Rubrikenarchiv Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

Die „bewegte“ Geschichte der Dekanatskirche in Most

26-11-2011 02:01 | Patrick Hamouz

Es hört sich unglaublich an, aber es ist wahr. Im Jahr 1975 wurde im nordböhmischen Most eine fast 500 Jahre alte spätgotische Kirche mehrere hundert Meter weit versetzt. Die Aktion war spektakulär und wurde dementsprechend von der kommunistischen Propaganda ausgeschlachtet. So unglaublich, wie die Versetzung der 10.000 Tonnen schweren Kirche, scheint auch der Grund dafür zu sein. Doch auch er ist wahr. Um an die Kohlevorkommen unter der historischen Stadt zu gelangen, ließ das kommunistische Regime das alte Most kurzerhand wegsprengen. Nur die Kirche wurde gerettet. mehr...

Die Zeitschrift Ejhle: Humor und Satire im Namen der deutschen Propaganda

19-11-2011 02:01 | Marco Zimmermann

In der Zeit der deutschen Besatzung Tschechiens spielte die Propaganda eine wichtige Rolle. Für die deutsche Kriegsmaschinerie war die tschechische Industrie wichtig – daher sollten die tschechischen Arbeiter von jeglichem Widerstand abgehalten werden und produktiv bleiben. Allerdings glaubten die Tschechen zu Beginn des Jahres 1944 nicht mehr an einen Sieg der Deutschen. Um den Einfluss auf die Arbeiterschaft nicht zu verlieren, gingen die Besatzungsbehörden einen besonderen Weg und riefen eine Satirezeitschrift ins Leben. mehr...

Auszug aus dem Ledro-Tal: italienisches Exil in Böhmen 1915-1918

12-11-2011 02:01 | Till Janzer

Valle di Ledro Wissen Sie, warum Restaurants im norditalienischen Tal Valle di Ledro böhmische Knödel im Angebot haben? Wie immer steckt dahinter die Geschichte - und mit ihr verbunden die Geschichten vieler Menschen aus dem Ledro-Tal. mehr...

Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille

05-11-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Edvard Beneš war am 13. und 14. Oktober das Thema einer Konferenz im Goetheinstitut in Prag. Geladen hatten das Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem Collegium Carolinum aus München. Ziel war es, die kontroversen Wahrnehmungen des ehemaligen Außenministers und Staatspräsidenten der Ersten Tschechoslowakischen Republik wissenschaftlich zu erfassen und den Forschungsstand zu dokumentieren. Marco Zimmermann war auf der Konferenz und berichtet, wie sich das Bild Benešs bei den Deutschen aus der Tschechoslowakei gewandelt hat. Sie hören eine neue Ausgabe unserer Sendereihe „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“. mehr...

Gefangen im Gulag - die ersten tschechischen Opfer des Kommunismus

29-10-2011 02:01 | Till Janzer, Milena Štráfeldová

Gulag Über 75.000 tschechische Bürger sind in den zurückliegenden Jahren für KZ und Zwangsarbeit in Hitlerdeutschland entschädigt worden. Anders erging es jenen Tschechoslowaken, die unmittelbar nach dem Krieg in die Sowjetunion verschleppt wurden. Schwerstarbeit, Unterernährung, Vergewaltigungen, tödliche Krankheiten wie Typhus - die meisten starben in den Lagern. Nur wenige überlebten, doch sie warten meist noch heute auf eine Entschädigung. mehr...

Widerstand gegen die Nazis im Protektorat Böhmen und Mähren

22-10-2011 02:01 | Jakub Siska

Die Tschechen sind stolz auf die Teilnahme ihrer Soldaten in den ausländischen Armeen während des Zweiten Weltkriegs. Zur Zeit des Kommunismus wurde dieses Kapitel aus der tschechischen Geschichte vernachlässigt, aber seit der Wende 1989 ist es dann allgemein bekannt geworden. Der Widerstand vor Ort, im Protektorat Böhmen und Mähren, während der Besatzung durch Hitler von 1939 bis 1945 steht dagegen immer noch etwas im Schatten der Betrachtung. Dabei war er ebenso bedeutend wie der Widerstand aus dem Ausland. mehr...

