Rubrikenarchiv Kapitel aus der Tschechischen Geschichte
Kardinal Josef Beran - Verfolgter zweier Regime
Es gibt nur wenige kirchliche Würdenträger, die in Tschechien mit einer
Statue auf einem öffentlichen Platz geehrt werden. Im Dezember erhielt
diese Ehre der ehemalige Prager Erzbischof und Kardinal Josef Beran, der
die tschechische Kirche in den schwierigsten Zeiten des 20. Jahrhunderts
leitete: während der nationalsozialistischen Besatzung und während des
Kommunismus. mehr...
Samtene Revolution: Ein Reportage-Dokument vom Dezember 1989 in der Tschechoslowakei
Der Dezember 1989 war in der Tschechoslowakei kein Monat, in dem man sich
wie gewohnt auf das Weihnachtsfest vorbereitet hat. Das Land war damit
beschäftigt, sich neu zu ordnen, nachdem die Macht des kommunistischen
Regimes wenige Wochen zuvor zusammengebrochen war. Zu dieser Zeit war die in Deutschland lebende Tschechien und
Radio-Bremen-Reporterin Libuše Černá in Prag und anderen Landesteilen
mit dem Mikrofon unterwegs. Sie hat eingefangen, was die Tschechen zu dieser
Zeit bewegte und wie ihre Hoffnungen für die Zukunft aussahen.Ihre
Reportage wurde damals von 16 deutschen Rundfunkstationen übernommen. Mit
freundlicher Genehmigung der Autorin Libuše Černá sendet heute Radio
Prag die 20 Jahre alte Reportage und versetzt Sie damit zurück in die
Tschechoslowakei im Dezember 1989.
mehr...
Die „bewegte“ Geschichte der Dekanatskirche in Most
Es hört sich unglaublich an, aber es ist wahr. Im Jahr 1975 wurde im
nordböhmischen Most eine fast 500 Jahre alte spätgotische Kirche mehrere
hundert Meter weit versetzt. Die Aktion war spektakulär und wurde
dementsprechend von der kommunistischen Propaganda ausgeschlachtet. So
unglaublich, wie die Versetzung der 10.000 Tonnen schweren Kirche, scheint
auch der Grund dafür zu sein. Doch auch er ist wahr. Um an die
Kohlevorkommen unter der historischen Stadt zu gelangen, ließ das
kommunistische Regime das alte Most kurzerhand wegsprengen. Nur die Kirche
wurde gerettet.
mehr...
Josef-Čapek-Gesellschaft in Deutschland: Politische Karikaturen des Künstlers als Impuls für ihre Gründung
Im historischen Gebäude der Reitschule auf der Prager Burg findet derzeit
eine Ausstellung von Josef Čapek, dem drei Jahre älteren Bruder des
Schriftstellers und Dramatikers Karel Čapek statt. Die umfassende
Ausstellung mit über 200 Ölgemälden, Zeichnungen und Skizzen, Büchern,
Plakaten und Zeitschriften will Josef Čapek als eine herausragende
Persönlichkeit der tschechischen Kultur des 20. Jahunderts vorstellen.
Nicht allgemein bekannt ist, dass 1983 eine Gesellschaft in Deutschland
gegründet wurde, die den Namen Josef Čapeks trägt. Mehr zu diesem Thema
im heutigen Geschichtskapitel von und mit Jitka Mládková. Diesmal also
aus der neueren tschechisch-deutschen Geschichte.
mehr...
Auszug aus dem Ledro-Tal: italienisches Exil in Böhmen 1915-1918
Wissen Sie, warum Restaurants im norditalienischen Tal Valle di Ledro
böhmische Knödel im Angebot haben? Wie immer steckt dahinter die
Geschichte und mit ihr verbunden die Geschichten vieler Menschen aus dem
Ledro-Tal.
mehr...
