Rubrikenarchiv Kultursalon
Die Kneipe - ein Grundelement der tschechischen kulturellen Identität
Das Phänomen „Tschechische Kneipe“ kann man aus verschiedenen
Blickwinkeln betrachten und bewerten. Dies geschieht hierzulande seit
geraumer Zeit auch, und nicht nur im Rahmen der Sozialforschung. Die
traditionelle Kneipe wird von Experten auch als Ausdruck der tschechischen
Kultur betrachtet. In der Geschichte des Landes hat sie eine Zeitlang sogar
eine kulturpolitische Rolle eingenommen. Doch der Wandel der Zeit ist nicht
spurlos an der tschechischen Kneipe vorübergegangen. Die Materie ist
vielschichtig, deswegen hier eine Annäherung an das Thema. mehr...
Tor der Pilger: Junge Musiker spielen Oratorium über den hl. Adalbert
Am 23. April wird in Tschechien der Namenstag des heiligen Vojtěch
(Adalbert), eines der böhmischen Landespatrone, gefeiert. Zu seinem Ehren
hat Jiří Pavlica das Oratorium „Porta Peregrinorum“ („Tor der
Pilger“) komponiert. Es erklingt am Sonntag im Veitsdom auf der Prager
Burg, der auch den heiligen Adalbert und Wenzel geweiht ist. Gespielt wird
das Werk vom Orchester Europera, in dem junge Musiker aus Deutschland,
Polen und Tschechien zusammen musizieren. mehr...
Václav-Havel-Bibliothek: Dokumentationszentrum und lebendige Kultur
Bereits mehrere Gebäude und Orte wurden in der letzten Zeit vor kurzem
verstorbenen Ex-Präsidenten Václav Havel benannt. Erwähnt sei nur der
Prager Flughafen, über dessen Umbenennung die Regierung kürzlich
entschieden hat. Die Václav-Havel-Bibliothek ist nicht nur eine
Institution, die den Namen Havels trägt, sondern sie wurde vor bereits
acht Jahren von ihm gegründet. Heute hat sie zwei Teile: eine
Dokumentationsarbeitsstelle sowie einen Kulturklub. Mehr über die
Bibliothek erfahren Sie im heutigen Kultursalon. Radio Prag hat ihren
Programmdirektor, Jáchym Topol, ans Mikrophon gebeten. mehr...
Bewohner der Tschechischen Republik und ihre Beziehung zum Buch
Sag mir was du liest, und ich sage dir was für ein Mensch du bist. Diesen
einst beliebten Spruch bekommt man heutzutage nicht mehr allzu oft zu
Gehör. Vielleicht ist es auch darauf zurückzuführen, dass in der
heutigen Zeit das Lesen trotz der alljährlichen Titelflut keinen so hohen
Stellenwert mehr einnimmt wie früher. Nicht von ungefähr werden in vielen
Ländern Untersuchungen dieses Phänomens durchgeführt. Ihre Ergebnisse
bestätigen das lustvolle Lesen früherer Generationen in der Tat nicht
mehr. Wie ist es in Tschechien um die Leselust bestellt? Bisher wurden
hierzulande nur zwei Umfragen zu diesem Thema durchgeführt. mehr...
„Die Todesmühlen“ – Hanuš Burger zwischen Deutschen und Tschechen, zwischen Theater und Film (II)
In unserem letzten Kultursalon haben wir die Ausbildung und die ersten
Karriereschritte Hanuš Burgers begleitet. Vor dem Aufstieg der Nazis
musste er nach Amerika flüchten. Dort konnte sein Dokumentarfilm
„Crisis“ über den Aufstieg der Sudetendeutschen Partei Erfolge feiern.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrt er als Soldat nach Europa
zurück. Damit endet sein Weg durch die Wirren des 20. Jahrhunderts aber
noch lange nicht. mehr...
