Alle Artikel Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten

25-02-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald am 25. Februar 1948 Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“, dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam?  mehr...

„Ein tragischer Herrscher“ – Historiker Pánek über Rudolf II.

18-02-2012 02:01 | Till Janzer

Rudolf II. Zwei römische Kaiser sind jeder Tschechin und jedem Tschechen im Bewusstsein: neben Karl IV. ist dies Rudolf II. Der Habsburger hat Prag zu dem werden lassen, was bis heute in jedem Reiseführer an erster Stelle steht: die Goldene Stadt. Doch politisch war seine Herrschaft, gelinde gesagt, ein Reinfall. Rudolf II. starb am 20. Januar 1612. Aus Anlass des 400. Todestages ein Interview mit Jaroslav Pánek, Professor am Historischen Institut der tschechischen Akademie der Wissenschaften.  mehr...

„Bomby na Prahu“ – Eine neue Perspektive auf die Bombardierung Prags

11-02-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Foto: Archiv des Militärhistorischen Instituts Prag Einer der Hauptgründe, die Hauptstadt der Tschechischen Republik zu besuchen, ist sicherlich die mittelalterliche Kulisse der Altstadt und der hohe Anteil an alter Bausubstanz. Dass sich all das bis heute besichtigen lässt, hat sicherlich auch damit zu tun, dass Prag von den Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb. Nur gegen Ende des Krieges fielen noch einige Bomben. Ein Bildband, der vor kurzem erschien, zeigt nun bisher unveröffentlichte Fotos der Bombardierung. Mehr darüber in unserem heutigen Kapitel aus der tschechischen Geschichte.  mehr...

Adelsgeschlecht der Pernstein: erst steinreich, dann in die Schuldenfalle getappt

04-02-2012 02:01 | Till Janzer

Pernstein-Wappen Das tschechische Kulturministerium und das Staatliche Denkmalschutzamt haben im vergangenen Jahr ein Pilotprojekt angestoßen: Landesweit und auch im Ausland wurde das böhmische Adelsgeschlecht der Rosenberger vorgestellt. An das so genannte Rosenberger Jahr knüpft nun das Jahr der Pernštejn oder – auf Deutsch – der Pernstein an. Die Herren von Pernstein sollen im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit noch reicher als ihre Kollegen aus Rosenberg gewesen sein. Besonders ihre Bauten erinnern noch heute an sie, doch es gab in der Familie auch schwarze Schafe, die alles verprasst haben. Nun soll das ganze Jahr über an vielen Orten im Land an das aus Mähren stammende Adelsgeschlecht erinnert werden – Grund genug für ein Porträt der Pernsteins.   mehr...

Prager Frühling 1968 begann im Januar: der moskautreue Parteichef Antonín Novotný musste gehen

28-01-2012 02:01 | Jitka Mládková

Antonín Novotný Der tschechoslowakische Staatspräsident Antonín Novotný steht eher selten im Fokus historischer Betrachtungen. Dabei war er fast 15 Jahre lang auch Erster Sekretär des Zentralkomitees der KPTsch und damit ranghöchster Mann in der kommunistischen Staatspartei. In den politischen Chefposten wurde Novotný im September 1953 gewählt. Vier Jahre später gelang es ihm zudem, auch das prestigeträchtige Amt des Staatsoberhauptes für sich zu erringen. Novotný galt als Moskau treuer Apparatschik, doch unter seiner Führung erlebt die Tschechoslowakei die „Goldene Sechziger“. Politologen bezeichnen dies als ein Widerspruch. Als dann die Reformbewegung des so genannten Prager Frühlings begann, musste der unterdurchschnittlich gebildete Staatsführer seine beiden Funktionen niederlegen. Vor dem Hintergrund seiner politischen Laufbahn spiegelt sich ein ganzes Kapitel der tschechischen Geschichte wieder.  mehr...

Kurzer Frieden der Religionen: der Majestätsbrief Rudolfs II.

21-01-2012 02:01 | Till Janzer

Rudolf II. Vor 400 Jahren starb Kaiser Rudolf II. - in das Ende seiner Herrschaft fiel eine politische Entscheidung, die fortschrittlich war für seine Zeit: Der Habsburger garantierte Religionsfreiheit in Böhmen, so geschehen im Majestätsbrief von 1609. Allerdings war dies keine freie Entscheidung, vielmehr hatten Aufstände den Herrscher dazu gezwungen. Und der Religionsfrieden sollte auch nicht lange halten.  mehr...

90 Jahre Groß-Prag: 1922 entstand die moderne Großstadt

14-01-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Viele Leute kennen Prag als eine Stadt, die bereits seit dem Mittelalter existiert. In Reiseführern wird oft auf die facettenreiche Geschichte der Stadt im Laufe der Jahrhunderte hingewiesen. Das moderne Prag aber, so wie es heute aussieht, gibt es offiziell erst seit 1922, also seit genau 90 Jahren. Damals kam es zu einer Verwaltungsreform, die aus der Agglomeration Prag das vereinigte Groß-Prag machte.  mehr...

„Eine freie, informelle und offene Gemeinschaft“ - 35 Jahre Charta 77

07-01-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Václav Havel Das Jahr 2011 ging für die Tschechen mit einem traurigen Ereignis zu Ende: Eine Woche vor Weihnachten starb der Dramatiker, Ex-Präsident und ehemalige Dissident Václav Havel. Er war eine Ikone des Widerstands gegen das kommunistische Regime, und er war Mitinitiator, Sprecher und Unterzeichner des bekanntesten Projekts dieses Widerstands: der Charta 77. Am 1. Januar feierte die Charta 35. Jubiläum.  mehr...

Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution

24-12-2011 02:01 | Jitka Mládková

Der Christbaum mit strahlenden Kerzen, die Weihnachtskrippen, die Bescherung zu Heiligabend, der Karpfen, hausgemachtes Gebäck - dies und vieles mehr sind heutzutage Symbole, die in unseren Breiten für Weihnachten stehen. Im Prinzip ein Fest in Hülle und Fülle in einer friedlichen Atmosphäre. Und vor allem im engen Kreis der Familie. Für viele Tschechen kommen noch die vergangenen 22 Jahre hinzu, das heißt das Leben in Freiheit als bedeutender Faktor. Dass aber die Zeichen der Weihnachtszeit in der Vergangenheit oft anders standen, davon erzählt ein vor Jahresfrist erschienenes Buch mit dem Titel „Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution“. Kurz vor Weihnachten haben die Tschechischen Zentren in München, Düsseldorf und Berlin Präsentationen dieses Buches in Deutschland veranstaltet. Geschrieben wurde das Werk vom Historikerehepaar Petr Koura und Pavlína Kourová. Jitka Mládková hat mit der männlichen Hälfte des Autorenduos gesprochen. Sie hören eine Sonderausgabe unseres Kapitels aus der tschechischen Geschichte.  mehr...

Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš

17-12-2011 02:01 | Till Janzer

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die Nachkriegs-Tschechoslowakei.  mehr...

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