Was geschah 1989? Zwei neue Bücher zum demokratischen Wandel
Nicht nur in Tschechien waren in den letzten Tagen die Zeitungen voll mit
Erinnerungen an die politische Wende vor 20 Jahren. Ganz Europa dachte an
die demokratischen Umwälzungen des Jahres 1989 und an den Fall des
Eisernen Vorhangs. Auch Bücher sind anlässlich des Jubiläumsjahres
erschienen, unter anderem im deutschsprachigen Raum. Zwei davon möchten
wir Ihnen hier vorstellen: Eines, das sich ausschließlich mit der
Samtenen
Revolution in der ehemaligen Tschechoslowakei befasst, und eines, das den
Sturz der Diktaturen in ganz Osteuropa und sogar in Lateinamerika
nachzeichnet. mehr...
Des Kaisers neue Kleider: Václav Havel und das Leben in Wahrheit
Am 17. November begeht Tschechien den 20. Jahrestag des Zusammenbruchs der
kommunistischen Alleinherrschaft. Eine brutal auseinander getriebene
Kundgebung von Studenten löste an jenem Tag eine Welle von
Massenprotesten
aus. Diese führten den Umbruch herbei. Der Systemwechsel zur
pluralistischen Demokratie wird gemeinhin als „Samtene Revolution“
bezeichnet. Mitgewirkt haben an der Samtenen Revolution viele. Ohne einen
aber wäre sie schlicht undenkbar: Václav Havel. Der Dramatiker und
Bürgerrechtler hatte schon zuvor viele Jahre auf Rechtsstaatlichkeit und
Demokratie in seinem Land hingewirkt. Václav Havel und seinem Einsatz
für
ein Leben in Freiheit ist das heutige Geschichtskapitel gewidmet. mehr...
Kopfzerbrechen über die Schriftsprache für neue ČSR-Bürger – die Karpatenukrainer
Am 28. Oktober wurde in Tschechien der traditionsreiche Staatsfeiertag
gefeiert. Dieses Datum geht auf das Jahr 1918 zurück, als am selben Tag
die selbständige Tschechoslowakische Republik als einer der
Nachfolgestaaten der Habsburger Monarchie ausgerufen wurde. In der heutigen
Ausgabe der Sendereihe „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“
wollen wir unser Augenmerk auf den Beginn des neuen Staates richten, der
von den ersten Tagen an vor Problemen jeder Art da stand. Darunter auch vor
der Frage, welche Sprache in dem östlichsten Teil der Tschechoslowakei -
der Karpatenukraine – als offizielle Schriftsprache eingeführt werden
soll.
mehr...
Bürgermut macht Politik: Der demokratische Umbruch in Cheb und Plauen
Kaum 60 Kilometer liegen das sächsische Plauen und das westböhmische Cheb
voneinander entfernt. Beide Städte blicken auf eine glanzvolle Geschichte
zurück. Umso mehr bedrückte die Bevölkerung der Abstieg, der nach dem
Zweiten Weltkrieg folgte. Erst im Herbst 1989 ergriffen die Bürger von
Cheb und Plauen entschlossen ihre Chance. Das Bürgerforum Cheb bzw. das
Plauener Neue Forum traten als markante neue politische Kräfte hervor. Nun
ist ein Buch erschienen, das die Foren in den beiden Städten und ihre
Akteure beschreibt. Es trägt den Titel: „Bürgermut macht Politik.“
Einer der Autoren, der Journalist und Publizist Pit Fiedler aus dem
oberfränkischen Selb, erzählt mehr über dieses bemerkenswerte Buch.
mehr...
Widerstand gegen Hitlers Besetzung: 28. Oktober und 17. November 1939
In Kürze wird überall in Tschechien der Samtenen Revolution gedacht.
Auslöser für den Sturz des Kommunismus vor 20 Jahren waren die
Studentendemonstrationen am 17. November 1989. Ein halbes Jahrhundert
vorher jedoch gingen schon einmal Studenten auf die Straße, um gegen ein
Unrechtsregime zu protestieren: gegen die Nazi-Herrschaft im Protektorat.
Die Reaktion des Regimes war äußerst brutal. Diese Ereignisse fanden
zwischen dem 28. Oktober und 17. November 1939 statt.
mehr...


+1
+10




