Rubrikenarchiv Forum Gesellschaft
Aromaschutzhüllen oder Tropenfruchtaufkleber - Tschechen sind passionierte Sammler
Wissen Sie, was Schlüsselanhänger, Postkarten und Figuren aus
Überraschungseiern miteinander verbindet? Sie werden gesammelt, getauscht,
sortiert und archiviert. Wen die Sammelleidenschaft einmal gepackt hat, den
lässt sie so schnell nicht wieder los. Sammeln hat in Böhmen und Mähren
eine lange Tradition. Bereits Karl IV. hortete sein ganzes Leben lang
Reliquien und Kaiser Rudolf II. war bekannt für seine Kunst- und
Kuriositätensammlung. In der kommunistischen Zeit wurde das Sammeln gar zu
einer Art Volkssport. Als im postrevolutionären Tschechien weitere Märkte
zugänglich wurden, gelangten neue Gegenstände in die Hände der Sammler.
Eines blieb jedoch in allen Zeiten unverändert: die Lust am Sammeln.
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Österreichischer Diplomat plant ersten Polo-Club in Tschechien
In der Tschechischen Republik gibt es keinen Polo-Club. Das macht den
Handelsrat an der österreichischen Botschaft und leidenschaftlichen
Polo-Spieler Nikolaus Seiwald nervös. Jetzt versucht er mit
Probetrainings
die Tschechen in den Sattel zu heben. Christian Rühmkorf war mit dem
Mikrofon ganz nah dran. mehr...
Invasion von TBC-Erregern mit GreenCard-Einführung befürchtet
Als letzte Instanz des legislativen Prozesses hat Staatspräsident Václav
Klaus am Dienstag die Gesetzesnovelle über die Beschäftigung
unterzeichnet, mit der unter anderem die so genannte GreenCard eingeführt
wird. Ab 1. Januar 2009 wird sich die Tür zum tschechischen Arbeitsmarkt
für ausländische Arbeitskräfte öffnen. In diesem Zusammenhang wird
über Probleme diskutiert, die mit der GreenCard zunehmend ins Land geholt
werden. Die Rede ist dabei von Krankheitserregern.
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Prag im Ohr: Die Klanglandschaften von „The Favourite Sounds of Prague“
Das Prag in den Köpfen der Menschen – das ist meist ein fotogenes Motiv,
eine Kulisse aus Hradschin, Karlsbrücke oder der Altstädter Silhouette
mit ihren hundert Türmen und Kuppeln. Doch wie klingt Prag eigentlich,
welchen Rhythmus spielt Tschechiens Hauptstadt, wie klingt ihr Herzschlag?
Genau diesem akustischen Erlebnis widmet sich das Hörkunst-Projekt „The
Favourite Sounds of Prague“. Das Hörkunst-Projekt versteht sich als
Mikrofon-Sonde, die in den Prager Lebensalltag eingelassen wird. Als
interaktives Hör-Portrait mit den Lieblingsklängen aller Prager ist
„The Favourite Sounds of Prague“ eines von fünf aktuellen
Hörkunstprojekten im Rahmen von „rádio d-cz“. Eine Initiative des
deutsch-tschechischen Kulturprojekts Zipp, hinter dem die Kulturstiftung
des Bundes steht. Radio Prag hörte hinein in die Prager Klanglandschaften.
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Gegen den Trend - Prager Grundschule lehrt Deutsch ab der ersten Klasse
Das Stimmengewirr in der Prager Innenstadt ist eine bunte Mischung vieler
Sprachen. Hier hört man Französisch, Spanisch, Deutsch, aber vor allem
Englisch. Denn Englisch scheint in Tschechien so beliebt zu sein, wie
internationaler Pop. Da befinden sich Sprachen wie Deutsch auf dem
Rückzug. Dennoch hat eine Grundschule in Prag Deutsch auf den Lehrplan
der
ersten Klasse gesetzt. Mit Erfolg. Monique Leistner hat dort
vorbeigeschaut. mehr...
