Rubrikenarchiv Forum Gesellschaft

Gleichgültig sind nicht alle: Prager Aufruf gegen Antisemitismus

23-04-2009 17:07 | Martina Schneibergová

Foto: Milena Štráfeldová Um das Datum des jüdischen Gedenktags der Shoah und des Heldentums – des Yom ha Shoah – herum wird in Prag eine Reihe von Veranstaltungen organisiert. Dabei wird nicht nur der Opfer des Holocausts gedacht, sondern unter anderem in Rahmen einer Konferenz auch auf Antisemitismus in der Gesellschaft aufmerksam gemacht. Martina Schneibergová nahm an der internationalen Konferenz teil, die am vergangenen Freitag stattfand.  mehr...

Tschechen nehmen ihre Politiker ins Fadenkreuz und machen sie zu Schießbudenfiguren

16-04-2009 15:46 | Christian Rühmkorf

Vor drei Wochen wurde die tschechische Regierung durch ein Misstrauensvotum gestürzt. Da gab es nicht nur einen Aufschrei in Prag, sondern auch in der ganzen Europäischen Union. Denn Tschechien hat gerade die Ratspräsidentschaft inne und steht also an der Spitze Europas. In den Monaten zuvor war viel schmutzige Wäsche gewaschen worden - Affären, Parteiaustritte, Schmiergeldangebote. Und sogar der Premier hat versucht hinter den Kulissen die Medien zu beeinflussen. Viele Menschen in Tschechien haben die Nase voll von ihren Politikern. Zwei Künstler haben nun auf ihre ganz eigene Weise reagiert. Sie haben eine Schießbude ganz besonderer Art eingerichtet und damit für einen großen Medienrummel gesorgt.  mehr...

Ein Vormittag mit Obama – Eindrücke vom Auftritt des US-Präsidenten in Prag

09-04-2009 15:39 | Till Janzer

Würstchenbuden, langes Stehen und ein umjubelter Auftritt – hier geht es nicht etwa um ein Openair-Konzert, sondern um Obamas Rede in Prag. Eindrücke von der Veranstaltung am vergangenen Sonntag auf der Prager Burg.  mehr...

Car-Sharing in Prag? Die Räder rollen erst langsam an

02-04-2009 16:04 | Christian Rühmkorf

Staus in den Straßen von Prag. Das kennen nicht nur die Prager. Auch die Touristen pilgern täglich durch Wolken von Feinstaub. Obendrein sind Parkplätze Mangelware. Umweltverbände brechen seit Jahren eine Lanze für den öffentlichen Nahverkehr und für Park-und-Ride Systeme. Integriert werden soll nun auch das Car-Sharing, das in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern schon seit langem bekannt ist. Einfach ist das allerdings nicht.  mehr...

Bioprodukte auf dem Vormarsch

26-03-2009 15:06 | Maria Hammerich-Maier

Gesunde Nahrung durch einen schonenden Umgang mit der Natur. Das ist das Credo der ökologischen Landwirtschaft. Seit einigen Jahren ist sie in Tschechien im Aufbruch. Immer mehr Betriebe der Landwirtschaft lassen sich als Ökobetriebe registrieren. Die Nachfrage nach biologischen Nahrungsmitteln steigt, diese tauchen überall in den Regalen von Lebensmittelmärkten auf. Die Bevölkerung scheint also mehr auf eine gesunde Ernährung zu achten als noch vor ein paar Jahren. Doch was war früher da, die Henne oder das Ei? Steuert der Handel die Essgewohnheiten, oder diese den Handel? mehr...

Phänomen Foglar: Eine Literatur-Legende verzaubert die Tschechen bis heute

19-03-2009 17:09 | Anne Lungova

Jaroslav Foglar, 1968 (Foto: LA PNP Praha) Vor zehn Jahren – am 23. 1. 1999 – starb Jaroslav Foglar. Der Schriftsteller und leidenschaftliche Pfadfinder Foglar wurde 92 Jahre alt. In seinen Büchern und Gedanken ist er immer jung geblieben. Mit Leidenschaft und Hingabe widmete sich Foglar sein Leben lang der Jugend und beeinflusste durch seine Ideen viele Generationen. 60 Jahre lang leitete er ununterbrochen Pfadfinderkamps, schrieb über 25 Bücher und Comics. Jaroslav Foglar erschuf mit seinen Romanfiguren Idole der tschechischen Jugend und eröffnete ihnen vor allem eines: Die Welt der Abenteuer, der unentdeckten Geheimnisse. Die Liebe zur Natur und der Wunsch, ein guter Mensch zu sein, das ist der Tenor seiner Bücher. Jaroslav Foglar – ein Pänomen der tschechischen Gesellschaft. mehr...