„Crisis“ – Hanuš Burger zwischen Deutschen und Tschechen, zwischen Theater und Film (I)
Hanuš (Hans) Burger war Dramaturg, Regisseur und Bühnenbildner – und er
dreht den einzigen Dokumentarfilm über den Aufstieg der Sudetendeutschen
Partei in der Tschechoslowakei. Der Prager stammt aus einer jüdischen
Kaufmannsfamilie, absolviert jedoch eine Lehre zum Bühnenbildner. Danach
beginnt eine Karriere, die ihn bis nach Amerika sowie durch sämtliche
Konfliktregionen Mitteleuropas führen sollte. Radio Prag wirft einen Blick
auf das interessante Leben eines intellektuellen Querkopfs. mehr...
"Inseln des Widerstands": Bilanz der tschechischen bildenden Kunst 1985 – 2012
„Ostrovy odporu – Inseln des Widerstandes“. Unter diesem Titel findet
derzeit eine Ausstellung in der Nationalgalerie in Prag statt. Sie soll
eine Bilanz der tschechischen bildenden Kunst in den letzten 25 Jahren
vorlegen. Mit Inseln sind verschiedene Gruppen und Strömungen gemeint, die
es in der zeitgenössischen künstlerischen Szene nebeneinander gab und
weiterhin gibt. Ihr Widerstand richtet sich gegen Uniformität, gegen
Konventionen und gegen Langweile. Radio Prag hat über die Ausstellung mit
ihren Kuratoren, Jana und Jiří Ševčík gesprochen. mehr...
Polnische Regisseurin Agnieszka Holland dreht in Prag einen Spielfilm über Jan Palach
Die Werkliste der international renommierten polnischen Filmregisseurin
Agnieszka Holland (1948) ist lang. Aktuell wird sie um einen neuen
Spielfilm erweitert. Die dreimal für den Oscar nominierte Künstlerin hat
das Angebot angenommen, einen Dreiteiler über die Ereignisse des Jahres
1969 nach der Selbstverbrennung des Studenten Jan Palach in Prag zu drehen.
Die Dreharbeiten zu dem Film mit dem Titel „Der brennende Dornbusch“
sollen im März beginnen. Produziert wird der Film vom privaten
Fernsehsender HBO Tschechien auf Grundlage eines tschechischen Drehbuchs.
Ausführliche Informationen über den Spielfilm wurden kürzlich auf einer
Pressekonferenz in Prag präsentiert. mehr...
Tschechisch-polnisch-deutsche Ausstellung „Europa Jagellonica“ präsentiert Kunst des mächtigen Herrscherhauses
„Europa Jagellonica 1386/1572: Kunst und Kultur Mitteleuropas zur Zeit
der Jagiellonen“ - unter diesem Titel wird eine umfangreiche
tschechisch-polnisch-deutsche Ausstellung in den nächsten Monaten durch
drei Länder Europas wandern und Interessenten die Kunst und Kultur des
späten Mittelalters und der frühen Neuzeit zeigen. Die Ausstellung ist
auf Grund eines internationalen Forschungsprojekts des
Geisteswissenschaftlichen Zentrums für Geschichte und Kultur
Ostmitteleuropas an der Universität in Leipzig zustande gekommen. Sie wird
von vier Kunstmuseen aus Tschechien, Polen und Deutschland veranstaltet.
Näheres zur Ausstellung erfahren Sie jetzt in unserem Kultursalon. Radio
Prag hat dazu den Kurator der Ausstellung, Kunsthistoriker Jiří Fajt, ans
Mikrophon gebeten.
mehr...
LITERAToUR.CZ: Beginn einer Lesereise in die deutschsprachigen Länder
Die tschechische Literatur ist weltbekannt: Namen wie Václav Havel, Milan
Kundera, Bohumil Hrabal und Jáchym Topol sind auch vielen Menschen im
Ausland ein Begriff. Doch zeitgenössische Autoren aus der
Tschechischen Republik sind jenseits der Grenzen eher unbekannt. Um das
zu ändern, hat eine Allianz aus deutschsprachigen Literaturhäusern und
Tschechischen Zentren junge Autoren und Autorinnen versammelt, um sie auf
eine Reise in die deutschsprachigen Länder zu schicken. Radio Prag war
beim Startschuss der LITERAToUR im Prager Tschechischen Zentrum dabei. mehr...
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