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Weitere anhaltende Schneefälle haben den gesamten Mittwoch über den Verkehr auf Tschechiens Straßen und Autobahnen erschwert bis stark behindert. Vor allem schwere Trucks hatten bei Bergauffahrten erhebliche Probleme. In Nordböhmen wurde daher ab 13.30 Uhr die frequentierte Fernstraße 10 von Tanvald / Tannwald bis Harrachov / Harrachsdorf und weiter bis Polen für Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen gesperrt. In Richtung Polen werden sie über die Fernstraße 13 und den Grenzübergang Hrádek nad Nisou / Grottau umgeleitet. Auf der Hauptverkehrsader, der Autobahn D1, plant die Polizei wegen des Wetters die Fahrtgeschwindigkeit auf 80 Kilometer pro Stunde zu begrenzen.

Hintergrund für die Maßnahme ist einer Massenkarambolage, die sich am Dienstag auf der D1 zwischen Prag und Brno / Brünn ereignet hat. Darin verwickelt waren über 50 Fahrzeuge, so dass die Polizei die Autobahn ab Dienstagmittag in beide Richtungen sperren musste. Nach zweieinhalb Stunden konnten die ersten Autos In Richtung Brünn weiterfahren, nach Prag war dies erst am Mittwochmorgen ab 8 Uhr möglich, jedoch nur einspurig. Seit dem späten Nachmittag ist auch die zweite Fahrspur wieder frei.

Wegen starker Schneefälle und eines Unfalls war am Mittwoch auch die nordwestböhmische Fernstraße 21 zwischen Cheb / Eger und Plzeň / Pilsen vorübergehend gesperrt. Für neun Stunden war ebenso ein Teilstück der Autobahn D35 in Richtung Olmouc / Olmütz nicht befahrbar. Die Ursache hierfür war ein Unfall mit Todesfolge. Ein Pkw-Fahrer hatte am frühen Morgen einen leblosen Körper überfahren und meldete der Polizei daraufhin einen Wildschaden. Anstatt eines toten Tieres fand diese dann aber einen leblosen Menschen am Unfallort. Am Donnerstag müssten sich die Autofahrer zudem auf sehr starke Sturmböen einstellen, meldete der Wetterdienst.