Rubrikenarchiv Forum Gesellschaft
Mehr als nur Wissenstransfer: Die Internationale Antikorruptionsakademie
Nicht nur in Tschechien ist der Kampf gegen Korruption ein regelmäßiges
Wahlkampfthema. Ebenso regelmäßig füllen zwischen den Wahlen diverse
Korruptionsfälle die Zeitungsspalten. Die Bekämpfung der Korruption
braucht jedoch einen langen Atem. Der Blick auf das nächste Wahlergebnis
oder die Schlagzeile von morgen reicht nicht aus, und nationale
Perspektiven müssen durch internationale Zusammenarbeit ergänzt werden.
Das entsprechende Know-how kann man neuerdings an der Internationalen
Antikorruptionsakademie im österreichischen Laxenburg erwerben. Tschechien
ist Gründungsmitglied. mehr...
Studiengebühren in Tschechien: Studenten bereit zu protestieren
Bisher gibt es an tschechischen Hochschulen keine Studiengebühren. Im
Koalitionsvertrag der Mitte-Rechts-Koalition aus Bürgerdemokraten (ODS)
und den Parteien Top 09 und Öffentliche Angelegenheiten (VV) sind sie aber
vorgesehen. Eingeführt werden sollen sie zu Beginn des Jahres 2013. Nun
beginnen sich die Studenten zu wehren. Vereinzelte Demonstrationen und
Proteste fanden in den letzten Monaten bereits statt, aber auch
konstruktive Diskussionsbeiträge kommen aus den Hochschulen. mehr...
Tschechien-Tourismus anders: Billig-Bestattung und Sonderwünsche
Die Kasse ist in diesen Zeiten knapp und der Großvater muss unter die
Erde. Eine Frau, die ihren Vater nie kennen gelernt hat, wird vom Amt dazu
verpflichtet, für seine Bestattung aufzukommen – das sind Fälle für
den Sarg-Discount. Billig-Bestatter haben Konjunktur. Der Preiskampf in der
Branche wird vor allem „im Osten“ entschieden. Leichen werden auf
Reisen nach Tschechien geschickt und dort nicht nur eingeäschert. Oft
finden sie dort auch ihre letzte Ruhe. mehr...
„Frauen im Feld“ - Dokumentarfilm über das Leben tschechischer Roma-Frauen
„Frauen im Feld“ heißt ein Dokumentarfilm von Markéta Nešlehová,
der in diesem Jahr herausgekommen ist. Der Streifen zeigt drei Frauen, alle
Angehörige der Roma-Minderheit, die ihren von traditionellen
Gender-Klischees und sozialem Ausschluss geprägten Weg verlassen. Drei
Ausnahmen, durch die man auch viel erfährt über die „Normalität“ in
Tschechien, über fehlende Integration und die Wichtigkeit von Bildung. mehr...
Pilsen: Kulturhauptstadt ohne Haus der Kultur?
Dům hrůzy u Radbuzy - so schimpften, schön gereimt, die Bürger der
westböhmischen Stadt Plzeň / Pilsen jahrzehntelang den vielkantigen Klotz
gleich neben der denkmalgeschützten Altstadt: Haus des Grauens am Fluss
Radbuza. Jetzt soll es nach dem Willen des Investors einem riesigen
Einkaufszentrum weichen. Die Pilsener Bürgergesellschaft schlägt Alarm. mehr...
Jung, zweisprachig, vielseitig – Neues tschechisch-deutsches Jugendportal „Jádu“
„Jádu“ – das ist der Name eines neuen Online-Jugendportals. Die
Seite wurde vom Goethe-Institut ins Leben gerufen und richtet sich sowohl
an deutsche, als auch an tschechische Jugendliche. Sie bietet Artikel aus
den Bereichen Kultur, Job und Leben. Seit Anfang Oktober ist „Jádu“
nun online und Radio Prag hat sich die Seite einmal genauer angesehen. mehr...
„Ostalgie“ oder etwa Sehnsucht: Wie sehen die Tschechen heute den Kommunismus?
Es sind bereits 22 Jahre seit der Samten Revolution in der ehemaligen
Tschechoslowakei vergangen. Am 17. November 1989 läutete ein Protestmarsch
von Studenten im Prager Stadtzentrum den Sturz des Regimes ein – mehr als
40 Jahre nach der Machtergreifung durch die Kommunisten. Die Kommunistische
Partei wurde jedoch nicht verboten und ist bis heute im tschechischen
Parlament vertreten. Schon das wirft die Frage auf, wie sehr bei den
Tschechen nostalgische Gefühle bestehen bei den Gedanken an die frühere
ČSSR? Und ist die kommunistische Vergangenheit noch ein Thema in der
tschechischen Gesellschaft? mehr...
Ein neues Zuhause: Immer mehr Holländer besiedeln das Sudetengebiet
Sie ziehen im Urlaub mehr als jedes andere Volk Europas mit einem Wohnwagen
durch die Welt. Und gerade Tschechien ist für sie in den letzten Jahren
eines der Hauptreiseziele geworden: Holländer verbringen ihren Urlaub am
Lipno-Stausee, im Böhmerwald oder im Riesengebirge. Sie lieben vor allem
die Berge. Und für viele hat der Wohnwagen offensichtlich ausgedient, denn
mancherorts sind ganze holländische Feriendörfer entstanden. Christian
Rühmkorf hat ein Paar aus den Niederlanden ausfindig gemacht, das sich
sogar entschieden hat, für immer in Tschechien zu leben, und zwar in einem
kleinen Dorf in Nordostböhmen, das bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs
überwiegend Deutsch besiedelt war. mehr...
Roma-Vertreter wollen überregionalen Verband gründen
Bereits seit den Sommermonaten ist die Lage der Roma-Minderheit in
Tschechien immer wieder ein Thema. Damals waren im Schluckenauer Zipfel in
Nordböhmen nach mehreren Schlägereien Demonstrationen gegen Roma
ausgebrochen. Jedes Wochenende veranstalteten Rechtsextreme Kundgebungen,
denen sich aber auch die örtliche Bevölkerung anschloss. Am Mittwoch
vergangener Woche stellte die Regierung in Prag einen Bericht über die
soziale Lage der Roma vor – und am Freitag trafen sich Vertreter
verschiedener Roma-Organisationen zu einer republikweiten Konferenz.
mehr...
Ahnenforschung in Tschechien – nicht nur ein Hobby für Rentner
Die Bedeutung der Genealogie, also der Ahnenforschung, als historische
Hilfswissenschaft wächst in Tschechien. Immer mehr Studenten besuchen
Archive, um für Seminararbeiten Familienstammbäume zu erstellen. In den
Archiven treffen sie aber auch viele Privatleute, denn auch die Genealogie
als Freizeitbeschäftigung erfreut sich in Tschechien immer größerer
Beliebtheit. mehr...
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