Rubrikenarchiv Kapitel aus der Tschechischen Geschichte
Widerstand gegen Hitler und Henlein - Deutsche aus Böhmen erzählen
Vor zwei Wochen konnten Sie bei uns einen Beitrag über deutsche
Antifaschisten aus Böhmen und Mähren hören. Im Mittelpunkt standen die
Aussagen von Fachleuten, die an dem Forschungsprojekt "Vergessene
Helden" der tschechischen Regierung beteiligt sind und nach einem Jahr
Arbeit erste Ergebnisse präsentiert haben. Wie angekündigt folgt heute
der zweite Teil unserer kleinen Serie über deutsche Antifaschisten.
Diesmal zwei von ihnen selbst zu Wort und erzählen, wie sie gegen Hitler
und Henlein vorgegangen sind.
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Der Zeit einen Takt voraus – der Astronom Jan Táborský
Die Stadt Tábor ist bekannt vor allem durch die bedeutende Rolle, die sie
in den Hussitenkriegen spielte. Das heutige Geschichtskapitel widmet sich
einem Mann, der zwar dort im Jahr 1500 geboren ist, dessen Leben und Werk
aber weitgehend unbekannt geblieben sind. Dass wir überhaupt etwas vom
Wirken des Jan Táborský wissen, ist der Tatsache zu verdanken, dass er
viele Jahre als Verwalter der berühmten Prager Astronomischen Uhr tätig
war. Mit seinen vielfältigen Fähigkeiten als Kalligraph, Astronom,
Mathematiker, Schriftsteller und Musiker hatte Táborský einen Anteil
daran, dass die Uhr bis heute erhalten und funktionstüchtig ist. Jan
Táborský war seiner Zeit einen Takt voraus.
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Gegen Hitler und Henlein: deutsche Antifaschisten in der Tschechoslowakei
Seit einem Jahr bereits arbeiten tschechische Historiker an einem der wohl
größten und bedeutungsvollsten Forschungsaufträge der letzten Jahre. Sie
wollen mehr über die Leute unter der ehemaligen deutschen Bevölkerung des
Landes wissen, die eben nicht mit Hitler oder Henlein paktiert haben: die
deutschen Antifaschisten in der früheren Tschechoslowakei. Wir haben über
das Projekt, das von der tschechischen Regierung initiiert wurde, bereits
in früheren Ausgaben an diesem Sendeplatz berichtet. Mittlerweile sind die
Forschungseinrichtungen unter der Leitung des Instituts für Zeitgeschichte
an der tschechischen Akademie der Wissenschaften zu ersten Ergebnissen
gelangt. Till Janzer hat sich mit zwei der am Projekt beteiligten Fachleute
unterhalten.
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Ordnen, überwachen, rekrutieren: Die Geschichte der Hausnummern in Böhmen und Mähren
Menschen haben heute oft eine Vielzahl von Adressen: eine Wohnadresse, eine
Büroadresse, eine Internetadresse, eine oder mehrere E-Mail-Adressen. Vor
gar nicht allzu langer Zeit jedoch gab es noch nicht einmal Straßennamen
oder Hausnummern. Wie ist sie eigentlich entstanden, die Adresse? Seit
wann
gibt es auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik Hausnummern,
und
von wem und warum wurden sie eingeführt? Gemeinsam mit dem Wiener
Historiker Anton Tantner werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der
Alltagsgewohnheit und fragen nach dem Ursprung des vermeintlich
Selbstverständlichen. mehr...
Leben ohne Alkohol: Jaroslav Skála - Gründer der weltweit ersten Ausnüchterungsstation
Als Jaroslav Skála diese Woche starb, wussten die meisten Tschechen, welch
medizinische Kapazität sie verloren haben. 1951 gründete der Psychiater
in Prag die weltweit erste Ausnüchterungsstation. Was er seinen Klienten
damals anbot, war außerdem eine ausgesprochene Rosskur zur Entwöhnung von
Bier, Wein, Schnaps und Ähnlichem. Was für ein Mensch war Skála, wie kam
es zu der Gründung der Station und wie ging es in den ersten Jahren zu in
dieser Anstalt? Till Janzer hat für unsere Sendereihe „Kapitel aus der
tschechischen Geschichte“ einen Blick hinter die historischen Kulissen
geworfen.
