Rubrikenarchiv Forum Gesellschaft
Gleichgültig sind nicht alle: Prager Aufruf gegen Antisemitismus
Um das Datum des jüdischen Gedenktags der Shoah und des Heldentums – des
Yom ha Shoah – herum wird in Prag eine Reihe von Veranstaltungen
organisiert. Dabei wird nicht nur der Opfer des Holocausts gedacht, sondern
unter anderem in Rahmen einer Konferenz auch auf Antisemitismus in der
Gesellschaft aufmerksam gemacht. Martina Schneibergová nahm an der
internationalen Konferenz teil, die am vergangenen Freitag stattfand.
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Tschechen nehmen ihre Politiker ins Fadenkreuz und machen sie zu Schießbudenfiguren
Vor drei Wochen wurde die tschechische Regierung durch ein Misstrauensvotum
gestürzt. Da gab es nicht nur einen Aufschrei in Prag, sondern auch in der
ganzen Europäischen Union. Denn Tschechien hat gerade die
Ratspräsidentschaft inne und steht also an der Spitze Europas. In den
Monaten zuvor war viel schmutzige Wäsche gewaschen worden - Affären,
Parteiaustritte, Schmiergeldangebote. Und sogar der Premier hat versucht
hinter den Kulissen die Medien zu beeinflussen. Viele Menschen in
Tschechien haben die Nase voll von ihren Politikern. Zwei Künstler haben
nun auf ihre ganz eigene Weise reagiert. Sie haben eine Schießbude ganz
besonderer Art eingerichtet und damit für einen großen Medienrummel
gesorgt.
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Ein Vormittag mit Obama – Eindrücke vom Auftritt des US-Präsidenten in Prag
Würstchenbuden, langes Stehen und ein umjubelter Auftritt – hier geht es
nicht etwa um ein Openair-Konzert, sondern um Obamas Rede in Prag.
Eindrücke von der Veranstaltung am vergangenen Sonntag auf der Prager
Burg.
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Car-Sharing in Prag? Die Räder rollen erst langsam an
Staus in den Straßen von Prag. Das kennen nicht nur die Prager. Auch die
Touristen pilgern täglich durch Wolken von Feinstaub. Obendrein sind
Parkplätze Mangelware. Umweltverbände brechen seit Jahren eine Lanze für
den öffentlichen Nahverkehr und für Park-und-Ride Systeme. Integriert
werden soll nun auch das Car-Sharing, das in Deutschland und anderen
westeuropäischen Ländern schon seit langem bekannt ist. Einfach ist das
allerdings nicht.
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Bioprodukte auf dem Vormarsch
Gesunde Nahrung durch einen schonenden Umgang mit der Natur. Das ist das
Credo der ökologischen Landwirtschaft. Seit einigen Jahren ist sie in
Tschechien im Aufbruch. Immer mehr Betriebe der Landwirtschaft lassen sich
als Ökobetriebe registrieren. Die Nachfrage nach biologischen
Nahrungsmitteln steigt, diese tauchen überall in den Regalen von
Lebensmittelmärkten auf. Die Bevölkerung scheint also mehr auf eine
gesunde Ernährung zu achten als noch vor ein paar Jahren. Doch was war
früher da, die Henne oder das Ei? Steuert der Handel die Essgewohnheiten,
oder diese den Handel? mehr...
Phänomen Foglar: Eine Literatur-Legende verzaubert die Tschechen bis heute
Vor zehn Jahren – am 23. 1. 1999 – starb Jaroslav Foglar. Der
Schriftsteller und leidenschaftliche Pfadfinder Foglar wurde 92 Jahre alt.
In seinen Büchern und Gedanken ist er immer jung geblieben. Mit
Leidenschaft und Hingabe widmete sich Foglar sein Leben lang der Jugend
und
beeinflusste durch seine Ideen viele Generationen. 60 Jahre lang leitete
er
ununterbrochen Pfadfinderkamps, schrieb über 25 Bücher und Comics.
