Rubrikenarchiv Forum Gesellschaft
Tschechien und Deutschland feiern:15 Jahre Zukunftsfonds und Gesprächsforum
Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds fördert Projekte, die helfen, dass
sich die Bewohner beider Länder besser verstehen. Entstanden ist der Fonds
im Dezember 1997, doch es dauerte ein paar Monate, bis er seine Arbeit auch
wirklich aufnahm. Deswegen wird erst jetzt, im Mai und Juni, das
15-jährige Jubiläum gefeiert. Geburtstag hat zudem auch das
Deutsch-Tschechische Gesprächsforum, das vom Fonds gefördert wird und in
den Anfangstagen entstanden ist. Das Forum bietet die Basis für breite
Diskussionen von Politikern, Wissenschaftlern und Vertretern von Vereinen
und Verbänden aus Tschechien und Deutschland. Wie es sich gehört, wird
sowohl in Berlin als auch in Prag gefeiert. Am Dienstag fand der Festakt in
Deutschland statt. mehr...
Umweltbildung im Marathontempo – tschechischer Lehrer auf dem Weg nach Afrika
Wenn man etwas erreichen will in der heutigen Zeit, dann muss man manchmal
Spektakel machen. David Chrištof ist Ultramarathonläufer und Lehrer an
der Deutschen Schule Prag – und erregt Aufsehen. Vor einem Jahr lief er
von Prag nach London, um Geld für ein Projekt zu sauberem Trinkwasser an
einer Waisenschule in Uganda zu sammeln. Dieses Jahr führt ihn der Weg
nach Marokko. Der Englischlehrer will bei seiner 3000 Kilometer weiten
Reise zu Fuß und auf dem Fahrrad viele Kinder darüber aufklären, was der
Mangel an sauberem Trinkwasser in vielen Teilen der Welt bedeutet. mehr...
Deutsch-tschechisches Rettungsdienstabkommen soll rasch in der Praxis greifen
Die Tschechische Republik und die Bundesrepublik Deutschland haben eine 810
Kilometer lange gemeinsame Grenze. Seit dem Schengen-Beitritt Tschechiens
im Jahr 2007 ist sie zwar kein Hindernis mehr, doch diesseits und jenseits
der Grenze ist der Alltag unterschiedlich organisiert. Ein Rahmenabkommen
über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst, das beide
Länder Anfang April geschlossen haben, soll helfen, im Grenzgebiet ein
wenig mehr Normalität zu schaffen. mehr...
„Und plötzlich hatte ich einen Millionen-Etat“ – der Galerist Jiří Švestka
Während der kommunistischen Zeit haben zahlreiche Tschechen ihr Land
verlassen - weil sie politisch verfolgt wurden, weil ihnen die
Verhältnisse zu eng wurden, und oft genug war es beides. Manche
emigrierten in die unmittelbaren Nachbarländer Deutschland oder
Österreich, andere nach Übersee in die Vereinigten Staaten. Der
Kunsthistoriker Jiří Švestka hatte beides im Sinn - und ist am Ende in
Deutschland gelandet. Dort hat er in den 80er Jahren rasant Karriere
gemacht. Heute ist Jiří Švestka einer der wichtigsten Galeristen und
Kunstvermittler in der tschechischen Kunstbranche. Vor einiger Zeit hat er
auch eine Galerie in Berlin eröffnet. Dort hat ihn Christian Rühmkorf
besucht. mehr...
Von Norddeutschland nach Karviná - Zukunft in einer Stadt ohne Zukunft
Von Schleswig-Holsteins Ostseeküste ins osttschechische Karviná ziehen,
eine schmuddelige Stadt in Schlesien mit Bergbau, Schwerindustrie und hoher
Arbeitslosigkeit? Viele Menschen flüchten aus Karvina Richtung Westen.
Familie Wendel hat den umgekehrten Schritt gewagt. Barbara Wendel,
gebürtige Tschechin, ist damit zurückgekehrt in ihre Heimatstadt. Ihr
Mann Thomas aber, ein deutscher Konditor, ging ein Abenteuer mit ungewissem
Ausgang ein. Und Tochter Julia musste von heute auf morgen von einem
deutschen Kindergarten auf eine tschechische Schulbank wechseln. Ein
Bericht über eine seltene Form von Arbeitsmigration, nämlich von West
nach Ost. mehr...