Familie von heute in ihrer Existenz bedroht
„O tempora, o mores“ ist der alte lateinische Ausspruch, mit dem
Cicero, Philosoph, Politiker und einer der berühmtesten Redner im alten
Rom, den Verfall der Sitten zu seinen Lebzeiten beklagte. Der Ausspruch ist
im Lauf der Zeit nicht in Vergessenheit geraten. Es gab doch jederzeit
genug Anlässe, sich über die Sittenänderung zu beschweren, insbesondere
beim jeweiligen Generationswechsel. Daran hat sich auch in unserer
postmodernen Zeit nicht viel verändert. Was heutzutage als Dorn im Auge
der älteren Generation gilt, ist das offenbar unaufhaltsam bröckelnde
Modell des einst unantastbaren Heiligtums – der Familie. Der Frage, wie
es um die Institution „Familie“ im heutigen Tschechien bestellt ist,
geht das heutige „Forum Gesellschaft“nach.
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21. August 1968 – Das erste Blatt in der Stasi-Akte von Heinz Eggert
Der 21. August 1968 war ein traumatischer Tag für die Tschechoslowaken.
Aber nicht nur für sie. Einer, dessen Leben an diesem Tag auf den Kopf
gestellt wurde, war Heinz Eggert, der damals in Warnemünde lebte. Die
Ereignisse in der Tschechoslowakei haben, ohne dass er es wollte, aus ihm
einen Regimegegner gemacht. Es folgte ein harter Weg, der ihn aber nach der
Wende bis in eines der höchsten Staatsämter des Freistaates Sachsen
führte. Christian Rühmkorf hat Heinz Eggert besucht und mit ihm über
seine Geschichte und den Schicksalstag seines Lebens gesprochen.
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Normales Leben durch Transplantation möglich
Zittrige Hände, weiche Knie, ein blasses Gesicht, Schwitzen und andere
Symptome gelten als Warnzeichen, die die Senkung der Blutzuckerwerte
anzeigen. Eine starke Unterzuckerung, in der Fachsprache als Hypoglykämie
bezeichnet, kann in einem Koma münden. Schuld daran ist die gestörte
Funktion der Bauchspeicheldrüse, die Diabetes – im Volksmund
Zuckerkrankheit. Aus aktuellem Anlass informierten kürzlich
Spitzenexperten des Prager Instituts für klinische und
Experimentalmedizin, kurz IKEM, auf einer Pressekonferenz über
Transplantationen, die für einige Diabetiker die letzte Hoffnung bedeuten.
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Bierfest in Berlin: Tschechischer Gerstensaft in allen Kehlen
Tschechien liegt noch vor Deutschland im Pro-Kopf-Bierkonsum auf dem
weltweit ersten Rang. 160 Liter trinkt ein Tscheche im Jahr
durchschnittlich. Mit diesem Wert haben es sich die Tschechen verdient,
dieses Jahr im Mittelpunkt des 12. Bierfestivals in Berlin zu stehen. Julia
Angelov war für unsere Sendereihe „Forum Gesellschaft“ auf der 2,2 km
langen Festmeile in der deutschen Hauptstadt unterwegs und hat sich
durchprobiert.
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1968 und die Frauenfrage: ein tschechisch-deutscher Vergleich
Das Jahr 1968 hat in Westeuropa unter anderem entscheidende Impulse für
die Frauenbewegung geliefert und die bisherige Rollenverteilung grundlegend
in Frage gestellt. In der Erinnerung der Tschechen ist das Jahr 1968 in
erster Linie mit dem „Prager Frühling“ und seiner brutalen
Niederschlagung verbunden. Aber: Auch in der Tschechoslowakei kam es –
vor völlig anderem Hintergrund - in den 1960er Jahren zu intensiven
Diskussionen über die Rolle der Frau. 1968 und die Frauenfrage – das war
auch einer der Themenschwerpunkte bei der Sommerakademie der Prager
Heinrich-Böll-Stiftung, des Goethe-Instituts und weiterer Partner zu 1968
auf Schloss Liblice.
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