Rubrikenarchiv Forum Gesellschaft
Roma-Viertel werden immer mehr zu sozialen Brennpunkten
Die Lebenssituation der Roma in Tschechien ist noch alarmierender als
bislang befürchtet. Laut einer neuen detaillierten Analyse gibt es
inzwischen über 300 Roma-Armenviertel im ganzen Land, 90-100 Prozent der
hier lebenden Menschen sind arbeitslos, die Verschuldung der Familien
erreicht zum Teil bedrohliche Ausmaße und Drogenabhängigkeit wie
Prostitution sind eher die Regel als die Ausnahme. Warum diese Enklaven
entstanden sind, wie das Leben hier aussieht und welche Lösungsmodelle
gegenwärtig in Tschechien diskutiert werden - das erfahren Sie jetzt in
einer neuen Ausgabe der Sendereihe "Forum Gesellschaft" von
Silja Schultheis.
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Vom "Prager Frühling" zum Berufsverbot - Frantisek Cerny über seine Zeit bei Radio Prag
Vierzehn Jahre lang, von 1956 bis 1969, hat der ehemalige tschechische
Botschafter in Deutschland, Frantisek Cerny, in der deutschen Redaktion
von Radio Prag gearbeitet. Im folgenden Gespräch mit Silja Schultheis
erinnert er sich, wie er die politische Aufbruchsstimmung der späten 50er
und dann vor allem der 60er Jahre als Journalist erlebte, wie die
politische Zensur allmählich nachließ und sich die Medien zunehmend
öffneten. Und er erzählt von seinen Hoffnungen und Illusionen in den
bewegten Tagen des "Prager Frühlings" und nach dessen
gewaltsamer Niederschlagung im August 1968. mehr...
Der lange Weg zu Freiheit - vor 38 Jahren endete der Prager Frühling unter Panzerketten
38 Jahre sind vergangen, seit in den letzten Augusttagen des Jahres 1968
Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten in der Tschechoslowakei den Prager
Frühling niedergewalzt haben. Aus dem Versuch, einen Sozialismus mit
menschlichem Antlitz zu errichten wurde für zwanzig lange Jahre wieder die
hässliche Fratze der Diktatur. Wie erinnert man sich in Tschechien heute an
den 21. August 1968? Eine neue Ausgabe der Reihe Forum Gesellschaft mit
Thomas Kirschner.
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"Kreativ gegen Rechtsextremismus" - Internationale Jugendbegegnung in Prag
"Kreativ gegen Rechtsextremismus" - unter diesem Motto trafen
sich Anfang August 24 Jugendliche aus Tschechien, Polen, Deutschland und
Frankreich in Prag, um sich gemeinsam Gedanken über ein Thema zu machen,
das nicht nur in den genannten vier Staaten zunehmend an Aktualität
gewinnt. In künstlerischen Workshops, Zeitzeugengesprächen,
Straßenumfragen und Diskussionen untereinander setzten sie sich eine Woche
lang mit Fremdenfeindlichkeit und Toleranz auseinander. Veranstalter des
Treffens war
die Brücke-Most-Stiftung in Zusammenarbeit mit Partnern in
den übrigen Ländern. Finanziert wurde die Begegnung zu großen Teilen von
der Ceska narodni agentura Mladez. Silja Schultheis war mit dem Mikrophon
dabei, als die
Jugendlichen und Teamer Bilanz über die Begegnung zogen. mehr...
Keine Angst vor Stadt: Prag-Urlaub mit Kindern
Urlaub, das müssen nicht immer zwei Wochen am Meer sein. Immer beliebter
wird in den letzten Jahren der Städtetourismus: zwei, drei Tage eintauchen
in eine fremde Welt! Gerade Prag ist mit seinem einzigartigen Stadtbild
und
der verkehrsgünstigen Lage zu einem der attraktivsten Ziele in
Mitteleuropa
geworden - Kulturreisende und Jungverliebte wissen das längst. Kann man
die
Stadt aber auch mit Kindern entdecken? Thomas Kirschner hat in einer neuen
Ausgabe von Forum Gesellschaft nachgefragt.
