Rubrikenarchiv Kultursalon
Auf den Wellen der Musik ins neue Jahr spaziert
Für den Neujahrstag haben wir ein spezielles Programm vorbereitet. Sein
Leitmotto verrät schon viel: „Auf den Wellen der Musik ins neue Jahr
spaziert“. Die Musik, die Sie bei uns hören werden, stammt von
Komponisten, die allgemein als Deutsche oder Österreicher gelten, aber
noch etwas Weiteres gemeinsam haben, das seltener erwähnt wird - sie oder
ihre Vorfahren haben böhmische beziehungsweise mährische Wurzeln. Oder
aber sie haben zu Zeiten der Donaumonarchie hierzulande Wurzeln geschlagen.
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Tschechiens Comic-Ikone Kája Saudek erregt wieder Aufmerksamkeit
Ein Superheld auf vier Rädern und eine vollbusige Blondine aus Pappkarton
verzieren gerade die Schaufenster des Tschechischen Zentrums in Prag. Wer
einen Blick hinein wagt, der bekommt eine Ausstellung zum Frühwerk des
großen Stars der tschechischen Comic-Szene Kája Saudek zu sehen. Der
Comiczeichner Kája Saudek stand in den vergangenen Jahren oft nur im
Schatten seines Bruders, des international erfolgreichen Fotografen Jan
Saudek.
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Alternative Musikszene in der Vor- und Nachwendezeit
Die mannigfaltige Alternativszene, wie man sie heute in Tschechien in
verschiedensten Kunstbereichen kennt, konnte sich erst nach der politischen
Wende vor 20 Jahren entfalten. Bis dahin war es für alle, die sich nicht
auf dem vom Staat streng kontrollierten und ideologische lizenzierten
Mainstream-Weg bewegen wollten, extrem kompliziert. Wir bringen einen
Rückblick in die Vor- und Nachwendezeit.
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Wohnen und Schreiben am Urknall Europas: Gespräch und Lesung mit dem Schriftsteller Werner Fritsch
Waldsassen liegt mitten in Europa, nämlich an der baeyrisch-tschechischen
Grenze. Trotzdem galt es bis 1989 als das Ende der westlichen Welt. Nach
dem europäischen Urknall, nämlich dem Fall des Eisernen Vorhangs, lag es
wieder im Zentrum des Kontinents, aber seine Urigkeit hat sich die Region
bewahrt. Von hier stammt auch der Autor Werner Fritsch, der in seinen
Büchern die verschwindende Seele dieser Urregion im Herzen Europas
festschreibt. Iris Riedel hat sich mit ihm in einem Prager Café zum
Gespräch und einer kurzen Lesung getroffen.
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Wenzel von Böhmen: Österreichische Nationalbibliothek zeigt wertvolle Handschriften
Er ist schon über 1000 Jahren tot. Schon bald nach seinem Ableben begannen
sich allerlei Legenden um sein Leben und Wirken zu ranken. Die Rede ist von
Wenzel von Böhmen. Zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Schriften befassen
sich mit dem Mythos des Heiligen und Herrschers. Einige besonders wertvolle
Handschriften zeigt zurzeit die Österreichische Nationalbibliothek in
ihrem Prunksaal in der Wiener Hofburg. König Wenzel, der im Jahr 929 –
andere Quellen sprechen von 935 – in Stará Boleslav / Altbunzlau in
Mittelböhmen ermordet worden ist. Wenzel, der erste der vier
Přemyslidenherrscher Böhmens, wurde bereits im zarten Alter von 12 oder
13 Jahren zum Fürsten der Region um Prag bestimmt.
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Wie die Deutschen aus Brünn verschwanden: Junge Autorin greift Todesmarsch von Brünn als Romanstoff auf
Vor dem zweiten Weltkrieg lebten knapp 60 000 Deutsche in Brünn, heute
sind es dort nur noch wenige Dutzend, die sich zur deutschen Nationalität
bekennen. Das Schicksal der Brünner Deutschen wurde im Kommunismus
verschwiegen. Das Ergebnis: Die jüngere Generation weiß über diesen Teil
der Geschichte ihrer Stadt fast gar nichts. Das war für die junge Autorin
Kateřina Tučková Anlass genug zur Feder zu greifen und diesen Stoff zu
einem Roman zu verarbeiten. Iris Riedel stellt Ihnen das Buch „Die
Vertreibung der Gerta Schnirch“ in unserem Kultursalon vor.
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Schauspieler Boris Rösner erinnert sich an Samtene Revolution 1989
Vor 20 Jahren kam das Geschehen in der damaligen Tschechoslowakei ins
Rollen, für das sich weltweit der Name „Samtene Revolution“
eingebürgert hat. Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von einer
Studentenrevolution. Im Lauf der Zeit ist aber etwas in Vergessenheit
geraten, dass auch bekannte Schauspieler und Theaterhäuser von Anfang an
eine bedeutende Rolle im turbulenten Revolutionsgeschehen gespielt haben.
Dieser Tage strahlte der Tschechische Rundfunk dazu - aus aktuellem Anlass
- auch ein Gespräch mit dem bekannten Schauspieler Boris Rösner aus. Vor
drei Jahren ist er gestorben, die aufgezeichneten Erinnerungen dieses
Zeitzeugen haben ihre Bedeutung jedoch nicht verloren.
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Jára-Cimrman-Theater von der Geheimpolizei unter Lupe genommen
Nun versetzen wir uns etwa 27 Jahre zurück. Auf der Bühne des
Jára-Cimrman-Theaters wird ein Stück mit dem Titel „Lijavec“
gespielt. Anscheinend ist die alte Habsburger Monarchie mit ihrem
Bespitzelungssystem auf dem Pranger. Im Publikum sitzt aber ein Agent der
Staatssicherheit und ist clever genug, um zu verstehen, dass die Monarchie
nur ein Deckmantel war, denn in Wahrheit richtete sich die Kritik
natürlich gegen das kommunistische Regime in der damaligen ČSSR Einen
Exkurs in die nicht weit entfernte Vergangenheit vermittelt Jitka
Mládková:
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Kafka wird der Prozess gemacht: Erbstreit in Israel
Nichts ist abstoßender als ein Erbstreit. Dass es überhaupt zu einem
Streit kommt, daran trägt nicht selten der Tote eine Mitschuld: Er hat
entweder gar kein Testament gemacht oder es nicht eindeutig formuliert. Und
dann gibt es ein Wiedersehen vor Gericht. Das kann auch erst 85 Jahre nach
dem Tod der Hauptperson sein, so zumindest im Fall von Franz Kafka.
Besonders bizarr ist, dass gerade Kafkas Hauptwerk den Titel „Der
Process“ trägt. Hören Sie nun eine aktualisierte Fassung „Des
Prozess“ von Iris Riedel.
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Peter Handke: der Franz-Kafka-Preisträger 2009 im Porträt
Er ist zweifellos einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller
unserer Zeit und die Liste der Auszeichnungen, die man ihm verliehen hat,
füllt beinahe eine ganze A4-Seite: die Rede ist vom österreichischen
Schriftsteller Peter Handke. Seit dieser Woche hat er einen Preis mehr in
seinem Haus am Stadtrand von Paris stehen, wo er seit Jahrzehnten lebt:
Den
Franz-Kafka-Preis, den er am Montag in Prag entgegen genommen hat. mehr...


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