Rubrikenarchiv Forum Gesellschaft
Ladies tschechischer Wissenschaft mit internationalem Stipendienpreis gekürt
Anfang Januar sind zahlreiche geladene Gäste in der Bibliothek der
Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag aus einem besonderen
Anlass zu einer Feierstunde zusammengekommen. Insgesamt hatten sich 38
jungen Wissenschaftlerinnen für das von der Firma l´Oreal subventionierten
Stipendienprogramm im Rahmen des internationalen Projektes "For Woman
in Science" / Für Frauen in der Wissenschaft beworben. Drei von Ihnen
erhielten schließlich das Stipendium. Bedingung für die Bewerbung war ein
Alter unter 35 Jahren. Außerdem mussten die Bewerberinnen ein Projekt aus
ihrem Fachbereich vorlegen. Den Preis - 180.000 Kronen, rund 6000 Euro,
aber nur drei von ihnen mit nach Hause nehmen.
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Der wundeste Punkt der tschechischen Gesellschaft
Die Diskussion um die eigene totalitäre Vergangenheit sorgt weiterhin für
viel Zündstoff in der tschechischen Gesellschaft - sofern darüber
überhaupt diskutiert wird. In der vergangenen Woche lud das Tschechische
Zentrum Berlin zu einer mit zahlreichen Experten gespickten Konferenz in
die deutsche Hauptstadt ein, um den Stand der Aufarbeitung in der
Tschechischen Republik mit der in der Bundesrepublik zu vergleichen.
Während Sturmtief "Kyrill" Berlin in Atem hielt, wackelten
zeitweise auch die Wände in der Tschechischen Botschaft, die als
Veranstaltungsort diente. Sebastian Kraft berichtete bereits am
vergangenen Freitag aus Berlin und fasst nun noch einmal die wichtigsten
Ereignisse zusammen. mehr...
"Die verschwundenen Roma" - verdrängte Geschichte an tschechischen Schulen
"Die verschwundenen Roma und die Roma heute" heißt ein
Bildungsprogramm des gemeinnützigen Vereins "Ziva pamet" /
"Lebendiges Gedächtnis". Das Projekt will vor allem Schülern und
jungen Menschen in Tschechien Kenntnisse vermitteln über Gegenwart und
Geschichte der tschechischen Roma, vor allem aber über die Verfolgung der
Roma unter den Nationalsozialisten - ein nur wenig beachtetes Kapitel in
den langen Reihen der NS-Gräuel.
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Rote Karte für Gewalttäter in der Familie
Ist eine Familienschlägerei Privatsache oder soll sich der Staat einmischen
- diese Frage wurde in der tschechischen Öffentlichkeit und im Parlament
lange diskutiert. Schließlich setzten sich diejenigen durch, die den
Schutz der Opfer fordern. Ein neues Gesetz bestimmt: Seit dem 1. Januar
2007 dürfen Schläger, die ihrer Familie Gewalt antun, für zehn Tage des
Hauses verwiesen werden. Renate Zöller erläutert, worum es geht.
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"Per aspera ad astra": Hohe Anerkennung für tschechische Astronomie
Im Hinblick auf ihre Größe oder die Einwohnerzahl ist die Tschechische
Republik sicherlich kein Riese. Es gibt aber einige Bereiche, in denen man
sie zu den Weltmächten zählen kann. Zum Beispiel in der Fachwelt der
Wissenschaft, namentlich auf dem Gebiet der Astronomie und Astrophysik.
Dass dem so ist, hat auch in der jüngsten Zeit in einem für Tschechien
bedeutenden Ereignis seinen Ausdruck gefunden. Mehr erfahren Sie in der
nun folgenden neuen Ausgabe der Sendereihe Forum Gesellschaft. Am
Mikrophon ist Jitka Mladkova:
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"Da ward Böhmen, reich an tausend Reizen" - zum 80. Todestag von Rainer Maria Rilke
Er ist wohl einer der einflussreichsten deutschsprachigen Lyriker der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Werk trifft gerade in den letzten
Jahren auf eine wachsende Aufmerksamkeit - und das auch außerhalb
literarisch interessierter Kreise. Die Rede ist von Rainer Maria Rilke,
einem gebürtigen Prager, der vor 80 Jahren gestorben ist. An ihn und seine
böhmischen Wurzeln erinnert im folgenden Beitrag Christian Rühmkorf.
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Konsumrausch oder Heilige Nacht?
Glühweinstände, Lichterketten und Kinderchöre locken die Menschen seit
Anfang Dezember wieder auf die Weihnachtsmärkte auf der Suche nach dem
ultimativen Geschenk. Angesichts des trüben Wetters in Prag sind die
Stände zwar eher verwaist, über die gesteigerte Kauflust der Tschechen
sollte das allerdings nicht hinwegtäuschen. Die Vorweihnachtszeit als
Konsumwahn - dieser Trend fängt in Tschechien erst so richtig an. Ein
Beitrag von Renate Zöller.
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Thema HIV/Aids: Auch in Tschechien zunehmend verdrängt
65 Millionen Menschen sind weltweit mit dem HIV-Virus infiziert, 25
Millionen von ihnen sind bereits gestorben. Zwei Drittel der erkrankten
Personen leben in Afrika. Im Vergleich zu den Nachbarländern ist die Lage
in Tschechien nicht schlecht. Am 1. Dezember, dem Welt-Aids-Tag hat man
sich aber auch hierzulande bei verschiedenen Veranstaltungen einmal mehr
bewusst gemacht, dass die bisher unheilbare Krankheit da ist, Tendenz
steigend. Aus dem aktuellen Anlass wendet sich Jitka Mladkova diesem Thema
in der neuen Ausgabe der Sendereihe Forum Gesellschaft zu.
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Sportfest und Wilder Osten: klub-net verbindet junge Leute
Schule, das ist längst nicht mehr der Ort, wo Kinder in geraden Bankreihen
sitzen und das wiederholen, was der Lehrer sagt. Lernen funktioniert am
Besten, wenn man selbst aktiv wird, und zu verantwortlichen Bürgern kann
man Jugendliche nur machen, indem man ihnen selbst Verantwortung gibt. Das
ist die Idee, auf der das tschechisch-deutsch-polnische
Schülerklubprogramm
klub-net aufbaut. Am vergangenen Wochenende haben sich die Teilnehmer zum
internationalen Jahresseminar in Nordböhmen getroffen. mehr...
"Nur ein Geschwür beseitigt" - Christdemokratischer Bürgermeister in Vsetin greift zu umstrittener "Lösung" des Roma-Problems
Die Lebenssituation tschechischer Roma verschlechtert sich paradoxerweise
seit 1989 beständig: Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung, Ghettobildung
- Phänomene, die schnell ins Auge springen, wenn man sich näher mit der
Lage der Roma in Tschechien beschäftigt. Für großes Aufsehen sorgte in den
letzten Wochen in Tschechien der neu gewählte christdemokratische Senator
Jiri Cunek mit seiner "Lösung" des Problems. mehr...


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