Besondere Aufbauhilfe: Ausbildung israelischer Militärpiloten in der Nachkriegs-Tschechoslowakei

15-10-2011 02:01 | Robert Schuster

Israelische Militärpiloten Im Jahr 1948 entstand der Staat Israel. Einer der wichtigsten Partner für die Aufbauhilfe war die damalige Tschechoslowakei – und das auch militärisch. So wurden damals auf einigen tschechoslowakischen Flugbasen – unter strenger Geheimhaltung - 75 israelische Kampfpiloten ausgebildet.  mehr...

Willkommen an der Moldau? Kaiser Franz Josef und seine Besuche in Prag

08-10-2011 02:01 | Martina Schneibergová

Kaiser Franz Joseph I. Wie oft Kaiser Franz Joseph zu Besuch in Böhmen war, lässt sich heuzutage nicht mehr genau feststellen. Aber die offiziellen Reisen wurden damals ausführlich dokumentiert. Der Historiker Jozo Džambo vom Münchner Adalbert-Stifter-Verein hat in den Archiven geforscht und sich ein Bild über die Besuche von Franz Joseph I. in Prag gemacht. Am vergangenen Donnerstag hielt Jozo Džambo einen Vortrag im Prager Nationalen Technik-Museum zum Thema dieser kaiserlichen Visiten. Bei dieser Gelegenheit sprach Radio Prag mit dem Historiker. mehr...

60 Jahre deutschsprachige Publikationen in der Tschechoslowakei: Von „Aufbau und Frieden“ zur „Prager Zeitung“

01-10-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Die erste Tschechoslowakische Republik hatte einen großen deutschen Bevölkerungsteil und mit ihm eine breite deutschsprachige Presselandschaft. Darunter befanden sich solch renommierte Zeitungen wie die „Bohemia“ und das „Prager Tagblatt“, aber auch zahlreiche kleine Regionalblätter. Nach der Okkupation 1939 endete diese Tradition, die Zeitungen wurden eingestellt oder gleichgeschaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dann die deutsche Bevölkerung vertrieben und die verbleibenden Deutschen hatten nicht mehr das Recht, eine eigene Presse zu unterhalten. Erst im September 1951 erschien wieder eine deutsche Publikation, diesmal auf Bestreben der kommunistischen Machthaber. Am 27. September sind genau 60 Jahre seit der ersten Ausgabe vergangen. In einem weiteren Kapitel aus der tschechischen Geschichte erfahren sie nun mehr über die Zeitung und ihre Entwicklung. mehr...

Fortifikationssystem am Jablunkapass sollte Schutz vor den Osmanen bieten

24-09-2011 02:01 | Jitka Mládková

Jablunkauer Schanzen Im Dreiländereck Tschechien-Slowakei-Polen, auf 553 Meter Höhe über dem Meeresspiegel liegt der Jablunkovský průsmyk, auf Deutsch Jablunkapass. Sein Name ist von der nahegelegenen tschechischen Stadt Jablunkov abgeleitet. Nur wenige Tschechen wissen heute, welche Rolle dieser Ort in der Geschichte der Landesverteidigung gespielt hat. Im 16. Jahrhundert wurde dort ein Festungssystem erbaut, das die Türken auf ihrem Vormarsch nach Schlesien aufhalten sollte. Um die später in Vergessenheit geratene Geschichte des Festungssystems am Jablunkapass sozusagen zu entstauben, hat das Museum in Český Těšín / Teschen an der tschechisch-polnischen Grenze 2005 eine Ausstellung aufgebaut und nachfolgend auch einen Bildband herausgegeben. Mit der Co-Autorin des Buches, Pavlína Nováková-Badurová, hat Jitka Mládková gesprochen. mehr...

Nicht verpassen

Archiv

März 2012

MoDiMiDoFrSaSo
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031

Februar 2012

MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829

Januar 2012

MoDiMiDoFrSaSo
1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031

Komplettes Archiv

Aktuelle Sendung in Deutsch