„Totale Verantwortungslosigkeit zweier Erwachsener“ – internationale Kindesentführungen

12-03-2009 12:03 | Christian Rühmkorf

Zdeněk Hromádka mit seiner Tochter Anička (Foto: Lidové noviny, 21.1.2009) Jedes Jahr landet ein ähnlicher Fall in den tschechischen Medien. Es sind zumeist binationale Ehen, die in die Schlagzeilen geraten. Oft ist es der ausländische Partner, der nach dem Auseinanderbrechen der Ehe das gemeinsame Kind mit in sein Heimatland nimmt. Mehrere Dutzend ungelöster Fälle von Kindesentführung versuchen das Justizministerium und das Ministerium für Arbeit und Soziales zu klären. Auf der Strecke bleiben meist der zurückgelassene Partner und das Kind. Wie im folgenden aktuellen Fall in Tschechien.  mehr...

Fünf Jahre EU-Osterweiterung: Sind die Tschechen glücklich mit Europa?

05-03-2009 12:06 | Till Janzer

Die Nacht auf den 1. Mai 2004 auf dem Altstädter Ring in Prag (Foto: ČTK) 2004 trat Tschechien der Europäischen Union bei – nur fünf Jahre später ist das Land sogar für ein halbes Jahr Vorsitzender der EU. Das ist eine steile Karriere für die Tschechen, denen ja das Etikett der Europa-Skeptiker anhängt. Was hat denn aber die Erweiterung für Europa und die tschechische Gesellschaft gebracht? Antworten aus der Politik und von den Bürgern.  mehr...

Die Caritas in Tschechien

26-02-2009 17:27 | Maria Hammerich-Maier

Ferienlager Frömmigkeit und gelebtes Christentum waren von 1948 bis 1989 im heutigen Tschechien unerwünscht. Das Generalmonopol der kommunistischen Herrschaft beanspruchte auch die soziale Wohlfahrt für sich: Die Bedürfnisse der Kranken, Behinderten, Notleidenden und Alten wurden zentral vom Staat verwaltet; andere Organisationen sollten nicht dazwischen funken. Sie wurden mit Zwang und Sanktionen unterdrückt. Das natürliche Bedürfnis des Menschen, anderen zu helfen, konnte die Säkularisierung jedoch nicht auslöschen. Nach der Wende dauerte es nicht lange, bis sich erste nichtstaatliche Hilfsinitiativen bildeten. Darunter auch die Caritas, die 1990 in gewandelter Form neu gegründet wurde. Die Caritas ist heute nach dem Staat der zweitgrößte Bereitsteller von sozialen und medizinischen Diensten in Tschechien. Maria Hammerich-Maier ist der erstaunlichen Entwicklung der Caritas in den letzten 18 Jahren nachgegangen. mehr...

Die Hilfsorganisation „Člověk v tísni“: Solidarität mit den Notleidenden

12-02-2009 17:15 | Anne Lungova

Erdbebenhilfe in Pakistan (Foto: D. Ševčík) Der Name „Člověk v tísni – Mensch in Not“ ist in Tschechien ein Begriff. Die Hilfsorganisation steht für professionellen Einsatz in den Krisengebieten der Welt. Dank dieser unabhängigen Organisation ist Solidarität mit den Notleidenden in der tschechischen Gesellschaft kein Fremdwort mehr. Hinter dem Aufbau der Hilfsorganisation steht ein außergewöhnlicher Mann: der 41-jährige Šimon Pánek. Im November 1989 war er als Studentenführer an der „Samtenen Revolution“ beteiligt. Er bereiste den halben Erdball, arbeitete als Journalist und Krisenmanager. Als Šimon Pánek „Mensch in Not“ 1994 gründete, standen ihm eine Handvoll engagierter Mitarbeiter zur Seite. Heute ist die Hilfsorganisation eine der größten Mitteleuropas.  mehr...

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