Jaroslav Foglar erschuf mit seinen Romanfiguren Idole der tschechischen
Jugend und eröffnete ihnen vor allem eines: Die Welt der Abenteuer, der
unentdeckten Geheimnisse. Die Liebe zur Natur und der Wunsch, ein guter
Mensch zu sein, das ist der Tenor seiner Bücher. Jaroslav Foglar – ein
Pänomen der tschechischen Gesellschaft. mehr...
„Totale Verantwortungslosigkeit zweier Erwachsener“ – internationale Kindesentführungen
Jedes Jahr landet ein ähnlicher Fall in den tschechischen Medien. Es sind
zumeist binationale Ehen, die in die Schlagzeilen geraten. Oft ist es der
ausländische Partner, der nach dem Auseinanderbrechen der Ehe das
gemeinsame Kind mit in sein Heimatland nimmt. Mehrere Dutzend ungelöster
Fälle von Kindesentführung versuchen das Justizministerium und das
Ministerium für Arbeit und Soziales zu klären. Auf der Strecke bleiben
meist der zurückgelassene Partner und das Kind. Wie im folgenden aktuellen
Fall in Tschechien.
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Fünf Jahre EU-Osterweiterung: Sind die Tschechen glücklich mit Europa?
2004 trat Tschechien der Europäischen Union bei – nur fünf Jahre
später ist das Land sogar für ein halbes Jahr Vorsitzender der EU. Das
ist eine steile Karriere für die Tschechen, denen ja das Etikett der
Europa-Skeptiker anhängt. Was hat denn aber die Erweiterung für Europa
und die tschechische Gesellschaft gebracht? Antworten aus der Politik und
von den Bürgern.
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Die Caritas in Tschechien
Frömmigkeit und gelebtes Christentum waren von 1948 bis 1989 im heutigen
Tschechien unerwünscht. Das Generalmonopol der kommunistischen Herrschaft
beanspruchte auch die soziale Wohlfahrt für sich: Die Bedürfnisse der
Kranken, Behinderten, Notleidenden und Alten wurden zentral vom Staat
verwaltet; andere Organisationen sollten nicht dazwischen funken. Sie
wurden mit Zwang und Sanktionen unterdrückt. Das natürliche Bedürfnis
des Menschen, anderen zu helfen, konnte die Säkularisierung jedoch nicht
auslöschen. Nach der Wende dauerte es nicht lange, bis sich erste
nichtstaatliche Hilfsinitiativen bildeten. Darunter auch die Caritas, die
1990 in gewandelter Form neu gegründet wurde. Die Caritas ist heute nach
dem Staat der zweitgrößte Bereitsteller von sozialen und medizinischen
Diensten in Tschechien. Maria Hammerich-Maier ist der erstaunlichen
Entwicklung der
Caritas in den letzten 18 Jahren nachgegangen. mehr...
Die Hilfsorganisation „Člověk v tísni“: Solidarität mit den Notleidenden
Der Name „Člověk v tísni – Mensch in Not“ ist in Tschechien ein
Begriff. Die Hilfsorganisation steht für professionellen Einsatz in den
Krisengebieten der Welt. Dank dieser unabhängigen Organisation ist
Solidarität mit den Notleidenden in der tschechischen Gesellschaft kein
Fremdwort mehr. Hinter dem Aufbau der Hilfsorganisation steht ein
außergewöhnlicher Mann: der 41-jährige Šimon Pánek. Im November 1989
war er als Studentenführer an der „Samtenen Revolution“ beteiligt. Er
bereiste den halben Erdball, arbeitete als Journalist und Krisenmanager.
Als Šimon Pánek „Mensch in Not“ 1994 gründete, standen ihm eine
Handvoll engagierter Mitarbeiter zur Seite. Heute ist die Hilfsorganisation
eine der größten Mitteleuropas.
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