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Buchvorstellung: "Die Tschechen und ihre Nachbarn. Studien zu Schulbuch und Schülerbewusstsein"
Im "Forum Gesellschaft" stellen wir diesmal einen neuen
Sammelband des Georg-Eckert-Instituts für internationale
Schulbuchforschung vor. Die Beiträge in dem Band kreisen um die zentrale
Fragestellung: Welches Bild vom Nachbarland vermitteln Schulbücher in
Tschechien, Deutschland, der Slowakei, Österreich, Ungarn? Welches Bild
von Tschechien zeichnen etwa deutsche Schulbücher und - umgekehrt -
welches Deutschlandbild tschechische Lehrwerke? Über diese und weitere
Fragen hat sich Silja Schultheis mit Andreas Helmedach, einem der beiden
Herausgeber, unterhalten. mehr...
Aus Böhmens Hain und Flur: die tschechischen Wälder
Der Wald, ein mythischer Ort, auch in Tschechien. Vom Legenden durchwobenen
Böhmerwald, der im Tschechischen den geheimnisvollen Namen
"Sumava" (der Rauschende) trägt, bis hin zu den schroffen
Wäldern des Riesengebirges, in denen Rübezahl seine Herrschaft führt: Die
undurchdringliche Einsamkeit und die stille Größe des Waldes haben seit
jeher die Vorstellungen der Menschen beeinflusst. Der Wald, das war für
die Tschechen jahrzehntelang nicht zuletzt auch ein sonntäglicher
Rückzugsort vor der Drangsalierung des Regimes. Der Raubbau an der Umwelt
hat aber auch den tschechischen Wäldern stark zugesetzt. Über Zustand und
Perspektiven der böhmischen Forste berichtet Thomas Kirschner in der
folgenden Ausgabe von Forum Gesellschaft.
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Urlaub vom Alltag - Reportage aus einem tschechischen Kinder-Ferienlager
Für viele berufstätige Eltern in Tschechien ist der Sommer eine weitgehend
kinderlose Zeit. Denn während sie selbst im Büro schwitzen, machen ihre
Kinder Urlaub vom Alltag und vor allem: von der Stadt. Entsprechende
Angebote bieten diverse Ferienlager, deren Bandbreite von Jahr zu Jahr
größer wird. Ein solches Ferienlager haben wir uns kürzlich angesehen.
Eine Reportage von Silja Schultheis. mehr...
Mit den Skauts in die Ferien - Zur Tradition der tschechischen Pfadfinderbewegung
Wie in vielen anderen Ländern auch hat in Tschechien die Ferienzeit
begonnen. Zwei Monate lang, den ganzen Juli und August über haben die
Schulen und staatlichen Kindergärten ihre Pforten dicht gemacht. Für viele
Eltern, die zumindest einen Teil dieser Zeit selber arbeiten müssen, galt
es in den letzten Wochen daher, nach einem geeigneten Ferienprogramm für
ihre Kinder Ausschau zu halten. Sehr beliebt sind in
Tschechien traditionell verschiedene Ferienlager, auf tschechich: tabory.
Zelten in der Natur, kochen am Lagerfeuer, Baden in Gebirgsseen - eine
Form der Rückkehr zur Natur, die in Europa in den 1920er Jahren vor allem
durch Pfadfinderorganisationen an Popularität gewann. Pfadfinder heißt auf
Tschechisch "skaut" oder "junák" und über die
Geschichte des "skautings" hierzulande, seine
Instrumentalisierung durch die Kommunisten und seine heutige Beliebtheit
bei den Tschechen hat Silja Schultheis mit Petr Vanek aus dem Vorstand der
Pfadfinderorganisation Junák gesprochen. mehr...
"Die böhmische Großmutter" - Dietmar Grieser auf den Spuren Kakaniens
Die Babicka, die treu sorgende böhmische Großmutter, ist Legende: Bozena
Nemcova hat ihr den berühmtesten Roman der tschechischen Literatur
gewidmet, und spätestens Karel Gott hat mit seinem gleichnamigen Schlager
dafür gesorgt, dass das Wort "Babicka" auch im Deutschen
verstanden wird. Und schaut man auf die nordböhmische Abkunft von
Kinderbuch-Autor Otfried Preußler, dann darf man sogar sicher sein, dass
auch die Großmutter mit der musizierenden Kaffeemühle aus dem Räuber
Hotzenplotz eine echt böhmische Großmutter ist. Auf die Spuren der
böhmischen Babicka und der böhmischen Wurzeln Österreichs hat sich der
Wiener Autor Dietmar Grieser in seinem jüngsten Buch gemacht. Der Titel,
wie könnte es anders sein: Die böhmische Großmutter. Mit dem Autor sprach
Thomas Kirschner für eine Feiertags-Ausgabe von Forum Gesellschaft zum
Jan-Hus-Tag in Tschechien: mehr...


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