Alle Artikel Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

Körperertüchtigung und Politik: 150 Jahre Turnerbund Sokol

14-04-2012 02:01 | Till Janzer

Was für die Deutschen Turnvater Jahn ist, das ist für die Tschechen Miroslav Tyrš. Er war vor 150 Jahren prägender Mitgründer des Sokol, der tschechischen Turnbewegung, die später auch auf weitere slawische Völker übergriff. „Sokol“ ist nicht nur im Tschechischen, sondern auch in anderen slawischen Sprachen das Wort für „Falke“. Die Falken spielten eine wichtige Rolle bei der Emanzipation der Tschechen und Slowaken in der k.u.k. Monarchie und der Bildung eines eigenständigen Staates. Der Sokol war zudem die bedeutendste Massenorganisation der tschechischen Geschichte.  mehr...

„Unsere Vertreter in Prag und nicht in Berlin“: die 92-jährige Erna Meißner über Jugend, Krieg und Aussiedlung

07-04-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Ernestine (Erna) Meißner Im nordböhmischen Ústí nad Labem / Aussig hatte das Collegium Bohemicum eine besondere Person zu Gast. Die 1920 in Střekov / Schreckenstein geborene Ernestine (Erna) Meißner besuchte eine Woche ihre Geburtstadt, die heute Teil der Stadt Ústí nad Labem ist, um von ihrer sozialdemokratisch geprägten Jugend in der Ersten Tschechoslowakischen Republik zu berichten. Sie besuchte mehrere Grund- und Mittelschulen und sprach vor interessierten Studenten, aber auch Bürgern der Stadt Ústí. Radio Prag hat die 92-jährige ans Mikrofon gebeten.  mehr...

Philosoph Jan Patočka: Intellektueller Kopf und Symbolfigur der Charta 77

31-03-2012 02:01 | Robert Schuster

Jan Patočka Am 13. März jährte sich zum 35-mal der Todestag des tschechischen Philosophen Jan Patočka. Er gehörte zu den Symbolen der Oppositionsbewegung Charta 77 und war deren erster Sprecher. Patočka verstarb jedoch bereits wenige Wochen nach der Veröffentlichung des Gründungsaufrufs der Charta am 1. Januar 1977 und zwar an den Folgen der zermürbenden Verhöre durch die kommunistische Staatssicherheit.  mehr...

März 1953: Pompöse Trauerfeiern für Josef Stalin und Klement Gottwald in der Tschechoslowakei

24-03-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald und Stalin Im März 1953 wurde in der Tschechoslowakei mit einer Woche Abstand zweimal getrauert. Im ersten Fall um einen Riesen, im zweiten Fall um einen Zwerg der internationalen Politszene. Am 5. März starb Josef Stalin und im ganzen Sowjetreich und allen Satellitenstaaten schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Neun Tage später folgte ihm der „erste Arbeiterpräsident“ der Tschechoslowakei, Klement Gottwald, ins Jenseits. Wie die Trauerfeiern für die beiden Staatsoberhäupter hierzulande abgehalten wurden, ist das Thema unseres Geschichtskapitels.  mehr...

„Porajmos“ – Der Holocaust an den Roma im Protektorat Böhmen und Mähren

17-03-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Steinbruch in Lety „Porajmos“ ist Romanes und bedeutet in etwa „Das Verschlingen“. Es ist die Bezeichnung für den Völkermord an den europäischen Roma in der Zeit des Nationalsozialismus. Während der deutschen Besatzungszeit wurden die Roma auch im Protektorat Böhmen und Mähren verfolgt. Besonders schlimm wurde es nach dem 9. März 1942. Die Protektoratsregierung übertrug ein Gesetz aus dem Reich auf die ehemalige Tschechoslowakei: den Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung. Unter diesem Deckmantel kämpfte das NS-Regime gegen alle so genannten „asozialen“ Elemente. Es war der Startschuss für die rassische Kategorisierung der Roma und ihre Deportation nach Auschwitz.  mehr...

Die gesamte Geschichte von Theresienstadt: Interview mit der Buchautorin Uta Fischer

10-03-2012 02:01 | Till Janzer

Wer Theresienstadt oder Terezín hört, denkt zuerst an das Ghetto beziehungsweise an das KZ. Dieser traurigste Teil in der mehr als 200-jährigen Geschichte des Ortes reicht allein für eine eigene Darstellung. Die beiden Journalisten Uta Fischer und Roland Wildberg haben nun aber die gesamte Historie von Theresienstadt in einem Buch dargestellt – von der Gründung der Festung, die am Reißbrett entworfen wurde, bis zum Hochwasser im Jahr 2002. Es ist das erste Buch seiner Art auf Deutsch und heißt „Theresienstadt – eine Zeitreise“. Dazu ein Interview mit Uta Fischer.  mehr...

„Es gab zwei Verhandlungsebenen“ - Historiker Kunštát zum Nachbarschaftsvertrag

03-03-2012 02:01 | Till Janzer

Foto: Tschechisches Fernsehen Die häufig zitierte und erwähnte Deutsch-Tschechische Erklärung von 1997 war nicht der Anfang. Fünf Jahre früher wurde bereits der Deutsch-Tschechoslowakische Vertrag über gute Nachbarschaft unterzeichnet. 20 Jahre sind vergangen, seitdem Bundeskanzler Kohl und Außenminister Genscher sowie Staatspräsident Havel und Außenminister Dienstbier ihre Unterschriften unter den Vertrag gesetzt haben. Die tschechisch-deutsche Aussöhnung ist Fachgebiet des Historikers Miroslav Kunštát von der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, ab 1993 hat er auch Staatspräsident Václav Havel in diesen Fragen beraten.  mehr...

Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten

25-02-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald am 25. Februar 1948 Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“, dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam?  mehr...

„Ein tragischer Herrscher“ – Historiker Pánek über Rudolf II.

18-02-2012 02:01 | Till Janzer

Rudolf II. Zwei römische Kaiser sind jeder Tschechin und jedem Tschechen im Bewusstsein: neben Karl IV. ist dies Rudolf II. Der Habsburger hat Prag zu dem werden lassen, was bis heute in jedem Reiseführer an erster Stelle steht: die Goldene Stadt. Doch politisch war seine Herrschaft, gelinde gesagt, ein Reinfall. Rudolf II. starb am 20. Januar 1612. Aus Anlass des 400. Todestages ein Interview mit Jaroslav Pánek, Professor am Historischen Institut der tschechischen Akademie der Wissenschaften.  mehr...

„Bomby na Prahu“ – Eine neue Perspektive auf die Bombardierung Prags

11-02-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Foto: Archiv des Militärhistorischen Instituts Prag Einer der Hauptgründe, die Hauptstadt der Tschechischen Republik zu besuchen, ist sicherlich die mittelalterliche Kulisse der Altstadt und der hohe Anteil an alter Bausubstanz. Dass sich all das bis heute besichtigen lässt, hat sicherlich auch damit zu tun, dass Prag von den Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb. Nur gegen Ende des Krieges fielen noch einige Bomben. Ein Bildband, der vor kurzem erschien, zeigt nun bisher unveröffentlichte Fotos der Bombardierung. Mehr darüber in unserem heutigen Kapitel aus der tschechischen Geschichte.  mehr...

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