Rubrikenarchiv Forum Gesellschaft

Tschechien und Deutschland feiern:15 Jahre Zukunftsfonds und Gesprächsforum

16-05-2013 17:07 | Till Janzer

Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds fördert Projekte, die helfen, dass sich die Bewohner beider Länder besser verstehen. Entstanden ist der Fonds im Dezember 1997, doch es dauerte ein paar Monate, bis er seine Arbeit auch wirklich aufnahm. Deswegen wird erst jetzt, im Mai und Juni, das 15-jährige Jubiläum gefeiert. Geburtstag hat zudem auch das Deutsch-Tschechische Gesprächsforum, das vom Fonds gefördert wird und in den Anfangstagen entstanden ist. Das Forum bietet die Basis für breite Diskussionen von Politikern, Wissenschaftlern und Vertretern von Vereinen und Verbänden aus Tschechien und Deutschland. Wie es sich gehört, wird sowohl in Berlin als auch in Prag gefeiert. Am Dienstag fand der Festakt in Deutschland statt. mehr...

Umweltbildung im Marathontempo – tschechischer Lehrer auf dem Weg nach Afrika

02-05-2013 17:08 | Till Janzer

David Chrištof (Foto: Facebook-Seite des Projekts Water Is Life) Wenn man etwas erreichen will in der heutigen Zeit, dann muss man manchmal Spektakel machen. David Chrištof ist Ultramarathonläufer und Lehrer an der Deutschen Schule Prag – und erregt Aufsehen. Vor einem Jahr lief er von Prag nach London, um Geld für ein Projekt zu sauberem Trinkwasser an einer Waisenschule in Uganda zu sammeln. Dieses Jahr führt ihn der Weg nach Marokko. Der Englischlehrer will bei seiner 3000 Kilometer weiten Reise zu Fuß und auf dem Fahrrad viele Kinder darüber aufklären, was der Mangel an sauberem Trinkwasser in vielen Teilen der Welt bedeutet. mehr...

Deutsch-tschechisches Rettungsdienstabkommen soll rasch in der Praxis greifen

18-04-2013 17:22 | Lothar Martin

Foto: Archiv Radio Prag Die Tschechische Republik und die Bundesrepublik Deutschland haben eine 810 Kilometer lange gemeinsame Grenze. Seit dem Schengen-Beitritt Tschechiens im Jahr 2007 ist sie zwar kein Hindernis mehr, doch diesseits und jenseits der Grenze ist der Alltag unterschiedlich organisiert. Ein Rahmenabkommen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst, das beide Länder Anfang April geschlossen haben, soll helfen, im Grenzgebiet ein wenig mehr Normalität zu schaffen. mehr...

„Und plötzlich hatte ich einen Millionen-Etat“ – der Galerist Jiří Švestka

04-04-2013 16:16 | Christian Rühmkorf

Jiří Švestka (Foto: Christian Rühmkorf) Während der kommunistischen Zeit haben zahlreiche Tschechen ihr Land verlassen - weil sie politisch verfolgt wurden, weil ihnen die Verhältnisse zu eng wurden, und oft genug war es beides. Manche emigrierten in die unmittelbaren Nachbarländer Deutschland oder Österreich, andere nach Übersee in die Vereinigten Staaten. Der Kunsthistoriker Jiří Švestka hatte beides im Sinn - und ist am Ende in Deutschland gelandet. Dort hat er in den 80er Jahren rasant Karriere gemacht. Heute ist Jiří Švestka einer der wichtigsten Galeristen und Kunstvermittler in der tschechischen Kunstbranche. Vor einiger Zeit hat er auch eine Galerie in Berlin eröffnet. Dort hat ihn Christian Rühmkorf besucht. mehr...

Von Norddeutschland nach Karviná - Zukunft in einer Stadt ohne Zukunft

21-03-2013 18:06 | Christian Rühmkorf

Karviná (Foto: Petr Štefek, Wikimedia CC BY-SA 3.0) Von Schleswig-Holsteins Ostseeküste ins osttschechische Karviná ziehen, eine schmuddelige Stadt in Schlesien mit Bergbau, Schwerindustrie und hoher Arbeitslosigkeit? Viele Menschen flüchten aus Karvina Richtung Westen. Familie Wendel hat den umgekehrten Schritt gewagt. Barbara Wendel, gebürtige Tschechin, ist damit zurückgekehrt in ihre Heimatstadt. Ihr Mann Thomas aber, ein deutscher Konditor, ging ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang ein. Und Tochter Julia musste von heute auf morgen von einem deutschen Kindergarten auf eine tschechische Schulbank wechseln. Ein Bericht über eine seltene Form von Arbeitsmigration, nämlich von West nach Ost. mehr...

