Alle Artikel Forum Gesellschaft

Fünf Jahre EU-Osterweiterung: Sind die Tschechen glücklich mit Europa?

05-03-2009 12:06 | Till Janzer

Die Nacht auf den 1. Mai 2004 auf dem Altstädter Ring in Prag (Foto: ČTK) 2004 trat Tschechien der Europäischen Union bei – nur fünf Jahre später ist das Land sogar für ein halbes Jahr Vorsitzender der EU. Das ist eine steile Karriere für die Tschechen, denen ja das Etikett der Europa-Skeptiker anhängt. Was hat denn aber die Erweiterung für Europa und die tschechische Gesellschaft gebracht? Antworten aus der Politik und von den Bürgern.   mehr...

Die Caritas in Tschechien

26-02-2009 17:27 | Maria Hammerich-Maier

Ferienlager Frömmigkeit und gelebtes Christentum waren von 1948 bis 1989 im heutigen Tschechien unerwünscht. Das Generalmonopol der kommunistischen Herrschaft beanspruchte auch die soziale Wohlfahrt für sich: Die Bedürfnisse der Kranken, Behinderten, Notleidenden und Alten wurden zentral vom Staat verwaltet; andere Organisationen sollten nicht dazwischen funken. Sie wurden mit Zwang und Sanktionen unterdrückt. Das natürliche Bedürfnis des Menschen, anderen zu helfen, konnte die Säkularisierung jedoch nicht auslöschen. Nach der Wende dauerte es nicht lange, bis sich erste nichtstaatliche Hilfsinitiativen bildeten. Darunter auch die Caritas, die 1990 in gewandelter Form neu gegründet wurde. Die Caritas ist heute nach dem Staat der zweitgrößte Bereitsteller von sozialen und medizinischen Diensten in Tschechien. Maria Hammerich-Maier ist der erstaunlichen Entwicklung der Caritas in den letzten 18 Jahren nachgegangen.  mehr...

Die Hilfsorganisation „Člověk v tísni“: Solidarität mit den Notleidenden

12-02-2009 17:15 | Anne Lungova

Erdbebenhilfe in Pakistan (Foto: D. Ševčík) Der Name „Člověk v tísni – Mensch in Not“ ist in Tschechien ein Begriff. Die Hilfsorganisation steht für professionellen Einsatz in den Krisengebieten der Welt. Dank dieser unabhängigen Organisation ist Solidarität mit den Notleidenden in der tschechischen Gesellschaft kein Fremdwort mehr. Hinter dem Aufbau der Hilfsorganisation steht ein außergewöhnlicher Mann: der 41-jährige Šimon Pánek. Im November 1989 war er als Studentenführer an der „Samtenen Revolution“ beteiligt. Er bereiste den halben Erdball, arbeitete als Journalist und Krisenmanager. Als Šimon Pánek „Mensch in Not“ 1994 gründete, standen ihm eine Handvoll engagierter Mitarbeiter zur Seite. Heute ist die Hilfsorganisation eine der größten Mitteleuropas.   mehr...

Tschechien ist bei der Behandlung von Herzinfarkten führend

29-01-2009 16:38 | Jitka Mládková

Schematische Darstellung der Herzklappe-Platzierung Es ist ein Wettlauf mit der Zeit und es geht oft um Sekunden: Herzattacken sind die Todesursache Nummer eins in Tschechien. Die Überlebensaussichten hängen von einem schnellen Eingriff in einer spezialisierten Klinik ab. Daher ist es so wichtig, bei Verdacht auf einen Herzinfarkt sofort den Rettungsnotdienst zu verständigen. Jitka Mládková hat sich informiert, wie es in diesem spezifischen Bereich hierzulande funktioniert und für das heutige Forum Gesellschaft das Prager Institut für klinische und experimentelle Medizin – kurz Ikem – besucht.   mehr...

„Jedna, zwei, tři…“ - tschechische und österreichische Kinder kennen in Drasenhofen keine Grenze

22-01-2009 15:29 | Christian Rühmkorf

Im niederösterreichischen Drasenhofen, ganz nah an der tschechischen Grenze, da gibt es einen Kindergarten, in dem die Grenzen schon völlig verschwunden sind. Dort üben sich tschechische und österreichische Kinder schon in ganz jungen Jahren in Internationalität und lernen die Sprache des anderen. Noch leichter ist das geworden, seit Tschechien Teil des Schengenraumes ist.   mehr...

Vor großen europäischen Herausforderungen: der tschechische EU-Ratsvorsitz

01-01-2009 | Till Janzer

Foto: Europäische Kommission Zu Jahresbeginn hat die Tschechische Republik offiziell zum ersten Mal den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen. Damit geht eine turbulente Vorbereitungszeit zu Ende. Doch im kommenden halben Jahr während des Vorsitzes wird es nicht einfacher: Die EU-Staaten kämpfen mit den Folgen der Finanzkrise und um die Rettung des Reformvertrags von Lissabon – und die tschechische Regierung noch zusätzlich um innenpolitische Stabilität.   mehr...