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Als der Film zu sprechen begann: Die Prager Tonfilmaffäre 1930
Die wenig erforschten deutsch-tschechischen Filmbeziehungen standen in
dieser Woche im Mittelpunkt des Hamburger Festivals Cinefest. Aus diesem
Anlass erinnert auch Radio Prag an ein vergessenes Kapitel aus der
gemeinsamen Filmgeschichte beider Länder. September 1930: in den Prager
Kinos laufen die ersten Tonfilme. In einer Zeit von zunehmendem
Nationalismus werden deutschsprachige Tonfilme zum Stein des Anstosses.
Kinosäle werden gestürmt, auf den Straßen wird randaliert. Über die
Prager Tonfilmaffäre sprach Sarah Houtermans mit der Historikerin Ines
Koeltzsch:
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18 Jahre Samtene Revolution: „Im Unterricht lernen wir nichts darüber“
Der 17. November 1989 in Prag: Kommunistische Polizeieinheiten prügeln
eine Studentendemonstration nieder. Den Sturz des Regimes halten die
Polizeiknüppel jedoch nicht mehr auf, die Samtene Revolution kommt ins
Rollen. 18 Jahr ist das her, Revolution und Demokratie in Tschechien sind
also gerade volljährig geworden. Was wissen aber die Jugendlichen, die
heute 18 Jahre alt sind, also im Revolutionsjahr geboren wurden, von den
damaligen Ereignissen und dem Kommunismus? Interessiert sie das Thema
überhaupt und können sie ihre Eltern dazu fragen? Wie wird in der Schule
darüber unterrichtet? Till Janzer hat sich dazu mit sechs Schülern eines
Prager Gymnasiums unterhalten und zudem eine Geschichtslehrerin befragt.
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November 1938 - die "Kristallnacht" im Sudetenland
Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die so genannte
Reichskristallnacht. In ganz Deutschland brannten die Synagogen; jüdische
Häuser und Geschäfte wurden überfallen und geplündert, zehntausende
Juden
verhaftet, hunderte ermordet oder in den Tod getrieben. Kaum einen Monat
zuvor hatte Hitlerdeutschland mit der Unterzeichnung des Münchener
Abkommens und der Besetzung des Sudetenlandes einen seiner größten
Triumphe
gefeiert. Über die Kristallnacht im Sudetenland sprach Thomas Kirschner
mit
dem Historiker Michal Frankl. mehr...
Die Verfolgung der Kirchen im Kommunismus
Das Verhältnis des früheren kommunistischen Regimes zur Kirche ist immer
noch ein heißes Eisen. Erst jetzt, fast 18 Jahre nach dem Sturz des
Regimes, haben sich Vertreter der heutigen demokratisch gewählten Regierung
und der Kirchen auf eine Entschädigungssumme für die damaligen Enteignungen
geeinigt. Die Enteignungen waren aber nur ein Teil des Unrechts gegenüber
den Kirchen. Wie hat der kommunistische Staat sein atheistisches Konzept
durchgesetzt, was geschah bei der Verfolgung der Glaubensgemeinschaften
zwischen 1948 und 1989?
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Albrecht von Waldstein - Ideal und Wirklichkeit in der Geschichte
Was macht Albrecht von Waldstein (oder Wallenstein) zu einem der
umstrittensten und zugleich am meisten beachteten Persönlichkeiten des
17.
Jahrhunderts? Bereits zu seiner Zeit stritten sich die Geister, ob er nun
ein genialer Heerführer oder hinterlistiger Verräter war. mehr...

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