Tschechische Akademie der Wissenschaften: Chancen für Top-Forscher aus dem Ausland

07-03-2013 16:54 | Marco Zimmermann

Foto: Archiv Radio Prag In der Tschechischen Republik gibt es neben den klassischen Hochschulen eine weitere Forschungsinstitution: die Akademie der Wissenschaften. Sie betreibt wissenschaftliche Grundlagenforschung und berät die Regierung in Sachen Forschung und Entwicklung. Seit 2011 hat sich für die Beschäftigten dort einiges geändert, denn es wurden leistungsgerechte Beurteilungen eingeführt und die Laufzeit der Arbeitsverträge an bestimmte Leistungen gebunden. Zudem möchte der Vorsitzende die Akademie internationalisieren und ausländische Spitzenforscher nach Tschechien holen. Radio Prag hat mit drei deutschsprachigen Forschern gesprochen, die bereits in Tschechien arbeiten. mehr...

Partydroge mit zerstörerischer Wirkung: Pervitin in Tschechien

21-02-2013 16:45 | Marco Zimmermann

Pervitin (Foto: United States Federal Government, Wikimedia Commons Free Domain) In den vergangenen Tagen stand das Thema häufig auf der Tagesordnung: der Verkauf und der Schmuggel von Crystal Meth aus Tschechien nach Deutschland. Der Kampf gegen die Droge, die in Tschechien Pervitin heißt, war Gegenstand von Innenministerkonferenzen, Spezialistentreffen und Arbeitsgruppen beider Länder. Nun soll in Tschechien die tolerierte Mindestmenge gesenkt werden und auch bei den Staatsanwaltschaften gemischte Teams zur Strafverfolgung entstehen. Wie die Droge genau funktioniert und welche Auswirkungen sie in Tschechien selbst hat, diesen Fragen gehen wir in unserer Sendereihe Forum Gesellschaft nach. mehr...

Nicht nur Trachten - slowakische Vereine in Tschechien

07-02-2013 17:21 | Till Janzer

Šarvanci (Foto: Archiv der Folkloregruppe Šarvanci) Vor 20 Jahren trennten sich die Tschechen und die Slowaken politisch. Anstatt der Tschechoslowakei entstanden zwei eigenständige Staaten. Doch viele Slowaken, die im tschechischen Teil lebten, blieben einfach in dem neu entstandenen Bruderstaat. Und sie begannen eigene Vereine zu gründen. mehr...

Männliche Prostitution: Tabuthema in Prag

24-01-2013 16:07 | Sylvia Schmidt

Männliche Prostitution: ein Tabuthema, das dem Bild einer Stadt schaden kann – und das auch Prag betrifft. Deshalb versucht der Magistrat seit Jahren, die Anschaffenden von den für Touristen zugänglichen Orten zu verdrängen. Der Regisseur Houchang Allahyari will in einem neuen Filmprojekt zeigen, welche sozialen Abgründe sich teilweise hinter der glitzernden Fassade von Moldau und Prager Burg befinden. Im Mittelpunkt seines neuen Dokumentarfilms steht dabei das Streetwork-Projekt Šance (Chance), das sich an männliche Prostituierte wendet. mehr...

Roma-Kinderzentrum „Ambrela“: erfolgreich gegen Armut und Bildungsdiskriminierung

10-01-2013 17:04 | Romy Ebert

Foto: Romy Ebert Nordböhmen ist das so genannte soziale Pulverfass Tschechiens. Dort liegt auch Schluckenau. In der kleinen Stadt eskalierten im Sommer 2011 die Anfeindungen gegen ansässige Roma. Es kam zu Prügeleien, Bedrohungen und Aufmärschen. Nach aktuellen Schätzungen gehören rund 700 der 5600 Einwohner Schluckenaus der Roma-Minderheit an. Doch die Minderheit sieht sich in Tschechien nicht nur mit rassistischen Ausschreitungen konfrontiert, sondern auch mit Armut und einer versteckten Diskriminierung durch die Mehrheitsbevölkerung, zum Beispiel im Schulwesen. Dagegen kämpft unter anderem das Kinderzentrum „Ambrela“ seit rund einem Jahr an - mit ersten Erfolgen. Zu Besuch in Schluckenau. mehr...

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