Bernard
alles sehen und erleben kann.
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Alt, aber verlässlich: die Seilbahn auf die Schneekoppe
Seit 60 Jahren kann man von Pec pod Snezkou / Petzer auf den höchsten
tschechischen Berg, die Schneekoppe, gondeln. Früher wurde der Sessellift
auch für den Transport von Lasten genutzt, heute sind es meistens
Touristen, die sich die Fahrt auf rund 1600 Meter hinauf oder von dort
hinunter gönnen. Mittlerweile ist aber der Umbau des Liftes zu einer
Kabinenbahn beschlossene Sache.
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Ein Unternehmen mit Schliff: Carborundum Electrité
Geschichte machen nicht nur Taten von Politikern und Ideen von Künstlern,
sondern auch technische Erfindungen. Ein Beispiel hierfür ist Carborundum.
Das künstliche Schleifmittel aus Siliziumkarbid ist heute aus der
Industrie nicht mehr wegzudenken. Erfunden wurde Carborundum vor 120 Jahren
in den Vereinigten Staaten. Bald darauf gelangte es nach Europa. Im
mittelböhmischen Benátky nad Jizerou / Benatek an der Iser entstanden die
Internationalen Carborundum Werke. Sie waren eine Gründung der
österreichischen Länderbank in Wien. Die Schleifmittelfabrik in Benátky
nad Jizerou besteht bis heute. Sie heißt nun Carborundum Electrité und
gehört zur Unternehmensgruppe Tyrolit. Einst wie jetzt mischt sie auf den
Weltmärkten mit.
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Deutsch-tschechisches Elbkinderland machte in Hamburg Station
Während der sozialistischen Ära verband die Elbe die DDR und die ČSSR.
Gleichzeitig bildete der fast 1100 Kilometer lange Fluss teilweise die
Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Nach dem Fall
des Eisernen Vorhangs verbindet die Elbe jene Menschen, die an diesem Fluss
leben. Obwohl seit den 1990er Jahren nicht mehr 4 Mio. Tonnen Kohle pro
Jahr per Schiff in das ostböhmische Kraftwerk Chvaletice gebracht werden,
ist die Elbe immer noch ein wichtiger Fluss. Geplant ist, dass die Schiffe
von Hamburg bis nach Pardubice fahren können. Rundfahrten bieten heute
auch die Schiffe in den tschechischen Elbstädten an. Das Verbindende der
Elbe zeigt auch das deutsch-tschechische Projekt Elbkinderland, das am
letzten Wochenende in Hamburg und Umgebung einen Stopp eingelegt hat.
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Zwei Universen treffen sich im Kosmos: Das Prager Café „Vesmírna“
Haben Sie Berührungsängste im Umgang mit Behinderten? Ja oder nein –
Sie können das ganz leicht nachprüfen. Wenn Sie das nächste Mal in Prag
sind, machen Sie einfach einen Abstecher in das Café „Vesmírna“. Dort
jonglieren nämlich Behinderte die Tabletts. Und dass das gut funktioniert,
davon hat sich Iris Riedel im wahrsten Sinne „mit Leib und Seele“
überzeugt.
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Missbrauch von EU-Geld in Süd- und Westböhmen – viele Projekte bedroht
Den tschechischen Regionen stehen eigentlich mehrere Milliarden Euro aus
EU-Fonds für vielfältige Projekte zur Verfügung. In Süd- und
Westböhmen wurden jedoch schon im März alle Projekte vorläufig gestoppt.
Der Grund: Die Polizei ermittelt wegen möglichen Betrugs bei der
Verteilung der Gelder aus Brüssel. Vielen Gemeinden und Organisationen
entstehen deshalb große finanzielle Schäden.
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Bücher frei Haus – der Bringdienst der Stadtbibliothek Náchod
Bücher sind für viele Menschen treue Begleiter. Doch alte Leute können
irgendwann Probleme bekommen mit dem Gang in die Bücherei. Die
Stadtbibliothek im ostböhmischen Náchod bietet daher einen besonderen
Service: die Bestellung der Lektüre per Telefon. Seit einem halben Jahr
ist das möglich.
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Vom Militärstützpunkt zur jüngsten Stadt Tschechiens: Milovice
Der mittelböhmische Ort Milovice / Milowitz war selbst nie ein Schauplatz
der Geschichte. Dennoch hat die Geschichte in ihm tiefe Fußstapfen
hinterlassen. Rund ein Jahrhundert lang war bei Milovice ein großes
militärisches Übungsgelände. Errichtet wurde es 1904 für die Armee
Österreich-Ungarns. 1968 wurde daraus das größte Lager der sowjetischen
Streitkräfte: Über 100 000 Sowjetbürger, Soldaten, Offiziere und deren
Familien, lebten in Milovice. Erst nach 23 Jahren zogen die Russen wieder
ab. Später wurde das Übungsgelände aufgelöst und Milovice zur Stadt
erhoben. Nun wäre Milovice wieder eine Landgemeinde wie jede andere –
wären da nicht jene Fußstapfen der Geschichte im Gelände wie im
Bewusstsein der Menschen. Maria Hammerich-Maier hat sich erkundigt, was
Milovice heute aus sich macht.
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Zimmerleute tischlern um die Wette - immer weniger Lehrlinge trotz goldenem Boden
Zlaté české ručičky – Als golden bezeichnet der Volksmund die
tschechischen Hände. Also eigentlich wie geschaffen für einen
Handwerkerberuf. Doch nach der Wende ist das Interesse der Tschechen oder
Tschechinnen an solchen Berufen rasant gesunken, auch weil ein
Hochschulstudium immer größeren Kreisen offen steht. Nach zwanzig Jahren
ist die sinkende Zahl der jungen Handwerker zu spüren. Oft müssen
deswegen Kräfte aus dem Ausland eingestellt werden. Um den
Handwerkernachwuchs aber zu fördern, werden verschiedene Wettbewerbe
veranstaltet – so zum Beispiel im ostböhmischen Jaroměř / Jermer.
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