Tschechische Akademie der Wissenschaften: Chancen für Top-Forscher aus dem Ausland
In der Tschechischen Republik gibt es neben den klassischen Hochschulen
eine weitere Forschungsinstitution: die Akademie der Wissenschaften. Sie
betreibt wissenschaftliche Grundlagenforschung und berät die Regierung in
Sachen Forschung und Entwicklung. Seit 2011 hat sich für die
Beschäftigten dort einiges geändert, denn es wurden leistungsgerechte
Beurteilungen eingeführt und die Laufzeit der Arbeitsverträge an
bestimmte Leistungen gebunden. Zudem möchte der Vorsitzende die Akademie
internationalisieren und ausländische Spitzenforscher nach Tschechien
holen. Radio Prag hat mit drei deutschsprachigen Forschern gesprochen, die
bereits in Tschechien arbeiten. mehr...
Partydroge mit zerstörerischer Wirkung: Pervitin in Tschechien
In den vergangenen Tagen stand das Thema häufig auf der Tagesordnung: der
Verkauf und der Schmuggel von Crystal Meth aus Tschechien nach Deutschland.
Der Kampf gegen die Droge, die in Tschechien Pervitin heißt, war
Gegenstand von Innenministerkonferenzen, Spezialistentreffen und
Arbeitsgruppen beider Länder. Nun soll in Tschechien die tolerierte
Mindestmenge gesenkt werden und auch bei den Staatsanwaltschaften gemischte
Teams zur Strafverfolgung entstehen. Wie die Droge genau funktioniert und
welche Auswirkungen sie in Tschechien selbst hat, diesen Fragen gehen wir
in unserer Sendereihe Forum Gesellschaft nach. mehr...
Nicht nur Trachten - slowakische Vereine in Tschechien
Vor 20 Jahren trennten sich die Tschechen und die Slowaken politisch.
Anstatt der Tschechoslowakei entstanden zwei eigenständige Staaten. Doch
viele Slowaken, die im tschechischen Teil lebten, blieben einfach in dem
neu entstandenen Bruderstaat. Und sie begannen eigene Vereine zu gründen. mehr...
Männliche Prostitution: Tabuthema in Prag
Männliche Prostitution: ein Tabuthema, das dem Bild einer Stadt schaden
kann – und das auch Prag betrifft. Deshalb versucht der Magistrat seit
Jahren, die Anschaffenden von den für Touristen zugänglichen Orten zu
verdrängen. Der Regisseur Houchang Allahyari will in einem neuen
Filmprojekt zeigen, welche sozialen Abgründe sich teilweise hinter der
glitzernden Fassade von Moldau und Prager Burg befinden. Im Mittelpunkt
seines neuen Dokumentarfilms steht dabei das Streetwork-Projekt Šance
(Chance), das sich an männliche Prostituierte wendet. mehr...
Roma-Kinderzentrum „Ambrela“: erfolgreich gegen Armut und Bildungsdiskriminierung
Nordböhmen ist das so genannte soziale Pulverfass Tschechiens. Dort liegt
auch Schluckenau. In der kleinen Stadt eskalierten im Sommer 2011 die
Anfeindungen gegen ansässige Roma. Es kam zu Prügeleien, Bedrohungen und
Aufmärschen. Nach aktuellen Schätzungen gehören rund 700 der 5600
Einwohner Schluckenaus der Roma-Minderheit an. Doch die Minderheit sieht
sich in Tschechien nicht nur mit rassistischen Ausschreitungen
konfrontiert, sondern auch mit Armut und einer versteckten Diskriminierung
durch die Mehrheitsbevölkerung, zum Beispiel im Schulwesen. Dagegen
kämpft unter anderem das Kinderzentrum „Ambrela“ seit rund einem Jahr
an - mit ersten Erfolgen. Zu Besuch in Schluckenau. mehr...
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