Kult um eine Kultfigur – der Heilige Wenzel und sein Denkmal in Prag

18-12-2008 17:06 | Anne Lungova

Wahrzeichen einer Stadt gibt es meist mehrere, doch immer ist eines darunter, das sich durch seine Besonderheit von den anderen abhebt. Was für Paris der Eiffelturm ist, für Rom der Trevi-Brunnen und für Berlin das Brandenburger Tor, das ist für Prag der Wenzelsplatz mit dem Denkmal des Heiligen Wenzel. Der majestätisch auf dem Pferd reitende Fürst Václav – wie Wenzel auf Tschechisch heißt – ist in seiner Rittermontur Zeuge der großen geschichtlichen Ereignisse des letzten Jahrhunderts geworden. Mehr als 1000 Jahre lang galt er auch als „Patron der Böhmischen Länder“ Und wie sieht es heute aus? Welche Bedeutung der Heilige Wenzel und sein Denkmal für die Menschen in Tschechien noch?   mehr...

Blinde haben immer Nacht – in Prag gibt´s aber Lichtblicke

11-12-2008 17:34 | Christian Rühmkorf

Blinde haben immer Nacht. Was nicht heißen muss, dass sie nicht aktiv wären. Nicht wenige gehen einer Arbeit nach und nutzen dabei moderne Informationstechnologie. Und das auch auf dem Weg zur Arbeit. Christian Rühmkorf hat sich für die Sendereihe „Forum Gesellschaft“ in Prag zeigen lassen, wie man auch ohne Augenlicht durch´s Leben kommt – und durch den Verkehr. Denn da ist die Orientierung besonders schwierig und gefährlich.   mehr...

Hin- und hergeschoben – Tausende deutscher Soldaten endlich in Cheb bestattet

27-11-2008 17:14 | Christian Rühmkorf

Foto: Autor An die 180.000 von ihnen sind noch in den letzten Tages des Zweiten Weltkrieges auf dem Boden der besetzten Tschechoslowakei gewaltsam zu Tode gekommen. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Ihre sterblichen Überreste wurden in Massen- Kameraden- oder Einzelgräbern beerdigt oder verscharrt. Der Volksbund deutsche Kriegsgräber Fürsorge hatte sie zumeist schon in den 90er Jahren exhumiert, um ihnen auf einem Soldatenfriedhof die letzte Ruhe zu geben. In Tschechien Friedhöfe für deutsche Soldaten zu errichten, erwies sich aber nicht immer als leicht. Eine deutsche Kriegsgräberstätte kann zu einem Politikum werden. 5000 exhumierte Soldaten wurden so jahrelang hin- und hergeschoben und zwischengelagert. Teilweise unter unwürdigen Bedingungen. Die Lösung des Problems – wenn auch keine einfache - lag im nordwestböhmischen Cheb / Eger. 1,7 Millionen Euro kostet der Umbau des Friedhofs und die Bestattung der Soldaten. Die Bestattungen stehen kurz vor dem Abschluss.   mehr...

Bilder einer Gesellschaft im Wandel – der Fotograf und Augenzeuge Zdeněk Tmej

20-11-2008 17:22 | Anne Lungova

Zdeněk Tmej: Selbstporträt mit Kamera, 1943/1944 (Archiv B&M Chochola) Wer sich ein Bild vom Zustand der Gesellschaft verschaffen will, kann dies auf unterschiedliche Weise tun: zum Beispiel eine soziologische Studie in Auftrag geben oder ein aktuelles Buch lesen. Meist reicht es aus, mit wachen Augen das Tagesgeschehen zu beobachten. Ein solcher „Augenzeuge“ war der im Jahr 1920 geborene und 2004 verstorbene tschechische Fotograf Zdeněk Tmej. Der gelernte Fotoreporter hielt in seinen Bildern die Wirklichkeit anspruchsvoll und mit hoher technischer Präzision fest. Dabei scheute er sich nicht vor solchen Bildern, vor denen andere die Augen schlossen. Sein Fotozyklus „Alphabet der seelischen Leere“ über die Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland entstand in den 40er Jahren. Diese Dokumentation legt ein einmaliges Zeugnis von einer Gesellschaft im Ausnahmezustand ab.   mehr...

Nicht verpassen

Archiv

April 2009

MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930

März 2009

MoDiMiDoFrSaSo
1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031

Februar 2009

MoDiMiDoFrSaSo
1
2345678
9101112131415
16171819202122
232425262728

Komplettes Archiv

Aktuelle Sendung in Deutsch